Fahrrad Blinker Sets im Test: Mehr Sicherheit für Radfahrer

Nach einer Gesetzesänderung dürfen jetzt auch Fahrräder in Deutschland mit Blinkern ausgestattet werden. Wer sein E-Bike entsprechend aufrüstet, kann sicherer am Straßenverkehr teilnehmen - ganz ohne wackelige Handzeichen. Die Legalisierung von Blinkern an einspurigen Fahrrädern und E-Bikes ist ein echter Fortschritt für die Verkehrssicherheit. Die Nachrüstung ist einfach, bezahlbar und erhöht die Sichtbarkeit erheblich, besonders in gefährlichen Situationen. Seit Juni 2024 sind laut § 67 StVZO Blinker für Fahrräder zulässig.

Gesetzliche Grundlagen und Vorteile

Tatsächlich war es in Deutschland lange Zeit verboten, Fahrräder und E-Bikes mit Blinkern auszurüsten. Erlaubt war das nur für mehrspurige Modelle wie Rikschas oder spezielle Lastenräder. Das hat sich mittlerweile aber grundlegend geändert. Konkret fordert die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung eine feste Montage und eine gute Sichtbarkeit. Die Anbauhöhe muss dabei zwischen 35 und 120 Zentimetern liegen, was bei den meisten herkömmlichen E-Bikes kein Problem darstellen dürfte. Außerdem müssen die Blinker eine festgelegte Frequenz von etwa 1,5 Hertz aufweisen und auch bei Tageslicht deutlich sichtbar sein, ohne zu blenden.

Einen Blinker-Zwang gibt es übrigens nicht. Das Nachrüsten ist also freiwillig. Wer weiterhin auf klassische Handzeichen setzt, bleibt gesetzlich voll im grünen Bereich. Allerdings bieten Blinker einen gewissen Sicherheitsvorteil, da beim Abbiegen beide Hände stets am Lenker bleiben können. Die neue Regelung, die Teil einer umfassenden Überarbeitung der Ordnung ist, weitet diese Sicherheitsfunktion auf alle Fahrräder aus. Ziel ist es, das Unfallrisiko deutlich zu minimieren. Denn so haben Radfahrer die Möglichkeit, bei einem Abbiege-Vorhaben oder Spurwechsel beide Hände am Lenker zu behalten. Zudem werden sie gerade in der dunklen Jahreszeit besser wahrgenommen.

Ebenso ist zu lesen, dass der adfc (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) diese Neuregelung befürwortet, jedoch auch betont, dass sie keineswegs aufmerksames Umschauen ersetzt. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der anbaubare Blinker den in § 67 StVZO genannten UNECE-Regeln entspricht.

Verschiedene Blinkersysteme im Überblick

IMTEST gibt einen Überblick über verschiedene nachrüstbare Modelle. Nicht jedes Blinkersystem taugt gleich gut für den Alltag. Käufer sollten Wert auf geprüfte Qualität legen. Wasserdichte Gehäuse, robuste Befestigungen und eine ausreichend starke Leuchtkraft sind Pflicht. Außerdem sollte die Steuerung einfach bedienbar sein, ohne dass die Griffposition geändert werden muss. Markenprodukte mit KBA-Zulassung bieten ein Mindestmaß an Sicherheit. Hier eine Auswahl an Fahrrad-Blinkern:

