Bergamont 24 Zoll Fahrrad Test: Ein umfassender Überblick

Noch vor dem Wechsel von der Grund- zur weiterführenden Schule steht beim Thema Fahrrad normalerweise ein wichtiger Schritt an: Das 20-Zoll-Kinderrad wird zu klein, und damit ist es Zeit für das erste richtige Fahrrad. Das 24-Zoll-Modell kann ein klassisches „Schulrad“ mit StVZO-Vollausstattung sein, oder es kann mehr ich Richtung sportliche Nutzung gehen - bis zum neunten oder zehnten Lebensjahr hat sich nämlich häufig schon entschieden, ob das Radfahren nur Mobilität ist oder zur Leidenschaft zu werden verspricht.

Ein 24-Zoll-Fahrrad ist eine den eigentlichen Kinderfahrrädern (mit 12 bis 20 Zoll Rahmengröße) nachfolgende Kategorie und unterfällt bereits den Jugendfahrrädern, die man ab etwa acht bis zehn Jahren kauft - einem Alter, in dem das Kind auf der Straße fahren darf (ab 8 Jahre) oder sogar muss (ab 10 Jahre).

Aktuelle Trends bei 24-Zoll-Fahrrädern

24-Zoll-Bikes, die für letzteres ideal sind, haben sich in de letzten paar Jahren deutlich weiterentwickelt. Schwere Modelle mit einfachen Federgabeln, die Sportlichkeit suggerieren, sind auf dem Rückzug; stattdessen setzten die Anbieter auf funktionelles Material, das in Sachen Fahrspaß einen deutlichen Mehrwert bietet. Nun statten die großen Marken ihre 24er Bikes durch die Bank mit 1x-Schaltung aus, wobei hinten Ritzelpakete mit sieben bis zehn Gängen zum Einsatz kommen.

Ebenso wie die Dreifach-Kurbel ist auch die Billig-Federgabel kein Muss mehr. Immer mehr Fahrradhersteller montieren Starrgabeln und sparen damit Gewicht; die Stoß- und Vibrationsdämpfung übernehmen Reifen, die wie beim BMC Blast teils schon Fatbike-Dimensionen annehmen.

Scheibenbremsen vs. V-Brakes

Immer wieder für Diskussionen sorgt die Frage, ob an ein Kinderfahrrad Scheibenbremsen gehören. Die Discbrakes lassen sich besser dosieren und erfordern geringere Handkräfte; bei starkem Zug am Hebel beißen sie jedoch auch sehr kräftig zu. V-Brakes, wie sie an sechs unserer zehn hier vorgestellten Bikes zum Einsatz kommen, sind technisch einfach und damit leicht zu warten. Gerade angesichts des meist geringen Fahrergewichts reicht ihre Bremskraft locker aus; wie alle Felgenbremsen funktionieren sie bei Nässe aber etwas schlechter. Fürs Kinderrad wären sie unsere erste Wahl, doch das ist letztlich Geschmacksache.

Modelle im Test: Bergamont im Fokus

Bergamont Revox 24 Boy

Das Bergamont Revox 24 Boy aus dem Jahr 2021 ist ein Kinderfahrrad, das sich durch seine solide Konstruktion und durchdachte Ausstattung auszeichnet. Der Rahmen besteht aus einem leichten AL-6061 Rohrsatz und ist auf 24 Zoll ausgelegt, was für eine gute Balance zwischen Stabilität und Gewicht sorgt.

Für die Bremsen setzt Bergamont auf Alloy V-Bremsen, die in Kombination mit einstellbaren V-Bremshebeln aus Aluminium eine zuverlässige Bremsleistung gewährleisten. Die Schaltung besteht aus einer Shimano RD-TY300 mit einem 1x7-fach Drehgriff-Schalthebel (Shimano SL-RV200), was eine einfache und intuitive Bedienung ermöglicht.

Die Suntour XCT Junior Gabel mit einem Federweg von 50 mm und weichen Gabelfedern sorgt für eine komfortable Fahrt auch auf unebenem Gelände. Die Pedale sind vom Typ Marwi SP-700, und das Innenlager ist ein gedichtetes BSA-Lager, das für Langlebigkeit und geringen Wartungsaufwand steht. Der Lenker (BGM Comp, Riser) ist 560 mm breit und zusammen mit den BGM Kids Griffen und dem BGM Comp Vorbau mit Syncros Stem Protector auf die Ergonomie von Kindern abgestimmt.

Die Felgen des Revox 24 Boy sind Shining A-5N, kombiniert mit Kenda K1166 Reifen in der Größe 24x1.95 Zoll, die für guten Grip und Stabilität sorgen. Die Naben (BGM Comp) sind mit Schnellspannern ausgestattet, was die Montage und Demontage der Räder erleichtert. Der Sattel (BGM Kids) und die Sattelstütze (BGM Comp) sind ebenfalls speziell auf die Bedürfnisse junger Fahrer abgestimmt.

Mit einer Reach von 345 mm, einem Stack von 524 mm und einer Sitzrohrlänge von 310 mm bietet das Fahrrad eine angenehme Sitzposition.

