Motorradtour von Genua nach Sizilien: Tipps und Routen

Die Reise von Genua nach Sizilien mit dem Motorrad ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Fähre ist das bequemste und - sofern man beim Motorrad auch sämtliche Verschleißkosten dazunimmt - auch ein preiswertes und nervenschonendes Mittel, um von Deutschland aus nach Sizilien zu gelangen.

Anreise nach Genua

Für die Anfahrt nach Genua aus dem Süden Deutschlands empfiehlt sich entweder die Brenner-Route oder die San-Bernardino-Route. Letztere ist kürzer, aber auch schneegefährdeter. Am San-Bernardino-Tunnel hatten wir zeitweise mit Schneefall zu kämpfen, der in niederen Regionen wieder in Regen überging.

Fährverbindungen und Tickets

Fähren verkehren ab Genua, Civitavecchia und Neapel. Die Fährgesellschaft Grandi Navi Veloci (GNV) bedient die Verbindung Genua - Palermo. Im oberen Stockwerk kann man sich in einem modernen Terminal Fährtickets kaufen. Fernweh ist vorprogrammiert: auch Tunesien, Marokko und zahlreiche andere Ziele werden auf dem großen Display angezeigt.

Man spart beim Ticketkauf im Hafen einiges gegenüber dem Vorverkauf im Reisebüro. Caronte Tourist ist die Fährgesellschaft, die die Verbindung Salerno - Messina bedient. Ein Ticket zu bekommen, ist in der Nebensaison auch kurzfristig vor Ort kein Problem.

Geparkt haben wir bei strömenden Regen unter dem Hafengebäude, in dem sich eine lange Zufahrtsspur befindet. Allerdings im Halteverbot vor der Polizeistation.

Unterkünfte auf der Fähre

Schlafen? Im Vorfeld steht man natürlich immer vor der Frage: Kabine? Pullmansitz? Der Pullmansitz erinnert an einen Flugzeug- oder Bussitz. Die Deckpassage ist am preiswertesten, Isomatte und Schlafsack sollten dann dabei sein. Im April kann dies jedoch relativ frostig werden.

Wichtige Hinweise für die Überfahrt

  • Während der Überfahrt ist das Autodeck nicht zugänglich. Wer also etwas am Motorrad vergisst, hat schlechte Karten.
  • Diesmal tauschten wir nicht gleich vor oder auf dem Autodeck die Motorradklamotten gegen Jeans und T-Shirt, weil es vor dem Schiff noch wie aus Kannen schüttete.
  • Dafür ist der Aufstieg mit Gepäck vom Autodeck (im April, da alles leer ist, muss man ganz runter ins unterste Autodeck!) bis zu den mehrere Stockwerke weiter oben befindlichen Kabinen etwas schweißtreibend.
  • Wer das Urlaubsbudget schonen will, der sollte sich etwas Verpflegung mitnehmen. Schon der Self Service reduziert die Reisekasse kräftig.
  • Obwohl das Rauchen an Deck eigentlich untersagt ist (außer, da wo Tische stehen), hält sich keiner dran. Fliegende Zigaretten (über die Reling) sind gelegentlich zu sehen.
  • Während Fähranfahrten (und Deckpassagen) hatten wir Geld und Papiere immer am Mann bzw. an der Frau.

Routenempfehlungen auf Sizilien

In Genua auf die Fähre nach Palermo, dann die Strasse von Messina nach Kalabrien passieren und danach mit dem Schiff von Bari nach Dubrovnik und die vielfach gelobte Küstenstrasse D8 hinauf bis nach Istrien. Soweit unser Plan im Jahr 2017.

Der Abfahrtstag lockt mit exzellentem Wetter am Freitag nach dem Himmelfahrtstag. Wir kämpfen uns so durch diverse Staus um hinter Karlsruhe sogar auf die französische Seite zu wechseln und einen Weiteren im Süddeutschen zu umfahren. Noch ein Tag mit 500 super nervigen Autobahnkilometern die ich schon im Arbeitsalltag hasse und auf denen übrigens die Rettungsgassenhinweise der vergangenen Monate verpufft sind wie das Rechtsfahrgebot und das Blinken.

