Manchmal spürt man schon vor der ersten Fahrt, dass man gleich etwas Besonderes erleben wird. Viele Roller beeindrucken auf dem Papier, scheitern aber in der Praxis.
Yadea Fierider: Ein besonderer Roller
Nach der Probefahrt stand fest: Der Yadea Fierider ist kein gewöhnlicher Roller. Die LED-Lichtsignatur vorne wirkt modern, fast futuristisch, ohne übertrieben zu sein. Setzt man sich drauf, merkt man sofort: Hier ist Platz. Ein echtes Highlight ist das 32-Liter-Staufach unter der Sitzbank - endlich Platz für einen großen Integralhelm und noch mehr. Ich starte den Roller per Keyless-Go-System, und schon ist er fahrbereit.
Ich drehe am Gasgriff und werde sofort in den Sitz gedrückt: Von 0 auf 50 km/h in 3,5 Sekunden (GPS-gemessen, bei meinem Gewicht von 95 kg). Auf einer freien Landstraße konnte ich die Höchstgeschwindigkeit austesten. Der Tacho versprach 100 km/h, doch mein GPS zeigte sogar 107 km/h. Der Yadea Fierider vermittelt in jeder Situation Vertrauen.
Die Scheibenbremsen mit ABS arbeiten zuverlässig, greifen kräftig zu und verhindern ein Wegrutschen. Die Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsen) lässt sich individuell einstellen. Für den Alltag ist der Fierider die smartere Wahl. Leistung: Vergleichbar mit ca. 11-12 PS. Kosten: ca. 1,50 € Strom pro 100 km vs.
Niu MQi GT 100: Schick und schnell
Niu war auf dem deutschen Markt schon mal da und wieder weg. Nun kehren die Chinesen mit einer eigenen Niederlassung und einem neuen E-Scooter zurück. Der Niu MQi GT 100 ist schick und schnell. Niu hat als elektrischer Rollerpionier hierzulande eine wechselhafte Geschichte vorzuweisen: Nach einem höchst erfolgreichen Start litt der chinesische Hersteller unter der Insolvenz des Euro-Vertriebspartners KSR.
Doch nicht nur die Front, auch der Rest spricht die bekannte Formensprache mit kompakten Abmessungen und einer fast geraden Sitzbank samt üppigem Kunststoff darunter. Entsprechend fällt die Ergonomie aus: Die Stiefel finden auf dem flachen Trittbrett eine angenehme Auflage, der akzeptabel große Abstand zur Sitzfläche entspannt die Knie und macht den recht knappen Freiraum nach vorn vergessen. Bei aufrechtem Oberkörper liegt der schmale Lenker vielleicht einen Tick zu niedrig, eine gute Fahrzeugkontrolle ist aber gegeben.
Ein Druck auf die mittige Taste am Transponder macht den Neuling scharf. Via "Ready"-Taste, dort, wo bei anderen Rollern der Starterknopf sitzt, wird er aktiviert. Über die darüberliegende Moduswippe wählt man per Daumen aus drei verschiedenen Fahrmodi aus, je nachdem, wie eilig man es hat. Nach jeder Aktivierungsprozedur ist automatisch der E-Save-Modus eingelegt, der sehr zurückhaltend ans Werk geht und maximal 45 km/h erreicht.
Auch aus dem Rollen ist der Durchzug beeindruckend und dazu noch laut- und vibrationslos - wie überhaupt die Manieren höchsten Ansprüchen genügen: Wunderbar gleichmäßig, ohne Lastwechsel oder Schubpausen, endet der Stromspaß erst bei echten 100 km/h, damit zählt der MQi GT zu den schnellsten Elektrorollern überhaupt. Dafür verlangt der Antrieb naturgemäß nach höherem Strombedarf - je mehr der Radnabenmotor powert, umso mehr Energie benötigt er.
