Elektromobil Senioren Test Vergleich: Mobilität im Alter

Als Elektromobil werden zweiachsige Elektroroller bezeichnet, mit denen gehbehinderte Menschen und Senioren ihre Mobilität ein Stückweit zurückerlangen können. Es gibt die Modelle in zahlreichen Ausführungen, in verschiedenen Preis-Kategorien und mit verschiedenen Maximalgeschwindigkeiten. Ein Elektromobil ist mehr als ein elektronischer Rollstuhl, der Antrieb erfolgt aber ebenfalls per Elektromotor.

Was ist ein Elektromobil?

Zunächst einmal zur begrifflichen Abgrenzung. Denn die sogenannten Senioren Roller werden verschieden bezeichnet. Die einen sagen Senioren Elektromobile, die anderen sagen Senioren Scooter. Senioren Roller sind mit einem Sitz ausgestattete 3- oder 4- rädrige Fahrzeuge, die durch einen Elektromotor angetrieben werden. Ebenfalls ist für diese Fahrzeuge keine Helmpflicht vorgesehen, wohl aber eine Versicherungspflicht. Eine weitere Bezeichnung, zumindest für die 3-rädrigen Modelle ist e-Trike. Auf jeden Fall sind Senioren Roller keine sogenannten Elektrorollstühle oder nur motorisierte Krankenfahrstühle.

Ausstattung und Komfort

Zuerst einmal solltest Du Dir gedanklich einen großen, bequemen Sitzplatz vorstellen, auf dem Du sicher Platz nimmst. Wenn das Elektromobil dauerhaft in Benutzung ist, sollte der Komfort Deinen Ansprüchen genügen. Weiterhin empfanden es die Testpersonen als wichtig, dass im Fußraum genug Platz für die Beine des Fahrers gegeben war. Dein Elektromobil ist der perfekte Begleiter für den täglichen Einkauf oder andere Besorgungen. In der Auswertung welches das beste Elektromobil ist, wurden auch weitere Verstaumöglichkeiten in Augenschein genommen.

Sicherheit im Straßenverkehr

Nichts ist wichtiger als Deine persönliche Sicherheit im Straßenverkehr. Ein Elektromobil ist sehr leise und weist nur eine geringe Größe auf. Es besteht die Gefahr, dass es im Straßenverkehr übersehen wird. Nur so ist es möglich, dass Du auch bei einbrechender Dunkelheit gesehen wirst. Weiteres Kriterium beim Testen war die Hupe, die ein deutliches Signal von sich geben muss, damit Du gehört wirst. Deine Sicherheit erhöhst Du außerdem, wenn passender Zubehör beim Elektromobil dabei ist. So hilft ein Regenschutz beispielsweise Dir klare Sicht zu ermöglichen, auch wenn es einmal während der Fahrt zu regnen beginnt.

Bremsen und Reifen

Einer der wichtigsten Aspekte beim Elektromobil sind die Bremsen. In zahlreichen Tests wird daher ein wichtiges Augenmerk auf die Bremsfunktion gelegt. Der Vorzug dieser automatischen Bremse lag im Test darin, dass es kaum Verschleißerscheinungen gibt. Dein Elektromobil und die automatische Bremse geraten kaum miteinander in Kontakt. In umfangreichen Tests waren natürlich auch die Reifen im Fokus. Namhafte Hersteller wie Bechle und Shoprider setzen auf luftbefüllte Reifen. Im Vergleich mit Vollgummireifen besteht der Vorteil, dass das Elektromobil Unebenheiten auf der Straße ausgleichen kann. Doch auch luftbefüllte Reifen haben Nachteile, vor allem die Pannenanfälligkeit war im Vergleich deutlich höher. Außerdem musst Du diese Reifenart immer wieder nachfüllen, denn die Luft geht buchstäblich im Laufe der Zeit verloren.

Reichweite und Geschwindigkeit

Ein Elektromobil hat eine durchschnittliche Reichweite von 40 Kilometern. Je höher die Reichweite, desto höher auch der Anschaffungspreis, das haben Tests und Vergleiche gezeigt. Welches Elektromobil mit welcher Reichweite für Dich in Frage kommt ist abhängig von Deinem Fahrverhalten. Erledigst Du nur kleine Einkäufe in näherer Umgebung, reichen 20 - 30 Kilometer Reichweite völlig aus. Während es vor einigen Jahren noch eine Straßenzulassung für Elektromobile bis zu 25 km/h gab, ist die Geschwindigkeit heute auf 15 km/h begrenzt. 6 km/h entspricht in etwa der Schrittgeschwindigkeit eines Durchschnittsmenschen, 15 km/h hingegen entspricht der Geschwindigkeit eines Radfahrers.

