Auf seinem Motorrad sitzend über Irlands Küstenstraßen zu brausen, die Maschine unter sich zu spüren, den Fahrtwind zu hören und am ganzen Körper zu spüren und atemberaubende Ausblicke zu genießen - das ist ein Gefühl wahrer Freiheit!
Wer eine Motorradtour durch Irland plant, der kann sich auf abwechslungsreiche Routen und tolle Reiseerlebnisse freuen. Irland bietet mit seinen spektakulären Küstenrouten, kurvenreichen Straßen und reizvollen Nebenstrecken abwechslungsreiche Routen für Motorradreisen. Genießen Sie dabei den Ausblick auf den rauen Atlantik, die sattgrünen Wiesen und zuweilen kargen Weiten.
Wir haben hier Tipps für einen unvergesslichen Motorradurlaub in Irland für Euch zusammengestellt. Ein besonderer Dank gilt den Menschen, die mit uns ihre Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Motorradtour durch Irland geteilt haben.
Bevor es losgeht - gut planen
- Tipp 1: Route planen
- Tipp 2: Übernachtungen vorher buchen
- Tipp 3: Überlegen: Eigenes Motorrad oder vor Ort leihen?
- Tipp 4: An- und Abreise mit Vorlauf planen
An- und Abreise planen
Wer sich die Anreise nach Irland mit der Fähre und damit auch die Fahrt durch Frankreich (und durch England) ersparen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich in Irland Motorräder zu mieten. Wer in Irland ein Motorrad mieten möchte, muss mindestens 23 oder 25 Jahre alt sein. Das Mindestalter variiert von Anbieter zu Anbieter. Außerdem benötigt Ihr einen Motorradführerschein und einen gültigen Ausweis.
Wenn Ihr Euch in Irland ein Motorrad geliehen habt, teilt gerne Eure Erfahrungen in den Kommentaren, denn dazu gibt es leider noch keine Erfahrungsberichte. Hier könnt Ihr Motorräder nahe Dublin mieten und hier in Belfast.
Wenn Ihr Euch dafür entscheidet, mit dem eigenen Motorrad anzureisen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder Ihr nehmt von Cherbourg oder Roscoff aus (beides in Frankreich gelegen) aus die Fähre nach Irland. Von Cherbourg aus könnt Ihr die beiden Häfen Rosslare und Dublin ansteuern. Von Roscoff aus Cork oder Rosslare. Diese Überfahrten dauern mit 17 bis 18 Stunden recht lange und es ist daher ratsam, sich eine Kabine zu buchen. So kann man dann frisch und voller Energie die Motorradtour durch Irland starten.
Alternativ gibt es auch die Möglichkeit über das Vereinigte Königreich anzureisen.
Einige der schönsten Motorradtouren Irlands
- Der Wild Atlantic Way
- Die Beara Halbinsel
- Der Ring of Kerry
- Die Causeway Coastal Route
- Der Inishowen Drive
1. Der Wild Atlantic Way
Als einer der schönsten Motorradtouren Irlands gilt diese atemberaubende Küstenstraße. Sie verläuft über 2.500 Kilometer an Irlands Westküste entlang. Sie ist gut ausgeschildert und ausgebaut.
2. Die Beara Halbinsel
Diese gilt als die kleine Schwester des Ring of Kerry, ist aber einsamer und etwas ursprünglicher, da hier Reisebusse oder große Wohnmobile nicht langfahren dürfen. Als Motorradfahrer habt Ihr hier mehr Ruhe und Einsamkeit. Healy Pass auf der Beara Peninsula, Co.
3. Der Ring of Kerry
Dieser gilt als Irlands bekannteste Panoramastraße und führt vorbei an Stränden, rauen Klippen und sanften Hügeln. Ring of Kerry, Co.
4. Die Causeway Coastal Route
Die Küste der Grafschaft Antrim in Nordirland wartet mit vielen Sehenswürdigkeiten und atembraubenden Ausblicken auf. Giant´s Causeway, Co.
5. Der Inishowen Drive
Die Inishowen Halbinsel ist wild und ungebändigt.