In der Spitze ist der E-Motor für 8,2 PS gut, als Dauerleistung gibt Niu immer noch 6,8 PS an. Seine Energie bezieht er aus zwei Li-Ionen-Akkus mit je 1,87 kWh unterm Sitz, die, fahrdynamisch anspruchsvoll bewegt, eine realistische Reichweite von 80 Kilometern ermöglichen. Das spürt man aber erst ab 30 Prozent Restkapazität, wenn Höchstgeschwindigkeit, Steigfähigkeit und Antritt langsam abnehmen.
Bei nur noch 15 Prozent Ladung gibt’s einen elektronischen Rückfall in den E-Save-Modus - die Autobahn sollte dann hinter einem liegen. Bestenfalls kommen die Batterien vorher an eine Steckdose. Eingebaut oder herausgenommen dauert es bei einer Restkapazität von zwanzig Prozent rund vier Stunden bis zur erneuten Vollladung, was angesichts eines durchschnittlichen Bürotags von siebeneinhalb Stunden auch auf der Arbeit geschehen kann.
Während sich frühere Elektroroller lediglich über ihren lokal emissionsfreien Antrieb definierten, kommt es heute auch auf Komfort, Fahrspaß und Sicherheit an. Entsprechend hat der neue MQi GT 100 in dieser Hinsicht zugelegt, auch wenn er sich beim Tanz durch die Stadt ein wenig steif um den Lenkkopf gibt. Nichtsdestotrotz flitzt er behände und mühelos um die üblichen Hindernisse wie plötzlich geöffnete Fahrertüren.
Auf den üblicherweise ungnädigen Untergründen deutscher Städte kann das 14-Zoll-Fahrwerk trotz der sehr ungleichen Gewichtsverteilung zugunsten des Heckantriebs durchaus gefallen: Die Federelemente funktionieren manierlich und filtern allzu Grobes heraus, die CST-Pneus rollen recht neutral und einigermaßen zielgenau ab.
Allerdings sollte einem 100-km/h-Roller grundsätzlich ein ABS vergönnt sein, auch wenn es nicht vorgeschrieben ist und die beim Niu montierte Kombibremse durchaus griffig und effizient agiert. Beim eingeschränkten Stauraum zahlt der MQi den Tribut an die Elektrifizierung, denn dass das Ladegerät nicht unter die Sitzbank passt, ist einfach nur ärgerlich. Keine Blöße gibt sich der Chinese hingegen bei der Verarbeitung, die ebenso edle wie exklusive Leichtmetallschwinge erhöht den Besitzerstolz.
Wer dieses genießen und im dreistelligen Tempo emissionslos unterwegs sein möchte, ist mit knapp 5000 Euro nicht überteuert dabei. Dahingehend wurde der MQi GT 100 von Niu weiterentwickelt. Der Einspur-Stromer aus China flitzt leichtfüßig und mühelos durch Innenstädte, kann aber auch auf Landstraßen-Etappen überzeugen, denn der Roller erreicht echte 100 km/h. Damit zählt der MQi GT zu den schnellsten Elektrorollern überhaupt.
In der Spitze ist sein E-Motor für 8,2 PS gut, als Dauerleistung gibt Niu immerhin noch 6,8 PS an. Seine Energie bezieht der Antrieb aus zwei Lithium-Ionen-Akkus mit je 1,87 kWh unter der Sitzbank, die je nach Fahr- und Streckenprofil eine realistische Reichweite von 80 Kilometern ermöglichen. Wer es langsam angehen lässt oder vornehmlich im urbanen Raum unterwegs ist, kann sicher dreistellige Werte erreichen. Das 14-Zoll-Fahrwerk des schnellen Niu gefällt.
