Fahrrad 24 Zoll Scheibenbremse Test Vergleich

Die Suche nach dem besten Kinderfahrrad kann eine Herausforderung sein. Die Stiftung Warentest hat sich dieser Aufgabe angenommen und Grundschulkinder als Tester engagiert, um Fahrräder im Praxistest zu prüfen. Dabei wurden auch Sicherheitsprüfungen im Labor durchgeführt, einschließlich Bremsentests, Haltbarkeitstests und Schadstoffprüfungen.

Testergebnisse

Die Tabelle zeigt Bewertungen für zwölf 20-Zoll-Kinderfahrräder, darunter Modelle bekannter Marken wie Puky, Cube und Woom in einer Preisspanne von 270 bis 575 Euro. Die geprüften Fahrräder sind mit Ketten- oder Nabenschaltung sowie mit zwei Handbremsen oder Vorder- und Rücktrittbremse ausgestattet.

Einige Kinderfahrräder im Test erhielten das Urteil "Mangelhaft". Unter den Schlusslichtern befanden sich auch teure Räder beliebter Marken. Es gibt jedoch auch sichere Alternativen, wie die drei guten Kinderfahrräder im Test zeigen.

Mit bis zu 15 Kilogramm wiegen die Kinderfahrräder im Test so viel wie manches Fahrrad für Erwachsene. Nur ein teures Rad ist wirklich leicht und sehr kindgerecht gebaut. Zarten Kindern kann es schwerfallen, dieses Gewicht anzuheben und mit den Rädern anzufahren, selbst Erwachsene können beim Schleppen ins Schwitzen kommen.

Kaufberatung

Die Größe von Kinderfahrrädern wird meist in Zoll angegeben. Ob ein Rad tatsächlich passt oder nicht, hängt aber vor allem von der niedrigsten einstellbaren Sattelhöhe ab. Und damit auch davon, ob ein Kind eher groß oder klein ist.

Bei den Testkandidaten handelt es sich um 20-Zoll-Kinderfahrräder - in der Regel eignen sie sich für Grundschulkinder. Die Kinderfahrräder kosten bis zu 575 Euro.

24-Zoll-Mountainbikes im Detail

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Kinder-Mountainbikes auseinandersetzt, wird überrascht sein, wie groß die Vielfalt an 24-Zoll-Rädern inzwischen ist. Etablierte Hersteller wie Marin und Scott bauen ihr Kinder-Portfolio beständig aus. Bislang weniger bekannte Labels wie Roko.Bike geben mächtig Gas und werben um die Gunst der Familien. Derweil können 24-Zoll-Hardtails mit Federgabel schon ernstzunehmende Spaß-Geräte für erste Sprünge und immer anspruchsvollere Abfahrten sein.

Die neuesten 24-Zoll-Mountainbikes

Die neuesten 24-Zoll-Mountainbikes zeigen: Ihr Material muss dem der Erwachsenen heute in Nichts mehr nachstehen. In vielen Kindern stecken schon ernst zu nehmende Mountainbiker.

Drei interessante Optionen im Schnell-Check

Das Angebot klafft weit auseinander, weshalb wir uns drei der aktuell interessantesten Optionen zur Brust genommen haben. Unser Schnell-Check zeigt, wie spannend der Markt für Kinder-Mountainbikes für 700 bis 1100 Euro sein kann.

Marin San Quentin 24

Traditionshersteller Marin widmet sich dem Thema Kinder-Mountainbikes schon seit langer Zeit ausgiebig. Bei Ausflügen ins Gelände könnte das Marin San Quentin 24 der richtige Begleiter sein. Genau, wie beim großen Bruder für Erwachsene, handelt es sich auch beim 24-Zoll-Modell des San Quentin um ein Trail-Hardtail. Die Vorlieben von Freeride-Trickmaschine Matt Jones für robuste, spaßige Bikes mit starrem Heck waren ausschlaggebend für die neueste Ausbaustufe des Marin Kinderbikes. So lässt sich die Rockshox Judy Silver Federgabel mit 100 Millimetern Federweg dank Luftdämpfung auf niedrige Kindergewichte einstellen und kinderspezifische, hydraulische Scheibenbremsen von Tektro bringen den Nachwuchs sicher zum Stehen.

