Viele Fahrschüler sind vor ihrer ersten Motorradfahrstunde aufgeregt. Zittrige, schwitzige Hände, hoher Puls, flache Atmung sind typische Anzeichen dafür. Es ist eine neue, unbekannte Situation, in der man nicht so recht weiß, wie man sich verhalten soll. Allerdings solltest du dich vor deiner Premiere nicht selbst unter zu großen Erfolgsdruck setzen. Kein Autofahrer war von Beginn an perfekt.
Vorbereitung auf die erste Fahrstunde
Eine theoretische Vorbereitung kann nie schaden. Im Normalfall hast du jedoch sowieso schon einige Theoriestunden absolviert und das Auto an sich und auch Verkehrsregeln sollten kein absolutes Neuland mehr für dich sein. Alles, was über dein theoretisches Wissen hinausgeht, lernst du dann im Laufe deiner praktischen Fahrstunden. Jeder Fahrlehrer ist darauf eingestellt, dass du keinerlei Fahrpraxis hast. Um diese zu bekommen, gehst du ja schließlich in die Fahrschule, oder?! Also mach dir keine Sorgen, dir wird alles Schritt für Schritt erklärt und jederzeit geholfen, wenn du etwas noch nicht kannst oder verstehst.
Wenn du dich trotzdem gerne auch praktisch auf deine erste Fahrt im Auto vorbereiten möchtest, ist eine Fahrschule mit Simulator die richtige Wahl für dich. So kannst du dich gefahrlos auf’s Schalten und Kuppeln konzentrieren und im geschützten Raum erste Abbiegevorgänge und Vorfahrtssituationen üben. Wenn du dann zum ersten Mal ins Auto steigst, kannst du dich voll und ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren, weil du die grundlegenden Fertigkeiten wie Schulterblick, Anfahren und vieles mehr schon beherrscht.
Was tun bei großer Nervosität vor dem Fahren?
Dein Fahrlehrer ist genau für die Situation der ersten Fahrstunde ausgebildet und lässt dich nicht gleich zu Beginn ohne genaue Einweisungen und Hilfen auf die Straße. Außerdem bist du nicht der erste aufgeregte Fahrschüler und deshalb sind Fehler und jede Menge Fragen in so einer unbekannten Situation vollkommen normal und auch wichtig für den Lernprozess.
Befasse dich theoretisch mit wichtigen Verkehrsregeln und bereite dich z. B. mit der Drivers Cam App auf kniffelige Stellen in deiner Umgebung vor. Du kannst auch am Simulator üben und erst dann ins Fahrschulauto steigen, wenn du dich im virtuellen Straßenverkehr an das Fahren gewöhnt hast. So fühlst du dich sicher. Wenn du dann vor deiner ersten Fahrstunde besonders ängstlich oder aufgeregt bist, sprich auch mit deinem Fahrlehrer oder deiner Fahrlehrerin. Er oder sie kann dich in deiner ersten Fahrstunde besonders unterstützen.
Vor den ersten Stunde empfiehlt es sich, etwas Zeit einzuplanen, in der du keinem physischen oder psychischen Stress ausgesetzt ist. Durch Stress im Alltag kannst du nicht offen und entspannt in deine Fahrstunde einsteigen, was dich während der Fahrt blockieren und frustrieren kann. Der Fahrlehrer weiß, dass es sich um deine erste Fahrstunde handelt. Er wird dir alles erklären und dir die nötige Unterstützung liefern, die du benötigst. Denn genau das ist seine Aufgabe - dir zu lernen, wie du richtig und ruhig Auto fährst. Er sorgt dafür, dass du keinen Unfall baust oder dass etwas Schlimmes passiert. Er kann in jeder Situation mit den Pedalen auf seiner Seite in das Geschehen eingreifen.
Ablauf der ersten Fahrstunde
Wie die erste Fahrstunde abläuft, ist selbstverständlich abhängig von Fahrschule, Fahrlehrer und vor allem Fahrschüler. Aber einen groben Überblick können wir dir trotzdem geben:
Das erste ungewohnte wird dann vermutlich sein, dass du den Platz auf der Fahrerseite einnehmen wirst, während der Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz sitzen wird. Keine Angst, du musst nicht sofort losfahren - erstmal wird dir das Auto erklärt. Da gehören zum Beispiel das Einstellen deiner Sitzposition und Spiegel, das Erläutern der verschiedenen Knöpfe und Anzeigen und das Ausprobieren der Pedalen, Gänge und Blinker dazu. Wenn dir vor dem Losfahren noch nicht alles klar ist, scheue dich nicht nachzufragen, bis du dich sicher fühlst.
Und jetzt geht’s ans Fahren! Aber erstmal nur langsam und bei Bedarf mit Hilfe des Fahrlehrers - wusstest du eigentlich, dass dein Fahrlehrer auf seiner Seite ebenfalls ein Kupplungs-, Brems- und Gaspedal hat? Im Ernstfall kann er in gefährlichen Situationen so jederzeit eingreifen, also keine Panik, du bist nicht allein!
Zunächst wirst du normalerweise erste Anfahrübungen machen, die Kupplung kennenlernen und das Gefühl für den Schleifpunkt, das Gas und das Lenken bekommen. Wie weit, schnell und selbstständig du in deiner ersten Fahrstunde fahren wirst, ist ganz unterschiedlich und sagt erstmal nichts über deine Fähigkeiten oder die Qualität deiner Fahrschule aus. Dein Fahrlehrer muss auch dich erst einmal kennen lernen und herausfinden, wie viel Hilfe du zu Beginn beispielsweise beim Schalten benötigst und kann sich damit deiner Lern- (und natürlich auch Fahr-) Geschwindigkeit anpassen.
Für die ersten Fahrten wird in der Regel ein ruhiges, wenig befahrenes Gebiet gewählt. Somit kannst du dich darauf konzentrieren, die korrekte Fahrzeugbedienung zu erlernen. Zu Beginn musst du nicht direkt zusätzlich Fußgänger, Ampeln, Zebrastreifen und komplizierte Kreuzungen meistern.
In der ersten Fahrstunde lernst du vor allem die notwendigen Aktivitäten vor Fahrtantritt. Dazu zählen zum Beispiel die richtigen Einstellungen von Sitz, Rückspiegel und Lenkrad. Die darauf folgenden Fahrstunden bauen immer weiter aufeinander auf.
Nachdem du das Auto gestartet hast, solltest du dir einen Überblick über die Umgebung verschaffen und den Verkehr beobachten. Ordnest du dich in den fließenden Verkehr ein, haben die anderen Verkehrsteilnehmer in der Regel Vorfahrt.
Weitere Tipps für die erste Fahrstunde
- Zunächst solltest du bequeme Kleidung tragen, in der du dich wohlfühlst und dich uneingeschränkt bewegen kannst.
- Außerdem solltest du festes Schuhwerk tragen, um ein gutes Gefühl für die Pedalerie zu bekommen und nicht abzurutschen.
Was tun, wenn die erste Fahrstunde nicht gut lief?
Die erste Fahrstunde ist geschafft - und es lief gar nicht gut? Das kann passieren und liegt meist an der Aufregung. Eins darfst du nicht vergessen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die Fahrschule ist ja dafür da, dass du das Fahren lernst und nicht, dass du deinem Fahrlehrer zeigen musst, wie gut du bereits fahren kannst.
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