Die Verantwortung, Menschen das sichere und verantwortungsvolle Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln, ihnen die Beherrschung der unterschiedlichsten Fahrzeuge näherzubringen, sie auf die vielfältigen Situationen auf der Straße vorzubereiten und dann das Erfolgserlebnis einer bestandenen Fahrprüfung zu vermitteln - das sind die Aufgaben eines Fahrlehrers.
Auch wenn das hochautomatisierte und das autonome Fahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, heißt dies nicht, dass künftig keine Fahrlehrer mehr benötigt werden. Um Menschen das Fahren mit hochautomatisierten und mit Fahrerassistenzsystemen vollgestopften Autos beizubringen, werden auch künftig Fahrlehrer mit viel Freude am Umgang mit Menschen, mit Affinität zu moderner Technik sowie mit rhetorischem Geschick und pädagogischem Talent gebraucht.
Autonomes Fahren bedeutet übrigens nicht, dass der "Fahrer" in Zukunft nicht mehr selbst fahren können muss. Ebenso werden die "alte" und die "neue" Technik noch viele Jahrzehnte nebeneinander existieren, denn es ist nicht anzunehmen, dass quasi über Nacht nur noch autonome Fahrzeuge unterwegs sein werden. Auch im weiten Feld der kleinen und großen Krafträder ist nicht zu erwarten, dass sich autonomes Fahren durchsetzen wird.
Außerdem wird die Bedeutung kleiner und handlicher Fahrzeuge im zunehmend überfüllten Stadtverkehr sehr stark zunehmen. Und ein letzter Gedanke: Autofahren hat sehr viel mit Fahrspaß und Emotionen zu tun. Wir sind uns deshalb sicher, dass viele Menschen im Großstadtverkehr, im Stau und auf der Autobahn künftig autonome Systeme nutzen werden. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass die Menschen nur von ihrem Fahrzeug gefahren werden wollen, das ist nämlich langweilig.
Alles in allem bedeutet dies, dass Fahrlehrer keine Angst vor der Zukunft haben müssen. Unten auf dieser Seite haben wir eine Übersicht über die Zugangsvoraussetzungen zum Fahrlehrerberuf und über den Ausbildungsverlauf zusammengestellt. Der Staat fördert unter bestimmten Voraussetzungen die Ausbildung zum Fahrlehrer.
Gesetzliche Grundlagen und Voraussetzungen
Wer Personen ausbildet, die eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen nach § 2 des Straßenverkehrsgesetzes erwerben wollen (Fahrschüler), bedarf der Fahrlehrerlaubnis oder der Anwärterbefugnis. Die Fahrlehrerlaubnis wird auf Antrag in der Fahrlehrerlaubnisklasse BE und zusätzlich in den Fahrlehrerlaubnisklassen A, CE und DE erteilt.
Von der Fahrlehrerlaubnis darf nur zusammen mit der Fahrschulerlaubnis oder im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses mit dem Inhaber einer Fahrschule Gebrauch gemacht werden. Von der Anwärterbefugnis darf nur unselbstständig im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses mit dem Inhaber einer Fahrschule Gebrauch gemacht werden.
In dem Antrag auf Erteilung der Fahrlehrerlaubnis hat der Bewerber anzugeben, für welche Fahrlehrerlaubnisklasse er die Fahrlehrerlaubnis erwerben will. Die Erteilungsvoraussetzungen nach § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 8 und 9 und § 7 Absatz 3 brauchen nicht erfüllt zu sein. Die Anwärterbefugnis ist auf zwei Jahre zu befristen.
Körperliche und Geistige Eignung
Abweichend von Absatz 1 Satz 2 Nummer 3, auch in Verbindung mit Absatz 2 Satz 1, kann die nach Landesrecht zuständige Behörde die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens anordnen, wenn Tatsachen bekannt werden, die Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung begründen. Die Behörde kann auch mehrere solcher Anordnungen treffen.
Zur Prüfung der Voraussetzungen nach § 2 Absatz 1 Nummer 4 hat die nach Landesrecht zuständige Behörde auf Kosten des Bewerbers eine Auskunft aus dem Fahreignungsregister einzuholen.
