Seit 105 Jahren ist Kalkhoff eines der beständigsten Fahrradunternehmen weltweit und hat sich inzwischen ganz dem Bau von E-Bikes gewidmet. Die E-Bike-Branche erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
Die Vielfalt der Kalkhoff E-Bikes
Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich.
- Citybikes sind primär für den Stadtverkehr konzipiert. Das fängt an bei der Bereifung und macht sich in einer komfortablen Sitzhaltung mit guter Umsicht im Verkehr und einem einfachen Einstieg bemerkbar. Wer ständig an roten Ampeln anhalten muss, will schließlich schneller vom Rad runter als ein Sportler, der lange Strecken am Stück zurücklegen kann.
- Trekkingräder erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes. Sie sind prinzipiell auch sehr komfortabel, erlauben jedoch durch ihre robuste Bauweise und kräftigere Reifen mit Profil auch problemlos einen Abstecher über einen Feld- oder Waldweg.
- Mountainbikes sind ebenfalls als E-Bikes zu haben. Sie sind für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert und haben kraftvolle Motoren, um auch starke Anstiege zu bewältigen. Als Hardtails bezeichnet man Mountainbikes, die über keine hintere Federung verfügen, sondern lediglich mit einem gefederten Vorderrad ausgestattet sind.
- Natürlich sind auch Rennräder als E-Bike erhältlich.
Ein Pedelec darf jeder fahren, es erfordert weder Zulassung oder Versicherung noch einen Führerschein und auch eine Helmpflicht besteht nicht. Wir raten dennoch dringend zu einem Fahrradhelm.
Antriebskonzepte: Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor
Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung durch eine tiefe Position mittig am Tretlager. Ein Mittelmotor ermöglicht sehr sportliches Fahren. Kurze Kabelwege erweisen sich als Vorteil, weil so die Störanfälligkeit auf ein Minimum reduziert wird. E-Bikes mit Mittelmotor sind meistens etwas teurer, weil eine spezielle Rahmenkonstruktion erforderlich ist. Kette, Kettenblatt und Ritzel sind höheren Belastungen ausgesetzt.
Beim Hinterrad- und Vorderradnabenmotor muss man mit Einbußen beim Fahrkomfort rechnen. Entweder ist das Rad hecklastig oder der vorne angebrachte Motor kann das Lenkverhalten negativ beeinflussen, die Gabel wird stärker belastet. Auf rutschigem Boden ist sogar ein Durchdrehen des Vorderrades möglich. Ein Motor an der Hinterachse ist in der Regel angenehm leise und ermöglicht eine direkte Kraftübertragung für ein dynamisches Fahren.
Akku und Reichweite
Bei älteren und einfachen E-Bikes befindet sich der Akku im Bereich des Gepäckträgers. Das sieht recht antiquiert aus. Optisch schöner sind Lösungen, bei denen der Akku teilweise oder sogar komplett in den Rahmen integriert ist. In wenigen Fällen ist der Akku fest verbaut. Das hat gleich mehrere Nachteile. Das Fahrrad muss in der Garage oder an einer Außensteckdose geladen werden, da sich der Akku nicht mit ins Haus nehmen lässt. Wer gerne sehr große Strecken zurücklegt, hat mitunter einen Ersatzakku dabei. Das geht nicht, wenn dieser nicht austauschbar ist.
Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh). Wieviele Kilometer sich mit einer Akkuladung zurücklegen lassen, hängt von ganz vielen Faktoren ab, pauschale Angaben sind deshalb schwierig und mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist, in welchem Modus man fährt. Ebenfalls hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit der Strecke und den Windverhältnissen ab. Bosch hat im Internet einen nützlichen Reichweiten-Assistenten eingerichtet.
Faktoren, die die Reichweite beeinflussen:
- Gewicht des Fahrers
- Beschaffenheit der Strecke
- Windverhältnisse
- Gewählter Fahrmodus
Probefahrt und individuelle Anpassung
Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin.
