Informationen zu 26-Zoll-Fahrradfelgen

Der Reifen ist ein Bestandteil des Fahrrads, der sich relativ schnell abnutzt. Die genaue Lebensdauer hängt jedoch von verschiedenen Faktoren wie Fahr- und Bremsverhalten, Reifendruck und Gummimischung ab und kann daher nicht pauschal angegeben werden. So schwächeln manche Fahrradreifen bereits nach 5.000 Kilometern, während andere mehr als 12.000 Kilometer auf dem Tacho haben.

Fahrradreifen-Größe: So findest du die Richtige

Am einfachsten lässt sich die Größe eines Fahrradreifens anhand der Reifenkennzeichnung bestimmen. Auf der Seitenwand des Reifens steht in der Regel eine Größenangabe in der Form "XX-YYY" oder "XX x YYY", wobei XX für die Breite des Reifens in Millimetern und YYY für den Durchmesser des Reifens in Millimetern steht.

Es gibt verschiedene Größenangaben für Fahrradreifen, die sich je nach Sprachraum und Größenbezeichnung unterscheiden. Meist handelt es sich um eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, die sich auf den Raddurchmesser und die Reifenbreite beziehen. Folgende Größenbezeichnungen für Fahrradreifen sind gebräuchlich:

  • Zoll
  • ETRTO
  • Französisch
  • Englisch

In der Regel solltest du auf deinem Fahrradreifen die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) finden. Es kommt aber auch vor, dass der Reifen alle vier Größenbezeichnungen trägt.

Ein Beispiel: Ein Reifen mit der Bezeichnung 27,5", 35-584, 27.5 x 1.35, 650B auf der Seitenwand hat folgende Abmessungen:

  • Außendurchmesser: 27,5 Zoll bzw. 650 mm
  • Innendurchmesser: 584 mm
  • Breite: 1.35 Zoll bzw. 35 mm
  • Reifenhöhe: B = 33 mm

Fahrradreifen-Größe in Zoll

Die wohl am weitesten verbreitete Angabe der Fahrradreifen-Größe ist Zoll. Mit diesem Maß wird nicht nur die Größe eines Fahrradreifens angegeben, sondern auch die Größe des gesamten Fahrrads. Wenn du deinem Kind ein 26-Zoll-Fahrrad kaufst, bedeutet das nichts anderes, als dass die Reifen des Fahrrads einen Außendurchmesser von etwa 26 Zoll haben. Das sind 66,04 cm, wobei der tatsächliche Außendurchmesser je nach Reifendruck variiert.

Da die Zollangabe relativ ungenau ist und eher die Größe des Fahrrads als die genaue Reifengröße angibt, solltest du beim Kauf eines neuen Reifens auf andere Angaben setzen. So spielen der Innendurchmesser und die Breite des Fahrradreifens eine wichtige Rolle, die bei der Zollangabe vernachlässigt werden.

ETRTO: Fahrradreifen-Größen nach der europäischen Reifen- und Felgennorm

Die Angabe, die du wohl bei den meisten Fahrradreifen findest, ist die Einteilung der Fahrradreifen-Größen nach der europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization). Diese Größenbezeichnung (z.B. 55-406) ist besonders eindeutig und ermöglicht eine eindeutige Zuordnung zur Felgengröße, da sie sowohl die Breite des Fahrradreifens (55 mm) als auch den Innendurchmesser (406 mm) berücksichtigt. Aus diesem Grund ist die ETRTO-Angabe auch eine europaweit gültige Normung für die Angabe von Reifengrößen - auch für Fahrradreifen.

Die englische Größenbezeichnung

Die englische Größenbezeichnung erfolgt ebenfalls in Zoll. Es gibt zwei verschiedene Varianten:

  • Angaben als Bruch (z. B. 28 x 1 5⁄8 x 1 3⁄8 = ungefährer Außendurchmesser x Reifenhöhe x Reifenbreite)
  • Angaben in Dezimalzahlen (z. B. 28 x 1.40 = ungefährer Außendurchmesser x Reifenbreite in Zoll)

Angaben in Zoll sind relativ unpräzise. So werden beispielsweise Mountainbike-Reifen mit einem Durchmesser von 559 mm, Triathlon-Modelle mit 571 mm und Hollandräder mit 590 mm alle als 26 Zoll bezeichnet. 28-Zoll-Reifen können sowohl 622 als auch 635 mm Durchmesser haben, während 27-Zoll-Reifen auf 630 mm kommen.