Straßenzulassung und Führerschein

Grob eingeteilt gibt es zwei Gruppen von Elektromobilen. Die langsameren Modelle benötigen keine Versicherung, haben aber den Nachteil, dass Du damit nicht auf der Straße fahren darfst. Während es vor einigen Jahren noch eine Straßenzulassung für Elektromobile bis zu 25 km/h gab, ist die Geschwindigkeit heute auf 15 km/h begrenzt. Wer ganz normal am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen will, kann das mit einem E-Scooter für Senioren tun, der bis 25 km/h High Speed verspricht. Diese Modelle haben nämlich eine Betriebserlaubnis, deshalb dürfen sie das. Allerdings wird je nach Alter ein Führerschein der Klasse AM benötigt.

Die Seniorenmobile bis 25 km/h brauchen keinen Führerschein für die Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr. Die Fahrzeuge können von jedem gefahren werden. Es ist grundsätzlich auch kein Behindertenausweis notwendig. Ein Mindestalter ist zu beachten. Jeder, der vor dem 1. April 1965 geboren ist, braucht im Grunde keinen Führerschein, um mit dem E-Scooter unterwegs zu sein. Was die Fahrzeugklasse angeht, wird das Elektromobil nämlich wie ein Mofa behandelt. Das heißt, dass die Fahrerlaubnis für den Elektro Scooter für Senioren in den gängigen Führerscheinklassen meist enthalten ist.

Hersteller von Elektromobilen

Die in Karlsbad ansässige Firma Dietz ist ein bekannter Anbieter von Rehatechnik im Allgemeinen. Hierzu gehören neben Rollatoren und manuellen Gehilfen auch Elektromobile. Die in Remagen-Kripp ansässige Firma E-Lobil hat sich auf die Herstellung von Elektromobilen spezifiziert. In Enger, NRW, sitzt das Unternehmen Mobilis GmbH, was in Deutschland zu den führenden Herstellern von Elektromobilen gehört. Die Firma Proflex stammt aus Köln und ist einer der ältesten Hersteller von Elektromobilen.

Internet vs. Fachhandel

Wenn Du Dich bereits auf einen Anbieter festgelegt hast, kannst Du den Kauf im Sanitätshaus wagen. Deutliche Vorzüge bietet Dir jedoch der Kauf im Internet, denn hier bist Du hinsichtlich der Auswahl deutlich Flexibler. Es gibt außerdem zahlreiche Vergleiche, die Du bei der Entscheidung für ein Modell zu Rate ziehen kannst. Im Fachhandel ist es nicht immer sicher, dass Du die optimale Beratung erhältst. Ein Elektromobil ist eine langfristige Anschaffung, daher solltest Du Dir vor dem Kauf sicher sein, dass Du das richtige Modell gewählt hast.

Kriterien für den Kauf

Es gibt einige Kriterien, die Du beim Kauf eines Elektromobils berücksichtigen solltest. Wichtig ist vor allem der Wohlfühlfaktor. Natürlich spielt für den Wohlfühlfaktor auch die Optik eine Rolle. Möchten Sie auf privatem Gelände fahren oder am öffentlichen Wegen? Die Frage stellt sich, weil Senioren Fahrzeuge auf Privatgelände keine Zulassung brauchen, im Gegensatz zu Fahrten im öffentlichen Verkehrsraum. Dafür ist die Akkuleistung des Modells wichtig. Die Leistung des Elektromotors ist nicht absolut wichtig für die Höchstgeschwindigkeit, sondern für das Anfahren bei höherer Zuladung und vor allem auch wenn Sie einmal eine Steigung zu bewältigen haben. Gute E-Motoren sollten schon mal 1000 Watt Nennleistung haben.

Das Mobil sollte einen tiefen Einstieg und einen verstellbaren Sitz haben. Ein Vorteil bieten hochklappbare Armlehnen. Es sollte einen tragbaren Akku haben, damit man entweder das Fahrzeug direkt über ein Ladekabel an der Steckdose aufladen kann oder den Akku zur Steckdose bringt. Das Gerät sollte Stauraum haben, entweder unter dem Sitz oder hinten als Topcase bzw. Gepäckbox. Es sollte mit Rückspiegel, einem zentralen Zünd- und Lenkerschloss, einen Vorwärts- und Rückwärtsgang und einer Feststellbremse ausgestattet sein.

