Kaum ist die Frühjahrssonne da, gehören die Straßen in Deutschland wieder den Bikern. Sommer und Motorrad-Zeit sind mittlerweile untrennbar miteinander verbunden. Die ersten Frühlingstage sind endlich da, das schöne Wetter lockt und man hört sie oft schon aus weiter Ferne: Traditionell sind die ersten wärmeren Tage im Jahr der Auftakt für die Kradfahrer. Nichts geht über die erste Tour: Kurvige Straßen, Spitzenwetter, Motorradfahren.
Doch liegen bei diesem Sport Faszination und Risiko oft dicht beieinander. Beim Freizeitspaß sollte aber auch immer der Gedanke an die eigene Sicherheit mitfahren. Das Risiko, mit dem Motorrad tödlich zu verunglücken, ist wesentlich höher als mit dem Pkw. Für alle guten Fahrerinnen und Fahrer gilt deshalb die Devise: Gefahrensituationen vermeiden durch vorausschauende und vernünftige Fahrweise. In den letzten Jahren hat das Motorrad an Beliebtheit gewonnen.
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, hat die BRK-Motorrad-Streife wertvolle Sicherheitstipps für ihre Kameraden zusammengestellt. Auch die Motorrad-Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes, rund 100 Frauen und Männer, starten pünktlich und rechtzeitig zu den Pfingstferien mit ihrem Dienst, um auf den Autobahnen im Freistaat Bayern ehrenamtlich den Rettungsdienst zu unterstützen. Ab sofort sind sie ab den Wochenenden im Einsatz, um an den bekannten Brennpunkten des Verkehrsaufkommens dort zur Stelle zu sein, wo Hilfe nötig ist. Die BRK-Engel sind über Funk mit den Rettungsleitstellen verbunden, sie sind fachkundige Ersthelfer besonders dort, wo es "kracht", wo schnelle, kompetente, medizinische Hilfe Leben rettend ist.
Gefahren erkennen und vermeiden
Leider liegen die Gefahren beim Motorradfahren nur zu einem Teil auf der Straße - zum anderen sind sie darauf unterwegs. Viele Unfallsituationen entstehen durch Autofahrer, die Motorradfahrer übersehen oder Geschwindigkeiten falsch einschätzen. Das hohe Unfallrisiko für Motorradfahrer liegt zum einen darin begründet, dass Kradfahrer aufgrund ihrer schmalen Silhouette erst sehr spät von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden und damit leicht übersehen werden können. Oft wird die Geschwindigkeit oder Entfernung eines sich nähernden Motorrades auch ganz einfach falsch eingeschätzt. Darüber hinaus haben Motorradfahrer natürlich nicht die Sicherheitseinrichtungen, die ein Auto bietet: Weder verfügen sie über eine Knautschzone oder eine Fahrgastzelle.
Sicher fährt, wer immer damit rechnet, nicht wahrgenommen zu werden. Fahrbahnbeobachtung ist lebenswichtig. Bei Nässe können ausgebesserte Straßenbeläge, Kanaldeckel, Fahrbahnmarkierungen oder Spurrillen zur großen Gefahr werden. Passen Sie daher unbedingt Ihren Speed an die aktuelle Situation an - rasen Sie nicht an Baustellen, in Kurven oder anderen unübersichtliche Stellen. Wie bereits oben erwähnt: Zu den meisten Motorradcrashs kommt es wegen überhöhter Geschwindigkeit.
Doch auch die Motorradfahrer selbst sind gefordert. Neigen Sie sich bei Kurvenfahrten nie mehr als notwendig. Lassen Sie sich nicht vom leichtsinnigen Verhalten anderer Motorradfahrer beeinflussen. Auch bei Fahrten in der Gruppe passiert häufig ein Motorradunfall. Die Gruppendynamik führt dazu, dass sich Motorradfahrer hier eher überschätzen.
Beginnen Sie mit kurzen Eingewöhnungstouren. Die Gründe für Unfälle mit Motorradbeteiligung sind unterschiedlich. Gönnen Sie sich ein Fahr- und Sicherheitstraining, wenn Sie länger nicht gefahren sind. So schön die Kurven und abwechslungsreichen Strecken des Oberbergischen sind - sie haben auch ihre Tücken. Vergessen Sie nicht - als MotorradfahrerIn haben Sie keine Knautschzone und keinen Airbag. Also: fahren Sie vorsichtig und kommen Sie gut an.