Um den Überblick über die Fahrradreifen-Größen zu behalten, ist es daher ratsam, sich an der ETRTO zu orientieren und für die Umrechnung der verschiedenen Fahrradreifenbezeichnungen eine Tabelle mit den unterschiedlichen Größenangaben zur Hand zu nehmen.

Die französische Größenbezeichnung

Eine weitere gängige Größenbezeichnung für Fahrradreifen ist die französische Größenbezeichnung. Ein Beispiel ist 700 x 38C, wobei die dreistellige Zahl (700) den ungefähren Außendurchmesser des Reifens und die zweistellige Zahl (38) die Reifenbreite angibt. Der Buchstabe gibt die Höhe des Reifens an. Es gibt die Höhen A (30 mm), B (33 mm) und C (39 mm).

Die französische Größenbezeichnung gibt es jedoch nicht für alle Reifengrößen und wird zum Beispiel nicht für Mountainbike-Größen verwendet.

Anleitung: Fahrradreifen Größe messen

Es kann sein, dass die Angaben auf dem alten Fahrradreifen schlecht lesbar sind. Dann kannst du den Reifen auch ganz einfach ausmessen, denn zu Bestimmung der Fahrradreifen-Größe brauchst du nur die Breite zu messen und die richtige Größe in einer Fahrradreifen-Größen Tabelle abzulesen. Diese Tabelle kann dir auch bei der Umrechnung der Fahrradreifen-Größe helfen, wenn du zum Beispiel auf deinem alten Reifen eine Bezeichnung findest, die hier nicht so üblich ist.

Folge diesen Schritten, um die Größe deiner Fahrradreifen zu bestimmen:

  1. Falls die Größenangabe auf dem Reifen nicht lesbar oder keine Kennzeichnung vorhanden ist, kannst du die Breite des Reifens selbst messen. Hierzu brauchst du ein Lineal oder Maßband.
  2. Miss die Breite des Reifens an der breitesten Stelle von einer Seitenwand zur anderen. Notiere dir das Ergebnis in Millimetern.
  3. Miss dann den Innendurchmesser des Reifens. Er entspricht ungefähr dem Durchmesser der Felge.
  4. Nun kannst du die richtige Reifengröße in der Fahrradreifen-Größentabelle ablesen.

Welche Fahrradreifen Größen gibt es?

Es gibt viele verschiedene Fahrradreifen-Größen. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die verschiedenen Größenbezeichnungen, die sowohl auf den gängisten Reifengrößen zu finden sind.

Felgengröße in ZollETRTO-GrößeEN-GrößeFR-Größe
2040-40620x1,5-
2050-40620x2,0-
2440-50724x1,5-
2450-50724x2,0-
2644-55926x1,75-
2650-55926x1,95-
2854-62229x2.1-
2820-62228x3/4700x20C
2828-62228x1 5/8x1 1/8700x28c
2832-62228x1 1/4x1 3/4700x32c
2837-62228x1 5/8x1 3/8700x37c
2840-62228x1,5700x40c
2842-62228x1,6700x42c
2847-62228x1,75700x47c

So findest du die passende Reifen-Felgenkombination

Zu der Maulweite einer Felge passen verschiedene Reifenbreiten. Wie du in dieser Tabelle siehst, gibt die ETRTO selbst einen verhältnisweise kleinen Spielraum für mögliche Felgen- und Reifenkombinationen an. Viele Reifen- und Felgenhersteller geben allerdings eine größere Spanne an möglichen Kombinationen an. Daher solltest du stets die Angaben des Felgen- bzw. Reifenherstellers beachten, wenn du überprüfen willst, ob Felge und Reifen zueinander passen.

FAQ

Welche Fahrradreifen-Größe brauche ich?

Die Größe deines Fahrradreifens kannst du ganz einfach an der Reifenflanke ablesen oder in den Herstellerangaben nachschauen. Alternativ kannst du auch den Raddurchmesser und die Reifenbreite messen. Diese Größenangaben musst du dann nur noch mit Hilfe einer Fahrradreifen-Größentabelle umrechnen und erhältst die Fahrradreifen-Größe in der passenden Maßeinheit.

Wann sollte ich den Fahrradreifen wechseln?