Der robuste Aluminiumrahmen kommt mit einer progressiven Geometrie rund um einen flachen Lenkwinkel von 65 Grad. Eine niedrige Überstandshöhe garantiert viel Bewegungsfreiheit über dem Rahmen. Für Grip und zusätzliche Dämpfung sorgen Vee Tires Crown Gem, deren massive Breite von 2,6 Zoll auf Felgen mit 27 Millimetern Innenweite besonders gut zur Geltung kommt. Dank der Kassette von Microshift können Kids aber immerhin zwischen elf bis 46 Zähnen wählen.

Das Marin San Quentin 24 im Detail:

  • Preis: 1099 Euro
  • Gewicht: 13,62 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
  • Laufradgröße: 24“
  • Verfügbare Rahmengrößen: One Size
  • Größenempfehlung: 124 - 144 cm
  • Federweg vorne: 100 mm
  • Einsatzbereich: Trail- Hardtail
  • Schaltung / Kassette: 1 x 9 / 11-46 Zähne
  • Highlights: Trail-Geometrie, 2,6” breite Reifen

BIKE Schnell-Check: Gewicht und Ausstattung des Marin San Quentin 24 sind eher auf Fahrspaß und den Allround-Einsatz ausgelegt, als auf sportliche Touren. Da Marin nur eine Rahmengröße anbietet, sollten Eltern vor dem Kauf checken, ob das Trail-Hardtail ihrem Sprössling auch wirklich passt.

Roko.Bike 24

Vom kleinen Label Roko.Bike hat man in Deutschland wahrscheinlich noch wenig gehört. Mit dem Roko.Bike 24 will das kleine Label ein niedriges Gewicht und guten Vortrieb mit einem günstigen Preis vereinen. Rahmen und Starrgabel bestehen aus leichtem Aluminium, sodass das einfach gehaltene Bike mühelos unter der Neun-Kilo-Marke bleibt. Extra kurze Kurbeln mit 127 Millimetern Länge sollten ergonomisch gut zu Kinderbeinen passen.

Vorbaulänge und Lenkerbreite des Roko.Bike 24 sind mit 35, beziehungsweise 580 Millimetern knapp gehalten, sodass auch kleinere Kinder das Bike noch gut kontrollieren können. Ein 69,5 Grad steiler Lenkwinkel, neun straff übersetzte Gänge und schnell rollende Kenda-Reifen passen zum sportiven Charakter des Kinder-Hardtails. Für 280 Euro mehr ist das Roko.Bike 24 auch mit einer minimalistischen 60-Millimeter-Federgabel erhältlich.

Das Roko.Bike 24 im Detail:

  • Preis: 699 Euro
  • Gewicht: 8,28 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
  • Laufradgröße: 24“
  • Verfügbare Rahmengrößen: One Size
  • Größenempfehlung: 120 - 145 cm
  • Federweg vorne: Starrgabel
  • Einsatzbereich: Hardtail
  • Schaltung / Kassette: 1 x 9 / 11-42 Zähne
  • Highlights: geringes Gewicht, günstiger Preis, junges Unternehmen

BIKE Schnell-Check: Getreu dem Motto “Keep It Simple” stellt Roko.Bike ein unkompliziertes Kinderbike auf die zahm profilierten Reifen. Schön ist das leichte Gewicht und der faire Preis. Trotz nur neun Schaltstufen schafft es der Microshift-Antrieb mit der Übersetzungsbandbreite teurer Elffach-Schaltungen gleichzuziehen.

Scott Scale RC 400

Der Modellname Scale ist kein unbekannter, sondern zieht sich vom Profi-Sportgerät bis zum Kinder-MTB durch die Hardtail-Produktpalette von Scott. Am 24-Zoll-Modell bleibt die Waage dank Alu-Starrgabel schon bei knapp über 9 Kilo stehen. Um Kindern viel Bewegungsfreiheit über dem Rad zu geben, hat Scott auf einen extra kompakten Rahmen mit niedriger Überstandshöhe geachtet.

Bei den wichtigsten Komponenten vertraut Scott auf Produkte von Shimano. So stammt nicht nur die Schaltung mit elf Gängen, sondern auch die Bremsanlage mit 160 Millimeter kleinen Scheiben von den Japanern. Fein profilierte und gut rollende Schwalbe Rocket Ron Reifen sollen dafür sorgen, dass Kindern kein Watt verloren geht. Auch im Alltagseinsatz soll der Silberpfeil dank Aufnahme für Flaschenhalter, Gepäckträger und Schutzblech Kinderherzen höher schlagen lassen.

