Mountainbikes mit 27,5 Zoll sind die perfekte Symbiose aus den 26 und 29 Zoll MTBs und vereinen die jeweiligen Vorteile dieser beiden Laufradgrößen auf sich. Von den 26er Rädern haben sie vor allem ihr geringes Gewicht sowie ihre hohe Agilität geerbt. Von den 29er Rädern wurde eine große Kurvenstabilität, hohe Laufruhe sowie ein gutes Überrollverhalten übernommen. Im Endergebnis sind die 27,5er steifer und besser zu beschleunigen als die 29-Zoller. Zugleich stechen sie die 26-Zoller in puncto Laufruhe und Überrollverhalten aus. Gerade für kleinere Menschen, könnte ein 27,5-Zoller die perfekte Wahl sein.
Die Qual der Wahl: Hardtail oder Fully?
Wer sich ein 27,5 Zoll MTB zulegen möchte, steht direkt vor einer schwierigen Entscheidung: Soll es ein Hardtail oder ein Fully sein? Damit du dich beim Kauf für das Bike entscheidest, das deinen Ansprüchen am besten entspricht, wollen wir dir die Vorteile der beiden Bike-Typen kurz vorstellen:
Das spricht fürs Fully:
- Bietet selbst im schwierigen Gelände hohen Fahrkomfort
- Erstklassige Traktion
- Hohe Geschwindigkeit
Das spricht fürs Hardtail:
- Ist ein wahres Leichtgewicht
- Einstiegspreis ist geringer
- Tolles Einsteiger-MTB
Wieviel Federweg für welchen Einsatzzweck?
- Hardtail: Federgabel mit 100 mm Federweg perfekt für einfaches Terrain
- Touren Fully: 120 bis 140 mm perfekt für mittelschweres Terrain
- Enduro: 150 bis 180 mm perfekt für schwieriges Terrain und Touren im Gebirge
- Downhillbike: 180 bis 240 mm perfekt für steile Abfahrten
Top-Marken bei Mountainbikes mit 27,5 Zoll
Qualität zahlt sich aus - auch bei einem 27,5 Zoll Mountainbike. Denn nur mit einem hochwertigen Rad kannst du die Faszination des MTB-Sports uneingeschränkt erleben.
Test Kinder-Bikes: Einblicke und Erkenntnisse
Die sieben Testbikes decken fast das ganze Spektrum dessen ab, was zwischen acht und zwölf Jahren interessant und relevant ist. Damit ließen sich etwa Cross-Country-Rennen fahren, Touren bestreiten und sogar Trails im Park shredden oder Downhill-Rennen meistern. Die Federwege liegen dabei zwischen Null und 160 Millimeter, die Preise zwischen 949 und 2799 Euro. Doch so verschieden die Räder auch sind, den Flowtrail nehmen die fünf Jungs und zwei Mädchen gemeinsam in Angriff - und bleiben während der gesamten Abfahrt auch beieinander. Erste Erkenntnis: Auch wenn die Federung reizt und die Fahrt bequemer macht, auf gemäßigten Strecken ist sie nicht zwingend nötig.
Da ausschließlich Einfach-Getriebe montiert sind, kommen die Kids gut damit zurecht - gegenüber den früheren Mehrfach-Blättern ein Riesenvorteil! Vereinzelt müssen wir die Griffe etwas justieren, damit die kleinen Finger richtig zupacken können, doch dann klappt es mit dem Schalten. Die Kletter-Performance, so unsere Beobachtung, ist vor allem eine Frage der Motivation, weniger der Schaltung.
Gestört wird der Fahrfluss vor allem dann, wenn sich die Sattelhöhe nicht werkzeuglos verstellen lässt. Dropper-Posts sind für Kinder (und Begleiter) ein Gewinn. Mindestens aber sollte ein Schnellspanner an der Sattelstütze sitzen. Auf den naturnahen Trails zurück ins Tal, nass und gespickt mit Wurzeln, sind abgesenkte Sättel ein klarer Vorteil.
Auf dem abschnittsweise etwas raueren Bergkastel-Trail hat die Hinterradfederung jedoch einen Vorteil. Aus Erfahrung wissen wir, dass es im Bikepark mit stärker ausgefahrenen Strecken und großen Sprüngen nochmal ganz anders aussieht. Auf den Bremswellen im Park spielen Fullys ihr Potenzial wirkungsvoller aus als auf natürlichen Trails.
