Nur mit gut aufgepumpten Reifen gestaltet sich das Fahrradfahren komfortabel. Das kann wahrscheinlich jeder bestätigen, der schon einmal mit einem zu geringen Reifendruck unterwegs war. Nichts ist so effektiv und wichtig für eine angenehme Fahrt mit dem Rad wie der richtige Reifendruck.
Du kommst mit deinem Fahrrad deutlich langsamer auf Geschwindigkeit, das Fahren ist beschwerlich und du musst viel mehr Kraft aufwenden? Dann ist es Zeit, deinen Reifendruck zu überprüfen. Denn nur mit einem ideal aufgepumpten Schlauch fährst du auf dem Fahrrad wirklich komfortabel. Den Unterschied ist sofort spürbar.
Einmal aufgepumpt, bleibt die Luft allerdings nicht für immer in der Bereifung. Mit der Zeit verliert jedes Gummi Luft, egal ob es viel oder wenig genutzt wird. Aus Sicherheitsgründen und auch um keinen unnötigen Verschleiß zu fördern, muss deshalb der Luftdruck in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Nicht umsonst schreiben die Reifenhersteller einen optimalen Reifendruck, mit einem gewissen Toleranzbereich, vor. Diesen finden sie gedruckt oder geprägt auf Ihrer Reifenflanke.
Insbesondere bei längeren Fahrten kann es passieren, dass Sie Ihr Bike auch mal zwischendurch aufpumpen müssen. Oder der Untergrund verändert sich und Sie benötigen etwas mehr Reifendruck um den Fahrkomfort stabil zu halten. Wer keine Luftpumpe dabei hat, oder wem das Pumpen per Hand auch daheim zu mühselig ist, kann bei der nächstbesten Gelegenheit den Reifen mit einem Kompressor auf Vordermann bringen.
Die richtige Vorbereitung
Allerdings haben Reifen häufig verschiedene Ventilarten. An Fahrradschläuchen sind verschiedene Ventile verbaut. Die Ventile unterscheiden sich in Dunlop-Ventile, Schrader-Ventile, auch als Auto-Ventil bekannt, und Presta-Ventile. Das Presta-Ventil kennen Fahrradfahrer auch als französisches Ventil. Prüfe also zuerst, welches Ventil deine Reifen haben und ob du die richtige Fahrradpumpe griffbereit hast.
In den meisten Fällen wird für die Verwendung eines Kompressors zum Fahrradreifen aufpumpen ein Adapter benötigt, da die etwas kleineren Fahrradventile mitunter nicht zum Anschlussstück des Reifenfüllers passen. Diese sind in erster Linie für Autoreifen ausgelegt. Den passenden Adapter erhalten Sie aber bereits für wenige Euro im Fachhandel.
Schrauben Sie also zunächst den Adapter auf Ihr Fahrradventil. Das werkzeuglose Montieren hat den weiteren Vorteil, dass Sie den Adapter ebenso auch wieder mit der Hand lösen können, wenn kein Kompressor in der Nähe ist.
Aufpumpen mit dem Kompressor
Drücken Sie im zweiten Schritt das Anschlussstück des Reifenfüllers fest auf den montierten Adapter und klappen Sie den Arretierhebel um. Zum Aufpumpen sollten Sie den Hebel am Reifenfüller immer nur sehr kurz drücken und besonders feinfühlig vorgehen. Kompressoren können sehr leistungsstark sein, so dass viel Luft in kurzer Zeit in den Fahrradreifen gelangt. Dessen Aufnahmefähigkeit ist aber natürlich von Haus aus begrenzt.
Der richtige Reifendruck
Welchen Reifendruck Sie letztendlich ganz genau wählen, bleibt im Grunde Ihnen selbst überlassen, denn das ist unterm Strich Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass Sie sich im empfohlenen Toleranzbereich bewegen. Sicherlich gibt es auch untergrundbedingte Empfehlungen für den optimalen Reifendruck.
Auf der Seite des Mantels kannst du ablesen, wie viel bar Druck für den Fahrradschlauch zulässig ist. Mit einer Luftpumpe mit Manometer bestimmst du, wie viel Druck auf deinem Schlauch drauf ist. In der Praxis hast du nicht immer die Möglichkeit, den Reifendruck auf das bar genau zu bestimmen. Das ist aber nicht weiter tragisch.
Pumpe den Schlauch einfach so lange auf, bis der darüber befindliche Reifen hart genug ist, sich aber mit der Hand noch ein bisschen eindrücken lässt. Dann hast den Schlauch optimal aufgepumpt. Trotzdem ist es empfehlenswert, hin und wieder den Druck zu bestimmen.
Hier eine Hilfestellung für die verschiedenen Rad-Typen:
- Trekking-/Cityrad: ca. 3 bis 4 Bar
- Mountainbike: ca. 2,5 Bar
- Rennrad: ca. 8 Bar
Die Information zum maximalen Druck findest du auf dem Reifen.
