Eine Motorradtour durch Norwegen zum Nordkap gilt unter Bikern als eine Art Ritterschlag. Reisen zum Nordkap erfreuen sich einer ungebrochenen Popularität.
Norwegen zählt zu den besten Ländern in Europa, wenn es um das Thema Motorradfahren geht. Die Dimensionen des Landes und der Zeitbedarf für eine Motorradreise nach Norwegen, werden oft unterschätzt: Von Kap Lindenes ganz im Süden Norwegens bis ans Nordkap sind es 1.682 Kilometer Luftlinie, aber rund 2.500 Straßenkilometer - je nach gewählter Strecke.
Vorbereitung ist alles
Selbständige Anreise in den Norden Deutschlands. Treffpunkt für alle Teilnehmer und die erste Hotelnächtigung ist im Raum rund um Kiel. Beim Abendessen lernst Du Deinen Tourguide (der sich natürlich bestens mit der Motorradtour Norwegen auskennt) und alle anderen Reiseteilnehmer kennen und offene Fragen werden besprochen. Übernachtung im Raum Kiel.
Die Anfahrt verläuft über Dänemark, die südschwedische Schärenküste und Oslo. Danach geht es quer über das Gebirge, wo auch die Trollstiegen wartet, hinüber an die Küste bei Trondheim. Abwechselnd per Landstraße und Fähre fährt man nun an der Fjordküste entlang, kann einen Abstecher zur Inselgruppe der Lofoten einlegen, um schließlich vorbei an Tromsø und am Altafjord das Nordkap anzusteuern.
Die richtige Ausrüstung
Das norwegische Wetter kann unberechenbar sein, vor allem, wenn Sie von der Küste in die Bergregionen fahren. Wasserdichte und atmungsaktive Kleidung ist unerlässlich! Aus diesem Grund ist Gore-Tex-Kleidung die beste Wahl - sie bietet fortschrittliche Wasserdichtigkeit und lässt gleichzeitig Schweiß entweichen, damit Sie sich sowohl bei Regen als auch bei Sonne wohl fühlen. Da die Temperaturen zwischen Tag und Nacht stark schwanken können, ist das Tragen von mehreren Schichten wichtig.
Für eine Reise durch Norwegen gilt: Weniger ist mehr. Nehmen Sie nur das Nötigste mit, vor allem wenn Sie das zusätzliche Gewicht von Regenkleidung und Wärmeschichten bedenken. Packen Sie vielseitige, multifunktionale Kleidung und kompakte Campingausrüstung ein, wenn Sie zelten wollen. Vergessen Sie nicht die wichtigsten Werkzeuge für grundlegende Fahrradreparaturen sowie ein tragbares Ladegerät und ein GPS oder eine Karte für die Navigation.
- Gore-Tex-Kleidung für jedes Wetter
- Mehrere Kleidungsschichten für variable Temperaturen
- Werkzeug für grundlegende Motorradreparaturen
- GPS oder Karte für die Navigation
Routenplanung
Norwegen ist lang und schmal. Was die wenigsten wissen: Die Ost-West-Ausdehnung ist ebenfalls enorm. Die größten und bekanntesten Fjorde liegen in Westnorwegen zwischen Stavanger und Trondheim.
Auf vielen landschaftlich reizvollen Strecken in Norwegen müssen Sie Fähren überqueren, vor allem an der Westküste und in den Fjordregionen. Die Fahrpläne der Fähren können variieren, daher ist eine gute Planung wichtig, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie auf Ihrer Reise mehrere Fähren überqueren müssen, und halten Sie Bargeld oder eine Karte zum Bezahlen bereit.
In einigen ländlichen Gebieten gibt es nur wenige Tankstellen, planen Sie also Ihre Tankstellen im Voraus. Es ist ratsam, für den Fall der Fälle einen zusätzlichen Benzinkanister mitzunehmen. Apps wie Fuel Map Europe können Ihnen helfen, Tankstellen in der Nähe zu finden.
