Fahrrad kaufen bis 200 Euro Test: Günstige Alternativen im Fokus

Nimm doch mal das Fahrrad! Keine Frage: Wenn es um Nachhaltigkeit und gesundheitliche Aspekte geht, ist das Fahrrad klarer Spitzenreiter. Fahrradfahren eignet sich sowohl zur Gewichts- als auch zur Stressreduktion und hat obendrein positive Auswirkungen auf Atmung, Durchblutung und unser Immunsystem.

Doch abgesehen davon macht das Fahren mit dem Null-Emissionsfahrzeug einfach Spaß, egal ob auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder bei der gemeinsamen Radtour mit Freunden oder der Familie.

Doch Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad! Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Fahrradmodellen für ganz unterschiedliche Ansprüche und Einsatzbereiche - vom multifunktionalen Alltagsrad bis zum hoch-spezialisierten Sportfahrrad ist alles mit dabei.

Bevor du dich also auf die Suche nach dem passenden Fahrradmodell begibst, solltest du dir zunächst einmal darüber im Klaren sein, welcher Fahrradtyp sich am ehesten für deine Zwecke eignet.

Fahrrad kaufen: Welcher Fahrradtyp bist du?

Seit der Erfindung des Fahrrads im Jahr 1817 hat sich einiges getan. Immer mehr Modelle und Typen kommen auf den Markt. Gar nicht so einfach zu entscheiden, welches der Fahrräder das richtige für dich ist. Wir unterstützen dich beim Fahrrad Kaufen mit einer ausführlichen Übersicht über unsere Fahrrad-Kategorien.

Dynamische Alltagsräder für mehr Mobilität im Stadtverkehr

Das Stadtrad oder auch Citybike ist ein robustes, gleichzeitig aber auch sehr flexibles Fahrrad. Perfekt für das schnelle Großstadtleben und den turbulenten Stadtverkehr. Eine aufrechte Sitzposition, ein bequemer Sattel und der extra tiefe Rahmen machen das Citybike zum perfekten Begleiter auf dem Weg zur Arbeit oder zum Supermarkt.

Du bist nicht nur gerne mit dem Rad, sondern ebenso oft mit Bus und Bahn unterwegs? In diesem Fall könnte sich auch der Kauf eines Falt- bzw. Klapprades lohnen. Hierbei handelt es sich um ein extra leichtes, kompaktes Fahrrad mit kleineren Reifen (16-20 Zoll) und einem geringen Packmaß. Bei Bedarf kann das Rad mehrfach zusammengeklappt und ganz bequem im Bus oder Zug mitgenommen werden. Mehr Flexibilität geht nicht.

Gut zu wissen: Da sowohl das klassische Citybike als auch das handliche Klapprad vorwiegend zur Nutzung im Stadtverkehr konzipiert sind, verfügen sie standardmäßig über sämtliche Komponenten, die gemäß StVZO für eine volle Verkehrstauglichkeit erforderlich sind.

Fahrräder fürs Gelände finden

Ein besonders stabiler Rahmen, extra breite Reifen mit einem ausgeprägten Profil für maximalen Grip sowie ein breiter, gerade Lenker: Das sind die Hauptausstattungsmerkmale eines Mountainbikes . Ein speziell fürs Gelände entwickeltes Sportfahrrad.

Suchst du ein typisches Offroad-Fahrrad, mit dem sowohl auf Schotterpisten als auch auf unbefestigten Waldwegen fahren willst, solltest du den Kauf eines Mountainbikes auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Bedenke jedoch, dass diese Fahrräder zunächst nicht für den Einsatz im Straßenverkehr konzipiert sind.

Bist du ab und an auch auf Landstraßen oder in der Stadt unterwegs, musst du dein Fahrrad womöglich im Nachhinein mit den vorgeschriebenen Bauteilen ausstatten. Außerdem ist der Kraftaufwand bei einem Mountainbike-Reifen auf geteerten Straßen und Wegen besonders hoch.

Während Mountainbikes sowohl beim Sport als auch in der Freizeit zum Einsatz kommen können, handelt es sich bei den relativ kleinen Dirt Bikes - auch bekannt als BMX-Räder - um reine Sporträder, die in erster Linie auf Sprünge und Stunts ausgelegt und als reine Fortbewegungsmittel somit eher ungeeignet sind.

Zusätzlich lässt sich hier noch in MTB Fully und die Hardtail Mountainbike unterschieden. Das entscheidende Augenmerk liegt hierbei bei der Federung. Die erste Gruppe verfügt über eine weitere Federung am Hinterrad, während Hardtail-Bikes ausschließlich im vorderen Bereich gefedert sind.

