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Was ist ein Crossbike?
Ein Crossbike ist eine Art Rennrad, das seinen Einsatz im Gelände, auf steinigen und schwierigen Strecken sowie bei Querfeldeinrennen findet. Geeignet ist dieses Bike für schlechtes Gelände und, aufgrund seiner leichten Bauweise, auch zur Überwindung von großen Höhenunterschieden. Es kann einfach auf der Schulter transportiert werden.
Zum Fahren auf hartem und ebenem Untergrund ist es wegen seiner groben Stollenreifen weniger geeignet. Typisch für dieses Rad sind die breiten Reifen mit 23 Millimeter oder mehr. Die Lenkerbügel sind weitaus stabiler als die der Straßenausführungen von Fahrrädern, meist fehlen Lichtanlage und Klingel. Ein Crossbike besitzt eine Kettenschaltung und zwei Felgenbremsen.
Herkömmliche Räder dieser Art sind mit hydraulischen Bauteilen ausgestattet und haben keine Federungselemente. Ein Crossbike im heutigen Sinne ist eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad, also ein Trekkingrad ohne Gepäckträger, Schutzbleche und Beleuchtung.
Moderne Austattungsvarianten besitzen Federgabeln, breite Reifen, Mountainbikeschaltungen, gerade Lenker oder sind stark am Rennrad orientiert und mit Rennradbremsen, -schaltungen oder -lenkern ausgestattet.
Was ist ein Fitnessbike?
Fitnessräder sind den Crossrädern und Rennrädern sehr ähnlich. Fitnessbikes sind das ideale Trainingsgerät, womit man seine persönliche Fitness, Ausdauer und Muskulatur trainieren kann. Rein für die Straße konzipiert, ist man mit den leichten Fitnessrädern aus Aluminium ähnlich schnell wie mit einem Rennrad.
Die Stabilität eines Crossrads sorgt bei den Fitnessbikes für besondere Fahreigenschaften. Kleinere Unebenheiten werden mühelos überfahren. Schmale Felgen und Laufräder geben den Fahrern von Fitness-Rädern die gewünschte Geschwindigkeit, extreme Laufruhe und Vortrieb. Ein Fitness-Bike bietet dem Fahrer eine angenehme, aufrechte Körperhaltung, was die Wirbelsäule des Fahrers nicht unnötig belastet.
Der mittige Sitz über dem Tretlager bietet eine perfekte und effiziente Kraftübertragung im 30-fach Antrieb. Die meist breit abgestufte Kettenschaltung läuft angenehm leicht und sorgt für sportliches Vorankommen auf allen Streckenprofilen. Für eine sichere Verzögerung unter allen Bedingungen gehören hydraulische Scheibenbremsen mit mindestens 160 mm großen Rotoren mittlerweile zum guten Ton, nur ganz günstige Modelle verfügen noch über die klassische Felgenbremse.
Häufig lassen sich Crossbikes auch mit Schutzblechen und Gepäckträgern nachrüsten, um den Einsatzbereich zu vergrößern und die Tourentauglichkeit zu erhöhen. Einige Modelle werden vom Hersteller bereits mit kompletter StVZO Ausstattung angeboten.
Gemeinsamkeiten von Fitness- und Crossbikes
Das Fitnessrad und auch das Crossbike lässt sich vom sportlichen Aspekt mit einem Mountainbike vergleichen. Beide Bikes sind hervorragend im Wald und auch in der Stadt einzusetzen. Ausgestattet sind beide Räder mit einer Naben- oder Kettenschaltung, deren Trittfrequenz in allen Situationen und Geschwindigkeitsbereichen konstant gehalten werden kann.
Mit einer Bereifung, die eine Breite von 28 bis 37 mm aufweist, sorgt das Fitness Fahrrad, wie auch das Crossbike, für einen geringeren Rollwiderstand als das Mountainbike. Der einzige Unterschied bietet sich dahingehend bei dem Crossrad und dem Fitnessrad, dass sie durch die großen Räder auf der Straße zu Trainingszwecken sehr gut zu fahren sind.
Auch im leicht unwegsamen Gelände bieten sie immer noch ein besseres Fahrgefühl als Mountainbikes.
Unterschiede zwischen Fitnessrad und Crossbike
Fitnessbikes sind auf den ersten Blick eng mit den Crossbikes verwandt, legen mit ihrer Bereifung jedoch klar den Schwerpunkt auf die Straße und verzichten auch teilweise auf eine Federgabel zugunsten geringeren Gewichts und direktem Vortrieb. Während die Crossbikes aufgrund ihrer Federgabel und breiteren Reifen einen deutlichen Fahrkomfort bieten, werden die Fitnessbikes ohne Federung und mit schmaler Bereifung meist als das sportlichere Rad empfunden.