Kinder-MTBs im Test: Das Fazit
Der Test zeigt: Kinder-Bikes haben an Format gewonnen. Grobe Ausreißer haben wir nicht beobachtet. Die Räder sind für die Kinder durchweg gut bedienbar. Die Federelemente funktionieren gut - keine Selbstverständlichkeit bei Fahrergewichten ab rund 30 kg. Nicht nur Nischenanbieter machen einen guten Job, auch große Hersteller wie Canyon und Scott nehmen die kleinen Biker ernst und stellen potente, sogar regelrecht günstig kalkulierte Räder auf die Stollen.
Für viele Eltern ist der Preis dennoch das größte Hindernis auf dem Weg zum passenden Rad für den Nachwuchs. 2000 Euro oder mehr für ein Kinder-MTB? Das finden nicht wenige verrückt. Aber warum eigentlich? Gerade Kinder brauchen gutes Material. Mit leichten und passenden Bikes lernen Kinder spielerisch Biken. Wer Glücksmomente fördern will, spart daher besser am eigenen Rad und gönnt den Kindern nicht weniger als sich selbst. Dann klappt es auch mit dem gemeinsamen Biken - mit oder ohne Fahrwerk.
Die wichtigsten Erkenntnisse zur Schaltung bei Kinder-MTBs:
- Einfach ist König! Alle Testräder haben Einfach-Blätter. Das ist der größte Fortschritt gegenüber früher und auch ein Grund, in neue Bikes zu investieren und Kids nicht mit altem Material auf die Trails zu schicken. Kinder konnten noch nie Umwerfer bedienen.
- Wie viele Gänge? 8, 9, 10, 11 oder 12? Das kommt darauf an: 11 oder 12 Ritzel sind top, vor allem auf Touren mit richtigen Anstiegen. Ausreichend leichte Gänge an Bord zu haben, ist aber wichtiger als eine feine Abstufung. Über das Blatt vorne lässt sich die Übersetzung theoretisch anpassen. Ersatzblätter für die Kinderkurbeln sind praktisch aber nicht immer leicht aufzutreiben.
- Trigger-Schalter oder Drehgriff? Drehgriffe sind intuitiver, Trigger-Schalter mit guten Zügen aber auch gut geeignet, wenn sauber eingestellt.
- Welche Qualität? Kinder verschleißen die Antriebe kaum, es müssen nicht die teuersten Ritzel sein.
Interview mit Tim Lorkowski, Vpace
BIKE: Ihr baut mit dem Fred ein Parkbike für Kinder. Wie seid ihr darauf gekommen, dass man so etwas überhaupt braucht?
Tim Lorkowski: Anfangs haben wir den Bedarf auch nicht gesehen. Wir dachten, wir hätten mit dem Moritz-Fully alles abgedeckt. Aber das stimmte nicht. Es gibt einige Kids, die nur noch im Bikepark fahren, und wo die Väter auch nicht mehr hinterherkommen. Für die hatten wir kein Rad. Unser Moritz ist ein Trail-/ Enduro-Bike, das kommt im Park-Dauereinsatz an seine Grenzen. Die Komponenten sind nicht dafür gemacht, die Geo auch nicht. Es gibt auch Junior-Rennserien wie den Rookies-Cup. Unser Fred war dort letztes Jahr das Siegerrad in der U11.
BIKE: Inwieweit ist das Gewicht beim Park-Einsatz noch ein Thema?
Tim Lorkowski: Gewicht ist uns auch hier wichtig. Aber Stabilität steht im Gravity-Sport an erster Stelle. Trotzdem sind unsere Räder leichter als ausgewachsene Downhill- Bikes. Wir passen die Reifen zum Beispiel an und verzichten auf Doppelbrückengabeln.
BIKE: Spüren die Kinder die feinen Unterschiede zu Enduros?
Tim Lorkowski: Auf jeden Fall. Kinder sind schnell mal zufrieden, wenn sie überhaupt ein vernünftiges Rad bekommen. Aber wenn sie sich damit beschäftigen, wie unsere Teamfahrer, gibt es ein recht genaues Feedback. Das Fred ist kein Rad für Anfänger, aber kleine Experten wissen es sehr zu schätzen.