Die Federelemente funktionieren manierlich und filtern allzu grobe Unebenheiten heraus. Hier sind die technischen Daten, sowie der Preis des Niu MQi GT 100:
Niu MQi GT 100: Technische Daten und Preis
| Herstellerangaben | Details |
|---|---|
| Motor | luftgekühlter, bürstenloser Gleichstrommotor, Nennleistung 5 kW (6,8 PS), Spitzenleistung 6 kW (8,2 PS), 200 Nm Drehmoment |
| Batteriekapazität | zwei Lithium-Ionen-Akkus, je 1,87 kWh Maximalkapazität, Betriebsspannung 72 V |
| Fahrwerk | Stahlrohrrahmen; Telegabel, Leichtmetall-Zweiarmschwinge hinten, zwei Federbeine (Federbasis fünffach einstellbar); Leichtmetallgussräder; Reifen 90/90-14 (vorn) und 110/80-14 (hinten). 220 mm Einscheibenbremse vorn, 188 mm Einscheibenbremse hinten |
| Maße und Gewichte | Radstand 1380 mm, Sitzhöhe 820 mm, Gewicht fahrfertig 130 kg, Zuladung 139 kg |
| Höchstgeschwindigkeit | 100 km/h |
| Reichweite | ca. 80 km |
Weitere Elektroroller-Modelle und -Marken
Elektroroller aller Geschwindigkeitsklassen sind weiter im Trend. Der ADAC stellt die wichtigsten Neuheiten des Modelljahres 2025 vor. Mit Bildern, Infos, Daten und Preisen. Wer emissionsfrei unterwegs sein will, trifft speziell im Rollerbereich auf ein stetig wachsendes Angebot an leisen und sauberen Modellen.
- Honda CUV e: Ein futuristisch gestylter Stadtflitzer mit 6 kW/8 PS starkem Seitenmotor und ein oder zwei 1,3 kWh Akkus. Höchstgeschwindigkeit: 83 km/h.
- Sol Motors Pocket Rocket: Ein E-Moped, das als Kleinkraftrad oder Leichtkraftrad bestellt werden kann. Die Pocket Rocket S erreicht dank neuer Batteriezellen von LG echte 85 km/h.
- Futura Angry Hawk: Bietet mit 4000 Watt eine ausreichende Motorleistung, Beschleunigung und Steigfähigkeit. Die Reichweite von 100 Km ist klasse.
- Trinity Uranus RS 100: Hier dreht sich alles um die Zahl 100: Modellname, Reichweite, Geschwindigkeit (100 bis 110 km/h).
Worauf man beim Kauf achten muss
Es gibt Elektroroller mit einer Höchtsgschwindigkeit von maximal 25 Stundenkilometern. Diese dürft ihr wie auch die Elektro Tretroller bereits ab dem 15. Lebensjahr fahren. Hierzu reicht eine Mofaprüfbescheinigung oder höhere Führerscheinklasse aus. Auch E Roller bis 25 Km/h müssen eine Straßenzulassung haben und eine Versicherungsplakette als Kennzeichen haben und müssen mit Helm gefahren werden.
Die Versicherung ist entsprechend günstiger und kostet nur ab 35,- Euro im Jahr. Ein weiterer Vorteil eines Elektroroller bis 25 Km/h Stundenkilometern ist, ob mit oder ohne Sitz das Ihr diese außerhalb geschlossener Ortschaften auch auf Radwegen fahren dürft. Verschiedene Marken bieten Elektroroller bis 25 Km/h an oder Modelle die in zwei Geschwindigkeitsvarianten und Fahrmodi entweder als 25 Km/h Roller oder 45 Km/h Roller verkauft werden. Helmpflicht besteht immer.
Diese Elektroroller können dann auch entweder schneller gemacht oder gedrosselt werden. Allerdings müsst Ihr euch das vom TÜV abnehmen lassen und braucht einen unterschiedlichen Führerschein. Die 25er Roller mit Elektromotor haben zwar eine geringere Endgeschwindigkeit, aber beschleunigen können auch sie. Elektromotoren beschleunigen je nach Fahrweise vom Stand weg eh besser als Verbrenner. Der Unterschied ist beim fahren absolut bemerkbar.
