E-Scooter Mieten: Preise, Anbieter und worauf Sie achten sollten

Seit ihrer Zulassung am 15. Juni 2019 prägen die zahlreichen E-Scooter vielerorts das Stadtbild. Die Elektrokleinstfahrzeuge sollen vor allem dazu dienen, kurze Distanzen zu überbrücken, wenn es beim öffentlichen Nahverkehr vielleicht noch etwas hapert. Allerdings sind die Anschaffungskosten mit mehreren hundert Euro nicht gerade gering und die Besitzer müssen sich zudem auch um einen Versicherungsschutz kümmern. Doch welche Bedingungen gelten, wenn Sie einen E-Scooter ausleihen wollen? Müssen Sie dafür über ein Smartphone und eine Kreditkarte verfügen? Und mit welchen Kosten müssen Sie rechnen, wenn Sie einen E-Scooter mieten wollen?

Was wird benötigt, um einen E-Scooter zu mieten?

Möchten Sie einen E-Scooter ausleihen, ist dafür vor allem ein Smartphone mit Internetverbindung, auf dem die App des jeweiligen Anbieters installiert wurde, notwendig. Zudem müssen Sie über eine der unterstützen Zahlungsoptionen verfügen.

Möchten Sie einen E-Scooter leihen, stehen Ihnen dafür in den größeren Städten nicht selten verschiedenste Anbieter zur Auswahl. Allerdings funktioniert die Ausleihe bei den meisten von ihnen sehr ähnlich. So benötigen Sie, um einen E-Scooter zu mieten, die App des jeweiligen Anbieters. Darüber hinaus ist eine Zahlungsmethode einzurichten, um die anfallenden Gebühren abzurechnen. Beachten Sie dabei, dass es nicht bei allen Diensten möglich ist, einen E-Scooter zu mieten, ohne eine Kreditkarte anzugeben. Häufig wird aber auch der Bezahldienst Paypal angeboten.

Nach der erfolgreichen Registrierung können Sie mithilfe der App den QR-Code am E-Scooter einscannen und das Fahrzeug damit freischalten. Bevor Sie sich allerdings mit maximal 20 km/h in den Straßenverkehr stürzen, sollten Sie sich über die geltenden Nutzungsbedingungen und die Verkehrsregeln für E-Scooter informieren. So dürfen Sie einen E-Scooter häufig nur ausleihen, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind. Zudem sind die Fahrzeuge nur für den Transport einer Person zugelassen und verfügen auch über eine Gewichtsbegrenzung.

Einen Führerschein benötigen Sie allerdings nicht und auch eine Helmpflicht schreibt der Gesetzgeber nicht vor, auch wenn ein Schutzhelm grundsätzlich zu empfehlen ist. Der Gesetzgeber definiert konkrete Vorschriften, damit Elektrokleinstfahrzeuge am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Diese gelten grundsätzlich auch, wenn Sie einen E-Scooter leihen. Eine Versicherung ist beispielsweise vorgeschrieben. Kontrollieren Sie daher, ob der Leih-E-Scooter auch über ein entsprechendes Versicherungskennzeichen verfügt.

Kosten für das Mieten eines E-Scooters

Da es sich bei den Anbietern um gewinnorientierte Unternehmen handelt, fallen Kosten an, wenn Sie einen E-Scooter mieten. Die Ausgaben setzen sich dabei aus einer pauschalen Grundgebühr und Kosten zusammen, die pro Minute anfallen. Die pauschale Gebühr fällt bei jedem Leihvorgang an und beträgt in der Regel 1 Euro. Ergänzend dazu entstehen noch Ausgaben, die durch die Dauer der Nutzung bestimmt werden.

Wie hoch der Minutensatz ausfällt, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Dabei können sich die pro Minute anfallenden Kosten beim gleichen Anbieter je nach Stadt unterscheiden. Herr Meier hat sich einen E-Scooter ausgeliehen und ist mit diesem 30 Minuten durch die Gegend gefahren. Der von ihm ausgewählte Anbieter erhebt eine pauschale Gebühr von 1 Euro und verlangt pro Minute 20 Cent.