Jugendfahrräder: Die richtige Größe finden
Wo hört Kinderfahrrad auf und fängt Jugendfahrrad an? Diese Frage lässt sich wohl kaum eindeutig beantworten. Denn der Übergang vom Kinder- ins Jugendalter ist so fließend wie individuell. Unsere Übersicht beginnt mit dem 24"- Fahrrad und endet mit der 27,5"- Größe. Die hier gezeigten Fahrräder passen ab etwa einer Körpergröße von 120 cm bzw. einer Schrittlänge von 55 cm und gehen in kleinen Schritten aufwärts bis zu einer Körpergröße von etwa 150-155 cm bzw. Schrittlänge von 70 cm.
Kinder- und Jugendfahrräder gibt es meist nur in einer Rahmengröße. Bei der Unterscheidung für die jeweiligen Altersgruppen spricht man hier von Radgrößen (auch Laufradgrößen). Geläufig sind hier Angaben wie 12 Zoll, 16 Zoll (...) bis hin zu 27,5 Zoll.
Ab 26 bzw. 27,5 Zoll Radgröße sind Fahrräder in verschiedenen Rahmengrößen erhältlich. Auch Rahmengrößen werden teilweise in Zoll angegeben, z.B. 13", XXS und XS. Dieses Maß bezieht sich in dem Fall dann nicht mehr auf den Raddurchmesser (12"-27,5"), sondern die Rahmenhöhe. Hiermit ist dann die Sitzrohrlänge gemeint - gemessen von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Übergangs von Sitzrohr zu Oberrohr.
Check-Liste: Das verkehrssichere Fahrrad
Empfehlungen für 24 Zoll Fahrräder (ab 120 cm Körpergröße)
- Kokua Like to Bike 24: Der vielseitige Allrounder! Das Kokua Like to Bike 24 überzeugt Kids und Eltern mit durchdachtem Konzept: In der Basisausstattung kommt das Bike mit 8-Gang Kettenschaltung, höhenverstellbarem Vorbei, langer Sattelstütze und diversen Anschraubpunkten für das optional erhältliche Zubehör, wie Schutzblechen, Gepäckträger und Licht. Damit kann das Fahrrad ruck zuck straßenverkehrstauglich gemacht werden - die Fahrradprüfung kann also kommen!
- Pyro Twentyfour Small: Die Kinderrad-Spezialisten von Pyro Bikes bieten bei allen ihren Laufradgrößen zwei Ausführungen an - Small und Large, so auch bei dem 24" Modell Pyro Twentyfour. Mit seinem leichten Komfortrahmen, der knalligen Farbe und sinnvoll gewählten Komponenten bringt das Bike alles mit, was Kinderaugen zum Leuchten bringt und die nächsten Touren zum Genuss werden lässt! Ein klasse Gesamtpaket!
Empfehlungen für 26 Zoll Fahrräder
Genau betrachtet zählen Fahrräder mit 26"-Bereifung bereits zu den Erwachsenenrädern. Es gibt daher eine Vielzahl kleiner 26 Zoll-Bikes die auch Jugendlichen passen. Die hier gezeigten Modelle sind spezifische Jugendräder - leicht und kindgerecht!
- Kania Twentysix City: Leichtigkeit muss nicht teuer sein! Das Kaniabikes Twentysix City hat einen extra tiefen Einstieg und für eine entspannte Griffposition einen nach hinten gebogenen Lenker. Dieses Modell legt den Fokus aufs Wesentliche: Ohne Gangschaltung ist es wohl eher was für flache Gefilde und kürzere Fahrten. Erhältlich auch mit 8-Gang Kettenschaltung und mit MTB-Geometrie!
- Woom Original 6: Das Woom Original 6 ist ein echter Allrounder - und dafür mit 9,5 kg ziemlich leicht! Es ist mit einer 8-Gang Kettenschaltung ausgestattet, die sich per Drehgriff intuitiv und leicht bedienen lässt. Clever: Der Vario-Vorbau lässt sich in der Länge und Höhe verstellen, so lässt dich das Bike optimal anpassen und lange nutzen! Verkehrssicheres Zubehör gibt es optional dazu und ist rasch nachgerüstet.