Busch + Müller Turntec

Der Turntec-Blinker von Busch & Müller zählt zu den hochwertigsten Lösungen für E-Bikes und S-Pedelecs. Er ist laut Hersteller nach der StVZO zugelassen und verfügt über eine kabelgebundene Verbindung zur Bordelektronik. Dank der Unterstützung von Akkus zwischen 12 und 48 Volt ist der Einbau bei vielen E-Bike-Modellen problemlos möglich. Mit dem Turntec von Busch+Müller sollen sich Richtungswechsel ganz einfach per Fingerdruck anzeigen lassen, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Dabei stehen dem Fahrer zwei Funktionen zur Verfügung. Tippt man nur einmal kurz auf die Taste, blinkt es nur einige Male. Drückt man etwas länger, blinkt es so lange, bis man erneut drückt. Laut Hersteller kann der Turntec-Blinker an einen E-Bike-Akku mit einer Betriebsspannung von 10 V - 48 V DC am Lichtausgang angeschlossen werden. Das praktische Zubehör soll ab Mitte 2024 für 199,00 Euro erhältlich sein. Der Blinker Turntec von Busch+Müller kann an den E-Bike-Akku angeschlossen werden und lässt sich über einen Schalter am Lenker bedienen.

Nitebeam CarryBright CBX4

Das Blinkerset Nitebeam CarryBright CBX4 zeigt, dass es auch ohne Kabel mit einem integrierten Akku geht. Eine Fernbedienung (mit Batterien) ermöglicht hier die Steuerung. Die Leuchten sind laut Hersteller wasserdicht und liefern bis zu 300 Lumen an Helligkeit.

Monkey Home Blinkerset

Das Blinkerset von Monkey Home will vor allem mit einem günstigen Preis überzeugen. Es ist ebenfalls mit einer Fernbedienung ausgestattet, sodass sich Richtungswechsel einfach über den Lenker signalisieren lassen. Das System verfügt zudem über fünf Beleuchtungsmodi und ist IPX6-zertifiziert. Für unter 25 Euro bekommen Nutzer hier ein leichtes und flexibles Set aus zwei Blinkern für hinten. Es ist ideal für alle, die mit wenig Aufwand ein Plus an Sicherheit auf ihre täglichen Fahrten bringen möchten.

Cycl WingLights Next

Eine gute Lösung als Blinker bieten die Cycl WingLights Next, die an der Stelle der Lenkerstopfen angebracht werden. Gimmick: Die Blinker sind theoretisch abnehmbar, jedoch durch eine Schraube gesichert. Die Halterung selbst verbleibt unauffällig als Endstück im Lenker. 2 CR123A Batterien liefern die Energie. Geschaltet wird mithilfe zwei kleiner Tasten, sodass die Hände nicht vom Lenker genommen werden müssen.

Die WingLights werden einfach im Lenkerende befestigt. Er soll auf Lenker mit 22 mm Durchmesser passen und daher kompatibel mit vielen Fahrrädern und E-Bikes sein.

Velorian E-Bike Blinkerset

Eine Alternative, quasi als Nachrüst-Set ist das E-Bike-Blinkerset des Berliner Anbieters Velorian. Das Steuergerät, die sogenannte Blinker-Box, wird am Fahrradrahmen befestigt, der Strom wird aus dem Akku des E-Bikes gezogen. Ein Zwei-Tasten-Schalter am Lenkrad lässt sich sicher bedienen, ohne die Hände vom Lenker heben zu müssen. Gut zu wissen: das Set besteht aus Blinkern fürs Heck und für vorn, wo die Blinker unterhalb des Lenkers montiert werden. Geeignet ist das Set sowohl für E-Bikes als auch für E-Lastenräder, E-Liegeräder und S-Pedelecs. Und: Gefertigt und hergestellt wird hauptsächlich in Berlin, Zulieferungen kommen aus Sachsen und Baden-Württemberg.

Monkey Home Zwei-Lampen-Split Fahrrad-Rücklicht mit Blinker

Ein wenig universeller am Fahrrad einsetzbar ist das Monkey Home Zwei-Lampen-Split Fahrrad-Rücklicht mit Blinker. Universell deshalb, weil es sich entweder zusammengesteckt als Blinklicht und Rücklicht unter dem Sattel befestigen lässt oder geteilt links und rechts an den Sattelstreben angebracht werden kann. Die Helligkeit der 30 angebrachten LEDs erreicht 30 Lumen, geschützt ist das Produkt nach IPX6. Die Leuchtdauer soll rund 5-6 Stunden betragen. Eine kleine Bedieneinheit am Lenker steuert die einzelnen Modi, die Hände verbleiben sicher am Lenker.