Das Scott Scale RC 400 im Detail:

  • Preis: 899 Euro
  • Gewicht: 9,15 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
  • Laufradgröße: 24“
  • Verfügbare Rahmengrößen: One Size
  • Größenempfehlung: 125 - 135 cm
  • Federweg vorne: Starrgabel
  • Einsatzbereich: Hardtail
  • Schaltung / Kassette: 1 x 11 / 11-42 Zähne
  • Highlights: Elffach-Schaltung, Shimano-Scheibenbremsen, niedrige Überstandshöhe

BIKE Schnell-Check: Mit dem Scott Scale RC 400 können Nachwuchs-Mountainbiker ihren Race-Vorbildern nacheifern und Freude an Geschwindigkeit entwickeln. Im Scale schlummert eher ein unkomplizierter Freund für Touren und Ausflüge. Genau das suchen viele Eltern für ihre Kinder.

Weitere getestete Fahrräder (24 Zoll)

  • Bergsteiger Montreal
  • Bergsteiger Kodiak
  • Licorne Bike Guide Premium
  • Licorne Bike Stella Premium City Bike
  • Bergsteiger Sydney
  • Chillaxx Falcon
  • Licorne Bike Premium Strong V Mountainbike
  • Bergsteiger Atlantis
  • Chillaxx Escape
  • Talson Faster Bbo Mountainbike Fahrrad

Grand Canyon Young Hero

Für 599 € ist das Grand Canyon Young Hero eine preislich attraktive Alternative. Canyon bietet mit seinem Grand Canyon Young Hero eine preislich vernünftige Alternative. Auf ein 24-Zoll-Bike passt man ca. ab einer Körpergröße von 125 cm.

Bei Kindern hat das Thema Gewicht - aufgrund ihres geringeren Körpergewichts - eine übergeordnete Bedeutung. Unsere Marktanalyse zeigt: Wer eine Federgabel will, ist mit dem Gewicht von 11,5 Kilo gut dabei.

Die 9-Gang-Shimano-Cues-Schaltung ist robust, hat Schalthebel, die extra für kleine Hände ausgelegt sind, und stellt mit dem großen 46er-Ritzel an der Kassette auch einen leichten Klettergang bereit. Ähnliches gilt für die Tektro-Scheibenbremsen: Die Bremshebel lassen sich gut auf Kinderhände einstellen. Vor allem aber verzögern die Bremsen auch mit wenig Handkraft zuverlässig.

Test: 24-Zoll Mountainbikes für Kinder

Kinderräder galten lange als schwieriges Geschäft, hochpreisige Modelle sowieso. Doch so langsam scheint sich das zu ändern, was auch mit der Wertigkeit des Fahrrades an sich zu tun hat. Klar wollen die Kids am liebsten auf Bikes, die technisch an jene von Mama und Papa angelehnt sind. Hierfür hat sich in den letzten Jahren viel getan.

Die teureren Ausführungen wiegen allesamt nur zwischen neun und elf Kilo, was für Kinderräder sehr wenig ist. Zwei Bikes sind mit sensibel ansprechenden Luftfedergabeln ausgestattet, eins mit einer topmodernen Elfgangschaltung, und sogar ein Modell mit Carbonrahmen ist dabei.

Bulls Tokee Ultra Lite

Das Bulls ist eigentlich das teuerste Bike im Test, dabei aber in Sachen Preis-Leistung kaum zu schlagen. Seine Highlights sind ein leichter Carbonrahmen, was beim Kinder-MTB ein absolutes Alleinstellungsmerkmal darstellt, sowie die Luftfedergabel, die ans Körpergewicht des Kindes angepasst werden kann und damit feinfühlig anspricht und bestens funktioniert.

Das Carbon-Bulls ist ein top ausgestattetes Sportgerät für ambitionierte Offroad-Kids, deren Eltern selbst hochwertiges Material fahren.

Cannondale Cujo

Ein Bike für kleine (bzw. die Kinder von) Puristen stellt Cannondale mit dem Cujo vor. An den leichten Aluminiumrahmen mit der schönen FlipFlop-Lackierung kommt eine ebensolche Forke statt einer Federgabel, was gerade für Einsteiger ein gutes Fahrtechnik-Training ist. Um die Sache aber nicht allzu schwierig zu machen, ist das Cujo mit 2,6 Zoll breiten Reifen ausgestattet, die mit ihrem großen Volumen top in Sachen Stoßdämpfung und Fahrbahnhaftung sind.