- Puky Cyke 26-8 Light Active: Das Puky Cyke 26-8 Light Active ist das größte vollausgestattete Jugendfahrrad aus dem Hause Puky. Der Allrounder ist mit allem ausgestattet, was Kids fürs sichere Radfahren brauchen: Leichte, ergonomische Komponenten, eine intuitiv bedienbare 8-Gang Nabenschaltung und eine Lichtanlage mit Nabendynamo und LED-Scheinwerfer - somit ist das Bike StVZO-konform und macht auch auf dem Schulweg eine gute Figur!
Empfehlungen für 27,5 Zoll Fahrräder (ab 140 cm Körpergröße)
Bei immer mehr Herstellern löst 27,5 Zoll die Laufradgröße 26 Zoll ab. Wichtig: Selbst wenn 27,5" vom Durchmesser nur 1,5 Zoll (Umrechnung: 1 Zoll = 2,54 cm) mehr ist als 26", wirkt sich dieser Unterschied bei der Gesamtgröße des Fahrrads deutlich aus. 27,5-Zoll Laufräder sind im Umfang 3,81 cm größer als 26-Zoll Räder, das Fahrrad ist also höher! Dies kann bei der Auswahl der passenden Größe den kleinen, feinen Unterschied machen!
- Pyro Twentyseven-5: Das Pyro Twentyseven-5 ist ein leichtes Jugendfahrrad für Mädchen und Jungs. Selbst ausgedehnte Ausflüge und Touren sollen damit Spaß machen, denn mit 9,2 kg zählt das Bike zu den Leichteren seiner Art. Geschaltet wird mit einer 10-Gang-Kettenschaltung, die bergauf- und bergab die passenden Gänge bereitstellt. Erhältlich in mint und schwarz matt. Was will man mehr?
- Ku Bikes 27,5 MTB Disc: Rock´n Roll - das Ku Bikes 27,5 MTB Disc ist gemacht für Offroad-Einsätze! Es kommt mit kräftigen Scheibenbremsen, einer individuell aufs Körpergewicht abstimmbaren Luftfedergabel und 10 Gängen. Dank stark abfallendem Oberrohr passt das Bike schon kleinen Shreddern mit einer Innenbeinlänge ab 69 cm. Typisch Ku Bikes: Erhältlich auch als Custom-Modell und Light-Version!
Bitte beachte, dass es sich bei den oben vorgestellten Fahrrädern keinesfalls um eine vollständige Übersicht handelt, sondern um eine kleine Auswahl jugendgerechter Fahrräder. Viele der oben genannten - und auch zahlreiche andere Hersteller - bieten die gezeigten Modelle zusätzlich in anderen Laufradgrößen und Ausstattungsvarianten.
Die Evolution der Kinder-Mountainbikes
Eltern, die sich heute mit dem Kauf eines Kinder-Mountainbikes beschäftigen, hatten in ihrer eigenen Kindheit mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht die volle Auswahl an kindgerechten Fahrrädern fürs Gelände. Natürlich weiß man schon lange, dass der Nachwuchs mit geeignetem Material schneller und nachhaltiger eine Begeisterung fürs Biken entwickeln kann. Erst in den letzten paar Jahren kam der Markt für Kinder-MTBs aber so richtig in Schwung. Für die Kids ist das super, denn sie können die Bikes haben, von denen ihre Eltern damals nicht mal träumen konnten. Letztere aber sehen sich mit einem riesigen Angebot konfrontiert, das nicht immer leicht zu durchschauen ist. Schon ab 110 Centimetern Größe müssen Kinder nicht mehr auf Federgabel, 20 Zoll große Breitreifen und Co. verzichten. Wachsen Körper und Fahrtechnik, wird es Zeit für hochfunktionelle Kinderbikes mit 26 oder 27,5 Zoll großen Laufrädern.
Drei Kinder-Bikes im Check
Wir haben drei ganz unterschiedliche Kinder-Bikes gecheckt. Alle von ihnen sind “echte Mountainbikes” mit einer Ausstattung für die ersten großen oder kleinen Trail-Abenteuer des Lebens.
Immer mehr Familien entdecken den Mountainbike-Sport für sich. Die Hersteller reagieren und bringen eine regelrechte Flut an coolen Kinderbikes auf den Markt.