Blinker integriert in Fahrradhelme

Blinklichter am Fahrrad gibt es in verschiedenen Variationen. Fest installiert, als auch mobil oder zum Beispiel in einem Fahrradhelm integriert. Hier sind einige Beispiele für Fahrradhelme mit integrierten Blinkern:

Livall BH 51 Neo

Der Fahrradhelm als smartes Gadget. Der Livall BH 51 Neo vereint Lautsprecher, Mikrofon, Sturzsensor, vordere Positionsleuchten, einen Anti-Loss-Alarm, wenn das Smartphone verloren gehen sollte, so wie Brems-Rücklicht und Blinker. Trotzdem ist der Helm kein Schwergewicht. Dazu ist alles intuitiv über die kleine Fernbedienung, die am Lenker befestigt wird, bedienbar. Viele kleine Probleme des Radfahrens in einem Produkt gelöst.

Cratoni Smartride 1.2

Im neuen Cratoni Smartride 1.2 steckt im Grunde alles, was der technische Fortschritt für einen Hightech-Helm bieten kann: Neben der schützenden Helmschale verfügt der Smartride über einen Crashsensor, der im Falle des Falles einen Unfall erkennt und vorher programmierte Notfallkontakte alarmiert. Das Smart Lightning System mit den drei LEDs auf der Rückseite erhöht nicht nur die Sichtbarkeit, die rechte und linke LED können jeweils gelb blinken und mit dem Lenkertaster oder mit dem Smartphone als Richtungsassistent - Blinker - aktiviert werden. Darüber hinaus lässt sich der Smartride dank Cratoni-App mit dem Smartphone koppeln und alle Lautsprecherfunktionen über den Helm steuern: Telefonieren und Musikhören. Die Ohren sind dabei frei, sodass die Umgebung noch wahrgenommen werden kann.

Giro Ethos Mips Shield

Giro hat mit dem Ethos Mips Shield einen beleuchteten Urban-Helm im Programm, der dank seiner rundum integrierten LEDs hohe Sichtbarkeit im Straßenverkehr gewährt. An der Vorderseite sorgen weiße LEDs für erhöhte Aufmerksamkeit, auf der Rückseite warnen rote LEDs den rückwärtigen Verkehr und gelbe LEDs zeigen an, wo's hingeht. Diese können als Blinker über die Lenker-Fernbedienung aktiviert werden. Die geladenen LEDs haben eine Laufzeit von 10 Stunden, bevor sie mit dem USB-C-Ladekabel wieder aufgeladen werden müssen. Den Giro Ethos Mips bietet Giro mit und ohne Visier an.

Livall EVO21

Mit einer üppigen Beleuchtung ist der Livall EVO21 ausgestattet. Die beinahe durchgehende Rundumbeleuchtung des 350 g leichten Tec-Bikehelms erregt nicht nur am Frontbereich erhöhte Aufmerksamkeit, gerade seitlich und hinten hat der schick designte Helm eine Fülle an LEDs zu bieten. Je nach aktivierter Funktion signalisiert der EVO21 einen eingeleiteten Bremsvorgang (Bremswarnlicht), er kann als Blinker die Richtung anzeigen und mit Dauerbeleuchtung für zusätzliche Sicherheit sorgen. Dank Notfallsensorik sendet der EVO21 im Sturzfalle eine SMS an den eingerichteten Notfallkontakt.

Lumos Ultra E-Bike Mips

Mit dem Ultra E-Bike Mips hat Lumos einen Radhelm im Portfolio, der nicht nur fürs Fahrrad oder E-Bike-Touren passt, er hat auch nach der niederländischen NTA-8776 Norm eine Eignung für S-Pedelecs. Für optische Erkennbarkeit sorgen fünf LED-Bänder, die rund um den Helm verteilt sind: eins auf der Vorderseite des Helms, zwei rote LED-Bänder auf der Hinterseite und zwei seitlich am oberen Rand des Visiers, die kombiniert mit den rückwärtigen LEDs als Blinker mittels der Lenkerfernbedienung aktiviert werden können. Zusätzliches Feature: durch Gestenerkennung ist der Ultra auch mit der Apple Watch bedienbar.