Mountainbike oder Crossbike - Welches Rad passt zu mir?
Ob du eher mit einem Mountainbike oder einem Crossbike glücklich wirst, hängt hauptsächlich von deinen überwiegend gefahrenen Strecken ab. Je mehr du im Gelände fährst und je schwerer das Gelände ist, desto eher sollte deine Wahl auf ein Mountainbike fallen. Mountainbikes haben im Vergleich zum Crossbike voluminösere Bereifung in den MTB-typischen Laufradgrößen 27,5“ oder 29“ und verfügen über längere Federwege an der Front und optional auch am Heck.
Wenn du jedoch größtenteils auf ebenem Terrain und nur in leichtem Gelände unterwegs bist, reicht ein Crossbike völlig aus - zumal es auf der Straße erheblich leichter und schneller rollt als das Mountainbike. Die schmale, aber profilierte 28“ Bereifung ermöglicht schnelle Passagen auf Asphalt und bietet auf Wald- und Schotterwegen genügend Grip. Crossbikes verfügen dagegen lediglich über eine Federgabel mit max. 100 mm Federweg.
Crossbikes: Eigenschaften und Ausstattung
Generell punkten Crossbikes durch ihre Vielseitigkeit. Einerseits sind sie leicht, ziemlich robust sowie mit schmalen und gut laufenden Reifen im 28 Zoll-Format bestückt, andererseits zählen in der Regel gefederte Sattelstützen und Gabeln zur Ausstattung. So schlagen Crossbikes zwei Fliegen mit einer Klappe: Man kann eine Straßentour fahren und angenehm durch die City cruisen, gleichzeitig aber auch Gelände- und Schotterwege nutzen.
Montiert sind dabei für gewöhnlich eine Kettenschaltung mit zahlreichen Gängen sowie traditionelle Felgenbremsen, seit einigen Jahren gibt es allerdings auch eine stetig wachsende Zahl an Modellen mit Scheibenbremsen. Weiterhin wichtig: Crossbikes mit geradem Lenker sorgen für eine aufrechte sowie rückenschonende Sitzposition, Crossbikes mit Rennrad-Lenker hingegen verbessern die Aerodynamik und damit den Speed.
Verkehrstauglichkeit und Preise
Nur in Ausnahmefällen zur Ausstattung zählen hingegen Front- und Rücklichter, Reflektoren oder sonstige Beleuchtungselemente. Wenn man es genau nimmt, sind viele Crossbikes nach StVZO-Vorgaben also nicht verkehrstauglich und müssen entsprechend nachgerüstet werden. Andernfalls droht Ärger mit dem Freund und Helfer.
Preislich wiederum ist die Bandbreite groß wie in allen Fahrradkategorien ziemlich groß. Während Einsteigermodelle mit Aluminiumrahmen, einfacher Schaltung und soliden Felgenbremsen bereits für knapp 600 EUR über den Ladentisch gehen, sind es bei Topbikes locker 2.000 EUR oder mehr. Dabei gilt generell: Je mehr Geld ein Hersteller verlangt, desto hochwertiger sind für gewöhnlich auch die Bauteile und Materialien beziehungsweise desto besser auch die Gesamtqualität des Bikes.
Crossbike-Test: Die fünf besten Zweiräder
Crossbikes müssen einiges aushalten. Welche sich am robustesten erwiesen haben, erfahren Sie hier!