Motorkonzept und Akku haben wir bereits thematisiert. Ein wichtiges Thema ist auch, wie leistungsstark der Motor ist. Werfen Sie hierzu zur ersten Orientierung einen Blick auf die Newtonmeter-Angabe. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Sie liefern je nach Motor zwischen 40 und 75 Newtonmeter. Bei 40 Newtonmetern ist die Tretunterstützung gering. In sehr hügeliger Landschaft bringt ein E-Bike erst ab 60 Newtonmetern Spaß. Bei starken Anstiegen bleiben Sie dann ganz entspannt, im »Turbo«-Modus genießen Sie einen extremen Vorschub.
Nabenschaltung vs. Kettenschaltung
Ein anderes Thema ist die Art der Gangschaltung. Hierbei konkurrieren Naben- und Kettenschaltungen. Speziell wenn Sie sich für ein Pedelec mit dem von uns bevorzugten Mittelmotor interessieren, entscheidet die verwendete Schaltung über die effektiv nutzbare Antriebskraft. Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Bauartbedingt kann erst eine Kettenschaltung das volle Leistungsvermögen des Motors freigeben. Wichtig: Da hier große Kräfte auftreten, müssen Ritzel und Kette entsprechend stark dimensioniert sein.
Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung deshalb die erste Wahl, in der Stadt kann hingegen eine Nabenschaltung vollkommen genügen.
Weitere wichtige Aspekte
Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten. Unterziehen Sie die Bremsen deshalb einem Test. Sind sie ausreichend dimensioniert? Nützlich ist ein im Dunkeln beleuchtetes Display, auf dem man nicht nur den gewählten Fahrmodus sieht, sondern auch die verbleibende Restkapazität des Akkus (in Prozent oder als Restangabe in Kilometern), gefahrene Gesamtkilometer und Tageskilometer. Bei vielen E-Bikes lässt sich das Licht auch über die Display-Einheit einschalten.
Mittlerweile sparen sich erste Hersteller eigene Bordcomputer ein. Stattdessen muss man sich eine App auf seinem Smartphone installieren und kann das per Halterung am Lenkrad als Bordcomputer einsetzen, um die eben aufgeführten Parameter abzurufen. Wir halten nicht viel von dieser Lösung. Schließlich ist man darauf angewiesen, immer das Smartphone dabei zu haben.
Modellvorstellung: Kalkhoff Endeavour 5+ Move
Viel mehr E-Bike als das Kalkhoff Endeavour 5+ Move kann man in dieser Preisklasse kaum bekommen. Das Zweirad eignet sich perfekt für Kurztrips und längere Ausflüge in der Stadt, auf Landstraßen und Feldwegen. Kalkhoff selbst verlangt für sein Velo knapp 4.000 Euro, bei anderen Anbietern ist es jedoch weit mehr als 1.000 Euro günstiger, wodurch es für uns das beste Preis-Leistungsverhältnis darstellt und sich knapp vor das etwas teurere Gazelle Ultimate T10 HMB schiebt.
Kalkhoff bietet das Endeavour 5+ Move in den drei Rahmen-Konfigurationen »Diamond«, »Trapez« und »Wave« an. »Wave« ist ein komfortabler Tiefeinsteiger, während es sich bei der von uns getesteten Variante »Diamond« um ein klassisches Herrenrad mit Querstrebe handelt. »Trapez« ist eine Mischung aus beiden Versionen. Für nahezu jeden Radler gibt es das E-Bike in der passenden Größe. Das 5+ Move ist auf 29 Zoll großen Rädern und universellen Schwalbe-Reifen unterwegs.
Diese eignen sich gleichermaßen für glatten Asphalt wie auch für holprige Wald- und Feldwege. Längere Strecken legt man mit dem Kalkhoff-Bike bequem zurück. Der ist super weich, bietet guten Halt und sorgt dafür, dass man sein Gesäß auch nach mehrstündigen Touren nicht spürt. Leider fehlt ein Schnellverschluss. Vorne hat Kalkhoff eine Teleskopgabel mit einem Federweg von 80 Millimetern verbaut.