Unit 1 Faro Mips

Mit einer großflächigen LED-Beleuchtung präsentiert sich der Unit1 Faro Mips: eine Lichtleiste an der Stirnseite und eine weitere Lichtzeile rückseitig. Zusätzlich bietet der Unit1 über ein breites LED-Pad auf der Hinterseite eine Bremslichtfunktion sowie einen Richtungsanzeiger als Blinker an, die mit einer separat erhältlichen Fernbedienung (39,90 Euro) aktiviert werden können. Daneben verfügt der Unit1 über eine zusätzliche Crash-Erkennung, ein Mips Sicherheitssystem und Lüftungsschlitze zur Zirkulation des Fahrtwindes. Mittels App passt man den Helm an die eigenen Bedürfnisse an.

Weitere Sicherheitsgadgets

Neben den klassischen Blinkersystemen und Helmen mit integrierten Blinkern gibt es auch andere Gadgets, die die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen können:

Cosmo Connected Blinker

Das kleiner Helferlein namens Cosmo Ride ist sozusagen ein Leuchtteil, das man beispielsweise an der Rückseite des Helms befestigen kann. Neben einer Blinkerfunktion bringt es ebenso ein Standlicht, Bremslicht und Warnleuchte mit. Dabei soll ein Sensor die Lichthelligkeit erkennen und die Stärke automatisch anpassen. In Kombination mit einer App kann der Radfahrer seine Fahrt live teilen. Kommt es zu seinem Sturz, soll der Cosmo Ride wie Warnblinkanlage aktivieren und einen Notfallkontakt alarmieren.

Garmin Varia RCT716

Zwar ohne Blinkerfunktion, aber dennoch ein Sicherheitsgadget ist das Garmin Varia RCT716. Es kombiniert eine integrierte Dashcam mit einem Rücklicht und Radar, das Fahrzeuge aus bis zu 140 Metern erkennt und akustisch sowie optisch warnt. Die Kamera zeichnet in 1080p bei 30 fps auf und speichert automatisch relevante Szenen, eine 16 GB SD-Karte ist inklusive. Das Gerät lässt sich drahtlos mit Garmin-Radcomputern, Wearables, Smartphones und Apps wie „Ride with GPS“ verbinden und bietet verschiedene Kamera-Modi zur Stromersparnis. Es ist einfach an verschiedenen Sattelstützen montierbar und auch vollständig über die Varia App bedienbar.

Flasher

Mit der Idee für einen Ganzjahres-Blinker stellten sich 2020 zwei junge Österreicher der Herausforderung, das Biken sicherer zu machen. Mittlerweile haben die promovierten Gründer Ines Wöckl und Alexander Rech nicht nur ihr Team vergrößert, sondern auch die Flasher-App entwickelt, mit der man die LED-Armbänder noch komfortabler bedienen können soll. Flasher kommt in einer handlicher Box, aus der neben den beiden Blinker-Armbändern ein USB-C Ladekabel sowie die ausführliche Gebrauchsanleitung (Deutsch & Englisch) und ein Mini-Start-Tutorial im Taschenformat fallen. Die kostenlose Flasher-App haben wir uns für den Test im App Store heruntergeladen. Was direkt auffällt: Die Armbänder sind keine Leichtgewichte. Knapp 300 Gramm bringt ein Paar auf die Waage. Und die spürt man auch, so viel sei schon hier verraten.