Am nächsten Tag stehen gut 600 Kilometer auf unserem Programm um rechtzeitig die Fähre in Genua zu erreichen und wir wollen daher lieber früh los. Das Schiff wird um 20 Uhr ablegen und mit Fahrzeug soll man zwei Stunden vorher da sein.

In Genua haben sie die Baustelle am Hafen in den zwölf Monaten seit unserer letzten Reise fertig gestellt und wir finden den „Porto“ inklusive der richtigen Zufahrt diesmal auf Anhieb. Vor der Passkontrolle fahre ich wieder rechts ran und Carola schaut oben im Supermarkt nach Vorräten. Währenddessen spricht mich ein Italiener an und fragt nach unserem Reiseziel. Er selbst ist Sizilianer und arbeitet in Genua, erzählt mir aber freudig, dass er nun Urlaub hat und nach Hause fährt.

Die Chance lasse ich mir nicht entgehen und erfrage bei ihm seine Tipps für Sizilien. Die Fähre entern wir dann am Abend planmässig und recht gut koordiniert. Die Fähre“La Suprema“ von GNV ist ein ziemlich grosser Kahn. Als Motorradfahrer schleppt man ja auch allerhand Zeug mit. Dieses Zimmer-Upgrade würde ich sofort wieder buchen!

Ganz anders beim Essen: Das System, mit dem die Italiener im Restaurant die in der Verpflegungspauschale enthaltenen Speisen und Getränke von den aufpreispflichtigen Dingen trennen, versteht garantiert niemand, auch nicht das Personal auf der Fähre selbst. Ich würde davon abraten, die Speisen schon bei der Buchung mitzuordern. Wir haben jedefalls eine entspannte und ruhige Nacht und am Morgen weckt uns die Sonne, die durch das Fenster scheint. Die See ist glatt wie ein Handtuch und dadurch ist die erwartete Ankunftszeit in Palermo bereits für 14:45 Uhr avisiert.

Palermo

Was wir hier nicht erwartet haben: Die Stadt ist toll! Trotz Verkehr und einzelner Betonklötze präsentiert sich die Altstadt mit wirklich schönen Gebäuden, Plätzen und Palästen. Bevor wir unsere erste sizilianische Unterkunft in Monreale vor den Toren Palermos beziehen, machen wir glatt noch drei Kreise in der Hauptstadt der Insel und sind ziemlich begeistert. Novum in Italien: Ich kassiere ein Ticket fürs angebliche Falschparken, ohne dass ich mir einer Schuld bewusst wäre.

Corleone und das Mafiamuseum

Nach einigen Kilometern kommen wir in Corleone an, dem Ort, der vor allem durch zwei Mafiagrössen und der Filmreihe „Der Pate“ mit der Hauptfigur „Don Vito Corleone“ berühmt geworden ist. Wir treffen auf eine Politesse und fragen höflich nach einer Abstellmöglichkeit. Sie weist uns an, einfach direkt vor dem Rathaus zu parken, während ein weiterer städtischer Angestellter den Platz und unser Motorrad auch noch bewacht, übrigens alles völlig kostenlos. Wir nutzen dann die Gelegenheit und schauen uns das empfehlenswerte Mafiamuseum im Zentrum des 12.000-Seelen-Ortes an.

Agrigent und das Tal der Tempel

Am späten Nachmittag erreichen wir Agrigent, die Stadt mit dem berühmten Tal der Tempel. Hier befindet sich auch der am besten erhaltene griechische Tempel überhaupt und weitere archäologisch wertvolle Bauten aus der Antike. Die Stadt besticht eigentlich nur durch die vielen Hochhäuser aus einfallslosem Beton, vor allem auf der überaus hässlichen Nordseite.

Dafür finden wir nur etwa 10 Kilometer westlich von Agrigent in dem kleinen Dorf „Giardina Gallotti“ mit dem „B&B Montemare“ einen Volltreffer. Dazu gibt es auch ein Restaurant, welches als Paradebeispiel der sizilianischen Küche gelten dürfte.

