E-Scooter haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Großstädte in Europa erobert. In Deutschland gibt es inzwischen rund eine Million Exemplare, die meisten davon befinden sich im Privatbesitz und nicht in den umstrittenen Leihsystemen.
Für tägliche Strecken zur Bahn oder ins Büro können E-Tretroller gute Dienste leisten.Die Stiftung Warentest hat nun sieben Modelle getestet. Im Test mussten die Modelle Fahrprüfungen, Sicherheits- und Härtetests bestehen, gesteuert von acht unterschiedlich großen und schweren Fahrerinnen und Fahrern.
Die Stiftung Warentest hat die E-Scooter in realitätsnahen Szenarien geprüft: Die Testerinnen und Tester legten einen Parcours zurück, der Asphalt, Schotter, Feldwege, Pflastersteine sowie Kurven, Bordsteinkanten und Steigungen umfasste. Auf holprigen Strecken hörte mit einigen Rollern der Fahrspaß auf.
Testergebnisse der Stiftung Warentest
Im E-Scooter-Vergleich hat die Stiftung Warentest sieben Modelle geprüft. Im Mittelpunkt standen Fahrverhalten, Komfort, Haltbarkeit und Sicherheit. Der Test verrät, welche E-Scooter besonders robust sind, welche sich für unebenes Gelände eignen und welche sich einfach tragen lassen.
Getestet wurden sieben faltbare E-Scooter für den Privatgebrauch - mit überraschenden Ergebnissen. Während vier der getesteten Modelle eine gute Bewertung erhielten, fiel ein Scooter dramatisch durch: Beim Streetbooster Vega brach im Belastungstest der Lenker - Mangelhaft.
Die Praxistests offenbarten erhebliche Unterschiede: Während manche Scooter auch auf holprigen Strecken und Kopfsteinpflaster angenehm fahren, wirkten andere wackelig auf unebenem Terrain. Ein Modell zeigte sich als wahres Kraftpaket am Berg.
Testsieger und Preis-Leistungs-Empfehlung
Als Sieger ging der Segway Ninebot Max G2 D aus dem Test hervor. Er bietet der Stiftung Warentest zufolge den größten Fahrspaß und eignet sich demnach »sogar für holprige Offroad-Touren«. Auch mit 50 bis 70 Kilometer Akkureichweite schneidet er am besten ab. Lediglich in zwei Punkten gab es Kritik an dem Modell: Mit 24 Kilogramm sei es wenig handlich und unpraktisch, sollte es einmal Treppen hinuntergetragen werden.
Mit 400 Euro ist der knapp zweitplatzierte Odys Alpha X5 Pro nur halb so teuer wie der Segway. Der E-Scooter wird im Test als »sehr robust und sicher« bewertet. Etwas ruppig verhält er sich hingegen beim Gasgeben. Wie der Segway wurde der Odys im Test als schwer und unhandlich wahrgenommen. Endnote: Gut (2,4).
Weitere Testberichte und Modelle
Die E Scooter Tests von Stiftung Warentest und dem ADAC werden durch anderew Tests ergänzt, da nicht mehr alle Modelle aktuell sind. e-Roller.com hat seit Einführung der E Scooter aber schon über 121 Testberichte verfasst. Wir testen auch immer alle neuen Modelle. Gerade in 2025 sind eine Reihe von neuen Techniken an den Start gegangen.
Der VMAX VX5 ist ‚Pendler Testsieger‘ geworden, weil er leicht ist, weil er günstig ist, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen unter 500, Euro eine sehr hohe Steigleistung von 28% bietet. Die Schweizer Marke VMAX ist zudem ‚Service-Testsieger 2025‘ geworden.
Die Hamburger Marke Egret bietet alles was geht: 1600 W Leistung, 35% Steigkraft, Vollfederung, herausnehmbaren Wechselakku und vieles mehr.
ADAC E-Scooter Test
Der ADAC prüft E-Scooter nach einem umfangreichen Kriterienkatalog, um ihre Alltagstauglichkeit und Sicherheit realistisch einzuschätzen. Dabei stehen vor allem die Fahrsicherheit und -eigenschaften im Fokus: Bremsweg, Stabilität in Kurven, Verhalten bei Nässe sowie die Qualität der Federung spielen eine entscheidende Rolle.
Auch die Reichweite wird in der Praxis getestet - oft mit abweichenden Werten zu den Herstellerangaben. Auch in Sachen Bedienkomfort wird genau hingeschaut: Wie einfach lässt sich der Scooter klappen und tragen? Wie gut lässt sich das Display ablesen? Wie intuitiv ist die Bedienung im Alltag?
Ausstattungselemente wie Licht, Reflektoren, Bremsen und die gesetzlich vorgeschriebene ABE-Zulassung fließen ebenfalls mit in die Bewertung ein. Besonders spannend: Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch gute Ergebnisse. Einige Mittelklassemodelle schneiden besser ab als teure Premiumscooter.