Jeder Armreif besteht aus einem mit LEDs ausgestatteten Sensor und zwei Flügeln, mit denen Flasher um den Oberarm gelegt wird. Aufgeklappt werden die Flügel über einen Druckpunkt am oberen Ende. An den beiden kurzen Seiten der Sensoren wurden jeweils etwa zehn LEDs verbaut, die auffallend hell leuchten. Ansonsten fallen nur noch die USB-C-Schnittstelle und ein Kreis auf der Oberseite jedes Flashers auf. Das ist auch das einzige Bedienelement. Die Funktionen beschränken sich auf das Ein- und Ausschalten sowie das Wechseln zwischen den vier verfügbaren Modi. Das Setup kann komplett über die Flasher-App eingestellt werden. Nach jeder Anpassung müssen die Flasher mit dem Smartphone synchronisiert werden. Das funktioniert nur, wenn beide Armreife ausreichend geladen und eingeschaltet sind. In unserem Test kommunizierten die Flasher anstandslos mit der App. Die ist zwar eher spartanisch, dafür aber auch sehr aufgeräumt, übersichtlich und selbsterklärend.

Um eine Smartphonehalterung kommt man beim Biken mit dem Flasher aber trotzdem nicht herum. Sonst muss man für das Wechseln zwischen den Modi oder das Anpassen der Leuchtstärke (z.B. Neben den fünf wählbaren Leuchtstärken können zwei Blinkervarianten sowie die Empfindlichkeit von Blinker und Notbremslicht manuell eingestellt werden. Kurzum: Die App überzeugt. Im Display oben rechts bekommen Nutzer zusätzlich eine optische Info zum Ladezustand der beiden Armreife. Ein kurzer beherzter Druck auf das Knöpfchen in der Mitte startet den Flasher - und zwar in dem Modus, der in der App eingestellt wurde. Im Tag-Modus tut sich sich zunächst gar nichts. Hier wurden - im Gegensatz zum Nacht-Modus - lediglich das gestengesteuerte Blinkersignal und das Notfallbremslicht aktiviert.

Im stern-Test klappte das Blinken auf Anhieb sehr gut. Im Profi-Modus schaltete sich das Blinklicht wie voreingestellt nach viermaligem Aufleuchten automatisch ab. Im Standard-Modus konnte das Blinken per kurzer Geste mit dem Ellbogen gestoppt werden. Tipp: Die Sensitivität der Blinker sollte mindestens auf "mittel" eingestellt werden. Im Modus schwer muss der Ellbogen aus unserer Sicht zu heftig nach oben gedreht werden. Nicht ganz reibungslos funktionierte das Notfallbremslicht, das laut Hersteller bei einem abrupten Bremsmanöver aus 20 km/h ausgelöst wird. Erst nach mehreren Testbremsungen flackerte das Licht in unserem Test auf.

In den Nacht-Modus gelangt man aus dem Tag-Modus per kurzem Knopfdruck oder mittels zwei Klicks in der Flasher-App. Hier schaltet sich ein Dauerlicht zu, das nach vorn in weiß und nach hinten in rot strahlt. Smart: Schaltet man die Option "Auto-Ausrichtung Dauerlicht" in der App ein, erkennt der Flasher wo vorn und hinten ist und wechselt entsprechend die Farben der LEDs. Deren Leuchtstärke kann in fünf Stufen verstellt werden, wobei auch das 20-prozentige Dauerlicht im Dunkeln noch sehr gut zu erkennen ist.

Neben den beiden Modi für Biker hat Flasher auch an die Jogger gedacht. Der sogenannte Jogging-Modus ist allerdings nichts anderes als ein dauerhaft leuchtendes gelb-orangenes LED-Signal. Unsere Meinung: Fürs Joggen ist Flasher zu schwer. Wer beim Laufen sehen und gesehen werden will, ist mit einer leuchtstarken Stirnlampe und Reflektorbändern gut ausgerüstet. Um auf Nummer sicher zu gehen und für Sportlerinnen und Sportler, die auf ihrer Trainingsrunde regelmäßig Straßen queren müssen, ist Flasher aber eine Option.