Rundfahrt um Agrigent

Für den nächsten Tag entscheide ich mich zur Solo-Rundfahrt, da Carola den Hotelpool bevorzugt. Meine Route führt mich durch Favara (schöner Ort) und Castrofilippo (nicht der Rede wert) nach Canicatti, wo ich auf einem Wochenmarkt Pistazien kaufe. Dann komme ich durch Camastra (ganz schlimm) und erreiche Marina di Palma, direkt am Meer. Die Strasse verliert sich nach unzähligen halsbrecherischen Kilometern im Nichts.

Mindestens zwei Stunden solltest du dir dazu einplanen, wenn du nicht gerade Archäologie studiert hast und auch zwei Tage hier verbringen könntest. Das Areal mit den alten Tempelanlagen erstreckt sich auf zusammen über vier Kilometer.

Weiterreise nach Enna und zum Ätna

Am Morgen fahren wir fast mit Wehmut im Montemare ab. Wer jemals in die Nähe von Agrigent reist, ist hier bestens aufgehoben. Wir bekommen noch eine Flasche gekühltes Mineralwasser mit auf den Weg, ein sehr netter Service! Danach geht es über Agrigent und Caltanisetta nach Enna. Grüne Felder und sehr viel Landwirtschaft kennzeichnen unsere Route durch das Hinterland Siziliens.

Später leitet uns das Navi dann aus unerklärlichen Gründen auf die Autobahn in Richtung Catania und wir müssen uns mit Gewalt eine Abfahrt suchen. Irgendwie landen wir aber nach einer spektakulären Steilhang-Auffahrt in dem Ort Centuripe.

Weiter gehts über Adrano nach Nicolosi. Die ersten Blicke auf den Ätna sind schon beeindruckend. Das Gefühl verstärkt sich aber noch, als wir am Fuss des Vulkans über Kilometer in völliger Stille und Einsamkeit fahren. Wir sind am Nachmittag recht zeitig am Vulkan und nehmen daher noch die Auffahrt bis zum Refugio Sapienza.

Unseren Abend lassen wir im Vulkanmuseum in Nicolosi ausklingen, das auch ein absolut empfehlenswertes Restaurant beherbergt. Der Vorspeisenteller „Typisch sizilianisch“ ist herausragend. Für unsere Übernachtung haben wir über Booking das top bewertete „La Casa del Poeta dell´Etna“ ausgesucht, ein sehr schönes und freundliches B&B in Nicolosi.

Unsere Auffahrt mit der Gondel zum Ätna findet bei Traumwetter statt und danach kann man mit Jeeps zum Zentralkrater auf knapp 3000 Meter weiterfahren. Besser ist es tatsächlich, so weit wie möglich noch oben zu fahren. Man sollte sich der Macht dieses grossen Vulkans bewusst sein, angesichts der Zerstörungskraft die er entwickeln kann.

Taormina und Messina

Der nächste Planstopp ist nun Taormina, wo erst vor wenigen Tagen der G7-Gipfel stattfand. Dabei stoppen die Fahrzeuge ohne Vorankündigung immer an den steilsten Stellen im Ort und ich habe keine andere Chance als die gefühlte Hälfte meiner Kupplung beim Wiederanfahren in Rauch aufgehen zu lassen. Es ist schrecklich und wir wollen irgendwann nur noch schnell raus und die Busse hinter uns lassen.

Über Gaggi und weiter durch Bilderbuch-Landschaften geht es bis auf den 1100 Meter hohen Pass. Unterwegs haben wir praktisch null Verkehr, nur ein anderes Motorrad und ein 911er Cabrio mit zwei Italienern darin, die sichtbar Spass haben.Danach geht es wieder runter an die Nordküste bis nach Marchesana. Dann müssen wir uns etwas sputen und es geht auf die Autobahn bis nach Messina zur Fähre (Motorrad mit zwei Personen für 13,- EUR) nach Villa San Giovanni. Die Fähre dort legt alle Nase lang ab und Vorbuchungen sind nicht nötig.