Das sollte im Gepäck auf keinen Fall fehlen
- Tipp 1: Bordwerkzeug
- Tipp 2: Regenkleiderung
- Tipp 3: Wechselkleidung
- Tipp 4: Karten
Denn wie ärgerlich wäre es, wegen einer Lappalie, die schnell selbst repariert wäre, nicht vom Fleck zu kommen - der Abschleppdienst in Irland kann unter Umständen sehr gemütlich sein, echt irisch eben. Wenn Ihr also schon Bordwerkzeug habt, prüft vor dem Motorradurlaub in Irland, ob es auch vollständig ist. Habt Ihr so etwas noch nicht, ist es empfehlenswert, es sich vor der Tour zuzulegen.
Da es sich lohnt, nicht nur auf dem Motorrad zu sitzen, sondern auch mal den ein oder anderen Abstecher in die Umgebung zu machen, vielleicht einen Berg zu erklimmen oder einer schönen Küstenstraße zu erwandern. Dazu eignen sich die Motorradstiefel nicht. Am besten Regenfeste sollten im Reisegepäck ebenfalls nicht fehlen.
Zwar sind die Iren wirklich sehr hilfsbereit, verirrten Fremden den Weg zu weisen, aber nicht immer sind diese zur Stelle. Es kann auch vorkommen, dass die Verständigung etwas schwierig ist, wenn man in Regionen mit starken Dialekt unterwegs ist.
Wichtige Infos für unterwegs
- In Irland gilt Linksverkehr
- Irlands Geschwindigkeitsbegrenzungen
Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann ist es leichter als gedacht. In Irland gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille.
Ganz wichtig ist es, sich für einen Tag nicht zu viele Kilometer vorzunehmen, denn in Stress sollte eine Motorradtour in Irland auf keinen Fall ausarten. 100 bis maximal 150 Kilometer pro Tag sollten es sein, damit Ihr auch mal vom Motorrad absteigen könnt, um Euch in Ruhe eine der vielen Sehenswürdigkeiten Irlands anzusehen; mal inne zu halten oder Euch in einem der vielen irischen Pubs etwas Leckeres zu gönnen. Außerdem sind nicht alle Straßen super ausgebaut und schnell zu befahren.
Wenn Ihr in der Hauptsaison (Mai bis August) unterwegs seid, ist es ratsam, die Bed&Breakfasts schon vorher zu buchen.
Pausentage und Flexibilität
Einen Tag mal kürzer treten, bringt Entspannung. Reiseführer, Google Maps, YouTube, soziale Kanäle - hol dir Inspiration und schau was dich interessiert. Der eine möchte nur fahren - baue die Bergketten in die Tour ein. Der andere liebt Burgen und Schlösser - und hat die Qual der Wahl. Du bist kein Stadtmensch? Vergiss Dublin, Cork, oder Galway. Aber es gibt auch wirklich nette bunte Kleinstädte in Irland. Markiere deine must-see-locations auf einer Karte und schau mal ob sich daraus schon eine schöne Tour ergibt.
Bei meinen Übernachtungsbuchungen achte ich auf kurzfristige Stornierbarkeit und wenn es zu Problemen kommt, kann ich reagieren. Ich habe mal in den Schottischen Highlands einen heftigen herbstlichen Regensturm drei Tage lang ausgesessen, weil an Fahren nicht mehr zu denken war. Es muss nicht der Sturm sein, ein grippaler Infekt kann den gleichen Effekt haben.
Navigation
Ob du mit Karte am Tankrucksack fährst, ein Motorrad-Navi nutzt, das Smartphone mit Google Maps oder anderen Apps nutzt oder eine ganz andere Lösung findest ist im Grunde egal. Jede der Möglichkeiten hat ihre Vor-und Nachteile, wichtig ist, dass du dich mit deinen gewählten Mitteln wohl fühlst und gut damit zurecht kommst.
Viel wichtiger ist, dass du die Tagesetappen realistisch wählst, und die sind in Irland meist kürzer als die meisten Fahrer erwarten würden. Und wenn du am frühen Nachmittag schon auf den letzten Metern zur nächsten Übernachtungsstation bist? Dann hängst du einfach noch eine Schleife dran - das geht ja immer!
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