Ablauf der Fahrlehrerausbildung Klasse A
Die Ausbildung für Klasse A dauert ca. einen Monat & findet vollständig am Campus statt. Sie besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Im theoretischen Teil lernst du mehr über zweiradspezifische Themen und wiederholst z. T.
Nach Bestehen der Fachkundeprüfung und der fahrpraktischen Prüfung: Erteilung des Anwärterscheins (Gültigkeit max. Ausbildung in der Ausbildungsfahrschule (mind.
Die Ausbildung findet in einer Fahrlehrerausbildungsstätte und zum Erwerb der Fahrlehrerlaubnis der Fahrlehrerlaubnisklasse BE zusätzlich in einer Ausbildungsfahrschule statt.
Bewerbern für die Fahrlehrerlaubnis der Klasse BE (Fahrlehreranwärter) wird zum Zwecke der weiteren Ausbildung nach § 7 und der Prüfung nach § 8, soweit diese sich auf die Lehrproben im theoretischen und fahrpraktischen Unterricht erstreckt, eine Anwärterbefugnis erteilt, wenn die fahrpraktische Prüfung und die Fachkundeprüfung jeweils mit Erfolg abgelegt wurden.
Die wöchentliche Dauer des Praktikums darf 20 Unterrichtseinheiten nicht unterschreiten und 32 Unterrichtseinheiten nicht überschreiten.
Inhalte der Ausbildung
Die Ausbildung zum Zweiradfahrlehrer umfasst 160 Unterrichtseinheiten. Ausbildungsinhalte sind Fachliches Professionswissen, Pädagogisch-psychologisches und verkehrspädagogisches Professionswissen sowie Fahrerisches Professionswissen.
Für die Fahrlehrerausbildung müssen verschiedene Themengebiete abgedeckt werden. Diese sind später Teil der Prüfungen und werden von der Fahrlehrerausbildungsordnung vorgegeben:
- Fahren: In diesem Modul werden die Fähigkeiten zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr erweitert und verbessert. Dies geschieht in den verschiedenen Fahrerlaubnisklassen.
- Technik: Hier sollen die technischen Gegebenheiten von Fahrzeugen beleuchtet werden. Der angehende Fahrlehrer soll Zusammenhänge verstehen und in der Praxis umsetzen können.
- Verkehrspädagogik: Neben den Fahrfähigkeiten und der Technik, muss jedermann, der Fahrlehrer werden möchte, auch lernen, wie praktischer und theoretischer Unterricht in der Fahrschule gestaltet werden kann.
- Umwelt: Damit den Fahrschülern ein umweltbewusstes und spritsparendes Fahren nahegelegt werden kann, muss auch der Fahrschullehrer die Grundsätze diesbezüglich beherrschen.
- Recht: Bei dieser Unterrichtseinheit werden die Kenntnisse über das deutsche Rechtssystem, mit besonderem Fokus auf das Verkehrsrecht, aufgefrischt und vertieft.
- Verkehrsverhalten: Hier soll vor allem die Beobachtungsgabe geschult werden, damit ein Fahrschüler gut eingeschätzt werden kann. Dabei kommen auch Grundsätze der Verkehrspsychologie zum Tragen.
Voraussetzungen für die Erweiterung auf Klasse A
Wenn Sie den Fahrlehrerschein der Klasse BE erworben haben, empfiehlt sich ein Erweiterungslehrgang für Ihre Fahrlehrerlaubnis auf die Klasse A, um in der Fahrschulbranche flexibler und erfolgreicher einsetzbar sein zu können.
Der Bewerber ist Inhaber der Fahrlehrerlaubnis Klasse BE, besitzt des Weiteren die Fahrerlaubnis Klasse A (ohne Leistungsbeschränkung) und kann innerhalb der letzten 5 Jahre 2 Jahre Fahrpraxis auf solchen Krafträdern nachweisen (§ 2 Abs. 1 Nr. 4, 5 FahrlG).
Der Lehrgang selbst kann allerdings auch ohne Vorliegen der Voraussetzungen besucht werden und gilt 3 Jahre. Die Zulassung zur Fahrlehrerprüfung erfolgt aber erst, wenn die genannten Bedingungen erfüllt sind.
