Die Wahl des richtigen Fahrrads für ein Kind ab 9 Jahren ist entscheidend für den Fahrspaß und die Sicherheit. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie beim Kauf berücksichtigen sollten.
Größe und Alter des Kindes
Die Hersteller guter Kinderfahrräder geben alle Mindestkörpergröße oder Mindestinnenbeinlänge für jedes ihrer Fahrräder an. Oder sogar beides.
Oft sind die Vorgaben recht vorsichtig in Bezug auf das Fahrkönnen gewählt. Ist Ihr Kind also schon sehr sicher mit dem Rad unterwegs, kann man diese Werte u.U. um ein paar cm unterschreiten (Innenbeinlänge: 1-2cm, Körpergröße: 3-4cm.).
Alle Räder im Kinderfahrradfinder sind mit den Herstellerangaben bezüglich dieser Maße versehen.
Unter "Wieviel Zoll?" - Warum Kinderfahrrad-Größentabellen nicht helfen räume ich mit dem Mythos und Missverständnis auf, dass sich die Größe von Kinder- und Jugendfahrrädern über die Größe ihrer Felgen in Zoll definieren würde.
Ab einer Laufradgröße von 24 Zoll spricht man meistens von einem Jugendfahrrad und nicht mehr von einem Kinderfahrrad.
Unsere Übersicht beginnt mit dem 24"- Fahrrad und endet mit der 27,5"- Größe. Die hier gezeigten Fahrräder passen ab etwa einer Körpergröße von 120 cm bzw. einer Schrittlänge von 55 cm und gehen in kleinen Schritten aufwärts bis zu einer Körpergröße von etwa 150-155 cm bzw. Schrittlänge von 70 cm.
Kinder- und Jugendfahrräder gibt es meist nur in einer Rahmengröße.
Bei der Unterscheidung für die jeweiligen Altersgruppen spricht man hier von Radgrößen (auch Laufradgrößen). Geläufig sind hier Angaben wie 12 Zoll, 16 Zoll (...) bis hin zu 27,5 Zoll.
Ab 26 bzw. 27,5 Zoll Radgröße sind Fahrräder in verschiedenen Rahmengrößen erhältlich.
Auch Rahmengrößen werden teilweise in Zoll angegeben, z.B. 13", XXS und XS.
Dieses Maß bezieht sich in dem Fall dann nicht mehr auf den Raddurchmesser (12"-27,5"), sondern die Rahmenhöhe.
Hiermit ist dann die Sitzrohrlänge gemeint - gemessen von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante des Übergangs von Sitzrohr zu Oberrohr.
Ein Fahrrad mit 26 Zoll eignet sich in der Regel für Jugendliche ab einer Körpergröße von etwa 140 cm, während ein Fahrrad mit 24 Zoll für Kinder ab etwa 130 cm ideal ist.
Fahrräder aus der Bikes.de Kategorie Jugendfahrräder eignen sich für eine Körpergröße ab ungefähr 134 - 140 Zentimentern.
Hierbei ist die Körpergröße allerdings lediglich eine Orientierung, welche Laufradgröße in Frage kommt. Entscheidend ist auch hier die tatsächliche Schrittlänge.
Das Kind sollte mit den Fußspitzen den Boden berühren können, wenn der Sattel auf minimale Höhe eingestellt ist.
Da sich jedes Kind individuell entwickelt, sollte man sich hierbei nicht nur nach Tabellen richten, sondern genügend Zeit dafür aufbringen, das wirklich passende Fahrrad zu finden.
Eventuell macht es Sinn, die Schrittlänge einfach einmal selbst auszumessen.
Denn im Gegensatz zu Kleidung, in die Kinder ja noch hineinwachsen sollen, ist ein zu großes Fahrrad nicht nur unpraktisch, sondern auch gefährlich.
Das Kind kann schnell die Kontrolle über sein unpassendes Fahrrad verlieren und dabei in brenzlige Situationen geraten.