Die norwegischen Geschwindigkeitsbegrenzungen werden streng eingehalten, und Verstöße werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Motorradfahrer müssen Helme tragen, und Scheinwerfer sind tagsüber vorgeschrieben.
- Tankstopps im Voraus planen
- Fahrpläne der Fähren prüfen
- Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten
Die Fjorde Norwegens
Die meisten Motorradfahrer denken bei Norwegen an die Fjorde. Was den Alpen ihre Pässe, sind den Norwegern ihre Fjorde. Hundert Kilometer und mehr schneidet so mancher Meeresarm in das norwegische Festland ein. Je höher die Berge im Inland, desto tiefer der Fjord. Mehr Spaß beim Motorradfahren in spektakulärer Landschaft geht kaum!
Der Lysefjord ist der südlichste der großen Meeresarme, karg und steil sind seine Wände. Der Hardangerfjord ist lieblicher, an seinen Ufern wachsen Kirschen und Äpfel. Der längste ist der Sognefjord, der mit seinen Armen eine Länge von über 200 Kilometern aufweist. Der berühmteste Fjord ist der Geirangerfjord, obwohl er nur ein vergleichsweise kurzer Arm des Storfjords ist. Aber er ist eben besonders eng und die Wände sind besonders steil.
Für Motorradfahrer am interessantesten sind aber die Streckenabschnitte, die zwischen den Fjorden liegen. Von null auf tausend Höhenmeter und wieder runter - das garantiert ziemlich viele Kurven. Der Trollstigen ist der wohl bekannteste Pass und entsprechend viel besucht. Zum Motorradfahren sind andere Pässe besser.
Einige Fjorde im Überblick
| Fjord | Besonderheiten |
|---|---|
| Lysefjord | Südlichster Fjord, Felskanzel Preikestolen |
| Hardangerfjord | Lieblich, Obstplantagen |
| Sognefjord | Längster Fjord |
| Geirangerfjord | Berühmtester Fjord, enge und steile Wände |
Weitere Tipps für die Tour
- Wildtiere beachten: Halten Sie Ausschau nach Elchen, Hirschen und Rentieren, besonders in der Morgen- und Abenddämmerung.
- Pausen einlegen: Nutzen Sie die Rastplätze und genießen Sie die Aussicht.
- Flexibel bleiben: Das Wetter kann sich schnell ändern, passen Sie Ihre Pläne entsprechend an.
- Budget planen: Norwegen ist ein teures Land, planen Sie Ihr Budget entsprechend.
Kosten sparen
Norwegen ist teuer, allerdings relativieren sich manche Dinge! Es ist möglich, die Tour in 14 Tagen zu schaffen, gute drei Wochen würde ich allerdings empfehlen, wenn man die wichtigen Spots und Lofoten erleben möchte. 3000,-€ sollte man mindestens anpeilen.
- Mit Freunden reisen: Teilen Sie Hütten oder Campingplätze.
- Wild Zelten: Nutzen Sie das Jedermannsrecht und zelten Sie kostenlos in der Natur.
- Campingplätze nutzen: Diese sind günstiger als Hotels und bieten sanitäre Anlagen.
- Sonderangebote nutzen: Buchen Sie Hotels über Booking.com und fragen Sie nach Sonderpreisen.
- Gemeinsame Versorgungskasse: Kaufen Sie Lebensmittel gemeinsam ein und teilen Sie die Kosten.
Währung und Bezahlung
Norwegen ist eines der wenigen europäischen Länder, das nicht der europäischen Währungsunion beigetreten ist. Aus diesem Grund hat man dort seine eigene Währung.
Der Umrechnungskurs der Norwegischen Krone zum Euro: Wenn man über den Daumen rechnen möchte, kann man sich das einfach machen, für 1000 NOK bekommen man ungefähr 100 EUR.
Die Skandinavier zahlen am liebsten alles mit der Kreditkarte und somit ist klar, das man überall mit der Kreditkarte weiterkommt. Die Visa und Mastercard klappt eigentlich überall, in vielen Fällen geht auch die Maestrokarte.
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