Vorsicht ist also niemals Feigheit, sondern immer die beste Lebensversicherung! Vorausschauende und rücksichtsvolle Fahrende mögen Sie bestimmt auch lieber, also machen Sie mit und seien Sie ein Vorbild.
Sicherheitstipps der BRK-Motorrad-Streife
Die Motorradstreife des Bayerischen Roten Kreuzes rät, folgende Fahrtipps einzuhalten:
Bremsen
Das richtige Bremsen ist für Motorradfahrer besonders wichtig. Bei höheren Geschwindigkeiten wird oft aus Angst vor einem Sturz zu schwach gebremst.
Bei Bremssaktionen folgendes beachten:
- weit vorschauen
- dabei die Arme durchstrecken und Armmuskeln anspannen
- beide Bremsen in Aktion bringen
- beim Bremsvorgang bitte auf das Vorderrad konzentrieren
- die Knie an den Tank drücken
Bremsen in Schräglage
Um in Schräglage richtig bremsen zu können, sollten Sie vorher einiges beachten. Wer die Technik nicht beherrscht, gerät leicht in die Kurvenaussenseite. Wenn bei zu starker Bremsung ein Rad blockiert, wird kann dies in den meisten Fällen zum Sturz führen.
Deshalb sollten Sie folgende Regeln beachten:
- den Blick weit vor in Fahrtrichtung
- die Arme durchstrecken
- beide Bremsen bedienen
- den so genannten Aufstellmoment ausgleichen
- beide Knie am Tank anschließen
- dosiert bremsen
- die Bremse sanft in Aktion bringen
Kurvenstile: Legen, Drücken, Hängen
Es gibt drei Kurvenstile: Das Legen, Drücken und Hängen.
Drücken
Durch die aufrechte Sitzposition ist es leichter, das Motorrad in größere Schräglagen zu bringen als beim Legen. Diese Aktion wird Drücken genannt. Dabei ist zu beachten:
- die Augen waagerecht halten
- aufrecht sitzen bleiben
- beim Kurveninneren sollte ein Arm gestreckt sein
- dabei das Handgelenk gerade lassen
- den Po eng zum Tank bringen
- die Fußballen sollen am Raster bleiben
- trotzdem locker und entspannt bleiben
Legen
Beim Legen ist folgendes zu beachten:
- die Augen schauen waagerecht
- eine aufrechte Sitzposition einnehmen
- dabei Arme locker auf dem Lenker lassen
- beide Handgelenke gerade lassen
- den Po eng zum Tank bringen
- die Knieinnenseite nach vorne ca. 3 cm nach vorn schieben
- die Fußballen bleiben am Raster
- dabei locker und entspannt bleiben
Lenkimpuls
Wenn Sie eine Linkskurve fahren wollen, müssen sie erst kurz nach rechts lenken und umgekehrt. Dies nennt man Lenkimpuls.
Der Lenkimpuls ist auch eine unverzichtbare Hilfe bei falsch eingeschätzten engen Kurven:
- dazu am Lenkerende drücken
- bei einer Rechtskurve rechts vordrücken
- bei einer Linkskurve links vordrücken
- je intensiver der Impuls, desto enger kann die Kurve gefahren werden
Ausweichen
Damit Sie schnell und sicher ausweichen können, müssen Sie mit dem Lenkimpuls, mit der Kurventechnik Drücken und der entsprechenden Blicktechnik vertraut sein.
- wenn möglich vorher Bremsen
- dabei die Bremse rechtzeitig lösen, damit kontrolliert ausgewichen werden kann.
- die Kupplung bleibt gezogen
- beim Kurveninneren ist der zur Kurve zeigende Arm gestreckt
- den Blick weit voraus
- den Finger und Fuß weg vom Bremshebel
Fahren über ein Hindernis
Versuchen Sie grundsätzlich immer am Hindernis vorbei zu fahren. Vermeiden Sie in Schräglage auf das Hindernis zu treffen, um die Sturzgefahr zu verringern. Damit Sie zum Überfahren des Hindernisses den max. Federweg zur Verfügung haben, müssen Sie kurz vorher die Bremse lösen und sich hinstellen.
- Blick weit vor, in Fahrtrichtung
- die Kupplung ziehen und bremsen
- beim Hinstellen das Gewicht nach hinten
- die Bremse lösen (Federweg!)