Gewicht des Fahrrads
Mit einem leichten Kinderfahrrad kann ein Kind leicht Radfahren und mit einem schweren nur schwer.
Last but not least erfüllt es Kinder immer mit großem Stolz, wenn sie ihr Rad selber eine Treppe hochtragen können.
Geringes Gewicht ist eines der Hauptkriterien in Bezug auf die Frage, welche Fahrräder Aufnahme im Kinderfahrradfinder finden.
Denn je leichter das Bike ist, desto einfacher ist es zu handeln.
Jugendfahrräder sind für kleine Radfans der perfekte Einstieg.
Ein angemessenes Gewicht ist neben der passenden Größe eine der wichtigsten Eigenschaften eines Kinderfahrrads.
Ein angemessenes Gewicht bedeutet, dass es nicht zu schwer ist und vom jeweiligen Kind problemlos gemeistert werden kann.
Natürlich sind alle Kinder unterschiedlich stark: welches Gewicht für welches Alter akzeptabel ist und welche Kinderfahrräder besonders leicht sind erfährst du hier.
Bei Kindern ist Leichtbau noch viel wichtiger als im Radsport.
Basierend auf den mittleren Körpergewichten von Kindern (Daten der WHO) empfehlen folgende Gewichte für die verschiedenen Altersklassen:
| Alter | Körpergewicht | Empfohlenes Fahrradgewicht |
|---|---|---|
| 2,5 - 4 Jahre | 12 - 16 kg | ~5 kg |
| 4 - 6 Jahre | 16 - 20 kg | 5 - 6 kg |
| 6 - 8 Jahre | 20 - 25 kg | 6 - 8 kg |
| 8 - 10 Jahre | 25 - 32 kg | 8 - 10 kg |
| Ab 10 Jahren | Ab 32 kg | Ab 9 kg |
Die Auswahl des richtigen Rades ist also unabhängig von der passenden Größe von großer Bedeutung und dein Kind nicht mit einem zu hohen Gewicht zu belasten.
Wenn aber ein Gewicht angegeben ist und je näher dies an der 5 kg Marke liegt umso hochwertiger ist das Rad verarbeitet.
Ultraleicht meist ultra-teuer.
Natürlich kosten hochwertige und leichte Komponenten an einem Kinderfahrrad mehr Geld als einfache und schwerere.
Oftmals handelt es sich um Spezialanfertigungen mit besonders geringem Gewicht.
An günstigen Rädern findet man hingegen oft billige Massenware die für Erwachsenenräder hergestellt werden, absolut nicht aus dem Leichtbau Bereich kommen und wenig für Kinderräder geeignet sind.
Eine einfache Methode das Gewicht zu reduzieren die sich noch günstig ist der Verzicht auf unnötigen Ballast.
Schutzbleche, Gepäckträger und Beleuchtung am Kinderfahrrad kosten Geld und treiben das Gewicht in die Höhe.
Ohne diese Anbauten kann ein Rad günstiger und leichter sein.
In den meisten Fällen kann auf solchen Schnickschnack verzichtet werden: bei Bedarf nachrüsten ist die bessere Alternative.
Das kostet und wiegt dann natürlich extra kann sich in bestimmten Fällen aber lohnen.
In jedem Fall stehen die Bedürfnisse der Kinder im Vordergrund.
Leichte Kinderfahrräder: ja, aber nicht ohne Kompromisse.
Denn ultra-leicht heißt leider auch ultra-teuer und resultiert nicht zwangsläufig immer in mehr Fahrfreude beim Kind.
Achte aber nicht zu sehr auf 100 Gramm Unterschied.
Erstens wird dein Kind solch kleine Unterschiede im Gewicht nicht merken.
Und außerdem können wir uns leider nicht so genau auf die Angaben der Hersteller verlassen.
Produktions-bedingt gibt es immer Variationen des Gewichts und die Hersteller neigen sicher auch dazu das eigene Fahrrad eher leichter als das der Konkurrenz erscheinen zu lassen.