Ein Kinder-Mountainbike ist ein Luxusgut. Eltern sollten deshalb stets zwischen Bedürfnissen und Wünschen unterscheiden. Fangen Kinder in frühen Jahren mit dem Biken an, kommt es zu dem Punkt, an dem aus dem Wunsch nach einem coolen Hardtail oder einem großen Fully ein Bedürfnis wird. Mütter und Väter kennen ihre Kinder besser, als jeder andere Mensch. Sie können am besten einschätzen, wann der richtige Zeitpunkt für ein vollausgestattetes Kinder-MTB ist.
Die drei Beispiele in diesem Artikel passen gut zu anspruchsvollen Nachwuchs-Bikern.
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Kinder-Mountainbikes
1. Cube Stereo 140 HPC Rookie
In Deutschland gehört Cube zu den heißbegehrtesten Mountainbike-Herstellern. Leichte Gewichte und attraktive Preise sichern den Bayern konstant viele Sympathiepunkte. Das gilt auch für den Bereich der Kinder-Mountainbikes. Mit dem Stereo 140 HPC Rookie hat Cube ein Kinder-Fully im Portfolio, das den großen Geschwistern der Produktfamilie ebenbürtig ist. Ein Hauptrahmen aus Carbon und 27,5 Zoll große Laufräder von Newmen halten das Gewicht auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Während hinten 140 Millimeter Federweg zur Verfügung stehen, bietet die Marzocchi Bomber Z2 Federgabel gleich 150 Millimeter Hub. Damit sind Kinder auf dem Cube-Fully auch für anspruchsvolle Trails und Besuche im Bikepark gewappnet. Kraftvolle Magura-Bremsen mit 180 Millimeter großen Bremsscheiben sorgen derweil für zuverlässige Verzögerung.
Damit auf dem nicht zu schwer geratenen Cube Stereo 140 HPC Rookie auch Touren Spaß machen, ist das Kinder-Fully mit einer Zwölffach-Schaltung von Shimano ausgestattet. In abwechslungsreichem Gelände hilft die versenkbare Teleskopsattelstütze mit 100 bis 120 Millimetern Verstellbereich - je nach Größe. Griffige Schwalbe Nobby Nic Reifen halten das Kinder-Stereo auf Linie. Mit einem 760 Millimeter breiten Lenker, Boost-Laufrädern, innen verlegten Leitungen und einem austauschbaren Schaltauge präsentiert sich das Kinder-Bike auf einem technisch aktuellen Stand. In vergangenen Tests konnten wir uns mehrfach von den gutmütigen Fahreigenschaften der Erwachsenen-Version überzeugen.
Bei Erwachsenen heute meist durch 29-Zoll abgelöst, machen 27,5-Zoll-Laufräder bei Kinder-Fullys oft noch Sinn. Die kleineren Reifen passen proportional meist gut zu kleinen Rahmen und Körpern.
Das Cube Stereo 140 HPC Rookie im Detail:
- Preis: 2399 Euro
- Gewicht: 13,14 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
- Laufradgröße: 27,5“
- Verfügbare Rahmengrößen: XS / S
- Größenempfehlung: ab 124 cm / ab 130 cm
- Federweg vorne: 150 mm
- Federweg hinten: 140 mm
- Einsatzbereich: All Mountain
- Schaltung / Kassette: 1 x 12 / 10-51 Zähne
- Highlights: Carbon-Hauptrahmen (Alu-Hinterbau), hochwertige Ausstattung
Bei der Ausstattung des Cube Stereo 140 HPC Rookie Kinder-Fullys werden selbst Erwachsene neidisch. Ein Hauptrahmen aus leichtem Kohlenstoff und hochwertige Laufräder halten das Gewicht im grünen Bereich. Dank ordentlich Federweg, Variostütze und großer Übersetzungsbandbreite sind sowohl anspruchsvolle Trails als auch auch Touren drin. Für diese Vielseitigkeit des Kinder-Fullys müssen Eltern etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Anschaffung lohnt sich deshalb vor allem, wenn der Nachwuchs auch wirklich viel auf dem Bike unterwegs ist.