Kalabrien

Gerade wieder auf der Autobahn fahre ich für einen Überholvorgang auf die linke Spur. Das Tempolimit auf diesem Abschnitt beträgt 80 km/h, wobei ich für den Vorgang schon gut 100 fahre, als von hinten ein italienischer Landrover bis ans Nummernschild der GS drängelt und dann nur sehr knapp an uns vorbeizieht. Während dieser Aktion versuche ich ihm eine Beule in die Tür zu treten und scheitere dabei nur knapp.

Wir sind weiterhin ohne festen Plan unterwegs und die Internetrecherche bietet uns zu fortgeschrittener Stunde mit dem „Residence Piccolo“ ein echt schönes Hotel in Parghelia an der kalabrischen Nordküste an. Leider haben die dort nur eine Nacht frei und wir müssen am nächsten Morgen weiterfahren oder uns dann im Ort etwas anderes suchen.

Müllproblematik in Süditalien

Man muss sich hier schon sehr über die vielen Ruinen ehemals wundervoller alter Gebäude wundern. Viel zu viel davon ist mittlerweile in einem Zustand, bei dem sich eine Renovierung leider nicht mehr lohnen wird. Die Bausubstanz ist derart verkommen, dass wohl nur noch der Abriss übrig bleibt. Nicht viel besser dürfte das Schicksal der vielen Neubauruinen aussehen.

Einmal fahren wir an einer kilometerlangen Betonbrücke vorbei, welche die Strasse über ein Sumpfgebiet führen sollte, die aber offenbar nie in Betrieb genommen wurde und jetzt in der Sonne verfällt. Daneben fahren wir auf dem alten Strassenabschnitt, der seinen Dienst noch genauso gut verrichtet wie vor Jahrzehnten. Unfassbar, wieviel Geld hier sinnlos versenkt wurde. Dafür hätte man locker die leider auch hier immer wieder vorhandenen, wilden Müllkippen säubern können.

Wenn die Süditaliener eines draufhaben, dann auf jeden Fall das Versauen ihrer Landschaft mit Müll.

Fahrt entlang der kalabrischen Westküste

Wir fahren der kalabrischen Westküste entlang in Richtung Norden auf der SS18. Richtig schön wird es aber erst ab Scalea. Da muss ich direkt anhalten und Fotos von den vielen alten Mopeds machen machen, darunter auch Roller aus Frankreich, Deutschland und sogar Grossbritannien. Dabei sind die meisten auf eigener Achse angereist und der eine oder andere Roller sieht unserer bepackten GS nicht ganz unähnlich.

Nationalpark Pollino

Bei Praia A Mare geht es dann ins Landesinnere und mit dem „Parco Nationale de Pollino“ in den grössten Nationalpark Italiens. Epsicopia gefällt uns davon am besten. Die Route durch den Nationalpark gehört auf jeden Fall zu den schöneren Touren, denn die einwandfreie Strasse schlängelt sich flüssig durch die Berge. Zudem ist es hier sehr grün und überraschend dicht bewaldet.

Offroad-Abenteuer und Routenplanung

Am nächsten Tag geht es dann endlich los - die ersten Offroadkilometer fallen an. Morgens und acht Uhr zeigt das Thermometer schon 20 Grad an, tja, „bella Sicilia“ eben. Die Strecke zum 1.150 m hohen Monte Gibilmesi erfüllt die Erwartungen an die Insel haushoch - eine zügig zu fahrende Schotterpiste wedelt bergauf und geizt nicht mit phantastischen Aussichten hinunter zum Meer.

Auf dem Rückweg verfahre ich mich und muss mit einem schmalen Wanderpfad fertig werden. Mit meiner 350-Kilo-Fuhre kein ganz einfaches Unternehmen. Aber der Wechsel von der 1.000er zur leichteren 800er, den ich dieses Jahr vorgenommen habe, bewährt sich. Nach dem zweistündigen Geländeausflug auf den Monte Gibilmesi geht es weiter zum Nachbarberg Monte Signora.

