E-Bikes haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen, und in immer mehr Haushalten ist ein elektrisches Fahrrad zu finden. Wer ein E-Bike fährt, muss beim Einwintern des Fahrrads vor allem dem Akku besondere Aufmerksamkeit widmen.
Warum die richtige Lagerung wichtig ist
Die Fahrrad-Akkus sind oft der teuerste Teil eines E-Bikes und sollten daher besonders sorgsam gehandhabt werden. Die Batterie zählt zu den teuersten Komponenten und sollte somit nicht vernachlässigt werden.
E-Bikes und Pedelecs haben einen wachsenden Anteil an den verkauften Fahrrädern und daher stehen immer mehr Haushalte vor der Frage, wie man den E-Bike-Akkus sicher lagern und laden kann, wobei der Fokus auf einem adäquaten Brandschutz liegt. Denn neben den zahlreichen Vorteilen von Lithium-Ionen-Akkus gegenüber den früher verbreiteten NiCd und Bleigel-Akkus bergen diese neuen Akkutypen auch eine Reihe von Gefahren, die ein entsprechend sachgemäße Lagerung notwendig machen. Angefangen vom Leistungsverlust bis hin zum Brand und zur Explosion reicht die Spanne der möglichen Konsequenzen, die durch ein falsches Lagern von E-Bike-Akkus entstehen kann.
Lithium-Ionen-Akkus: Leistungsstark, aber empfindlich
Elektrofahrräder sind in der Regel mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet. Lithium-Ionen-Akkus sind wiederaufladbare Batterien. Sie haben eine hohe Energiedichte und sind besonders leicht. Lithium-Ionen-Akkus sollten mindestens alle drei Monate aufgeladen werden.
Sie sind sehr leistungsstark, können bei unsachgemäßer Verwendung jedoch auch gefährlich werden und in Brand geraten. Werden Lithium-Ionen-Akkus beschädigt oder zu großer Hitze ausgesetzt, kann es zu einem Brand kommen. Durch eine Quetschung oder einen Stoß können sich Lithium-Ionen-Akkus nämlich entzünden.
Die richtige Temperatur für die Lagerung
Die Temperatur spielt bei der Lagerung von E-Bike Akkus eine wichtige Rolle. Sowohl sehr hohe als auch niedrige Temperaturen können der Batterie schaden. Der Akku sollte weder zu kalt noch zu warm gelagert werden. Zu niedrige Temperaturen können sich negativ auf die Kapazität des Akkus auswirken.
Der optimale Lagerort für den E-Bike-Akku schützt diese vor Feuchtigkeit und bietet eine Temperatur zwischen 0° C und 20°C. Optimalerweise werden E-Bike Akkus bei einer Raumtemperatur von +10°C bis +20°C aufbewahrt. Optimal sind 10° C. Wenn Sie einen Weinkeller haben, ist das der beste Ort zum Ablegen der Batterie. Feuchte Räume sind hingegen nicht geeignet.
Grundsätzlich sollten Sie Lithium-Ionen-Akkus daher nicht im Freien lagern - auch nicht in Gartenhütten. Das gilt insbesondere bei Frost, aber auch Hitze kann den Akkus schaden. Daher empfehlen wir, Fahrrad-Akkus im Haus zu lagern. Auch im Fahrrad-Keller ist der E-Bike-Akku in der Regel gut aufgehoben, sofern der Keller vor Frost und Nässe geschützt ist.
Wird das E-Bike im Winter nicht häufig verwendet, sollte man den Akku entnehmen und im Haus lagern. Im besten Fall wird der Akku dann erst kurz vor einer Fahrt wieder eingesetzt.
Auswirkungen von Kälte auf den Akku
Frost für Batterien schädlich ist und deren Lebenszeit verkürzt. Das liegt unter anderem daran, dass das Elektrolyt, das sich zwischen Kathode und Anode im Lithium-Ionen-Akku befindet, bei niedrigen Temperaturen immer zähflüssiger wird. Die Ionen, die sich zwischen den Elektroden bewegen, müssen daher bei niedrigeren Temperaturen mehr Arbeit leisten. Das hat mehrere Effekte:
- Beim Ladevorgang wird mehr Energie verbraucht.