Möchten Sie im Alltag regelmäßig einen E-Scooter mieten, kann dies ein durchaus teures Unterfangen sein. Weshalb sich die Angebote wohl vor allem an Touristen richten, die auf diesen Weise die Stadt erkunden. In kleineren Städten oder ländlicheren Gebieten stellen Unternehmen in der Regel keine E-Scooter zum Ausleihen auf, sodass Interessierte diese ggf. selbst kaufen müssen.

Es gibt aber auch Anbieter, bei denen Sie den E-Scooter längerfristig mieten und monatlich bezahlen. Ab einer Laufzeit von einem Monat können Kunden deutschlandweit nun online oder vor Ort einen E-Scooter mieten.

Bei den Angeboten von Grover, Saturn und MediaMarkt gestaltet sich der Mietpreis abhängig von der gewählten Mietdauer. Einzig Otto Now hält an einem einheitlichen Monatspreis fest. Egal ob der E-Roller für einen, drei, sechs oder 12 Monate gemietet wird - pro Monat werden mit dem Startangebot 39 Euro fällig.

Die Preise entsprechen den offiziellen Angaben der Anbieter Otto Now, MediaMarkt, Saturn und Grover. Berechnet man auf Basis der Monatspreise die Gesamtkosten, zeigt sich, wie groß die Preisspanne tatsächlich ist. So kann beispielsweise die Drei-Monats-Miete bei Grover doppelt so hoch sein wie bei Otto Now.

E-Scooter Sharing Anbieter - Übersicht und Aktionen

Pro Stadt sind bis zu 4-6 verschiedene E-Scooter Sharing Anbieter aktiv. Diese Geräte unterscheiden sich vor allem im Design, Verfügbarkeit in den jeweiligen Städten und in der Ausstattung. Im Folgenden eine Übersicht über die verschiedenen E-Scooter Sharing Anbieter in Deutschland:

AnbieterStartgebührPro MinuteAktion
Lime1€0,20€Gratis Entsperrung mit Code RB232CC
Bird1€0,15€Kein Code/Aktion
Voi1€0,19€15 Minuten gratis mit Code bGNy2K
Tier1€0,15€2,5 Minuten gratis mit Code O38Mb6i6aW
Bolt1€0,15€10 Minuten gratis mit Code x7OV7gYt
Flash1€0,15€5€ Guthaben mit Code g1cvti
Check1€0,15€keine Aktion

Die Kosten, um einen E-Scooter zu mieten, sind über alle Anbieter in Deutschland hinweg identisch. Die Startkosten für die Entsperrung des Scooters liegen bei 1 Euro. Anschließend werden pro Minute 0,15 Euro fällig. Die Mietkosten sind somit unabhängig von der hinterlegten Strecke und berechnen sich auf Basis der Mietdauer.

  • Einmalige Startkosten: 1 Euro pro Fahrt
  • Minutenpreis: 0,15 Euro

Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die E-Scooter Sharing Anbieter zukünftig die Preise noch anpassen. In diesem Fall werden wir die Kosten pro Anbieter im Detail auflisten.

Gutscheine und Aktionen

Der Kampf um Marktanteile hat auch für uns einige Vorteile. Die verschiedenen Anbieter kämpfen durch verschiedene Aktionen um die Gunst der Nutzer. So gibt es mit den obenstehenden Gutscheinen bzw. Promotion Codes kostenlose Freifahrten oder gratis Fahrminuten. Diese variieren von Anbieter zu Anbieter. Dies sollte jedoch nicht der entscheidende Faktor sein bei der Auswahl des richtigen E-Scooter Sharing Anbieters. Vor allem die Verfügbarkeit in den jeweiligen Städten spielt eine entscheidende Rolle. Ist der Anbieter überhaupt in meiner Stadt aktiv? Und falls ja, wie viele E-Scooter stehen überhaupt zur Verfügung? Liegt meine Position bzw. Wohnung noch im offiziellen Nutzungsgebiet?