Abwechselnd auf Asphalt und Schotter fahre ich anschließend Richtung Osten. Wie auf allen meinen Reisen versuche ich, möglichst tief ins Hinterland einer Region einzudringen, um diese abseits von touristischen Trampelpfaden auch tatsächlich kennen zu lernen. Danach ist die letzte Geländeetappe dieses Tages dran - die Durchquerung des Naturparks Bosco della Ficuzza.

Motorradtransport mit Autoreisezug und Fähre

Lohnt sich eine Motorradtour mit Autoreisezug und Fähre, um über weite Strecken Zeit und Kosten zu sparen? Bei der Planung unserer diesjährigen Tour durch Süditalien war die große Frage: Entweder die weite Anfahrtstrecke auf eigener Achse zurückzulegen. Auf dieser Tour von Sizilien bis zum Brenner wollten wir einen Eindruck davon bekommen, was sich in diesem Land in den letzten Jahren getan hat. Ein Land, das ich seit 1954 in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen bereist habe.

Deshalb schien uns eine Motorradtour mit Autoreisezug und Fähre die klügere Variante zu sein: Einfach mit dem Autoreisezug nach Verona fahren, dann auf eigener Achse bis Genua und von dort aus mit der Fähre nach Palermo.

Die zweite Etappe unserer Motorradtour mit Autoreisezug und Fähre beginnt unspektakulär. Zunächst bringt die Autobahn unser Zweierteam flott auf Südwestkurs Richtung Genua. Dann aber wird es richtig interessant auf den letzten 90 km auf der A7 zwischen Tortona und Genua. Für mich ist das fahrerisch die interessanteste Autobahnstrecke in Italien. Erst kurvt sie in schönen Schwüngen den Apennin hoch.

Das Beladeverfahren verläuft wie in allen Fährhäfen unseres Kontinents: Beim Außenposten zeigen wir unsere Papiere (Personalausweis + Buchungsunterlagen) vor und beziehen Warteposition am zugewiesenen Platz. Ein halbes Dutzend Motorräder gesellt sich zu uns. Wer auf der Linie nach Palermo den Standard der Skandinavienfähren anlegt, wird in Genua wahrscheinlich eher enttäuscht werden. Nicht wegen der endlosen LKW-Auflieger, die eine Stunde lang aus dem Bauch unserer M/N Excelsior herausrollen. Das gehört nun mal zu dieser Größenordnung (40.000 BRT, 202 m Länge). Vielmehr ist der Verladevorgang das reine Chaos.

Tipps für die Fährfahrt

Praktisch ist es bei Fährtransfers immer, sich eine Tasche mit den notwendigsten Übernachtungssachen mit in die Kabine zu nehmen. Die Koffer bleiben an der Maschine. Wer nicht gerade im First Class Restaurant tafeln will, ist gut beraten, die Wartezeit bis zum Verladen zum Einkauf in den hafennahen Länden zu nutzen und seine Mahlzeiten in der Kabine einzunehmen.

Das Schönste am Fährtransfer ist die 20stündige Mini-Kreuzfahrt bei strahlendem Wetter. Wir machen es uns ab Oberdeck gemütlich, blinzeln in den stahlblauen Himmel, während sich unser Schiff mit 21 kn durch das spiegelglatte Mittelmeer pflügt. Am Abend laufen wir in den Hafen von Palermo ein und finden - ei Wunder - unsere Maschinen brav aufrecht stehend im Fahrzeugdeck wieder. Über die lange Rampe rollen wir an Land, wo uns gleich uns der chaotische sizilianische Feierabendverkehr verschlingt.

Fazit zum Motorradtransport mit Autoreisezug und Fähre

Auf meiner Motorradtour mit Autoreisezug und Fähre haben wir insgesamt gute Erfahrungen gemacht und würden eine Motorradtour mit weit entferntem Zielgebiet wieder so planen. Für eine kürzere Tour (z. B. in die Alpen oder nach Kroatien) würde ich jedoch die Anreise durch Deutschland in Form einer eigenen Tour gestalten, vielleicht durch den Bayerischen Wald oder entlang einer der deutschen Ferienstraßen.