Elektroroller bis 45 Km/h sind das Fortbewegungsmittel der Zukunft und die gängigste Fahrzeugklasse der elektrischen Zweiradroller, denn sie können bereits ab 15 Jahren gefahren werden mit einem Mopedführerschein oder wenn vorhanden mit einem Autoführerschein der Klasse B, ohne das zusätzlich eine Fahrprüfung gemacht werden muss. Ihr rollt durch den Straßenverkehr genauso, wie andere Mopeds oder Motorräder.
Eine Versicherung für Elektroroller bzw. Mokicks bis 45 Km/h Stundenkilometern ist auch schon ab 45,- Euro im Jahr zu bekommen. Für die elektrischen Zweiradroller bis 45 Km/h gibt es deswegen das größte Angebot an Modellen und Marken auf dem Markt. Es gibt Marken, die sich auf die Stromer spezialisiert haben, wie Econelo (Testsieger), Nova Motors oder Tisto, Ninebot, Emco oder Futura.
Es gibt Traditionsmarken wie Vespa oder Piaggio und natürlich auch schon die ersten Elektroroller von Honda, Suzuki und selbstverständlich auch BMW. Es gibt beim Kauf einiges, auf das Ihr achten müsst: Motorleistung, Beschleunigung, Steigkraft, Reichweite oder auf die Ausstattung etc. Ist der E Roller für zwei Personen zugelassen? Welches zulässige Gesamtgewicht verträgt er?
Die Wartung eines Elektroroller ist im Vergleich zum Verbrenner recht simpel und weniger Kostenaufwendig in der Unterhaltung. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten, besonders im Umgang mit dem aufladen des Akku und der Fahrmodi.
Es gibt verschiedene Elektroroller bis 80 Km/h, die von Econelo, INOA, Futura, NIU oder Trinity angeboten werden. Für diese Leichtkrafträder mit 70 oder 80 km/h Höchstgeschwindigkeit brauchst Du mindestens einen Motorrad-Führerschein der Klasse A1 oder einen Autoführerschein B vor 1980 oder den Führerschein B196 und natürlich eine Betriebserlaubnis und eine Haftpflichtversicherung für den Straßenverkehr.
Letzterer kann, wenn B vorhanden mit einer Zusatzschulung in der Fahrschule gemacht werden. Mit dieser Führerscheinklasse seit Ihr aber auch berechtigt die nächste Fahrzeuglasse der sogenannten 125er Elektroroller fahren zu dürfen. Die 125er Elektroroller bis 110 Km Höchstgeschwindigkeit bz. 11 Kw Maximalleistung (in Watt) gehören aktuell zu der schnellst wachsenden Fahrzeugklasse.
Der Grund dafür ist, das der Gesetzgeber die Altersgrenze von 16 auf 15 Jahren gesenkt hat und die Führerscheinklasse 196B eingeführt hat. Fahren könnt Ihr mit Führerscheinklasse A1 (oder A und B196). neu ist ganz neu und eine Ergänzung zum Autoführerschein B. 125er Elektroroller leitet sich von der 125 ccm Fahrzeugklasse der Verbrenner-Leichtkrafträder ab. Roller mit Elektroantrieb werden auf 11 Kw beschränkt bzw.
Die Angabe 11 Kilowattsunden entspricht dabei ungefähr 15 PS Leistung. Auch hier bezieht sich die vorgeschriebene Motorleistung auf die Nenndauerleistung. Diese wird durch durch die Peakleistung beim Beschleunigen oder berghochfahren übertroffen. Da zeigt sich wieviel Power der E Roller hat oder haben sollte.
Verwandte Beiträge:
- Elektroroller über 100 kg Traglast: Modelle & Tipps
- Elektroroller über 80 km/h im Test: Die schnellsten Modelle im ultimativen Vergleich
- Elektroroller über 50 km/h kaufen: Die besten Modelle & unverzichtbare Tipps
- Beste Fahrradbekleidung für den Winter: Warm, trocken & sicher unterwegs
- Der ultimative Guide zum Mofa-Führerschein: Alles, was du wissen musst!
Kommentar schreiben