Auch die Wiesbadener können ab sofort Elektroroller der Firma Süwag ausleihen. Seit Ende Mai 2021 stehen sie in Wiesbaden: Die blauen E-Roller, lokal coloriert unter dem Namen wies-e. Acht Monate nach dem Start in Mainz (meenz-e) steht damit auch in Wiesbaden ein Elektroroller-Sharing zur Verfügung, bereitgestellt von der e.on-Tochter Süwag.
Die Süwag bringt mit ihren E-Rollern die umweltfreundliche Mobilität voran. In Mainz, Frankfurt und Bad-Homburg bietet der Energiedienstleister schon länger E-Roller zum Leihen an. Auch Bad Homburg, Frankfurt, Neuwied und Freiburg freuen sich bisher über diese Roller.
Das Süwag2GO-Konzept
Mal eben durch die City cruisen - mit den E-Rollern der Süwag ist das in mittlerweile sechs Städten schon Alltag. Denn dort gibt es die Süwag2GO-Flitzer zum Ausleihen. 350 E-Roller zählen bereits zur Süwag2GO-Flotte. Damit zählt die Süwag2GO-Flotte bereits 350 Fahrzeuge.
Die leisen Elektroroller düsen mit bis zu 45 Stundenkilometern durch die Straßen. Zwei Personen haben auf dem breiten Sitz Platz, deshalb hat jeder Leihroller auch gleich zwei Helme im Gepäck. Dazu gibt es frische Hygienehauben, außerdem werden alle Fahrzeuge regelmäßig gereinigt.
Wie funktioniert das Ausleihen?
Wer einen Roller ausleihen will, muss sich die App „Süwag2GO“ herunterladen. Dort kann man sehen, wo ein Roller steht und ihn dann über die App leihen. Dabei wird auch überprüft, ob man einen Führerschein hat. Die Anmeldegebühr kostet einmalig 4,95 Euro. Der Preis pro Fahrminute liegt bei 23 Cent - Süwag-Kunden zahlen 19 Cent pro Minute.
Wer den Roller beispielsweise während eines kurzen Einkaufs abstellt, kann in den Parkmodus gehen, damit ihn in der Zwischenzeit kein anderer ausleihen kann. Das kostet 10 Cent pro Minute. Im Roller selbst finden die Nutzer zwei unterschiedlich große Helme, Einmalhygienehauben und ein Handtuch zum Trocknen der Sitzbank.
Geladen, regelmäßig gereinigt und neu mit Hygienehauben befüllt werden die Roller von der Süwag selbst. Stationiert sind sie an zentralen Stellen in der Innenstadt, die Buchung erfolgt ganz unkompliziert per Handy-App. Die zeigt auch an, wo sich gerade freie Fahrzeuge befinden. Bevor es losgeht, zahlen Sie lediglich eine einmalige Anmeldegebühr von 4,95 Euro. Jede weitere Fahrminute kostet dann 23 Cent. Süwag-Kunden flitzen sogar schon für 19 Cent pro Minute quer durch die Stadt. Das entlastet die Straßen und spart zudem CO2.
Die Ziele des Sharing-Angebots
„Mit unserem Sharing-Angebot verfolgen wir das Ziel, die Straßen zu entlasten, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und damit die Lebensqualität in Wiesbaden zu steigern“, sagt Christopher Osgood, Geschäftsführer des Süwag-Vertriebs zum Start in Wiesbaden. Die Nähe zwischen Mainz und Wiesbaden mache das Mobilitätskonzept vor allem für junge Menschen besonders attraktiv, weil sie schnell von der einen in die andere Stadt kämen.
Nutzungsmuster und Analyse
Die folgende Analyse umfasst den Start der Roller-Angebote in Wiesbaden (Ende Mai) bis einschließlich November 2021. Die Datenerfassung lief - bis auf einzelne Aussetzer - durchgehend. In den Untersuchungszeitraum fallen der beinahe-Kollaps der Salzbachtalbrücke (am 18.
Die Elektroroller sind, je nach Tag, zwischen 30 und 60 Mal unterwegs. Spitzenreiter ist mit 77 registrierten Fahrten Freitag, der 18. Juni - der Tag, an dem die Salzbachtalbrücke nachgab. Die Verkehrslage infolge der unangekündigten Vollsperrung der A66 und des Bahnverkehrs katastrophal, der Busverkehr steckte auf den Ausweichrouten weitestgehend fest. Viele Menschen waren hier kurzfristig auf Alternativen angewiesen.