Reisebeschränkungen für Fahrzeuge auf italienischen Inseln

Bevor du deine Tickets buchst ist es sinnvoll, sich mit den verschiedenen Richtlinien der Fährgesellschaften vertraut zu machen. Du möchtest mit deinem eigenen Auto, Motorrad oder Wohnmobil in den Urlaub nach Italien fahren? Kein Problem, denn bei einer Vielzahl italienischer Reedereien kannst du dein es auf der Fähre mitnehmen. So kannst du deinen Wohnmobilurlaub auf Sardinien oder etwa deine Idee vom Roadtrip durch Sizilien leicht verwirklichen. In der Regel musst du die Maße deines Fahrzeuges angegeben.

Hier eine Übersicht über Reisebeschränkungen für Fahrzeuge auf italienischen Inseln:

  • Für Nichteinwohner der Gemeinden Capri und Anacapri gilt vom 18. Dezember 2023 bis zum 7.
  • Der Verkehr von Kraftfahrzeugen auf Ischia ist den Einwohnern Kampaniens vom 6. April 2023 bis zum 31. Oktober 2023 verboten.
  • Autos, Motorräder und Mopeds sind auf Procida in der Regel von April bis Ende Oktober verboten.
  • San Domino ist die einzige Insel, auf der motorisierte Fahrzeuge mit vorheriger Genehmigung gefahren werden dürfen.
  • Im August ist es den Besuchern der Insel Giglio in der Regel untersagt, mit Fahrzeugen anzureisen oder sich in ihnen fortzubewegen.
  • Die Fähre von Porto Santo Stefano nach Giannutri befördert nur Passagiere und Haustiere.
  • Auf den Fähren nach Capraia können Autos und Motorräder können mitgenommen werden.
  • Kraftfahrzeuge sind auf den Fähren nach Pianosa nicht zugelassen .
  • In der Regel wird von Juni bis September in bestimmten Gebieten von Ponza von 07:00 bis 01:00 Uhr eine verkehrsbeschränkte Zone (ZTL) für Nichtansässige eingerichtet.
  • Die Verordnung betrifft in diesem Jahr die Kreuzung Via Panoramica/Via Dante Alighieri bis Via Banchina Nuova.
  • Außerdem ist es im Sommer in bestimmten Bereichen des Stadtzentrums von Ventotene nicht möglich, sich mit dem Fahrzeug zu bewegen.
  • Lipari: vom 1. Juni bis 30.
  • Salina: vom 15. Juni bis 15.
  • Stromboli: vom 1. Mai bis 31.
  • Vulcano: vom 1. Juni bis 30.
  • Alicudi: vom 1. Juni bis 31.
  • Filicudi: vom 1. Juni bis 30.
  • Panarea: vom 1. Mai bis 31.
  • Favignana, die Hauptinsel des Archipels, ist die einzige Insel, auf die du dein Fahrzeug mitnehmen kannst.
  • Der Pelagische Archipel, welcher zwischen der italienischen und der tunesischen Küste liegt, ist der südlichste Italiens.
  • Er besteht aus zwei bewohnten Inseln, Lampedusa und Linosa.
  • Lampedusa hat eine allgemeine Verordnung in Übereinstimmung mit den Umweltvorschriften erlassen.

Trapani und die Salzstraße

Trapani liegt ganz im Westen Sizilien aus einer weit vorspringenden Landzunge. In der Antike wurde Trapani Drepanon genannt, ein Ortsname, der uns in Form von Drepano in Griechenland auch schon oft begegnet ist. Vor allem die Salzgewinnung und die Windmühlen in Trapani wollen wir uns ansehen.

Die Via del Sale (Salzstraße) ist berühmt wegen seiner vielen Mühlen und den mit Terracotta bedeckten Salzhaufen. Unweit von Paceco in Nubia befindet sich das Salzmuseum "Museo del Sale". Die größte Salinenanlage Siziliens liefert den größten Teil des Salzes, der in Sizilien gewonnen wird. Als wir in den Salinen ankommen, halten wir uns jedoch nur relativ kurz auf.

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