Echte Allrounder fürs Reisen mit dem Fahrrad und längere Touren

Egal ob Fahrten in der Stadt oder ausgiebige Radtouren: Mit einem gut ausgestatteten hochwertigen Trekkingbike bist du sowohl für geteerte Straßen als auch für das leichte Gelände immer perfekt gerüstet. Gerade Radreisende wissen die Vorzüge dieses Langstreckenrades zu schätzen.

So haben die meisten Trekkingbikes ebenfalls einen Gepäckträger, sodass auch längeren oder gar mehrtägigen Radtouren nichts im Wege steht.

Das Crossbike - der kleine Bruder - ist tendenziell eher spartanisch ausgestattet und hat, anders als das Trekkingrad, meist keine Zulassung für den Straßenverkehr. Um das Gesamtgewicht so gering wie möglich zu halten, wird hier auf „Extras“ wie eine Lichtanlage, eine Klingel sowie Schutzbleche und Fahrradständer verzichtet.

Auf Wunsch kann aber auch ein Crossbike mit dem passenden Zubehör nachgerüstet werden. Zu guter Letzt unterscheiden sich die beiden Fahrrad-Arten auch in puncto Bereifung. Für eine bessere Traktion haben Crossbikes ein ausgeprägtes Reifenprofil, wodurch sie auch höheren Belastungen im Gelände ohne Probleme standhalten.

Echter Radprofi? Maximale Geschwindigkeit und minimales Gewicht - unsere Experten-Fahrräder

Genau wie das Mountainbike gehört auch das Rennrad zu den hochspezialisierten Fahrrädern, die eigens für einen bestimmten Einsatzzweck entwickelt wurden. Rennräder sind dabei ideal für alle, die das Fahrradfahren als Sportart für sich entdeckt haben, dabei aber bevorzugt auf asphaltierten Straßen unterwegs sind.

Daher findet man bei diesen Rädern in der Regel keine Federung und auch die Reifen sind mit 23-28 mm deutlich schmaler als bei anderen Fahrradtypen. Statt cooler Stunts und rasanter Abfahrten stehen hier Geschwindigkeit und Fitness im Vordergrund. Aus diesem Grund verfügen Rennräder meist über einen leichten Aluminiumrahmen, besonders hochpreisige Modelle häufig sogar über einen extra leichten Rahmen aus Carbon.

Um einen möglichst geringen Windwiderstand zu erreichen, ist die Sitzhaltung außerdem stark gebeugt. Wenn für dich Fitness und Schnelligkeit ebenfalls im Vordergrund stehen, du dir aber die Option des Querfeldeinfahrens ebenfalls offen halten möchtest, dann solltest du einen Blick auf das Gravel-Bike werfen, einer Art Rennrad für den Offroad-Bereich, das sich unter anderem durch ein gröberes Reifenprofil und eine höhere Reifenfreiheit auszeichnet.

Das Fahrrad für Extra-Komfort mit maximaler Motorunterstützung

Unter dem Begriff E-Bike werden im Allgemeinen sämtliche Zweiräder mit Elektro-Motor zusammengefasst. Meist bezieht sich die Bezeichnung aber auf sogenannte Pedelecs, bei denen der Motor lediglich eine unterstützende Funktion hat und sich ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h automatisch abschaltet.

Pedelecs gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Beispielsweise kann mit einem E-Citybike auch ein längerer Arbeitsweg problemlos mit dem Rad bewältigt werden. Oder das E-Bike kann in Form eines minimalistischen Klapprades bequem mit Bus und Bahn transportiert werden und ermöglicht so ein Maximum an Mobilität.

Doch auch Mountainbiker profitieren vom Komfort eines zusätzlichen Elektroantriebs. Denn dank der Motorunterstützung können selbst untrainierte Fahrer längere und beschwerliche Trails mit dem MTB oder dem Trekkingrad ohne allzu großen Kraftaufwand absolvieren.

Spaß zu zweit auf einem Fahrrad

Ist Teamwork dein Ding? Dann eignet sich ein Tandemfahrrad perfekt für dich. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob dein Mitfahrer gleich stark ist wie du, denn auch ein ungleiches Team kommt hier auf seine Kosten. Dadurch eignet sich dieses Fahrrad auch super für die ersten gemeinsamen Touren mit deinem Kind. Tandemfahren ist alles in allem die schönste Form des Teamsports.