Im Schnitt werden sie 40 Mal am Tag gefahren, bei Regen (und im Herbst allgemein) seltener als die Sommermonate zuvor. Die meisten Fahrten finden mit unter 5 Kilometern auf der Kurzstrecke statt. Nur etwa jede 20. Fahrt wechselte zwischen Mainz und Wiesbaden.
Die erfassten Daten lassen zwei Möglichkeiten zu, sich der gefahrenen Entfernung zu nähern. Einerseits erlaubt die Kenntnis über Start- und den Zielort ein (Bestweg-)Routing. Sind Start- und Ziel eines Trips bekannt, ermöglichen online-Services wie der OpenRouteService ein automatisiertes Routen.
Zwar zeigen beide Näherungsvarianten, dass die meisten Fahrten zwischen einem und vier Kilometern stattfinden. In den meisten Fällen legt der Akkuverbrauch aber eine höhere, zurückgelegte Entfernung nahe - was dafür spricht, dass die Nutzer häufig etwas umwegig fahren.
Angesichts dieser kurzen Strecken überrascht es nicht, dass die Roller meistens für Fahrten innerhalb Wiesbadens oder innerhalb von Mainz genutzt werden. Von den knapp 5.700 Fahrten des Erfassungszeitraumes blieben 3.070 innerhalb Wiesbadens (ohne AKK) bzw. 2.250 Fahrten innerhalb von Mainz. Allerdings wechselten auch knapp 270 FahrerInnen zwischen Wiesbaden und Mainz. Insgesamt 128 Fahrte starteten oder endeten in AKK.
Wenig überraschend konzentrieren sich die häufigsten Abstell- (und damit Ziel-)Orte auf die Wiesbadener Innenstadt - dem Geschäftsgebiet der E-Roller. Tatsächlich liegt die Haupt-Nutzung der Roller aber in den Nachmittags- und Abendstunden.
Es überrascht wenig, dass Niederschlag einen spürbaren Einfluss auf das Fahrverhalten mit den E-Rollern zu haben scheint.
Alternativen zum ÖPNV in Wiesbaden
Die Nähe zwischen Mainz und Wiesbaden macht das Mobilitätskonzept vor allem für junge Menschen besonders attraktiv, weil sie schnell von der einen in die andere Stadt kommen. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem E-Auto: Wiesbaden bietet zahlreiche Möglichkeiten für umweltbewusste Stadt- und Kongressgäste.
Wiesbaden verfügt über ein leistungsfähiges Bussystem. Die mehr als 200 Fahrzeuge der städtischen Verkehrsbetriebe (ESWE Verkehrs GmbH) bedienen ein Liniennetz von 320 Kilometern und befördern täglich rund 180.000 Fahrgäste. Informationen zu Fahrplänen, Fahrkarten und Tarifen finden Sie auf der ESWE-Homepage.
Fahrradinfrastruktur
Der Ausbau neuer Radverbindungen im Stadtgebiet und die Sanierung bestehender Radwege sorgen für mehr Sicherheit und Komfort. Ein lückenloses Grundnetz geschützter Radwege ("Protected Bike Lanes") ist beispielsweise eine weitere Maßnahme der Stadt, damit Radfahrerinnen und Radfahrer zügig und autofrei durch die Innenstadt kommen.
Elektromobilität
Die Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge in Wiesbaden wird kontinuierlich ausgebaut. ESWE Versorgung betreibt derzeit über 130 öffentliche Ladestationen in Wiesbaden und der Region. Hier tanken "E-Mobilisten" ihre Fahrzeuge mit 100 Prozent ESWE Natur-Strom.
Fazit
Mit den Süwag2GO-Rollern sind Sie flott und flexibel unterwegs. Die Süwag bietet ihre Elektroroller aktuell in fünf Städten an: In Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Freiburg und Ludwigsburg fahren sie mit bis zu 45 Stundenkilometern durch die City. Zwei Personen haben auf dem Sitz Platz, deshalb sind bei jedem Roller gleich zwei Helme dabei.
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