- Die maximale Leistung ist geringer, was sich auf die Höchstgeschwindigkeit auswirken kann.
- Im Extremfall kann die Spannung unter die Ladeschlussspannung fallen, sodass der Akku gar nicht mehr funktioniert.
- Bei gegebener Leistungsabgabe wird der Fahrrad-Akku schneller leer.
- Bei extremen Temperaturen kann der Akku sogar beschädigt werden.
Laden bei Zimmertemperatur
Auch die Aufladung findet optimalerweise bei Zimmertemperatur statt. Während des Ladevorgangs sind Fahrrad-Akkus besonders empfindlich. Sie sollten daher nur bei Zimmertemperatur geladen werden und nicht direkt nach Gebrauch oder Lagerung in einem kühleren Bereich angeschlossen werden. Wir empfehlen, den Akku zunächst auf Raumtemperatur erwärmen zu lassen.
Bei welchen Temperaturen genau die Akkus sicher betrieben, gelagert und geladen werden können, hängt vom einzelnen Modell ab. Sehen Sie im Zweifelsfall in der Bedienungsanleitung nach oder fragen Sie den Hersteller.
Der richtige Ladezustand für die Lagerung
Wird das E-Bike über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, sollte der Akku weder vollständig geladen noch vollständig entladen gelagert werden. Der Akku wird optimalerweise mit einer Ladekapazität von 30% bis 60% eingelagert. Bei der Wintereinlagerung des Akkus sollte diese weder komplett entladen sein, noch sollte er vorher noch einmal aufgeladen werden. Der optimale Ladezustand für den E-Bike-Akku ist im Bereich von 30 bis 60%, was bei vielen Modellen über eine entsprechende Anzeige ablesbar ist.
Idealerweise wird ein Akku mit einem Ladezustand zwischen 30 und 70 % eingelagert, er soll weder ganz leer noch ganz voll geladen sein. Geeignet ist ein mittleres Ladungsniveau zwischen 30 und 70 Prozent. Zum Prüfen des Ladezustands verfügen die meisten Akkus über eine LED-Anzeige.
Vermeidung von Tiefenentladung
Wird ein Akku über einen längeren Zeitraum gelagert, ohne verwendet zu werden, entlädt er sich langsam von selbst. Kommt es dabei zu einer sogenannten Tiefenentladung, werden die Akkuzellen geschädigt. Ein Lithium-Ionen-Akku verliert die gespeicherte Energie nicht nur beim Fahren, sondern zu einem kleinen Teil auch durch Selbstentladung. Diese kann vor allem bei längerem Lagern des Akkus zu Problemen führen. Sinkt das Ladelevel unter das nötige Minimum, spricht man von einer Tiefenentladung und der Akku kann großen Schaden nehmen.
Qualität und Alter des Akkus nehmen Einfluss darauf, wie hoch die Entladungsrate und damit die Lagerfähigkeit eines Akkus ist.
Lithium-Ionen-Akkus sollten mindestens alle drei Monate aufgeladen werden. Bei einer längeren Einlagerung sollten Sie den Ladezustand im Auge behalten. Gegebenenfalls sollte der Akku einmal monatlich aufgeladen werden, aber im Idealfall wird bei 10 % Restladung nachgeladen.
Weitere wichtige Hinweise zur Lagerung
E-Bike Akkus sollten immer trocken und bei einer geringen Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist dabei zu vermeiden. Außerdem ist es ratsam, einen E-Bike Akku nicht in der Nähe von entflammbaren Materialien zu lagern. Im Winter sollte man den E-Bike Akku mit in die Wohnung nehmen und ihn bei Zimmertemperatur aufbewahren.
Wenn das E-Bike oder Pedelec für einen längeren Zeitraum nicht gefahren wird, sollte der der Akku aus der Halterung entnommen und im ausgeschalteten Zustand gelagert werden. Die Kontakte am E-Bike lassen sich mit Batteriepolfett oder technischer Vaseline pflegen. Diese können somit nicht oxidieren und korrodieren. Bei E-Bikes mit rahmenintegrierten Akkus lässt sich ein leerer Akkuschacht auch prima mit einer E-Bike Akku Schutzhülle vor einem Eindringen von Staub, Schmutz und Feuchtigkeit schützen. Zur äußeren Reinigung reicht ein feuchter Lappen.