Zu guter Letzt haben die Bike-Tüftler aus Österreicher Flasher noch mit einem Notfall-Modus ausgerüstet. Wird dieser aktiviert, blinken beide Armreife in grellem Rot.

Nach dem stern-Test steht aus unserer Sicht aber fest: Flasher ist ein zuverlässiges und auffälliges Tool, das Radfahrern das Leben im Straßenverkehr leichter macht. Richtig angebracht, blinken oder leuchten sie auf Augenhöhe von Autofahrern. Zudem bleiben beim Abbiegen dank der gut abgestimmten Gestensteuerung per Ellbogen beide Hände am Lenker. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber dem Blinker-Handschuh, der schon seit ein paar Jahren auf dem Markt ist. Tag-, Nacht- und Notfallmodus sind ohne Einschränkung sinnvoll und funktionierten im Test zuverlässig.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Blinker am E-Bike erhöhen nicht nur den Komfort, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr. Für die Nachrüstung sind keine komplexen Werkstattarbeiten mehr nötig. Moderne Systeme bieten komplette Pakete, die sich leicht selbst montieren lassen. Ist dein E-Bike legal? Da E-Bikes über eine Bordspannung verfügen, können die Blinker einfach an den Akku angeschlossen werden. Alternativ lassen sich batteriebetriebene Systeme installieren, was auch praktisch für klassische Fahrräder ohne eigenen Motor ist. Beim Anbau sollte in jedem Fall auf eine saubere Kabelführung geachtet werden, damit nichts beschädigt wird oder flattert.

Auch wenn Blinker jetzt offiziell erlaubt sind, kann es in einigen Situationen sinnvoll sein, zusätzlich das traditionelle Handzeichen zu verwenden. Beispielsweise, wenn ein Autofahrer durch das dichte Verkehrsgetümmel das kleine Blinklicht am Rad vielleicht übersehen könnte.

Fragen und Antworten zum Thema Fahrradblinker

  • Sind Blinker auf allen Fahrrädern erlaubt? Ja, die neue StVZO-Regelung erlaubt Blinker auf allen Fahrrädern, Pedelecs und Anhängern.
  • Ersetzen Blinker das Handzeichen? Streng genommen nicht mehr, da Blinker als vollwertige Fahrtrichtungsanzeiger gelten.
  • Besteht eine Blinkerpflicht? Nein, Blinker bleiben eine freiwillige Ergänzung. Sie bieten zusätzlichen Schutz, aber niemand wird gezwungen, sein Fahrrad oder E-Bike damit auszustatten.

Fahrrad-Blinker Vergleich 2025

Hier eine Übersicht verschiedener Fahrrad-Blinker, basierend auf einem Vergleich von 2025:

Modell Leuchtmittel Energiequelle Montage Maximale Leuchtstärke Leuchtdauer Zugelassen nach StVZO
Cycl ‎WLE-009-BLK-NX1 LED wiederaufladbarer Akku Lenkerende keine Herstellerangabe ca. 108 Stunden UN ECE 148 R50-Zertifizierung
Overade Fahrrad-Blinker LED wiederaufladbarer Akku Helm 90 Lux 20 Stunden keine Herstellerangabe
Mineup 5in1 Fahrradalarm mit Fernbedienung LED wiederaufladbarer Akku Sattelhalterung keine Herstellerangabe 70 Stunden keine Herstellerangabe
Cerffool LH01607 LED wiederaufladbarer Akku Lenkerende keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
Meichoon ‎Q-Z11B LED wiederaufladbarer Akku Sattelhalterung keine Herstellerangabe 70 Stunden keine Herstellerangabe
Wasaga ‎BTA0825B/L/R LED wiederaufladbarer Akku Helm keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
Funmo Blinker mit Fernbedienung LED wiederaufladbarer Akku Sattelhalterung 100 Lumen keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe
Fututech LED-Lenkerleuchte LED wiederaufladbarer Akku Lenkerende keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe keine Herstellerangabe

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