- Hindernis überfahren
Flucht ins Gelände
Sollte es sich tatsächlich nicht mehr vermeiden lassen ins Gelände zu fahren, bitte achten Sie dabei darauf, dass Sie gerade herausfahren und vorher die Geschwindigkeit reduzieren.
Weitere Tipps für mehr Sicherheit
In diesem Artikel werden wir einige wertvolle Tipps vorstellen, wie du deine Sicherheit auf dem Motorrad erhöhen kannst. Die richtige Schutzausrüstung ist ein absolutes Muss. Ein gut sitzender Helm ist dabei die wichtigste Schutzmaßnahme für deinen Kopf. Wähle einen Helm, der den Sicherheitsstandards entspricht und sich bequem anfühlt. Ergänzend dazu sollten eine Motorradjacke mit Protektoren, eine Motorradhose, Motorradstiefel und Handschuhe getragen werden. Wer auf Schutzkleidung verzichtet, riskiert seine Gesundheit. Protektorenkombis bieten den besten Schutz. Sie verhindern nicht nur Abschürfungen, sondern senken zudem das Risiko, Knochenbrüche zu erleiden. Kompromisse lohnen nicht. Buchstäblich blind vor den Gefahren macht ein zerkratztes oder schmutziges Visier.
Sichtbarkeit ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit auf dem Motorrad, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen oder schlechtem Wetter. Verwende reflektierende Kleidung oder Accessoires, um von anderen Verkehrsteilnehmern leichter wahrgenommen zu werden. Motorradfahrer müssen grundsätzlich mit Licht fahren. Helle Farben können ebenfalls dazu beitragen, dass du besser gesehen wirst.
Ein Fahrsicherheitstraining oder ein spezieller Motorradkurs kann deine Fahrtechnik erheblich verbessern. Egal, ob Sie ein geübter Motorradfahrer sind und regelmäßig auf dem Bike sitzen oder gerade erst Ihr Zweirad bekommen haben: Ein Fahrsicherheitstraining mit Motorrad macht auf jeden Fall Sinn. Solche Kurse vermitteln wertvolle Kenntnisse und Übungen, um Gefahrensituationen besser zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Sie helfen dir, dein Motorrad besser zu beherrschen und mehr Vertrauen in dein Fahrkönnen zu entwickeln. Dabei lernen Sie, in Gefahrensituationen richtig zu reagieren. Im Regelfall bietet die Kreispolizeibehörde solche Trainings auch in Kooperation mit der Verkehrswacht an, die mittlerweile bereits seit 13 Jahren erfolgreich besteht. Mit den Fahrsicherheitstrainings optimieren Sie Ihren Umgang mit dem Motorrad. Erleben und „erfahren“ Sie Ihre Grenzen und die Ihrer Maschine, ohne großes Risiko, auf dem Trainingsplatz. Vor allem, wenn Sie eine längere Pause vom Motorradfahren eingelegt haben, empfehlen wir unbedingt die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich wieder an das Fahrzeug zu gewöhnen und Ausweich- und Bremsmanöver im Schonraum zu trainieren.
Eine defensive Fahrweise ist entscheidend, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Achte auf die Umgebung, betrachte den Verkehr aus verschiedenen Blickwinkeln und rechne mit unvorhersehbaren Handlungen anderer Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie stets defensiv und zurückhaltend und rechnen Sie mit möglichem Fehlverhalten von anderen Verkehrsteilnehmern!
Reifen sind ein entscheidender Faktor für die Motorradsicherheit. Achte regelmäßig auf den Zustand, das Profil und den Reifendruck. Wähle hochwertige Reifen, die den Anforderungen deines Motorrads und deiner Fahrweise entsprechen. Hochwertige Reifen verbessern nicht nur das Fahrerlebnis, sie machen es auch sicherer. Sind die Reifen ungleichmäßig abgefahren? Die erforderliche Profiltiefe beträgt nach Gesetz 1,6 Millimeter. Der ACE empfiehlt, Reifen bereits bei einem Restprofil von 3 Millimetern zu wechseln. Mit steigendem Alter härten die Reifen übrigens aus. Wer es pro Jahr nur auf eine geringe Laufleistung bringt, läuft Gefahr, dass die Reifen nach einigen Jahren eine schlechtere Haftung aufweisen. Die übliche Lebensdauer eines Motorradreifens beträgt zwischen 5.000 und 15.000 Kilometer.