Der Rahmen, das Herzstück des Fahrrads

Während Fahrradrahmen aus Stahl mittlerweile fast gänzlich vom Markt verschwunden sind, kommen die meisten Fahrräder heutzutage mit einem Alu- oder Carbonrahmen daher, wobei beide Materialien sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Aluminium ist ein äußerst preiswertes und steifes Material, weswegen es sich gerade bei Einsteiger-Rädern und Modellen im unteren Preissegment großer Beliebtheit erfreut.

Zudem ist es weitgehend unempfindlich gegenüber Kratzern und Macken, was Aluminium zum Material der Wahl für Alltagsräder macht. Carbon besticht mit einem extra leichtem Gewicht, einem noch höheren Grad an Steifigkeit und einer exklusiv wirkenden Optik, ist jedoch deutlich anfälliger für Kratzer und Beschädigungen jeder Art.

Carbon Mountainbikes sind hier das Paradebeispiel, da es bei dieser Sorte Fahrrad meistens vor allem auf das Gewicht ankommt.

Doch völlig egal, welches der beiden Materialien du präferierst - bei der Wahl des passenden Rahmens spielt vor allem die Größe eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Rolle. Welche Rahmengröße die richtige ist, lässt sich anhand der Körpergröße und Innenbeinlänge ganz einfach berechnen. Alternativ bietet es sich an, vor dem Kauf verschiedene Modelle zu testen oder ein anderes Fahrrad als Maßstab heranzuziehen.

Fahrräder: Dank unterschiedlicher Rahmengrößen passend für Groß und Klein

Neben dem Fahrradtyp kommt es natürlich auch auf die Rahmengröße an. Kinderfahrräder umfassen Rahmengrößen von 14 bis 20 Zoll, je nach Zollgröße sind diese für Kinder bis zu einer Körpergröße von 1,20 Meter geeignet. Größere Kinder und Jugendliche sollten zwischen 24 und 26 Zoll Rahmengröße wählen.

Damen Fahrräder bestechen nicht nur durch ihre Optik, sondern bieten je nach Modell durch einen gebogenen Rahmen auch einen einfacheren Einstieg. Herren Fahrräder hingegen charakterisieren sich klassischerweise mit einem hohen Oberrohr, der Stange, die Lenker und Sattel verbindet.

FAQ

Wie viel kostet ein gutes Fahrrad?

Der Preis bei Fahrrädern variiert stark von ihrer Ausstattung und dem Räder-Typ. Für ein Einsteiger-E-Bike wirst du in einem Preisrahmen zwischen 1.100 und 1.800 Euro fündig. Vorlieben für Farbe und Marke können hierbei ebenfalls eine Rolle spielen.

Welche Fahrräder sind am bequemsten?

Rennräder schneiden wahrscheinlich aufgrund ihrer gebeugten Haltung in Sachen Bequemlichkeit am schlechtesten ab. City Bikes oder Tourenfahrräder hingegen sind meistens besonders komfortabel und mit jeglichem Zubehör ausgestattet, sodass sie auch nach der StVO straßentauglich sind.

Worauf muss ich beim Fahrradkauf achten?

Wenn du dein Rad auch im Straßenverkehr nutzen möchtest, musst du unbedingt darauf achten, dass alle notwendigen Anbauten vorhanden sind. Laut StVO muss ein Fahrrad eine Klingel, ein Vorder- und ein Rücklicht sowie eine funktionierende Bremse aufweisen, um im Straßenverkehr zugelassen zu werden.

Zusätzlich solltest du auf die richtige Größe, einen für dich bequemen Sattel und eine geeignete Federung achten. Um das beurteilen zu können, hilft eine Probefahrt.

Tipp: Da nicht alle unsere Stores über ein großes Fahrradsortiment verfügen, bestellst du dein Fahrrad am besten in deinen nächsten Store und kannst dann bequem online fahren.

Test: 200 Euro für ein neues Fahrrad?

Das geht im Falle des Stadler Dynabike Stadtrad sogar in ziemlich hoher Qualität und mit Komponenten, die aufhorchen lassen. Alltagsräder im unteren bis mittleren vierstelligen Euro-Bereich? Im Zeitalter der Elektrobikes ist das nichts Besonderes mehr. Handel und Hersteller freuen sich, doch hier und da geht das Bewusstsein dafür verloren, dass sich das nicht jeder leisten kann oder will.