Auch wird unterschiedlich gemessen.
Ohne Pedale ist eigentlich schon normal.
Diese Angewohnheit kommt aus dem Sportbereich wo jeder seine eigenen Pedale montiert.
Bei Kinderfahrrädern die mit Pedalen geliefert werden und garantiert von jedem Kind genau so gefahren werden macht es aber überhaupt keinen Sinn das Gewicht ohne Pedale anzugeben.
Tretlager
Außer bei den allerkleinsten Kinderfahrrädern sollte das Tretlager nicht höher sitzen als die Achsen der Laufräder.
Und auch bei den Kleinsten nicht wirklich sichtbar höher.
Sonst stoßen die Kinder beim Treten fast mit den Knien gegen ihre Ellenbogen.
Folge ist, dass dann viel im Stehen gefahren wird.
Deshalb bitte auch regelmäßig mit dem Wachstum den Sattel höher stellen.
Ausstattung und Verkehrssicherheit
Jugendfahrräder sind besonders alltagstauglich, robust und verlässlich.
Kompakte Fahrräder, die inmitten der Wachstumsphase eine lange Zeit der perfekte Begleiter sein können.
Robuste Materialen wie Aluminium oder Stahl garantieren Langlebigkeit und Haltbarkeit, insbesondere dann, wenn der Nachwuchs vielleicht noch nicht ganz so pfleglich mit seinen Sachen umzugehen weiß.
Auch wenn die Technik und der Look oftmals stark an moderne Mountainbikes erinnert, so sind die meisten Jugendfahrräder doch ab Werk mit einer Basic-Straßenausrüstung wie Lichtanlage, Fahrradständer, alltagstauglicher Bereifung sowie häufig Schutzblechen und Gepäckträgern ausgestattet.
Trotzdem gibt es bei Jugendfahrrädern, egal ob das Bike neutral, ein Jungenfahrrad oder ein Mädchenfahrrad sein soll, unzählige Designs und Farben, sodass jedes Kind und jeder Jugendliche etwas findet, was ihm gefällt.
Von Retro bis modern, von klassisch bis ausgefallen, hier ist für jeden was dabei.
Insbesondere Räder der Kategorie „All-Terrain-Bikes“ eignen sich hervorragend für jeglichen Einsatz.
Damit kommt man morgens sicher zur Schule, nachmittags mit Freunden ins Freibad, abends zum Sport Training und am Wochenende mit der Familie zu einem Ausflug.
Wie auch die Einsatzmöglichkeiten von 26 Zoll ATBs, ist auch die Ausstattung vielfältig.
Um speziell auf die Bedürfnisse jugendlicher Fahrer ausgelegt zu sein, sind sie robust und sportlich konzipiert, bieten dabei aber trotzdem ein Höchstmaß an Sicherheit.
So sind ATBs nach den Vorgaben der StVO ausgestattet, also mit Licht, Bremse, Reflektoren etc.
Denn Sicherheit geht bei Jugendfahrrädern immer vor.
Dank der robusten Konstruktion ist ein ATB für sämtliche Untergründe bestens geeignet.
Kleine Fahrfehler werden unbemerkt verziehen und die gute Federung schont die Gelenke der jugendlichen Fahrer.
ATBs gibt es sowohl mit einer wartungsarmen Nabenschaltung, als auch mit leichtgängiger Kettenschaltung.
Laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) sollte ein Jugendrad mit einer korrekten Beleuchtung bzw.
Da Kinder bereits ab 8 Jahren am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, es ab 10 Jahren sogar müssen, sollte jedes Jugendfahrrad mit einer verkehrssicheren Lichtanlage ausgestattet sein.
Hierzu gehören ein weißer Frontstrahler, ein rot leuchtender Rückstrahler und Reflektoren vorne, hinten, in den Speichen und an den Pedalen.
Die meisten Lichtanlage basieren auf einer von drei unterschiedlichen Dynamo-Arten: Speichen-, Naben-, oder klassische Seitendynamos.