Vorbereitung des Motorrads nach der Winterpause
Wenn bei den ersten warmen Sonnenstrahlen die Gashand förmlich anfängt zu jucken, dann wissen Motorradfahrerinnen und -fahrer: Es wird Zeit, die Maschine für die kommende Saison vorzubereiten. Also Plane abnehmen, Zündung an und losfahren? Erfahrene Bikerinnen und Biker notieren noch beim Einmotten im Herbst, ob Schäden oder Auffälligkeiten am Motorrad festzustellen waren. Nicht immer wurde im Winter dann daran gedacht, Abhilfe zu schaffen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um das Motorrad startklar zu machen.
Alle Gelenke und die Kette werden mit Fett versehen und gleichzeitig die Kettenspannung kontrolliert. Eine verschlissene Kette sollte immer zusammen mit Ritzel und Kettenrad gewechselt werden. Bowdenzüge werden mit Silikonspray behandelt, auch Zünd-, Tank- und alle weiteren Schlösser nicht vergessen. Von Öl ist hier abzusehen, da es sonst zu Verkrustungen kommen kann. Bei Lenkergewichten, Verkleidungselementen, Fußrasten und Lenkerhalterungen, Auspufftopfhalterungen, Gepäckträger etc. werden die Verschraubungen auf festen Sitz überprüft. Achsmuttern nicht vergessen!
Vor dem Einsetzen der Batterie empfiehlt sich die Sichtkontrolle, ob die Pole sauber sind und sich der Pegelstand innerhalb der Markierungen befindet. Weist eine Zelle zu wenig Säure auf, wird mit destilliertem Wasser aufgefüllt. Wurde über den Winter ein Ladegerät mit Batteriewächter an den Akku angeklemmt, kann man sicher sein, dass der Stromspeicher keinen Schaden genommen hat. Der folgende Funktionstest bei eingeschalteter Zündung umfasst neben der Hupe auch alle Lampen und Leuchten.
Die Bremsen müssen einwandfrei arbeiten. Ein Blick auf die Bremsflüssigkeitsbehälter zeigt den Pegel an, beim Nachfüllen muss die vorgeschriebene DOT-Klasse verwendet werden. Sowohl vorne als auch hinten muss ein klar definierter Druckpunkt zu spüren sein.
Weitere wichtige Punkte
Ein Blick in die Papiere gibt Gewissheit, wann die nächste Inspektion oder die kommende Hauptuntersuchung anliegt. Im Gegensatz zur Hauptuntersuchung ist die Motorrad-Inspektion meist freiwillig. Nur während der Garantiezeit gibt der Hersteller einen Zeitrahmen vor. Wir legen Ihnen die Motorrad-Inspektion auch danach noch ans Herz: Sie ist nämlich deutlich intensiver als die Hauptuntersuchung. Bei Fragen zur Hauptuntersuchung, zur Einhaltung technischer Vorschriften oder zu Schadengutachten stehen Ihnen unsere DEKRA Prüfingenieure kompetent zur Seite. Auch beim Kauf oder Verkauf von Bikes, Trikes und Quads beraten wir Sie gern.
Für alle Arbeiten am Motorrad gilt, dass sie nur dann selbst ausgeführt werden sollten, wenn man über die entsprechende Sachkenntnis verfügt. Lassen Sie die Finger davon, wenn Sie keine Sachkenntnis besitzen. Technische Änderungen ohne Genehmigung können zu einer Erhöhung des Unfallrisikos, dem Erlöschen der Betriebserlaubnis und zu empfindlichen Strafen führen. Über die letzten Jahrzehnte ist die Motorradtechnik so komplex geworden, dass Laien besser auf die Mithilfe von Profis vertrauen sollten.
Die Ausrüstung schützt Sie nicht ewig: Je nach Material sollten Helme alle drei bis fünf Jahre erneuert werden. Amtlich genehmigte Schutzhelme, die z.B. gemäß der ECE-Regelung Nr. Motorradbekleidung soll aus abrieb- und reißfestem Material bestehen und so mögliche Sturz- und Unfallfolgen mindern.