Ganz wichtig, gerade für größere Radler: Das Endeavour 5+ Move ist mit einem verstellbaren Lenkervorbau ausgestattet. So lässt sich der Lenker perfekt in der Höhe und in der Neigung anpassen - je nachdem, ob man lieber aufrecht oder in gekrümmter Haltung fährt. Die Kunststoffgriffe sind zudem angenehm ergonomisch geformt und erlauben eine optimale Verteilung des Drucks auf die Hände. Das vordere LED-Licht leuchtet ausreichend hell, es lässt sich genauso wie das Rücklicht über den Bordcomputer einschalten.
Der Alurahmen zeichnet sich durch sehr hohe Stabilität und Verwindungssteifigkeit aus, hier klappert und vibriert nichts. Mit 27 bis 29 Kilo je nach Rahmengröße ist das Kalkhoff kein Leichtgewicht, wer sein Velo jeden Tag in die Wohnung im dritten Stock tragen will, sollte sich nach einer leichteren Alternative umschauen. Die meisten Kabel sind sauber in den Rahmen integriert. Ausgeliefert wird das Endeavour 5+ Move inklusive Ständer und robustem Gepäckträger. Dieser hat eine Traglast von bis zu 27 Kilo und eignet sich damit problemlos für die alltäglichen Einkäufe.
Beim Motor bedient sich Kalkhoff im Bosch-Sortiment: Zum Einsatz kommt der Motor der Bosch Performance Line mit 75 Newtonmetern. Der Mittelmotor ist mit Tretkraftsensor, Rotationssensor und Geschwindigkeitssensor ausgestattet. Der Bosch-Motor stellt vier Unterstützungsstufen und eine Schiebehilfe zur Verfügung. Im »Turbo«-Setting bekommt das Kalkhoff Flügel und schiebt den Fahrer wie von Geisterhand nach vorne. Auch stärkere Steigungen sind so überhaupt kein Problem. Im höchsten Gang kann man auch in der Ebene bei 25 km/h noch voll in die Pedale treten, ohne dass die Trittfrequenz unangenehm hoch wird. Die Abstimmung passt sehr gut.
Der Lithium-Ionen-Akku (Typ Bosch PowerTube 625) leistet 625 Wattstunden (Wh). Mit einer Ladung sollen im Zusammenspiel mit der geringsten Tretunterstützung Reichweiten von bis zu 115 Kilometer drin sein. Der Akku ist bündig in den Rahmen integriert. Vorne und hinten hat das Kalkhoff jeweils 180 Millimeter große Bremsscheiben verbaut. Mit der Bremsleistung sind wir im Test sehr zufrieden. Die Bremsen lassen sich gut dosieren, sie sind ab Werk nicht zu weich und nicht zu hart eingestellt.
Das Display Kiox 300 stammt ebenfalls aus dem Hause Bosch. Der Bildschirm ist auch im Hellen gut ablesbar. Zu den dargestellten Informationen gehören unter anderem Höhendaten, Anstieg, Leistungs-, Trittfrequenz- und Kalorien-Anzeige. Ebenso erfährt man, wie lange man bereits unterwegs ist, wie viele Kilometer man insgesamt und am jeweiligen Tag zurückgelegt hat. Bedient wird das Kalkhoff über eine kleine Steuereinheit. Über diese ist es unter anderem sehr komfortabel möglich, durch die Menüs auf dem Display zu blättern, das Licht einzuschalten und die Fahrmodi zu wechseln.
Besitzer eines Apple- oder Android-Smartphones können die eBike Flow-App installieren. So steuert man per Smartphone sämtliche E-Bike-Funktionen, außerdem nutzt man Navigation und Routenplanung, schützt das Velo vor Langfingern und ruft diverse Tour- und Fitnessdaten ab. Wichtig: Die App kann man als nette Spielerei nutzen, man braucht sie aber nicht.