Wobei Nabendynamos hier klar zu bevorzugen sind.
Denn trotz des etwas höheren Gewichtes punkten sie gerade bei feuchten Witterungen durch eine geringere Ausfallquote.
LED-Systeme sind besonders ausfallsicher und bieten somit mehr Sicherheit.
Straßentaugliche Fahrräder müssen zwingend mit zwei voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgestattet sein.
Die Felgenbremse, besser bekannt als Handbremse, presst beim Bremsen zwei gegenüberliegende Gummibeläge auf die Felgenflanken und bringt so durch Reibung das Rad zum Stillstand.
Als zweites System gibt es oftmals eine weitere Handbremse, unabhängig bedienbar für das zweite Rad oder aber eine Rücktrittbremse.
Diese hat den Vorteil, dass sie sich weniger abnutzt und wartungsärmer ist, als eine Felgenbremse und auch weniger Krafteinsatz benötigt.
Beim Bremsen bleiben beide Hände vollkommen sicher am Lenker.
Auch ist die Sturzgefahr durch ein abrupt blockiertes Vorderrad geringer.
Einsteiger-Gangschaltungen mit 3 oder 7 Gängen können den Fahrspaß mit einem Jugendfahrrad deutlich erhöhen.
So kann der jugendliche Fahrer besser auf unterschiedliche Höhenbedingungen reagieren und ist flexibler in der Streckenauswahl.
Eine gut hörbare Klingel ist ebenfalls Pflicht.
Um die Kleidung der jungen Fahrer vor Dreckspritzern zu schützen, können Schutzbleche an den Rädern montiert werden.
Ab einer Fahrradgröße von 18 Zoll ist eine Gangschaltung für das Kind frühestens sinnvoll.
Bei 24 Zoll-Fahrrädern kannst du zwischen 3-Gang-Nabenschaltungen, 8-Gang-Schaltungen mit Drehgriff oder vielgängigen Kettenschaltungen wählen.
Lass dich vom Fachhändler beraten, welche Variante für dein Kind bzw.
Fahrräder ab einer Größe von 20 Zoll sollten verkehrstauglich, also mit den nötigen Reflektoren und einer Lichtanlage versehen sein.
Stützräder fürs Kinderfahrrad?
Manche Kinderfahrräder bekommst du mit Stützrädern geliefert.
Lass sie aber besser im Karton, denn sie vermitteln eine trügerische Fahrsicherheit.
Mehr noch: Laut Allgemeinem Deutschen Fahrradclub (ADFC) gewöhnen sich Kinder mit Stützrädern die falsche Kurvenhaltung an.
Mit einem Gewicht von acht bis 15 Kilogramm ist ein Kinderrad im Verhältnis zum Körpergewicht des Kindes eher schwer.
Damit dein Kind sein Fahrrad trotzdem gut bewegen kann, legt der Fachhandel seinen Fokus auf leichte, hochwertige Kinderräder.
Von einem Kauf im Baumarkt oder in der Spielzeugabteilung ist daher abzuraten: Diese Räder sind meist schwer und von schlechterer Verarbeitung und Qualität.
Ein geringes Gewicht, gut erreichbare Handbremsen und Kurbeln in der richtigen Länge haben ihren Preis.
Außerdem brauchen sie spezielle Anbauteile, was die Kosten erhöht.
Alternativ kannst du dich nach einem gebrauchten Kinderrad umschauen.
Anbauteile wie Bremshebel, Kurbeln usw.
Soll das neue Fahrrad täglich und für kürzere Strecken innerhalb von Ortschaften genutzt werden, so ist vielleicht ein Stadtfahrrad genau das richtige.
Mountainbikes gibt es natürlich auch in der 26 Zoll Größe.
Sie eignen sich perfekt für jugendliche Sportfans, die gerne off-Road und im Gelände unterwegs sind.
Zielgruppe von Jugendfahrrädern sind Jungen und Mädchen ab 9 bis ca. 16 Jahren.