| Hersteller/Modell | Gewicht (kg)/Größe (cm) | Schaltung | Bremsen | Gabel | Einsatzbereich | Race | Preis | Top | Flop | Preis/Leistung | Urteil & Fahrspaß in Prozent |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stevens X8 | 10,6/48, 52, 55, 58, 61 (m); 46, 52 (w) | Avid SD7 | SR Suntour NRX | 8000SR Suntour MG NCX | Tour gut geeignert | Race gut geeignet | 1199 Euro | Ausstattung, Gewicht, Scheibenbremsen für 200 Euro Aufpreis | etwas zu weicher Sattel | hervorragend | Testsieger! 95 % Ein leichter Crosser für alle Gelegenheiten. Selbst die Gabel ist für 28-Zoll-Räder sehr gut. |
| Centurion Cross LRS 2 | 13,5/52, 55, 58, 61 (m); 46, 50, 54 (w) | Shimano Deore/XT | Avid SD5/Deore-Griffe | Manitou Luxe Super | Tour optimal geeignet | Race nicht so geeignet | 1249 Euro | Innenlager, Hinterbau wippt nicht und spricht sehr sensibel an | Griffe, Sattel sitzt sich schnell durch | gut | 90 % Begeistert durch überragenden Hinter-bau, nimmt Schläge sensibel auf und wippt nicht. |
| Corratec Rocklight Cross | 14,4/48, 51, 54, 57 | Shimano XT | Magura Julie Disc | Insync Odesa 198 | Tour gut geeignert | Race nicht so geeignet | 1499 Euro | Sattel, Hinterbaufederung, Bremsen, Federgabel spricht gut an | wackelnder Vorbau, Vierkantinnenlager | gut | 80 % Einziges Cross-bike mit Scheiben-bremse, macht auch auf Feldwegen einen sehr guten Eindruck. |
| Storck Multiroad | 10,7/43, 45, 53, 58 | Shimano LX | Shimano LX | Kettler | Tour geeignet | Race eher ungeeignet | 1498 Euro | steifer, exzellent verarbeiteter Rahmen, robuste Pulverlackierung | Gabel nicht sehr steif, Vorspannungseinstel-lung nicht wirksam | passabel | 75 % Klasse Rahmen, sehr gute Parts, aber bescheidene Federgabel. Wäre mit starrer Gabel und und Ballonreifen ein echtes Highlight. |
| Kettler Light Rider | 14,5/47, 51, 55, 60 | Shimano Deore | Kettler/Alivo-Hebel | Kettler | Tour nicht so geeignet | Race ungeeignet | 599 Euro | sehr komfortabler Sattel, günstiger Preis | Gabel und Laufräder zentriert, Naben schlecht gedichtet | passabel | 40 % Attraktiver Preis. Aber weder Gabel noch Laufräder sind fürs Gelände geeignet. Ein Rad für lockere Asphalttouren. |
Tipps für den Kauf eines Crossbikes
- Rahmengröße: Die optimale Rahmengröße ist Voraussetzung für richtigen Fahrspaß. Testen Sie immer mindestens zwei verschiedene Rahmengrößen.
- Bremsen: Scheibenbremsen sind auf dem Vormarsch und verdrängen die eigentlich für Crossräder typischen Felgenbremsen. Die hydraulischen Scheibenbremsen begeistern dank extremer Bremskraft und hoher Zuverlässigkeit.
- Schaltung: Weltmarktführer Shimano und sein amerikanischer Konkurrent SRAM setzen dabei auf komplett unterschiedliche Ansätze. Der Crosser von heute hat hier eine große Auswahl zur Verfügung.
- Reifen: Als wirklich eingefleischter Crosser sollten Sie sich daher vor jeder Tour den passenden Reifen aussuchen. Der Gelegenheitscrosser sollte am Anfang lieber auf Faltreifen setzen, der ambitionierte Geländeradler kommt dagegen auf kurz oder lang nicht an Schlauchreifen vorbei.
Pflege und Wartung
Die richtige Reinigung und Pflege ihres Bikes ist sehr wichtig, gerade wenn Sie mit ihrem Crossrad gerne abseits der befestigten Straßen fahren. Um den optischen Zustand Ihres Rads möglichst lange zu erhalten und den Verschleiß zu minimieren, greifen Sie nach längeren Radtouren am bestem zum Putztuch. Es wird sich lohnen!
- Bespritzen Sie das Rad zunächst mit einem Gartenschlauch und tragen Sie den Fahrradreiniger mit einem Pinsel auf den Rahmen auf.
- Säubern Sie jetzt die Laufräder.
- Fetten Sie Kettenblätter und Kassette mit einem biologischen Reiniger ein und lassen Sie diesen 3-5 Minuten einwirken.
- Befreien Sie die Standrohre und Dichtungen mit einem weichen Tuch vom Schmutz. Vergessen Sie anschließend nicht, die Beläge wieder zurück zu schieben. Achtung: Nach längeren Schmutzfahrten müssen Sie die Staubdichtungen ölen.
- Bauen Sie die Gabel aus und reinigen Sie die Kontaktstellen gründlich.
- Setzen Sie die Gabel wieder ein.
Sicherheit im Straßenverkehr
Sie wollen mit Ihrem Crossrad am Abend schnell zu Ihrer Freundin fahren? Kein Problem, wenn Sie diese wichtigen Hinweise beachten. Dabei sind seit kurzem auch Akku-betriebene Lampen zugelassen. Das allein reicht aber noch nicht aus! Zusätzlich müssen Sie noch Reflektoren an den Rädern anbringen. Neben den Pedalreflektoren und Katzenaugen am Rad müssen Sie vor allem darauf achten, dass vorne am Bike ein weißer und hinten am Rad zwei rote Reflektoren angebracht sind. Natürlich brauchen Sie auch eine funktionierende Klingel. Sollten Sie diese Tipps beachten, kommen Sie sicher durch jede Polizeikontrolle.
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