Es ist ratsam, den Fahrradreifen zu wechseln, wenn die Profiltiefe des Reifens abgefahren ist und der Reifen nicht mehr ausreichend Grip auf der Fahrbahn bietet. Dies ist vor allem bei Nässe oder Glätte wichtig, da ein abgefahrener Reifen das Unfallrisiko erhöhen kann. Auch ein beschädigter oder sehr alter Reifen sollte unbedingt ausgetauscht werden. Risse oder Verformungen können sonst schnell zum Platzen des Reifens führen. Ein regelmäßiger Check ist daher für die Sicherheit beim Fahrradfahren unerlässlich.

Wo steht auf dem Fahrradreifen die Zoll Größe?

Die Größenangabe des Fahrradreifens befindet sich auf der Seitenwand des Reifens. 26 Zoll Laufräder sind eine Standardgröße für Mountainbikes (MTB) oder Citybikes. In unserem Online Shop bieten wir in der Größe 26 Zoll sowohl Vorderräder als auch Hinterräder an. Sie bestehen aus Bauteilen wie Felge, Nabe, Speichen und Nippeln. In unserem Angebot findest du außerdem komplette Laufradsätze.

Laufräder in 26 Zoll gehören zu den größeren Laufrädern und umfassen ein sehr breites Anwendungsfeld. Sie sind stabil gebaut und ermöglichen schnelle Geschwindigkeiten. Die 26 Zoll Laufräder kommen bei normalen Straßenfahrrädern wie Rennrädern oder Rädern für das Gelände wie Mountainbikes (MTB) zum Einsatz. Ein 26 Zoll Laufradsatz benötigt deshalb eine gute individuelle Abstimmung für die gewünschte Verwendung.

Unsere professionell in Deutschland gefertigten 26 Zoll Laufräder sind hochwertig. Sie bestehen aus zuverlässigen Einzelteilen und sind gewissenhaft eingespeicht. Die erprobte Technik wirkt sich auf den Rollwiderstand und die Stabilität aus. Das ist vor allem bei einem MTB durch die starke Belastung bei Fahrten im Gelände sehr wichtig.

26 Zoll Laufräder in unterschiedlichen Varianten im Online Shop

Die Angebotspalette ist in unserem Shop sehr groß. Wir verkaufen Vorderräder und Hinterräder für jeden denkbaren Fahrradtypen. Die Laufräder weisen verschiedene Merkmale auf. Mit Hilfe unserer Filter kannst du dir das passende 26 Zoll Laufrad oder einen Laufradsatz mit Vorderrad oder Hinterrad aussuchen. Unsere Fahrrad Laufräder sind mit einer Hohlkammerfelge oder einer Kastenfelge ausgestattet. Neben den Felgen kannst du ebenfalls wählen, ob du lieber eine Nabe mit Nabendynamo oder eine Disc Nabe nutzt.

Vor allem bei der Fahrt mit einem MTB ist das Schalten wichtig. Daher umfasst unser Sortiment sowohl Laufräder mit Nabenschaltung als auch Laufräder mit Kettenschaltung. Zur Auswahl stehen ebenso Laufräder für Scheibenbremsen, Disc Brakes und V Brakes. Die Laufräder sind komplett mit einer Nabe aus Aluminium und Speichen ausgestattet. Das Material der Speichen ist Edelstahl. Vor einem Kauf kannst du wählen, ob dein 26 Zoll Hinterrad lieber über einen Schraubkranz oder eine Steckkassette verfügen soll. Unsere Laufräder und Laufradsätze in 26 Zoll eignen sich für Felgenbremsen, Rollenbremsen oder Scheibenbremsen (Centerlock oder 6 Loch). Alternativ gibt es das Hinterrad auch mit Rücktritt. Wählen kannst du ebenso die Art der Befestigung mit Schnellspanner oder Hutmutter.

Nutze unsere zahlreichen Filter, um das für dich passende Laufrad in 26 Zoll oder einen kompletten Laufradsatz mit Vorderrad und Hinterrad für dein Rad zu finden. Selbst bei der Farbe hast du die freie Auswahl. In unserem Sortiment bieten wir Felgen und Speichen in folgenden Farben: Schwarz, Silber, Schwarz und Silber oder Schwarz und Weiß.