2. Mondraker Trick 26
Mondraker präsentierte unlängst eine ganze Reihe neuer Kinder-Bikes vom E-Laufrad bis zum Trail-Fully. Mit dabei auch das Hardtail mit dem Namen “Trick”, welches dem Nachwuchs einen passenden Einstieg in die Welt des Mountainbikens bescheren soll. Da das Bike mit 16, 20, 24 und 26 Zoll Laufrädern erhältlich ist, deckt es eine weite Altersspanne von vier bis 14 Jahre ab. Die Silhouette des Aluminiumrahmens gleicht dem der Bikes für Erwachsene auffallend stark und besitzt die bekannte “Forward-Geometrie” von Mondraker. Dabei werden verhältnismäßig lange Reach-Werte mit kurzen Vorbauten kombiniert, um das Hardtail laufruhig und einfach im Handling zugleich zu machen. Mit 68 Grad steht der Lenkwinkel nicht zu flach und verspricht Agilität auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Eine X-Fusion Velvet Federgabel mit Luftfeder bietet mit 120 Millimetern Federweg auch bei ersten Trail-Abenteuern eine gute Portion Reserven.
Eine Teleskopsattelstütze mit 100 Millimetern Verstellbereich, 2,4 Zoll breite Kenda-Reifen und eine Sram SX Eagle Zwölffach-Schaltung unterstreichen den Allround-Anspruch des Mondraker Trick 26. Mit 680 Millimetern fällt die Breite des Lenkers recht schmal aus. Auch die Bremsscheiben sind mit 160 Millimetern eher klein dimensioniert. 155 Millimeter kurze Kurbeln passen gut zu Kinder-Beinen. Mondraker lässt sich nicht lumpen und liefert gleich ein Paar adäquater SDG Slater JR Kinder-Pedale mit. Innenverlegte Züge und ein Sram UDH Schaltauge sind technisch aktuell. Nicht so der Non-Boost-Standard der Hinterradnabe - dafür erleichtert dieser die Auswahl an 26-Zoll-Laufrädern, sollte einmal Ersatz nötig sein.
Das Mondraker Trick 26 im Detail:
- Preis: 1399 Euro
- Gewicht: 12,49 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
- Laufradgröße: 26“
- Verfügbare Rahmengrößen: One Size
- Größenempfehlung: 145 - 165 cm
- Federweg vorne: 120 mm
- Einsatzbereich: Trail- Hardtail
- Schaltung / Kassette: 1 x 12 / 11-50
- Highlights: Forward-Geometrie, Zwölffach-Schaltung, Variostütze
Ein breites Einsatzgebiet ist bei einem Kinder-Bike Gold wert. In dieser Hinsicht schnürt Mondraker mit dem Trick 26 ein sehr interessantes Paket. Mit einem kleinen Federwegs-Plus und der Allround-Ausstattung sind Nachwuchs-Biker in den meisten Situationen gut beraten. Etwas leichter dürfte das Hardtail noch sein - dafür beschert eine Variostütze bergab mehr Sicherheit. Die große Bandbreite an Laufradgrößen ist super, bei der empfohlenen Körpergröße fürs 26-Zoll-Modell schaffen es allerdings andere Hersteller bereits 29-Zoll-Laufräder zu integrieren.
3. Woom Off Air 4
In unserer Berichterstattung über Kinder-Bikes ist das Woom Off Air ein alter Bekannter. Der Namenszusatz verrät, dass in der Front des kleinen Bikes eine Luft-Federgabel steckt. Trotz kleiner 20 Zoll Laufräder müssen Kinder bei Woom nicht auf eine Federung, hydraulische Scheibenbremsen, eine Gangschaltung und griffige Reifen verzichten. 60 Millimeter Federweg versprechen am Zwanzigzöller vor allem einen Komfort-Gewinn. Dank leichtem Alu-Rahmen bleibt das Gewicht trotz Vollausstattung gerade noch vertretbar. Toll ist, dass sowohl Laufräder als auch Reifen Tubeless-fähig sind. Damit lässt sich das Potential der 2,25 Zoll breiten Schwalbe Rocket Ron Reifen voll ausnutzen und das Laufradgewicht weiter drücken.
Kindgerechte Maße bei Lenker, Griffen, Sattel und Kurbeln versteht sich bei Woom von selbst. Schön ist auch, dass die Kinder-Spezialisten die niedrigste sowie die maximale Sattelhöhe angeben, um sicherzustellen, dass das Bike auch wirklich passt. Ein ausgewogener Lenkwinkel von 68 Grad und ein tief gezogenes Oberrohr versprechen ein gutes Sicherheitsgefühl für Kinder. Die neun Gänge der Sram X5 Schaltung lassen trotz kleinem Kettenblatt mit 28 Zähnen leider einen leichten Berggang vermissen.