Unbefristete Fahrlehrer*in-Erlaubnis Klasse BE Mindestens zwei Jahre Vorbesitz der Klasse A Die Fahrlehrer*in Klasse A Ausbildung erfolgt an einer amtlich anerkannten Fahrlehrer-Fachschule und dauert insgesamt einen Monat.
Um Fahrlehrer:in für Motorrad werden zu können, musst Du folgende Voraussetzungen erfüllen: Zwei Jahre im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse A2 Die Klasse A muss zum Zeitpunkt der Prüfung vorliegen Wichtig: Die Voraussetzungen beziehen sich lediglich auf die Beantragung der Erweiterung deiner Fahrlehrerlaubnis.
Den Motorradfahrlehrer-Kurs kannst Du bereits besuchen, ohne die Voraussetzungen schon zu erfüllen. Die Teilnahmebescheinigung des Fahrlehrer-Kurses ist drei Jahre gültig.
Prüfungen für die Fahrlehrerlaubnis Klasse A
Für die Erweiterung deiner Fahrlehrerlaubnis um die Klasse A musst Du folgende Prüfungen ablegen:
- fahrpraktische Prüfung (60 Minuten)
- schriftliche Fachkundeprüfung (150 Minuten)
- mündliche Fachkundeprüfung (30 Minuten)
In der mündlichen Prüfung wirst du allein (30 Minuten) oder zu zweit (60 Minuten) zu motorradspezifischen Themen aus Verkehrsverhalten, Recht, Technik und Pädagogik befragt. Die schriftliche Prüfung besteht aus 2 Teilen. Die fahrpraktische Prüfung ist ein wesentlicher Bestandteil der Fahrlehrerausbildung für Klasse A.
Während der Prüfung werden verschiedene Fahrmanöver und Verkehrssituationen simuliert, um die Fähigkeiten des Prüflings unter realen Bedingungen zu testen.
Kosten und Förderung der Ausbildung
Die Kosten für den Fahrlehrerkurs Motorrad belaufen sich auf 1999 Euro. Zusätzlich sollte der Verdienstausfall während der Weiterbildung im Hinterkopf behalten werden. Es gibt allerdings eine Reihe an Möglichkeiten, die anfallenden Kosten nicht selbst in voller Höhe tragen zu müssen.
Die Förderung der Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse BE ist grundsätzlich über das Aufstiegs-BAföG, die Bundesagentur für Arbeit bzw.
Für Arbeitslose: Gibt es eine Förderung oder Übernahme der Kosten für die Fahrlehrerausbildung vom Amt? Entsprechende Förderprogramme durch die Bundesagentur für Arbeit existieren. Um davon zu profitieren, muss ein Antrag gestellt werden.
Die Fahrlehrer A Ausbildung Kosten können je nach Anbieter und Bundesland variieren. Unsere Ausbildung bietet dir ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wollen Sie Fahrlehrer werden, müssen Sie Kosten von mindestens 7.000 Euro einplanen.
Karrierechancen als Motorrad-Fahrlehrer
Als Fahrlehrer der Klasse A eröffnen sich verschiedene berufliche Möglichkeiten und Karrierechancen.
Mit der Fahrlehrerlaubnis der Klasse A, können Sie als Seminarleiter für Fahranfängeraufbauseminare (ASF) und Punkteabbauseminare (FES) tätig werden. Die Fahrlehrer*in Klasse A Erlaubnis eröffnet dir noch weitere Möglichkeiten! Sie ist eine Voraussetzung für Seminarleiter*in-Ausbildungen, mit denen du ASF-Seminare (Aufbauseminare für Fahranfänger*innen) und FES-Seminare (Fahreignungsseminare zum Punkteabbau) durchführen kannst.
Die Tätigkeit als Motorrad Fahrlehrer bietet nicht nur eine abwechslungsreiche und spannende Arbeit, sondern auch die Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten. Du hilfst Menschen dabei, sicher und verantwortungsvoll Motorrad zu fahren, und trägst somit zur Verringerung von Unfällen bei.
Vorteile der Motorrad Fahrlehrer Ausbildung
- Als Fahrlehrer für Motorrad sind Sie flexibler einsetzbar.