Insgesamt erscheint das Cannondale aber etwas teuer. Das Breitreifen-Bike zeigt, dass Stoßdämpfung auch ohne Federgabel geht.

KTM Wild Speed Disc

Das KTM macht einen durchaus vielversprechenden Eindruck mit seinem schönen Alu-Rahmen in der auffälligen Hausfarbe, bei dem Schaltzug und Bremsleitung im Unterrohr geführt werden. Und auch der mit 549 Euro günstige Preis lockt, entspricht das Rad mit 1x-Antrieb doch modernen Standards. Die Sitzhaltung ist kindgerecht aufrecht, und der Rahmen erlaubt die Montage von Gepäckträger und Schutzblech, womit das Wild Speed alltagstauglich nachgerüstet werden kann.

KTM tut sich mit der Federgabel am Wild Speed Disc keinen Gefallen - es fällt im Vergleich mit den gefederten wie den ungefederten Konkurrenten ab.

Scott Scale RC 400

Das Gewicht des RC 400 muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Kaum mehr als neun Kilo wiegt das Rad inklusive Pedalen, was beim Handling gerade für Kinder einen deutlichen Unterschied macht. Wobei das kompakte Rad, das schon von Kindern um 1,15 Meter gefahren werden kann, die Testpilotinnen und -piloten von Velomotion mit seiner unauffälligen Optik nicht auf Anhieb ansprach. Wer einmal draufsaß, war aber schnell begeistert.

Das Starrbike von Scott begeistert mit rundum hochwertiger Technik und sehr geringem Gewicht.

Woom Off Air 5

Woom hat sich mit federleichten Kinderrädern einen guten Namen erarbeitet, auf den vor allem Eltern anspringen. Dabei ist das Mountainbike funktionell ganz vorne mit dabei: Die Luftfedergabel spricht auch bei einem Fahrer/innengewicht um 20 Kilo feinfühlig an und die Technik ist auch im Detail qualitativ hochwertig, was man etwa am leichten Laufradsatz sieht.

Das Woom ist mit Luftfedergabel und Steckachsen vorbildlich ausgestattet, zeigt aber auch, dass MTB-Technik ohne Mehrgewicht nicht zu haben ist.

Checkliste für den Kauf

  • Fahrradgröße: Ein 24 Zoll-Fahrrad ist für Kinder mit einer Schrittlänge ab ca. 69 cm bzw. einer Körpergröße ab 135 cm geeignet.
  • Gewicht: Ein 24 Zoll-Fahrrad sollte nicht über 15 kg wiegen - je leichter, desto besser!
  • Sitzposition: Der Sattel und auch der Lenker eines Kinderfahrrads sollten genügend Spielraum für die Höheneinstellung lassen, damit das Fahrrad exakt auf die Körpergröße eingestellt werden kann.
  • Gangschaltung: 24-Zoll-Fahrräder werden bereits mit 18 Gängen und mehr angeboten, aber auch Modelle mit 8 Gängen können absolut ausreichen.
  • Ausrüstung für den Straßenverkehr: Mit einem 24 Zoll-Fahrrad wird meist auch die Fahrradprüfung abgelegt, weshalb eine Ausrüstung notwendig ist, die der StVZO entspricht.

Beliebte Modelle für 24 Zoll Jugendfahrräder

Hier sind einige der beliebtesten Modelle für 24 Zoll Jugendfahrräder, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind:

  • woom Explore 5: Ein hochwertiges Fahrrad mit 8 Gängen und einem Gewicht von nur 9 kg, ideal für Kinder ab 7 Jahren.
  • TYPE Bike Sport: Ein sportliches Allround-Bike mit 7-Gang-Schaltung, das sowohl auf Asphalt als auch im Gelände eine gute Figur abgibt.
  • Talson 24-Zoll-Kinderfahrrad: Ein Fahrrad mit 21-Gang Shimano-Drehgriffschaltung, batteriebetriebener Beleuchtung und Aluminiumfelgen.
  • kubikes 24 Suizo: Geeignet für Kinder ab etwa 7-11 Jahre, mit Front-Gepäckträger, hydraulischen Scheibenbremsen und einer Lichtanlage mit Dynamo.
  • Early Rider Belter: Perfekt für die Verwendung auf Asphalt bzw. der Straße, mit einem wartungsarmen Riemenantriebssystem und einer 8-Gang-Schaltung.

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