Bestimmung der Laufradgröße

Die Größenangabe von 26 Zoll ist ein Richtwert. Der Wert gibt ungefähr den Außendurchmesser des Reifens an. Die genaue Bestimmung der Laufradgröße erfolgt mit Hilfe der ETRTO Dimension. Sie gibt in Millimetern an, wie breit der Reifen und der innere Durchmesser des Reifens ist. Die Größenangabe der ETRTO Dimension befindet sich auf der Seitenwand des Reifens. Die häufigsten in Deutschland verwendeten Größen sind 47 559 und 52 559. In Europa ist auch oft die Kenngröße 37 590 in der Nutzung.

In unserem Online Shop stehen 26 Zoll Laufräder mit einem Innenmaß von 559 Millimeter und 590 Millimeter zur Auswahl.

Entdecke in unserem Online Shop das Sortiment an 26 Zoll Laufrädern mit Felge, Nabe und Speichen sowie weitere Laufräder und Laufradsätze in Größen von 12 Zoll bis 29 Zoll. Wir haben für jedes Fahrrad das passende Vorderrad und Hinterrad in 26 Zoll vorrätig.

Die richtige Felge für Dein Rad

Die richtigen Felgen sorgen dafür, dass Dein selbstgebauter Laufradsatz eine runde Sache wird. Egal, aus welchem Werkstoff sie sind, wie breit oder hoch der Querschnitt ausfällt und wie viele Speichen Du verbaust: Deine Felgen sollten belastungsgerecht gewählt werden, also passend zu Deinem Einsatzzweck und Fahrstil. Bei tragenden Bauteilen musst Du Dich darauf verlassen können, dass sie den zu erwartenden Aufgaben gewachsen sind.

Eine superleichte XC-Felge nützt nicht viel, wenn sie beim anspruchsvollen Enduro-Rennen in die Knie geht. Eine Felge für Dein Rennrad sollte leicht und aerodynamisch optimiert sein, muss aber nicht so viele Schläge wegstecken können, wie die für das Mountainbike. Am Alltagsrad hat Haltbarkeit wiederum eine hohe Priorität.

Felgen- oder Scheibenbremsen?

Die wichtigste Frage bei der Wahl der richtigen Felge: Soll Dein Rad eine Felgenbremse haben? Oder doch eher eine Scheibenbremse? Felgen für Felgenbremsen können zwar auch als Disc-Laufradsatz verbaut werden. Umgekehrt sind jedoch Disc-Felgen nicht kompatibel mit Felgenbremsen. Felgengebremste Räder benötigen eine Felge mit sogenannter Bremsflanke, auf der die Beläge der Bremse greifen können. Disc-Felgen haben diese Flanke nicht, deshalb kannst Du diese nicht für eine felgengebremstes Rad benutzen.

Die passende Laufradgröße finden

Natürlich sollte der Durchmesser Deiner Felgen zu Deinem Fahrradrahmen beziehungsweise Bike passen. Angaben wie 29 Zoll oder 27,5 Zoll sind gerundete Werte des Reifenaußendurchmessers. Die dazu passenden Felgen sind am Reifensitz genormt - dem Bead Seat Diameter (BSD). Die wichtigsten Maße sind hier 622 Millimeter (für 28- wie 29-Zoll-Bereifung), 584 Millimeter (für 27,5-Zoll-Bereifung, oft auch 650B genannt) und 559 Millimeter (für 26-Zoll-Bereifung). Im Rahmen der ETRTO (European Tyre and Rim Technical Organisation) findest Du den Felgen-Durchmesser oft zusammen mit der Maulweite angegeben.

Der Felgenwirkdurchmesser (ERD)

Mit dem ERD (Effective Rim Diameter) wird ein weiterer Durchmesser angegeben, nämlich der des Felgenbodens. Da hier die Speichennippel sitzen, ist das Maß unerlässlich für die Berechnung der korrekten Speichenlänge Deiner neuen Laufräder. Beachte unbedingt, wie gemessen wurde! Manche Hersteller korrigieren den Wert schon um die Höhe der Nippel, andere nicht.

Die Lochzahl der Felge

Achte beim Bestellen unbedingt darauf, dass Du Felgen mit der korrekten Anzahl an Speichenlöchern auswählst! Die Anzahl muss zu der an Deinen Naben passen. Generell verleihen mehr Speichen Deinem Laufrad mehr Stabilität und Haltbarkeit. Der Preis dafür ist ein leicht höheres Gewicht. Während am Mountainbike 32 oder seltener 28 Speichen üblich sind, werden am Rennrad gerne 24 oder weniger verbaut. Für ein mit viel Gepäck beladenes Reiserad oder ein Cargo-Bike bist Du mit 36 oder mehr Speichen gut beraten.