In diesem Alter ist Optik und Design besonders wichtig und das Traumbike sollte natürlich möglichst cool aussehen und gut ausgestattet sein.
Im Vergleich zu Kinderfahrrädern müssen Jugendfahrräder etwas mehr Anforderungen erfüllen, denn sie werden vollwertig im Straßenverkehr genutzt.
So sollte neben einem möglichst geringen Gewicht, der passenden Rad-Größe und einer guten Sitzhaltung die Verkehrssicherheit oberste Priorität haben.
Rücktrittnaben ja oder nein?
Rücktrittnaben wiegen viel, erschweren am Anfang (An)fahren zu lernen, da sich die Pedale nicht frei in Stellung bringen lassen.
Optimal gebremst werden kann auch wieder nur aus einer bestimmten Pedalstellung.
Ungünstig bis gefährlich in Notsituationen.
Rücktritt lässt sich außerdem schlecht dosieren.
Und zu guter Letzt: Ein später wahrscheinlich ohnehin kommender Umstieg auf Handbremsen verläuft zwar in der Regel völlig unproblematisch.
Dennoch hat eine Rücktrittbremse auch Vorteile.
Federgabeln
Federgabeln sind eine tolle Sache.
Im Gelände. Selbst dort aber nur dann wenn es sich um hochwertige Modelle handelt.
An einem vorwiegend auf Asphalt oder festen Wegen benutzten Kinderfahrrad bringen Federgabeln aber ausschließlich Nachteile:
- Sie sind viel schwerer als eine Starrgabel
- Sie sind wartungsintensiv und defektanfällig
- Sie fangen nach einer Zeit oft an, störende Geräusche von sich zu geben.
Es gibt gute Federgabeln für Kinder-Mountainbikes.
Kettenkasten
So verlockend ein Kettenkasten wegen immer sauberer Hosenbeine auch erscheinen mag: Er benötigt viel Platz in der Breite und erzwingt so einen sehr großen Pedalabstand.
Das wirkt sich umso ungünstiger auf Treteffizienz (und gesunde Knie) aus, je kürzer die Beine eines Fahrradfahrers sind.
Es gibt auch bessere Kettenschutzvarianten als komplette Kettenkästen.
Diese umschließen wirklich nur die Kette.
Apropos saubere Hosenbeine: frisches Öl an der Hose lässt sich letztlich auch ganz einfach mit Gallseife in der Regel rückstandslos entfernen.
Dreifach-Kurbeln erhöhen den Pedalabstand auch.
Zwar nicht ganz so drastisch.
Auch weil sie sich erst an Rädern für größere Kinder mit entsprechend längeren Beinen finden.
Aber es gibt einfach nichts, was für sie sprechen würde.
Viele Erwachsene sind mit dem Schalten vorne und hinten noch überfordert.
Und das gilt für Kinder natürlich umso mehr.
Auch die Einstellung und Wartung ist deutlich aufwändiger.
Gepäckträger, Schutzbleche, Ständer, Nabenschaltung und Naben-Dynamo
Leider gibt es kaum wirklich gute, vollausgestattete Kinderräder von der Stange.
Eine Erklärung dafür dürfte wohl das resultierende, hohe Gewicht sein, wenn all diese Dinge auf halbwegs günstige Teile zurückgreifend verbaut werden.
Nabenschaltungen sind zwar wartungsarm, aber schwer.
Eine 1-fach Kettenschaltung, wie sie die meisten guten Kinderräder haben ist in Sachen Einstellung und Wartung aber auch absolut keine Raketenwissenschaft.
Immerhin entfällt ja schonmal mit dem bei 1-fach nicht benötigten Umwerfer schon die Hälfte der Komplexität.
Ein Dynamo ist heute in Deutschland nicht mehr vorgeschrieben.
Gepäckträger werden für Fahrradtaschen z.B. beim Einkauf oder auf mehrtägigen Fahrradtouren gebraucht.