Auch wenn die Straße bei den ersten Ausfahrten wieder ganz vertraut wirkt und das Motorrad gut in der Hand liegt, sollte man es langsam und vorsichtig angehen lassen. Im letzten Jahr noch präsente Reflexe müssen erst aus dem Winterschlaf geholt werden. Bis in den Mai hinein muss mit Frost unter Brücken und Unterführungen sowie in Waldschneisen gerechnet werden. Auf die Erinnerung an das vergangene Jahr sollte man sich nicht verlassen: Straßenzustand und Streckenführung können sich geändert haben. Auch die Einschätzung von möglichen Distanzen kann sich als trügerisch erweisen. Wer nicht im Training ist, ermüdet schneller und benötigt häufiger eine Pause. Zieht sich die Tour dann bis nach Sonnenuntergang erfordert die einsetzende Kälte warme Kleidung, um nicht auszukühlen.
Alles neu? Es braucht immer eine ganze Zeit, bis nach der Winterpause Mensch und Maschine wieder zu einer Einheit geworden sind. Das gilt umso mehr, wenn man sich auf neue Gegebenheiten einstellen muss. Ein komplett neues Motorrad erfordert, dass man sich mit Bedienung und neuen Features vorab vertraut macht. Aber auch ein neues Navi, eine ungewohnte Gegensprechanlage oder die Vielzahl von elektronischen Gadgets, die nachgerüstet werden können, erfordern Aufmerksamkeit. Wer sich gleichzeitig warm fahren muss und von neuen Anforderungen beansprucht wird, fährt schnell in die Ablenkungsfalle.
Gebrauchtes Motorrad kaufen: Checkliste
Wenn Sie sich auf dem Markt für gebrauchte Motorräder umsehen wollen, sind Sie nicht allein - pro Jahr wechseln fast eine halbe Million gebrauchte Bikes den Besitzer.
1. Nehmen Sie sich die Zeit für detaillierte Informationen über Ihr Wunsch-Bike: Im Freundeskreis, in Fachzeitschriften oder bei Motorradhändlern. Wenn Sie von privat kaufen, müssen Sie sich auf Ihre Sachkenntnis verlassen, denn hier kann jede Gewährleistung ausgeschlossen sein. Fachhändler bieten zudem Beratung, eine Probefahrt und übernehmen für Sachmängel mindestens ein Jahr Garantie.
2. Verwenden Sie beim Kauf diese Checkliste:
- Korrekte Identität? Die Fahrgestellnummer mit dem Fahrzeugbrief vergleichen.
- Gibt es auffällig viele Vorbesitzer?
- Kilometerstand? Die Aussagen des Verkäufers durch das Kundendienstheft, durch Reparaturrechnungen oder durch Prüfberichte der Hauptuntersuchung bestätigen lassen.
- Technischer Zustand? Reifen (Beulen, Risse), Bremsen (Bremsbeläge, Bremsscheiben, Bremsleitungen), elektrische Anlage (Funktion), Motor (Ölverlust) und Fahrwerk checken.
- Technische Veränderungen? Zum Beispiel bei Motor, Reifen und Verkleidung. Ist alles in die Papiere eingetragen? Liegen Prüfzeugnisse vor?
- Originalzustand? Wichtig, wenn es um Garantieleistungen des Herstellers geht. Vom Verkäufer im Kaufvertrag zusichern lassen.
- Auspuffanlage? Für die Auspuffanlage muss eine gültige Betriebserlaubnis vorliegen bzw. eine dementsprechende Kennzeichnung auf dem Schalldämpfer erkennbar sein. Im Zweifel einen DEKRA Sachverständigen fragen.
- Probefahrt? Manche Mängel machen sich erst im Betrieb bemerkbar. Darum grundsätzlich typische Fahrsituationen testen.
- Kaufvertrag? Alle Angaben des Verkäufers schriftlich festhalten, vor allem Laufleistung, Originalzustand, Unfallschäden (mit Schadenhöhe laut Reparaturrechnung).
TIPP: Das DEKRA Siegel für Gebrauchtfahrzeuge ist ein zuverlässiger Qualitätsnachweis und wird ausschließlich von spezialisierten Zweiradsachverständigen durchgeführt.
Die Sicherheit auf dem Motorrad sollte immer an erster Stelle stehen. Indem du diese Tipps befolgst, kannst du dein Fahrerlebnis verbessern und das Risiko von Unfällen deutlich reduzieren.
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