Bergamont Revox 24 Lite

Das Revox 24 Lite hat insgesamt eine gute Ausstattung vorzuweisen und gibt sich beim Preis (rund 350 Euro) fair. Highlight sind die Scheibenbremsen, während die Konkurrenzbikes häufig mit Felgenbremsen bestückt wird - ein Plus, wenn sich Ihr Kind eine Acht in die Felge fährt. Ein weiteres nützliches Detail ist das Schutzpolster am Vorbau. Wie bei den Erwachsenen-MTBs geht der Trend bei den Kindermodellen Richtung Einfachkurbel, so auch beim Bergamont. Das erspart das Schalt-Wirrwarr durch den Umwerfer. Den Schaltbereich bewertet die Redaktion unseres Partnerportals Velomotion.de trotzdem als vergleichsweise großzügig.

Bergamont Big Air Tyro

Eine reine Parkmaschine für Kids? Ganz schön extrem, was Bergamont mit dem Big Air Tyro entwickelt hat. Dazu Matthias Faber von Bergamont: "Die ursprüngliche Idee entstand aus der Zusammenarbeit mit Bikeparks, die ein solches Bike für den Verleih suchten. Papa bekommt einen Freerider, und für den Sohn gab es nichts Vergleichbares. Nach anfänglicher Skepsis herrscht inzwischen sogar eine rege Nachfrage bei Endverbrauchern."

Der Ansatz war von Anfang an, ein voll parktaugliches Bike zu entwickeln. Und das ist Bergamont mit dem Tyro Big Air gelungen. Die giftgrüne Maschine übte eine magische Anziehungskraft auf unsere Testfahrer aus. Der 12-jährige Nachwuchs-Downhiller Gustaf wollte das Bike nach der ersten Abfahrt nicht mehr hergeben. Aber bei seiner Körpergröße von 1,43 Meter passte ihm das Bergamont wie auf den Leib geschneidert.

Besonders beim Springen ist der Bolide in seinem Element. Gabel und Dämpfer lassen sich feinfühlig auf Körpergewichte ab 30 Kilo abstimmen. Das Fahrwerk klebt bei Landungen und auf dem Trail förmlich am Boden. Die Scheibenbremsen sind leichtgängig am Hebel und bissig am Laufrad. Die Maschine ist im Verhältnis zum Preis und zur Bike-Klasse (Freeride) nicht allzu schwer.

Details zum Bergamont Big Air Tyro

  • Die E*Thirteen-LG1-Kettenführung hält die Kette oben und unten im Zaum.
  • Der Rockshox-Monarch-R-Dämpfer sitzt in einer massiven, gefrästen Wippe.
  • Die sanft geschwungenen Linien bestätigen die harmonische Performance des Fahrwerks.

Bergamont Revox ATB

Sieht aus wie ein Mountainbike, ist aber ein rundum alltagstaugliches Jugendfahrrad: Mit dem Revox ATB hat Bergamont ein Modell im Programm, das mit gelungener Optik und sinnvoller Technik Lust auf flotte Touren macht. Die 50-mm-Federgabel ist besonders weich abgestimmt, und die einfach bedienbare Achtgangschaltung ist mit breiter Abstufung sehr bergtauglich. Hochwertige „Schwalbe Big Apple“-Reifen mit Reflexstreifen sorgen ebenso für Sicherheit wie die LED-Dynamobeleuchtung mit Standlicht vorne und hinten.

Weitere wichtige Aspekte beim Kauf

Leichtbauvarianten

Umgekehrt übersteigt ein komplett ausgestattetes Kinderfahrrad im 24-Zoll-Bereich schnell eine Gewichtsgrenze von 13 Kilogramm - vergleichsweise schwer für einen zart gebauten Grundschüler. Die gute Nachricht: Es gibt Leichtbauvarianten, wenngleich ihnen oft Gepäckträger oder Schutzbleche fehlen. Eine grundsätzliche Wahl sind Modellvarianten mit sportlicher Note, die mit 12 bis 13 Kilogramm etwas leichter sind als ein Alltagsrad. Allerdings sind diese Mountainbikes der 24-er Klasse nichts für den Schulweg, da sie in der Regel nicht STVZO-konform ausgestattet sind.

Dafür locken sie mit geringem Gewicht: Das Kaniabikes Twentyfour Classic etwa bringt gerade mal 8,3 Kilogramm auf die Waage, das Islabike Beinn 24 ist mit 8,8 Kilogramm nur geringfügig schwerer - und das LIKEtoBIKE 24 von kokua begnügt sich sogar mit 11,4 Kilogramm.

Wann wechseln?

Das Alter des Kindes ist allerdings keine strikte Zwangsläufigkeit, vom 18- oder 20-Zoll-Fahrrad auf ein 24-er-Modell zu wechseln. Die bessere Richtgröße sind vielmehr die Schrittlänge (ab etwa 69 Zentimeter) sowie die Fahrkünste des Kindes. Das führt bei kleiner gewachsenen Radlern zu einem Dilemma: Soll etwa ein zierlicher Neunjähriger mit seinem ersten „richtigen“ Fahrrad den Schulweg meistern, sollte man eher zu einem kleineren Kinderrad der 20-Zoll-Klasse greifen, das der Nachwuchs besser beherrscht und das nicht schon bei kleineren Treppen zum unüberwindbaren Hindernis wird.