Schutzbleche. Ja, die machen wirklich Sinn.
Überlegen Sie sich unvoreingenommen für jedes zusätzliche Teil am Rad, ob das Kind es wirklich brauchen wird.
Der richtige Zeitpunkt für den Kauf
Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist absolute Hochsaison in der (Kinder-)Fahrradbranche.
Die Händler sind im Dauerstress und haben kaum Zeit für ausführliche Beratung.
Der beste Zeitpunkt zum Kinderfahrradkauf dürfte daher wohl etwa im Januar liegen: Die Lager sind dann voll.
Klar: Wirklich gebraucht wird das Fahrrad meist erst ab dem Frühjahr.
Aussehen und Design
Es ist sehr wichtig, dass das Fahrrad Ihrem Kind auch gefällt.
Am Ende lässt es das Rad sonst noch nur wegen des Aussehens links liegen, statt damit zu fahren.
Andererseits: 2 Kilo weniger, eine erreichbare Handbremse und auch ansonsten gute Ergonomie sind ja vielleicht doch wichtiger, als Glitzerfransen am Lenker und Motiven aus irgendeiner aktuellen Zeichentrickserie.
Kompromissvorschlag bei noch kleinen Kindern: Finden Sie die aktuellen Lieblingsfarben Ihres Kindes heraus und kaufen Sie dann ein gutes Rad in passender Farbe. Und Fransen lassen sich ja notfalls auch noch in Eigenregie anbringen.
Recherche vor dem Kauf
Erst Recherchieren, dann kaufen.
Bevor man den ersten Fahrradladen betritt, Kleinanzeigen studiert oder die Sonderangebote von Online-Shops durchforstet, sollte man erst einmal recherchieren, welche Kinderbikes und Marken überhaupt in Frage kommen.
Und erst wenn man sich darüber im Klaren ist, nach entsprechenden Angeboten suchen.
Wo man gute, gebrauchte Kinderfahrräder kaufen kan, und wo eher nicht, davon handelt der ausführliche Artikel "Kinderfahrrad: Gebraucht oder neu?
Schulweg mit dem Fahrrad
Und natürlich auch auf den täglichen Wegen zu Schule oder Kindergarten.
Letzteres ist bei vielen Eltern mit vielen Sorgen verbunden.
Und dann gibt es da noch die Schulen, die versuchen den Schulweg mit dem Fahrrad zu verbieten oder behaupten, er sei erst nach der Fahrradprüfung erlaubt.
Bitte kein Wort davon glauben.
Die einzige Instanz, die Kindern vorschreiben darf, womit sie wohin fahren dürfen oder auch nicht, sind die Eltern.
Und auch versicherungstechnisch spricht nichts gegen den Schulweg mit dem Fahrrad.
Wiederverkaufswert
Es ist zwar richtig, dass Kinderfahrräder etwa bis 16 Zoll Laufradgröße nur ein Jahr lang passen, ab 20 Zoll vielleicht zwei und später auch mal drei.
Schaut man sich aber den Wiederverkaufswert hochwertiger Kinderfahrräder an, so kostet auch ein 500.- Euro 20 Zoll Rad am Ende nur ca. EUR 75.-/Jahr - also EUR 6,25/Monat.
Soviel etwa - bzw.
Diese Rechnung geht allerdings nur auf, wenn man sich das Rad nicht klauen lässt - bzw. man für diesen Fall eine Versicherung hat.
Die gute Nachricht hier: Dazu braucht es in der Regel keine teure Extra-Fahrradversicherung.
Die oft ja schon bestehende Hausratversicherung deckt die Preisbereiche von Kinderrädern meist locker ab.
Einfach mal einen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen.
Checkliste: Das verkehrssichere Fahrrad
- Korrekte Beleuchtung (Frontstrahler, Rückstrahler, Reflektoren)
- Zwei voneinander unabhängige Bremssysteme
- Gut hörbare Klingel
- Regelmäßige Überprüfung aller Komponenten
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