Sicherheitsvorkehrungen bei der Lagerung
Bei unsachgemäßer Handhabung stellen E-Bike Akkus ein Sicherheitsrisiko dar. Insbesondere bei Beschädigung oder Überhitzung können sie Feuer fangen oder explodieren.
Beachten Sie folgende Tipps für maximale Sicherheit:- Lagern Sie Ihren E-Bike Akkus an einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort, fern von direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit
- Idealerweise entladen Sie ihn auf etwa 50 % seiner Kapazität
- Nutzen Sie einen Raum mit Rauchmelder
- Halten Sie kleine Metallgegenstände (Münzen, Schlüssel, Schrauben oder Nägel) vom E-Bike-Akku fern
- Nutzen Sie einen feuerfesten Behälter wie die ZARGES Akku Safe Feuerfeste Aufbewahrungsbox
Spezielle Behälter für die Lagerung
Für die sichere Lagerung und vor allem den sicheren Transport von Lithium-Ionen-Akkus bieten wir spezielle Gefahrgutbehälter. Unsere Gefahrgutboxen entsprechen den UN Sicherheitsbestimmungen für den Transport von UN 3480 Lithium-Ionen-Batterien und UN 3090 Lithium-Metall-Batterien.
In unseren speziellen Behältern ist Löschgranulat enthalten, welches ab einer gewissen Temperatur schmilzt. Fängt ein Akku Feuer, legt sich das Granulat über den Brand und verhindert die Sauerstoffzufuhr. Es nimmt gleichzeitig Wärme in Form von Schmelzenergie auf, wodurch der Brand abgekühlt wird.
Die Akkubehälter haben einen verschließbaren Deckel mit Sicherheitsgurt und enthalten 10 kg Löschgranulat. Sie bieten effektiven Schutz, wenn ein Lithium-Ionen-Akku in Brand gerät. Die Akkubehälter samt Löschgranulat bieten somit einen effektiven Schutz gegen brennende E-Bike Akkus.
Wer sich dabei Sorgen um die Brandgefahr macht, kann für die Lagerung unsere feuerfeste RETRON BOX verwenden.
Was tun bei einem defekten Akku?
Ungleich größer ist die Gefahr bei defekten Akkus: Diese sollten niemals und unter keinen Umständen innerhalb einer Wohnung gelagert werden, denn hier sind die Risiken für einen Akkubrand oder einen Thermal Runway signifikant höher und diesem Risiko sollte sich niemand aussetzen. Ist ein E-Bike-Akku defekt - egal ob der sich nicht mehr laden lässt, einen mechanischen Schaden (bspw.
E-Bike winterfest machen: Zusätzliche Tipps
Um auch in der kalten Jahreszeit mühelos voranzukommen, solltest du dein e-Bike winterfest machen und die Herbstzeit nutzen, einen professionellen Service in Anspruch zu nehmen. Viele e-Bike Fans lassen sich von den nasskalten Witterungsbedingungen nicht vom Fahren abhalten, denn das e-biken hat auch in der kältesten Jahreszeit durchaus viele Vorteile. Generell gilt, das e-Bike nicht für einen längeren Zeitraum ungeschützt im Freien stehenzulassen, sondern es ordnungsgemäß an einem sauberen und trockenen Platz zu lagern. Dein e-Bike kann optional auch mit einer Abdeckplane zugedeckt werden, wodurch es weder Nässe noch Kälte ausgesetzt ist. Bei einer Temperatur zwischen 10 und 20 Grad Celsius fühlt sich dein e-Bike am wohlsten.
Den Akku wieder in Betrieb nehmen
Genauso einfach, wie das E-Bike Akku Lagern ist es, die Batterie wieder aus dem Winterschlaf zu wecken. Theoretisch können Sie den Akku einfach einstecken und losfahren. Dank der Lithium-Ionen-Technologie gibt es keinen Memory-Effekt mehr. Der Akku kann jederzeit unabhängig vom Ladezustand ans Netzteil gesteckt werden. Dennoch lohnt es sich, den Akku sanft auf die neue Saison vorzubereiten. Hierfür laden Sie die Batterie voll auf und fahren Sie einmal komplett leer. Verzichten Sie in diesem Zyklus auf ein Zwischenladen.
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