STVZO-Konformität

Doch aus Gewichtsgründen sind viele 20-er nicht mit allen Komponenten ausgestattet, die es straßenverkehrstauglich machen. Dazu gehören eine Lichtanlage mit Standlicht und Nabendynamo - nicht ausreichend sind Lampen mit Batterie- oder Akkubetrieb -, Klingel, Bremse sowie Reflektoren in den Pedalen und je zwei in den Rädern. Auch auf Anbauteile wie Gepäckträger oder Schutzbleche wird häufig verzichtet, manche sind aus dünnwandigen Rohren zusammengeschweißt.

Versand und Montage

Alle unsere Fahrräder werden in unserer TÜV-zertifizierten Qualitätswerkstatt, durch ausgebildete Zweirad-Mechaniker vor dem Versand komplett montiert, Probe gefahren, verpackt und per Versanddienstleister/Spedition auf den Weg zu dir gebracht.

Versandmöglichkeiten

Quickversand: Vormontiert/Unmontiert bedeutet, dass das Rad so ist, wie es an uns ab Werk / vom Hersteller geliefert wird. Erste Einstellarbeiten sowie die Vormontage sind teilweise bereits ab Werk /Hersteller vorgenommen worden. Eine Schaltungs- und Bremsjustage sowie das Nachziehen der Schraubverbindungen ist nicht einbezogen. Die Übergabe an den Versanddienstleister liegt hier in der Regel bei 24-48 Stunden an Werktagen.

Standard Versand: Wählst du den Standard Versand, wird dein neues Gefährt über den Versanddienstleister Hermes ausgeliefert. In der Regel beträgt die Lieferzeit innerhalb Deutschlands 3-6 Werktage nach Versand. Aufgrund des Packmaßes, kann es vereinzelt vorkommen, dass das Vorderrad im ausgebauten Zustand mitgeliefert wird. Darüber hinaus müssen lediglich die Pedale angeschraubt und der Lenker geradegestellt werden.

Premium Versand: Wählst du den Premium Versand, wird dein neues Fahrrad dir per Speditionen GEL geliefert. Du hast hier die Möglichkeit, bei Bedarf deinen individuellen Liefertermin zu vereinbaren. Außerdem besteht hier die Möglichkeit eines größeren Packmaßes, so kann das Bike vollständig (ohne dass das Vorderrad ausgebaut werden muss) im Karton verpackt werden. Heißt, du musst nur noch die Pedale anschrauben und den Lenker geradestellen. Die Zustellzeit ist hier deutlich schneller und variiert in der Regel zwischen 1-3 Werktagen nach Versand.

Fazit zum Versand

Der Premium Versand bietet eine kürzere und genauere Lieferzeit. Zudem ist das Rad sofort startklar, sobald du den Lenker geradegestellt und die Pedale eingedreht hast.

Sicherheitshinweise

Überprüfen Sie das Fahrrad vor jeder Fahrt auf mögliche Schäden, insbesondere an Rahmen, Gabel, Lenker/Vorbaueinheit und Sattelstütze. Verwenden Sie das Fahrrad nicht bei festgestellten Schäden. Achten Sie auf erhöhte Verletzungsgefahr durch möglicherweise hohe Temperaturen einzelner Bauteile (z. B. Bremsen, Scheinwerfer). Beachten Sie die Herstellervorgaben zur Anbringung von Anbauteilen (Taschen, Schloss, Kindersitz, Trägersysteme usw.) und zur Verwendung eines Anhängers. Beachten Sie die im jeweiligen Land geltenden gesetzlichen Vorschriften für die Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr. Beim Transport des Fahrrades sind die Angaben des Herstellers, des Gesetzgebers bzw. des Transportunternehmens zu beachten.

Vor der Fahrt

Überprüfen Sie vor jeder Fahrt insbesondere: die korrekte Funktion von Bremsen, Lenkung, Fahrwerk und Beleuchtung, den festen Sitz von Lenker, Vorbau, Räder, Schutzblech und Pedale sowie den Reifenfülldruck. Das Prüfen und Einstellen muss entsprechend der Herstellervorgaben erfolgen.

Fahrverhalten

Machen Sie sich anfänglich mit dem Fahr- und Bremsverhalten vertraut, insbesondere bei unterschiedlicher Beladung, Nässe und losem Untergrund.

Nach der Fahrt / Wartung

Bei Schäden und Funktionsstörungen muss das Fahrrad vor der weiteren Verwendung durch einen Fachbetrieb überprüft werden. Lassen Sie das Fahrrad entsprechend den Herstellervorgaben regelmäßig von einem Fachbetrieb überprüfen und warten, um Gefährdungen, z. B. verschleißbedingt, zu vermeiden. Halten Sie die angegebenen Drehmomente (Nm) für die Montage von Bauteilen ein. Wenden Sie sich an Ihren Fachhändler, wenn Sie die beschriebenen Arbeiten an Ihrem Fahrrad nicht selbst durchführen können.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0