Das richtige Material: Aluminium oder Carbon?

Ein entscheidender Aspekt bei der Felgenwahl ist die Materialfrage: Carbon oder Alu? Beide Werkstoffe haben Vor- und Nachteile. Felgen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Carbon) können bei gleichem Gewicht deutlich steifer oder bei gleicher Steifigkeit deutlich leichter gebaut werden. Weniger Gewicht ist gerade bei rotierenden Massen ein großer Vorteil, den Du bei jedem Beschleunigungsvorgang oder Sprint spüren kannst. Außerdem erlaubt das High-End-Material eine freiere Formgebung, was gerade bei aerodynamischen Hochprofilfelgen am Rennrad von Vorteil ist. Der offensichtliche Nachteil von Carbon: Es ist kostspieliger.

Aluminium ist in erster Linie günstiger, doch auch andere Argumente sprechen für das Leichtmetall: Mit dem Mountainbike im Gelände kann es schon mal zu härteren Durchschlägen kommen und wenn Du beispielsweise bei einem Platten nicht sofort bremsen kannst, muss Deine Felge im unglücklichsten Fall einiges einstecken. Alu wird sich dann eher verformen, bevor es bricht. Mit einer Delle in der Felge kannst Du eine Ausfahrt oft noch zu Ende fahren, mit einer gebrochenen Felge nicht. Die Notlaufeigenschaften sprechen also für Alu.

Felgenbreite und Maulweite

Parallel zum Trend breiterer Reifen haben sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände in den letzten Jahren breite Felgen durchgesetzt. Hatten Mountainbikes vor zwanzig Jahren oft noch 17 bis 19 Millimeter schmale Felgen, so sind heute 25 oder sogar mehr als 30 Millimeter normal. Bei Rennrädern sind um die 21 Millimeter keine Seltenheit mehr. Die Felgen Deines Gravelbikes liegen wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Dabei sprechen wir nicht von der Breite der Felgen außen, sondern von der sogenannten Maulweite. Das ist der Abstand zwischen den beiden Felgenflanken, also innen gemessen. Die Maulweite bestimmt, wie Dein Reifen sitzt und beeinflusst dessen Querschnitt.

Felgenhöhe bringt Aerodynamik

Richtige Hochprofilfelgen findet man vor allem an Zeitfahrmaschinen. Das hochgezogene Profil verringert Luftstromabrisse und Verwirbelungen. Du musst aber kein Triathlet oder Zeitfahrer sein, um davon zu profitieren. Auch mit Deinem normalen Rennrad erreichst Du Geschwindigkeiten, bei denen der Unterschied spürbar ist. Je höher Deine Felgen, desto windschnittiger wird Dein Rad. Im Englischen spricht man hier übrigens nicht von der Höhe, sondern der Tiefe der Felge. In Produktbezeichnungen kann dann schon mal von „depth“ oder „deep section“ die Rede sein.

Komfort

Nahezu alle modernen Felgen sind mit doppeltem Boden konstruiert - man spricht von Hohlkammerfelgen. Die Hohlkammern tragen entscheidend zur Steifigkeit der Felge bei. Die Verstrebungen der Hohlkammern sorgen für eine höhere Steifigkeit der Felge.

Stabilität und Haltbarkeit

Nach den Reifen müssen die Felgen mehr einstecken als alle anderen Komponenten am Fahrrad. Haltbarkeit und Stabilität sind also ein wichtiger Aspekt. Zu weiche Felgen verlieren schneller den Rundlauf oder bekommen bei Durchschlägen Dellen. Außerdem kann es durch häufige Lastwechsel zu Speichenbrüchen kommen, auch wenn die Speichenspannung eigentlich hoch genug ist.

Tubeless-Ready oder Tubeless?

Mittlerweile sind die meisten Felgen Tubeless-Ready, also für die Benutzung ohne Schlauch und mit Dichtmilch geeignet und vom Hersteller freigegeben. Das bedeutet, dass der Reifensitz genauer gefertigt ist und Dein Tubeless-Reifen exakt darauf passt.

Was Du für den Laufradbau noch beachten solltest

Insbesondere leichte Felgen und solche aus Carbon haben ein Limit an Speichenspannung, das sie vertragen. Verwende beim Laufradbau ein Tensiometer und beachte unbedingt die Angaben des Felgenherstellers!

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0