Weitere Tipps und Hinweise
Falls dein Bike mit einem Schrader-Ventil, das auch Auto-Ventil heißt, ausgestattet ist, lässt sich der Fahrradschlauch auch an der Tankstelle aufpumpen. Dort kannst du unter Verwendung eines Adapters auch alle anderen Arten von Fahrradventilen probeweise aufpumpen.
Kontrolliere anschließend, ob der Schlauch intakt ist oder Löcher aufweist, durch die aufgepumpte Luft sofort wieder entweicht. Hast du immer noch nicht die Ursache gefunden, schaue dir das Ventil genau an. Oft ist ein beschädigtes Ventil der Grund für einen platten Fahrradreifen. Die Ventileinsätze lassen sich wechseln.
Entscheidend für das richtige Aufpumpen deines Fahrradreifens, ist die Art des Ventils. Welches Ventil du auf deinem Fahrrad hast, ist oft vom Alter des Rads und der Art des Fahrrads abhängig. Es gibt eine Reihe von verschiedenen Fahrradventilen. Es ist nützlich, die Unterschiede zu kennen.
Die verschiedenen Ventilarten
Dunlop-Ventil (holländisches Ventil): Dies ist ein gängiges Ventil, das häufig bei Citybikes oder E-Bikes zu finden ist. Der Vorteil eines holländischen Ventils ist, dass sich damit der Reifen leicht aufpumpen lässt. Es ist wichtig, dass du den Reifen nicht zu fest aufpumpst; es gibt einen maximalen Reifendruck in bar, der nicht überschritten werden darf. Dieser ist in der Regel auf den Flanken des Reifens zu finden. Für dieses Ventil kannst du eine Reihe verschiedener Pumpen verwenden. Eine Pumpe, die auf das Ventil geklickt wird, oder eine Pumpe, die auf das Ventil geschraubt bzw. geklemmt wird.
Französisches Ventil (Presta-Ventil/Sclaverand-Ventil): Dieser Ventiltyp, gelegentlich auch Sclaverand-Ventil genannt, ist häufig bei sportlichen Fahrrädern zu finden. Bei einem französischen Ventil gibt es etwas mehr zu beachten:
- Dreh die kleine Ventilschraube auf.
- Um das Pumpen zu erleichtern, kannst du auch noch die Kontermutter des Ventils an der Felge lösen.
- Achte beim Aufpumpen auf den Stift, der oben herausragt. Der ist sehr empfindlich.
- Pump den Reifen nun auf. Verwende das kleinste Loch an dieser Pumpe.
Kontrolliere immer genau auf deinem Fahrradreifen, auf wie viel bar du den Reifen tatsächlich maximal aufpumpen kannst. Denn auch sportliche Fahrradreifen dürfen nur bis zu einem maximalen Luftdruck in bar aufgepumpt werden. Zieh die Ventilschraube wieder fest an.
Schrader-Ventil (Auto-Ventil): Das Schrader-Ventil ist ein beliebtes Ventil in der Automobilbranche. Diese Art von Ventil wurde häufig bei Mountainbikes verwendet. Dieses Ventil findet man heute vor allem an älteren Mountainbikes. Der große Vorteil dieses Ventils ist, dass du deinen Fahrradreifen in fast jedem Dorf aufpumpen kannst.
- Dreh die Ventilkappe ab.
- Setz die Fahrradpumpe auf das Ventil.
- Pump deinen Fahrradreifen nun auf. Für das Autoventil verwendest du das große Loch der Fahrradpumpe. Natürlich kannst du auch einen Kompressor verwenden.
Die richtige Pumpe für unterwegs
Willst du gerade los und in deinem Reifen ist zu wenig Luft oder hast du unterwegs einen Platten? Für jede Gelegenheit gibt es eine passende Pumpe. Weiter oben in diesem Blog haben wir erklärt, welche Pumpe mit welchem Fahrradventil funktioniert.
- Die klassische holländische Pumpe, sie steht in den Niederlanden wahrscheinlich in jeder Scheune oder Garage und in deutschen Fahrradschuppen ist sie vermutlich auch sehr oft zu finden. Diese Pumpe ist für das holländische (Dunlop-) Ventil perfekt.
- Wenn du für alle verschiedenen Fahrradventile eine Pumpe haben möchtest, entscheide dich dann für die moderne Version der klassischen holländischen Pumpe. Am besten eine Fahrradpumpe mit Manometer. Auf diese Weise kannst du genau den richtigen Reifendruck bestimmen.
- Bist du auf der Straße unterwegs und verlierst du plötzlich Luft oder hast du einen Platten? Dann können dir eine Mini-Fahrradpumpe oder CO₂-Patronen helfen. Diese Geräte sind klein und leicht zu transportieren. Wähl vorzugsweise eine Mini-Pumpe mit einem Pumpschlauch. Wenn du dich nicht zwischen CO₂-Patronen und einer Mini-Pumpe entscheiden kannst, gibt es auch die CO₂-Pumpe.
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