Das Woom Off Air 4 im Detail:
- Preis: 949 Euro
- Gewicht: 9,5 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
- Laufradgröße: 20“
- Verfügbare Rahmengrößen: One Size
- Größenempfehlung: 110 - 130 cm
- Federweg vorne: 60 mm
- Einsatzbereich: Hardtail
- Schaltung / Kassette: 1 x 9 / 11-32
- Highlights: Federgabel, MTB-Reifen, Schaltung und Scheibenbremsen trotz kleiner Laufräder
Woom beweist mit dem Off Air, dass eine Mountainbike-Ausstattung auch schon für die Kleinsten möglich ist. Alle Anbauteile sind konsequent auf die Bedürfnisse von Kindern ausgelegt. Die gute und dazu Tubeless-fähige Kombi aus Laufrädern und Reifen ist genial. Ob ein 20-Zoll-Fahrrad tatsächlich eine Federgabel braucht ist allerdings fraglich. Die Kids wachsen schnell aus dieser Laufradgröße heraus und das Mehrgewicht ist nicht zu unterschätzen.
Jugend E-Bikes: Eine Übersicht
Jugendräder inklusive der Jugend E-Bikes, wie sie etwa Ben-E Bike im Angebot hat, sind eher etwas kleinere Erwachsenenräder als größere Kinderfahrräder. Es gibt ja nicht nur Jugendfahrräder mit 26-Zoll-Laufrädern, sondern auch 27,5-Zoll-Jugendfahrräder, wie etwa das Ghost Riot Youth Pro.
Übrigens beginnt spätestens im Segment der Jugendfahrräder die Spezialisierung: Es gibt Citybikes, Trekkingbikes, Rennräder, Gravel und Mountainbikes, immer mehr davon als E-Bikes für Jugendliche. Die richtige Wahl hängt, wie bei den Erwachsenen (großer E-Bike-Test von FOCUS E-BIKE) auch - vom Einsatzzweck ab. Ein sportliches Rennrad ist für den Alltag eher ungeeignet, ein Mountainbike oder ein Gravelbike dagegen schon.
Ausgewählte Jugend E-Bike Modelle:
| Modell | Besonderheiten |
|---|---|
| Ben-e-Bike Twentyseven5 E-Power Pro | Leichtes E-Bike mit 27,5-Zoll-Laufrädern, geeignet bis ca. 1,75m Körpergröße. |
| Conway EMS 240 | Mit 24-Zoll-Laufrädern, geeignet bis 1.40m, alltagstauglich mit Gepäckträger, Schutzblechen und Licht. |
| Cube Acid 240 Hybrid Rookie | E-Mountainbike für Kids, Bosch-Motor, 400 Wh Akku. |
| Giant Talon E+ Junior 26 | 26-Zoll-Laufräder, gut für Jugendliche, denen ein Erwachsenenrad noch zu groß ist. |
| Haibike Alltrack Kids | Cooles E-Mountainbike-Hardtail mit Yamaha-Motor und 400-Wh-Akku. |
| KTM Macina Mini Me 561 | Mountainbike für Jugendliche, Bosch-Motor, 500-Wh-Akku. |
| LIV Tempt E+ Jr. | E-Bike speziell für Mädchen, erhältlich mit 24- und 26-Zoll-Laufrädern. |
Verwandte Beiträge:
- Das ultimative 26-Zoll-Mädchenfahrrad: Test, Vergleich & Kaufberatung für das perfekte Bike!
- Fahrrad Mädchen 18 Zoll Test: Die besten Modelle im Vergleich & ultimativer Ratgeber
- Triumph Mountainbike Test & Kaufberatung: Modelle, Preise & Erfahrungen
- Decathlon Mountainbike 26 Zoll: Test & Kaufberatung
- Harley-Davidson Primärantrieb: So funktioniert er, Wartungstipps & ultimative Umbauanleitungen!
- Ultimative Geschenkideen für Motorradfahrer – So findest du das perfekte Präsent!
Kommentar schreiben