Worauf man beim Kauf eines Seniorenfahrzeug noch achten sollte, das wäre vielleicht noch achten sollte ist, ob der Elektroscooter ein Doppelsitzer sein sollte und oder ob er einen einfachen Seiteneistieg bietet. Von einem gebrauchten Seniorenroller würden wir immer absehen: Keine Garantie, Verschleiss usw. Kauf ist besser. Ein sehr großer Kostenpunkt bei einem Elektro Seniorenmobil ist immer der Akku. Die sind sehr teuer, wenn sie nachgekauft werden müssen. Daher ist es beim Kauf eines Gebrauchten schwer einzuschätzen, wie der Zustand des Lithium Ionen Akkus tatsächlich ist. Das lässt sich nicht alleine an den gefahrenen Kilometern ablesen. Es kommt darauf an, wie und wie oft ein Akku geladen wurde.

Typische Probleme und Kritikpunkte

Vielfach wird kritisiert, dass die tatsächliche Geschwindigkeit nicht den Angaben des Herstellers entspricht. Um sicher fahren zu können, war im Test eine gute Bremse von hoher Relevanz. Wenn diese nicht vorhanden ist, gibt es Probleme. Eine Reichweite von 30 - 40 km ist Standard, doch diese wird von verschiedenen Modellen nicht geboten, wenn den Rezensionen der Kunden Glauben geschenkt wird.

Finanzierung und Zuschüsse

Falls die Anschaffung zu teuer ist, so ist Ratenkauf immer eine Alternative. Sie bezahlen nicht auf einem Mal etwa 1000 oder 3000 Euro, sondern zahlen den Kaufpreis einfach über einen Lastschrift Einzug monatlich in kleinen Raten ab.

Service und Reparatur

Beim Marktführer Econelo zum Beispiel gibt es einen guten Kundendienst und Service für Reparaturen und Ersatzteile - auch wenn Sie den Roller online bestellen! Ja, auch hier nennen wir Econelo. Wie bekommt man einen Krankenkassenzuschuss für Seniorenmobile? Es gibt Voraussetzungen, wie eine Behinderung oder Einschränkung der Gehfähigkeit. So ist die Verordnungsfähigkeit des Hilfsmittels auch von der Schwere der körperlichen Einschränkung abhängig. Unser Tipp: Lassen Sie sich vom Hausarzt bescheinigen, dass die Notwendigkeit für ein Elektromobil vorliegt.

Modelle im Vergleich

Im umfangreichen Tests wurden Elektromobile von unabhängigen Testpersonen geprüft und kontrolliert. Bei dieser Inspizierung wurden verschiedene Kriterien berücksichtigt, die sich auf die Bereiche Komfort, Sicherheit und Bedienung bezogen. Die folgende Tabelle zeigt einige Modelle im Vergleich:

ModellStraßenzulassungGeschwindigkeitMotorleistungReichweiteGewicht
Rolektro E-Trike 25ja25 km/h1000 W70 km90,6 kg
Rolektro Quad 25ja25 km/h1000 W50 kmca. 123 kg
Invacare Orion Metroja6 km/h500 W43 km110 kg
Eco Engel 501ja6 - 25 km/h1000 W55 km100 kg
Econ-Way SLSM03ja25 km/h1000 W40 - 50 km120 kg

Der Econelo E Kabinenroller bis 25 oder 45 Km/h ist inzwischen für viele Senioren das ideale Fahrzeug für kurze Wege. Die Marke hat sich auf diese spezielle Art der Seniorenmobile spezialisiert. Der größte Unterschied ist, das der dreirädrige Seniorenroller vorne nur ein Rad hat und der vierrädrige Seniorenroller zwei Räder. Aber warum werden die mit drei oder vier Rädern gebaut? Dafür ist der Hauptgrund, das 3-Rädrige meist einen kleineren Wendekreis haben und dadurch gelenkiger zu manövrieren sind. Der Vorteil beim 4-Rädrigen ist dafür, das dieser logischerweise bei höherer Traglast auf vier Reifen sicherer auf der Straße liegt. Das soll aber nicht heißen, das 3-rädrige Seniorenmobile unsicher fahren. Wir hatten bei beiden auf der Testfahrt ein gutes Gefühl.

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