Seien es Studierende auf der Suche nach einem preiswerten Rad, das im Fahrradständer vor dem Wohnheim keine Begehrlichkeiten weckt, oder Berufspendler, die für die Strecke vom Bahnhof zum Büro ein dauerhaft draußen geparktes Zweitrad brauchen: Der Bedarf an preiswertem, solidem Material für die tägliche Nutzung ist ungebrochen.

An so ein Fahrrad werden natürlich keine hohen Ansprüche gestellt - eine aufwendige Gangschaltung ist ebenso unnötig wie eine teure, superhelle Lichtanlage.

Beispielsweise bei Stadler. Der in Regensburg beheimatete Radhändler, der bundesweit mit 20 riesigen Filialen vertreten ist, bietet mit seiner Marke Dynabike derzeit ein Fahrrad an, wie es preiswerter kaum geht: 199 Euro kostet das Stadler Dynabike Stadtrad in der einfachsten Ausführung ohne Gepäckträger; mit Front- und Heckträger sind es 239 Euro.

Das macht neugierig, zumal das Rad auf den ersten Blick einen recht soliden Eindruck macht: Der anständig verarbeitete Alu-Rahmen ist pulverbeschichtet, in der gleichen Farbe kommen die soliden Metallschutzbleche.

Anders als bei billigen Rädern üblich, verbaut Dynabike einen modernen Ahead-Lenkervorbau sowie eine richtige Patentsattelstütze. Und schließlich weist das Rad zwei Details auf, die in dieser Preisklasse völlig unüblich sind: ein Exzentertretlager zur Kettenspannung sowie die „Automatix“-Zweigangnabe von SRAM.

Letztere wird im Handel zum Einzelpreis von 90 Euro verkauft, wobei man dafür nicht einmal ein komplettes Laufrad bekommt, ganz zu schweigen von einem ganzen Fahrrad. Wie das sein kann?

Die mechanische Scheibenbremse an der Front verzögert etwas sparsam. Die Nabe des Stadler Dynabike Stadtrad schaltet per Fliehkraftkupplung bei etwa 17 km/h; mit 36 % ist der Gangsprung ziemlich groß.

Im Alltag funktioniert die Sache recht gut, wobei sich beim Schalten freilich ein ziemlich großer Abfall der Tretfrequenz ergibt. Ein klares Plus der simplen Schaltung ist, dass sie komplett ohne Hebel und Schaltzug auskommt - aufgeräumter geht es nicht.

Im Nabengehäuse steckt zusätzlich eine Rücktrittbremse, was sportliche Radler nicht begeistern wird, hier jedoch eine gute Wahl ist: Die seilzugbetriebene Tektro-Scheibenbremse vorne ist nämlich mit ihrem einfachen Hebel kein bisschen bissig.

Wenn wir schon mal beim Umbauen sind: Während die Fahreigenschaften des Stadler Dynabike Stadtrad angenehm unauffällig sind, zeigt sich der winkelverstellbare Vorbau merklich flexibel. Wer kräftig am Lenker zieht, dürfte das unbefriedigend finden - kein Problem, bei Stadler gibt’s für unter 20 Euro solide, starre Ahead-Vorbauten.

Die LED-Lichtanlage reißt nicht gerade Bäume aus und hat überdies den Nachteil, dass sie konventionelle Batterien aufnimmt, erfüllt erst einmal jedoch ihren Zweck. Das Zweibeinständer fällt ebenfalls nicht sehr stabil aus, aber auch hier darf man nicht den Preis des Komplettrades vergessen.

Letzteres wiegt übrigens mit Pedalen rund 15,5 Kilo, was nicht allzu schwer ist; anders als unser Testrad ist das Stadler-Stadtrad in der Serie mit einem Metallkettenschutz versehen - natürlich ebenfalls in Rahmenfarbe. Rahmengrößen gibt es übrigens nur eine, dafür aber zwei Laufradgrößen 26 und 28 Zoll.

Macht es Sinn, knapp 200 Euro in dieses Fahrrad zu stecken und vielleicht sogar noch daran herumzuschrauben? Auf jeden Fall - alleine Zweigangschaltung und Kettenspannvorrichtung sind den Preis wert. Wer mit der Rücktrittbremse leben kann, wird nicht günstiger an ein solides Zweit-, Bahnhofs- und Gästefahrrad aus dem Fachhandel kommen.

Wer mit der Rücktrittbremse leben kann, wird nicht günstiger an ein solides Zweit-, Bahnhofs- und Gästefahrrad aus dem Fachhandel kommen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0