Worauf muss beim E-Scooter-Kauf geachtet werden?
Beim Kauf eines E-Scooters spielen verschiedene Eigenschaften eine entscheidende Rolle. Hierauf sollten Interessent:innen achten:
- Akku: Die meisten Roller setzen auf einen Lithium-Ionen-Akku. Die Kapazität und damit auch die Reichweite unterscheiden sich aber erheblich. Für den Alltag sollten 30 km mit einer Akkuladung idealerweise möglich sein.
- Traglast: Dieser Wert ist nicht bei allen Rollern gleich. Die meisten Scooter verkraften 120 kg, es gibt jedoch auch Modelle mit mehr oder weniger Traglast. Übrigens: Die Reichweite wird oft mit einer 70 kg schweren Person als Fahrer:in ermittelt und kann daher in der Realität abweichen.
- Zulassung: Nach der Verordnung für die "Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung" (eKFV) dürfen Tretroller mit Elektroantrieb, die zwischen sechs und 20 km/h fahren können, öffentliche Straßen nur nutzen, wenn sie eine gültige Versicherungsplakette besitzen. Die erhalten sie aber nur, wenn sie über eine Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) verfügen. Das Dokument erhält man beim Kauf des Rollers.
- Display: Für eine einfache Bedienung sorgt ein gut lesbares LCD- oder LED-Display.
- Beleuchtung: Neben einem Kennzeichen benötigt ein Elektro-Tretroller auch eine geeignete Beleuchtung für vorne und hinten. Modelle mit ABE müssen diese aber bereits haben.
- Bremsen: Auch sie sind Pflicht. Hier unterscheiden sich die Modelle ebenfalls stark: Günstige Modelle kommen nur mit Trommel-, teurere mit Scheibenbremsen. Einige bieten Rekuperation oder KERS an, andere wiederum ein E-ABS-System für kürzere Bremswege.
Daneben ist auch ein Blick auf die Motorleistung nicht verkehrt. Wer auf dem flachen Land wohnt, kann auch mit weniger Watt zufrieden werden. Liegen Hügel auf der Strecke, sollten es schon 500 W und mehr sein. Praktisch ist zudem ein "smarter" Roller, der sich über eine App mit dem Smartphone verbinden lässt. Was der E-Scooter kann, lässt sich der jeweiligen Produktbeschreibung entnehmen.
Sicherheitsaspekte und rechtliche Hinweise
Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: E-Scooter-Fahrer brauchen keinen Führerschein, auch nicht eine Mofa-Prüfbescheinigung. Einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 14 Jahren.
Genau wie für Auto- und Radfahrer gelten auch für E-Scooter-Fahrer dieselben Alkoholgrenzwerte. Wer trotz einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Promille mit dem E-Scooter unterwegs ist, begeht eine Straftat.
Besitzer eines Elektro-Scooters benötigen für ihr Zweirad eine Haftpflichtversicherung. Die entsprechende Plakette wird auf eine kleine Halteplatte am Heck des Elektrorollers geklebt. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dritten durch den Betrieb des E-Scooters zugefügt werden.
E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen. Für einen möglichst flexiblen Einsatz sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass am Fabrikschild Ihres Electro-Scooters eine Betriebserlaubnis-Nummer (ABE-Nr.) angebracht ist.
E-Scooter Regeln
Im Jahr 2023 kamen in Deutschland 22 Menschen durch E-Scooter ums Leben. Michael Müller-Görnert vom Verkehrsclub Deutschland zufolge liege das Problem darin, dass es zu wenig Platz für E-Scooter gebe.
Das Bundesverkehrsministerium plant neue Regeln für die Nutzung von E-Scootern. Geplant ist eine Angleichung an den Radverkehr. Blinker sollen verpflichtend werden.
Tipps zur Akku-Pflege
Tipp: Um die Lebensdauer des E-Scooter-Akkus zu verlängern, halten Sie den Ladestand möglichst zwischen 20 und 80 Prozent - also weder komplett entladen noch dauerhaft voll aufladen.
Verwandte Beiträge:
- E-Roller 25 km/h ohne Führerschein: Zulassung, Versicherung & Regeln
- Elektroroller 45 km/h mit herausnehmbarem Akku: Test & Kaufberatung
- Retro Elektroroller Test: Die besten Modelle im Vergleich 2024
- Big Wheeler Elektroroller: Test, Preis & Modelle
- Ultimative Puky Laufrad Anleitung: So gelingt die Montage kinderleicht!
- Unverzichtbarer Moped Diebstahl Versicherung Vergleich – Schütze Dein Fahrzeug Jetzt!
Kommentar schreiben