Das Kalkhoff Endeavour 5+ Move schnürt ein tolles Gesamtpaket: Es fährt sich ungemein entspannt und sicher, ist hochwertig verarbeitet, hat einen kraftvollen Motor und einen ausdauernden Akku, lässt sich unkompliziert bedienen und ist auf unterschiedlichen Terrains zu Hause. Das Kalkhoff ist der perfekte Allrounder für alle, die gerne in der Stadt und auf dem Land unterwegs sind.
Testergebnisse und Auszeichnungen
Im aktuellen Test (06/24) der Stiftung Warentest wurden elf Trekking-E-Bikes mit Preisen von 1.100 bis 4.500 EUR auf Herz und Nieren geprüft. Die Frage, welche Modelle besonders robust, sicher und komfortabel auf langen Strecken sind, stand dabei im Mittelpunkt. Das ENDEAVOUR 5 ADVANCE+ von Kalkhoff steht mit dem Qualitätsurteil GUT (1,8) auf dem Siegertreppchen.
Besonders hervorgehoben hat die Stiftung Warentest die angenehme Sitzposition, den kraftvollen Motor und die hochwertige Verarbeitung. Das zulässige Gesamtgewicht von 170 Kilo setzt ‘einen Rekord’ in diesem Test (Test 06/24).
Kalkhoff Plus+ Modelle: Maximale Belastbarkeit
Die Kalkhoff Plus Bikes ermöglichen Fahrer:innen ein Maximum an Flexibilität - egal ob Kinderanhänger, Packtaschen oder Wocheneinkauf. Kalkhoff legt großen Wert auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität, um ein grenzenloses und freudiges Fahrerlebnis zu gewährleisten.
Das zulässige Gesamtgewicht der Kalkhoff Plus Bikes von 170 kg wird durch genaue Berechnungen und diverse Belastungstests ermittelt. Durch die sorgfältige Auswahl und Prüfung der Komponenten wird sichergestellt, dass die Räder sicher zu fahren sind. Alle Komponenten funktionieren zuverlässig bei jeder Zuladung.
Der Testsieger: Das Kalkhoff ENDEAVOUR 5 ADVANCE+
Mit dem kraftvollen Bosch Performance Line CX Smart System und griffigen Touring-Reifen bietet das Premium E-Bike, die perfekte Ausrüstung. Egal, ob auf unbefestigten Wegen oder in der Stadt: dieses E-Trekking Bike meistert alle Herausforderungen mühelos.
Das ENDEAVOUR 5 ADVANCE+ überzeugt zudem durch die Lichtanlage mit ‘breitem, hellem Kegel’, integriertem Akku und hochwertigen Komponenten im cleanen Kalkhoff Look. Mit seiner Vielseitigkeit ist das E-Bike ein Allrounder für den besonders starken Auftritt.
Kundenmeinungen und Kritik
Trotz vieler positiver Rückmeldungen gibt es auch kritische Stimmen. Einige Kunden bemängeln lange Wartezeiten bei Ersatzteilen und Probleme mit bestimmten Komponenten, wie beispielsweise dem Fahrradständer oder Schutzblechen. Auch der Kundenservice wird teilweise als verbesserungswürdig eingestuft. Es ist wichtig, diese Aspekte bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen und gegebenenfalls den Händler vor Ort zu kontaktieren.
Modellvorstellung: Kalkhoff Image 3 Excite
Kalkhoffs Image 3 Excite im E-Bike-Test: Wie viel Rad braucht der Mensch? Geht es nach Kalkhoffs Image 3 nicht viel - dafür aber möglichst haltbar und wartungsfrei. Wir haben uns die Excite-Variante mit Nabenschaltung und Carbon-Riemen im Alltag getestet.Einfach nur aufs Rad setzen und losfahren - dieser Gedanke dürfte dem einen oder anderen bei der Fülle an Features an modernen E-Bikes mindestens kurz durch den Kopf blitzen.
Und genau hier setzt Kalkhoffs Image-Reihe an, welche der Cloppenburger-Traditionshersteller in diversen Varianten ab Preisen von 3199 Euro anbietet. Wir haben uns dabei die Excite-Variante geschnappt und schauen uns diese nun näher an.