- Sichern Sie sich eine verbesserte Berufsperspektive und legen Sie den Grundstein für weitere Qualifikationen.
- Der Motorrad Fahrlehrerschein berechtigt Sie Mofa und die Klassen M, A1, A leistungsbegrenzt und A leistungsunbegrenzt auszubilden.
Die Rolle des Fahrlehrers im Wandel
Auch wenn das hochautomatisierte und das autonome Fahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird, heißt dies nicht, dass künftig keine Fahrlehrer mehr benötigt werden. Um Menschen das Fahren mit hochautomatisierten und mit Fahrerassistenzsystemen vollgestopften Autos beizubringen, werden auch künftig Fahrlehrer mit viel Freude am Umgang mit Menschen, mit Affinität zu moderner Technik sowie mit rhetorischem Geschick und pädagogischem Talent gebraucht.
Alles in allem bedeutet dies, dass Fahrlehrer keine Angst vor der Zukunft haben müssen.
Wir sind uns deshalb sicher, dass viele Menschen im Großstadtverkehr, im Stau und auf der Autobahn künftig autonome Systeme nutzen werden. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass die Menschen nur von ihrem Fahrzeug gefahren werden wollen, das ist nämlich langweilig.
Vor- und Nachteile des Fahrlehrerberufs
Allerdings ist die die Frage, ob es sich lohnt, Fahrlehrer zu werden, ist eine sehr individuelle und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lasst uns gemeinsam die Vor- und Nachteile dieses Berufs genauer betrachten:
Vorteile
- Hohes Einkommen: Fahrlehrer können ein überdurchschnittliches Gehalt erzielen, insbesonders schon Berufseinsteiger und erst recht als routinierter Fahrlehrerexperte.
- Abwechslungsreicher Alltag: Kein Tag ist wie der andere. Du bist viel unterwegs, triffst ständig neue Menschen und hast die Möglichkeit, etwas zu bewirken.
- Sinnvolle Tätigkeit: Du übernimmst Verantwortung für die Sicherheit anderer und hilfst Menschen, ihre Unabhängigkeit zu gewinnen.
- Flexible Arbeitszeiten: Oft kannst du deine Arbeitszeiten selbst gestalten, was eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht.
- Kurze Ausbildungsdauer: Die Ausbildung zum Fahrlehrer dauert in der Fahrlehrerschmiede nur acht Monate (zuzüglich einer viermonatigen Praktikumsphase in einer Ausbildungsfahrschule.
- Gute Zukunftsaussichten: Der Bedarf an Fahrlehrern ist weiterhin hoch, da immer neue Fahrschüler hinzukommen und pro Jahr wesentlich mehr Fahrlehrer (vor allem aus Altersgründen) aus dem Beruf aussteigen, als neue hinzukommen)
- geringe Investitionskosten: Die Ausbildung zum Fahrlehrer ist zwar mit hohen Kosten verbunden, in der Regel lässt sich die Fahrlehrerausbildung allerdings fördern.
Nachteile
- Hohe Verantwortung: Kann ein Vorteil aber ebenso ein Nachteil sein: Als Fahrlehrer trägst Du eine große Verantwortung für die Sicherheit deiner Schüler und anderer Verkehrsteilnehmer und musst immer voll fokussiert auf das Verkehrsgeschehen sein.
- Unregelmäßige Arbeitszeiten: In manchen Fahrschulen findet die Arbeit als Fahrlehrer findet oft am Wochenende und abends statt, was die Freizeitplanung erschweren kann. Größere Fahrschulen können diesem Nachteil allerdings durch die Erhöhung des Angebots wie Ferien- und Intensivkurse entgegenwirken und sogar Arbeitszeiten von 09:00 to 05:00 ermöglichen.
- Hoher Stresspegel: Der Umgang mit Fahrschülern kann mitunter herausfordernd sein und zu Stress führen.
Wichtige Fragen zur Selbstreflexion
- Habe ich Spaß am Unterrichten und am Umgang mit Menschen?
- Bin ich geduldig und habe ich gute Nerven?
- Bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen?
- Kann ich mir unregelmäßige Arbeitszeiten vorstellen?
- Habe ich die finanzielle Möglichkeit, die Ausbildung zu finanzieren?
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