Auch die Ausstattung sowie das Fahrgefühl mit den jeweiligen Elektro-Scootern ist unterschiedlich. So bietet Flash ein nützlichen Handyhalter am Lenkrad, um so die App und die zusehenden Kosten und Karte stets im Überblick zu halten.

Worauf ist bei der Nutzung von E-Scootern zu achten?

Möchten Sie mit einem E-Scooter am Verkehr teilnehmen, müssen Sie sich an die geltenden Verkehrsregeln sowie die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters halten. Ein Schutzhelm oder ein Führerschein sind allerdings nicht vorgeschrieben.

Wenn Sie einen E-Scooter mieten, müssen Sie sich mit diesem an die Verkehrsregeln halten. Des Weiteren darf ein E-Scooter erst ab einem Alter von 14 Jahren genutzt werden. Es ist nicht gestattet, zu zweit das Gefährt zu nutzen oder sich damit auf dem Gehweg fortzubewegen. Zudem gilt dieselbe Promillegrenze wie bei der Teilnahme am Straßenverkehr mit einem Kfz - also 0,5 Promille. Es sei denn, Sie sind noch in der Probezeit oder jünger als 21 Jahre. Übrigens: Um einen E-Scooter mieten und fahren zu dürfen, benötigen Sie keine Fahrerlaubnis. Allerdings sollten Sie sich vorab mit allen Regelungen rund um den E-Scooter vertraut machen.

Beim Parken solltet Ihr beachten, das ihr die Roller nicht auf Gehwegen rumstehen lasst und andere Verkehrsteilnehmer behindert. Bitte beachtet außerdem die geltenden Richtlinien für den Straßenverkehr in Deutschland.

E-Scooter mieten - Versicherung

Nun noch ein ganz wichtiger Punkt, den viele meist ganz vergessen: das Thema Versicherung. Sollte dir oder einer anderen Person während der Fahrt Schaden zugefügt werden, haftest du dafür persönlich bzw. deine Versicherung. Dies kann sich jedoch von Anbieter zu Anbieter stets ändern. Informiere dich daher am besten direkt bei deinem ausgewählten E-Scooter Anbieter. Solltest du mit deinem eigenen Roller unterwegs sein, benötigst du zwingend eine E-Scooter Versicherung.

E-Scooter Sharing Unternehmen in Deutschland

Neben den großen, wie Tier, Bird, Lime und Bolt gibt es noch eine Reihe kleinerer Unternehmen. Bird und Lime kommen aus den USA und waren mit die ersten hierzulande. Ebenfalls war auch Circ hierzulande schon tätig.

Alternativen zum Mieten

Nach einer Umfrage sollen mehr Leute bereit sein einen E-Scooter zu kaufen als zu mieten. Die Gründe hierfür sind vor allem die hohen Kosten und schlechtere Ökobilanz der Leihroller. Einer Berechnung nach kann einem Pendler ein E-Tretroller von TIER zum Beispiel bis zu 1000 Euro pro Jahr kosten. Dafür bekommt man schon einen super tollen eigenen E-Scooter.

Die Leihroller werden von vielen genutzt und nicht von jedem pfleglich behandelt. Die Lebenserwartung eines Mietrollers ist oft kürzer. Durch Vandalismus bedingt haben manche Roller nur eine Haltbarkeit von ein paar Monaten. Der Klimavorteil eines e-Motors wird hier durch die hohen CO2 Kosten bei der Herstellung umgekehrt. Daher wird E-Scooter Sharing von vielen kritisiert.

Leihroller in jeder Stadt machen uns flexibler. Auch wenn Ihr andere Städte besucht, könnt Ihr euren Roller mit in die Bahn nehmen. Dazu eignet sich ein faltbares Gerät. Ihr spart Geld, schont die Umwelt und müßt nicht erst einen Leihroller suchen.

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