Bosch-Antrieb mit zwei Akku-Optionen
Ab 3799 Euro kostet das City-E-Bike in der Basis, dafür bekommt man wie in unserem Fall einen 500-Wh-Akku in Kombination mit dem etwas schwächeren 75-Nm-Performance-Line-Motor von Bosch. Kombiniert wird dieser mit einem monochromen Intuvia-Display und einer LED-Remote. Wer in der City oder auf dem längeren Pendelweg Reichweitenangst verspürt, kann gegen 200 Euro Aufpreis den 625-Wh-Akku ordern - was an sich eine gute Option ist, für den Preis hätten wir den größeren ab Werk aber lieber gesehen. Davon ab fährt der Bosch-Antrieb wie immer manierlich und kräftig, den Respektabstand zum größeren CX-Motor merkt man höchstens im direkten Vergleich oder beim Sprint am Berg.
Carbon-Riemen und Nabenschaltung
Zum Schwaben-Aggregat hingegen passt die Fünfgang-Nabenschaltung von Shimano. Der erste Gang fungiert dabei gefühlt wie ein Rettungsring und schiebt einen im Notfall die Berge hinauf, die weiteren Gänge stufen die Kurbelumdrehungen im geraden Geläuf wohltuend nach unten ab. Ein Gipfelstürmer für alpine Steigungen ist das Image 3 Excite nur bedingt - in der Stadt funktioniert die Nexus-Schaltung aber wie gewohnt brillant und lässt sich spielend auch im Stand durchschalten.
Dazu passt der in der Excite-Version verbaute Gates-Carbonriemen, welcher ohne Wartung auskommt und viele sorgenfreie Kilometer garantiert.
Gutmütige Bremse, maue Zuladung
Die gutmütig bremsende Magura MT A2 kennt man nur von Kompletträdern, die Uracher verkaufen die kleine Zweikolbenbremse nur als Ersatzteil an den Handel. Kombiniert wird diese mit einer 180er Disc vorn und einer 160er hinten - das passt, denn das Kalkhoff ist ohnehin nur bis 130 Kilo Gesamtgewicht zugelassen. Das macht bei einem gemessenen Radgewicht von 27,4 Kilo vergleichsweise geringe 102,6 Kilo Zuladung. Gerade für größer gewachsene Piloten ein Problem, welches Kalkhoff Serien-intern mit einer XXL-Variante mit dann 170 Kilo Systemgewicht aber Klientelgerecht umschifft.
Schade ist es dennoch, denn der MIK-Gepäckträger darf typische 25 Kilo tragen und funktionierte in der Praxis ausgezeichnet. Für volle Ladung sollte man also im Idealfall die 80 Kilo Eigengewicht nicht sprengen. Gut gefiel uns zudem das helle Rücklicht und die im Alltag brauchbare Ausleuchtung des Frontscheinwerfers.
Im Alltag gefahren: Kalkhoff Image 3 Excite
Genug geplänkelt - wir wollten doch Rad fahren gehen! Und genau das kann man mit dem Kalkhoff auch tun - und zwar buchstäblich so unaufgeregt, wie sich das hier (im positiven!) auch liest. Die 28-Zöller liegen gut auf dem Boden, die aufgezogenen Schwalbe-Pneus bevorzugen aber klar Asphaltbahnen. Insgesamt sitzt man erhaben-aufrecht auf dem Image, die leicht federnde Sattelstütze sorgt im Rücken für etwas zusätzlichen Komfort.
Einmal mehr ist die verbaute Suntour-Stahlfedergabel ein unauffälliger Begleiter, die mit 63 mm Hub aber wenig gegen Schlaglöcher entgegenzusetzen hat. Der Geradeauslauf ist tadellos, die Rahmensteifigkeit trotz Fahrergewicht an der Systemgrenze in Ordnung. Schade bleibt, dass der größere 625-Wh-Akku aufpreispflichtig ist, hier sollte man vor dem Kauf ehrlich mit sich und seinen Wegstrecken sein.
Testergebnis: Kalkhoff Image 3 Excite
Punkte: 735 // Note: gut👍
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