Das Stereo Hybrid 140 von Branchenriese Cube ist wohl eines der meistverkauften E-Mountainbikes überhaupt. Die TM-Variante des Klassikers ist traditionell voll auf Trail-Stärke ausgelegt. Kann der beliebte Allrounder Stereo Hybrid 140 TM dennoch auch im Gelände überzeugen?
Die Fakten zum Cube Stereo Hybrid 140 TM
Motor: Bosch Performance Line CX, 85 Nm max. Drehmoment
Akku: Powertube, 750 Wh (entnehmbar)
Rahmenmaterial: Carbon / Alu
Federweg: 150 / 140 mm
Laufradgröße: 29 Zoll
Rahmengrößen: S, M, L, XL
Gewicht: 24,7 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
Zulässiges Gesamtgewicht: 135 kg (Herstellerangabe)
Der E-Bike-Antrieb
Cube setzt traditionell auf Bosch-Motoren. Und der dynamisch-kräftige Performance Line CX passt gut in das Stereo. Die Modulation ist top, die Kraftentfaltung spritzig. Gerade in schwierigen Anstiegen spielt er seine Stärke voll aus. Cube setzt traditionell auf den Bosch Performance Line CX, der mit top Modulation und spritziger Beschleunigung besticht.
Die Batterie steckt hinter einem separaten Cover im Unterrohr, ist mit einem Schloss gesichert und kann unkompliziert nach vorne herausgeklappt werden. Die Batterie mit 750 Wattstunden steckt hinter einem separaten Cover im Unterrohr, ist mit einem Schloss gesichert und kann unkompliziert nach vorne herausgeklappt werden. Mit dem Kiox 500 verbaut Cube ein riesiges Display, das über die LED-Remote am Lenker bedient werden kann. Am Screen dieser Größe funktioniert auch die Navigationsansicht sehr gut.
Der 750er-Powertube schiebt das Bike auf eine extrem starke Reichweite, sorgt aber auch für ein höheres Gesamtgewicht des Bikes. Denn der Akku wiegt satte 4,3 Kilogramm.
Die Geometrie
Das Chassis des Cube Stereo Hybrid 140 setzt auf gemäßigte Geometriewerte. Der Lenkwinkel ist vergleichsweise steil, der Sitzwinkel eher flach. Reach und Radstand fallen mittellang aus. Die längeren Kettenstreben polen das Bike auf Fahrsicherheit, ein hoher Vorbau bockt das Cockpit auf. Dadurch wird die Sitzposition betont komfortabel.
Durch die integrierte Zugführung können zudem nicht alle Spacer unter dem Vorbau entfernt werden. Um die Front markant abzusenken, braucht es also gröbere Umbaumaßnahmen wie einen andern Vorbau und Lenker.
EMTB-Messwerte im Überblick (Rahmengröße L)
Sitzrohrlänge: 450 mm
Radstand: 1255 mm
Reach: 465 mm
Stack: 643 mm
Lenkwinkel: 65,5 Grad
Sitzwinkel: 75 Grad
Kettenstrebenlänge: 457 mm
Die Ausstattung des Cube Stereo Hybrid 140 TM
Gabel / Dämpfer: Fox 36 Performance / Float X Perf.
Schaltung: Sram GX Eagle, 12-fach, 34; 10-52 Zähne
Bremsen: Magura MT7, 203/203 mm
Laufräder: Newmen Performance 30
Reifen: Maxxis Assegai Exo+ Maxxgrip, 29 x 2,5'' / Minion DHRII DD Maxxgrip, 29 x 2,4''
Besonderheiten: Nur 150 mm Hub an der Telestütze, großes Kiox 500-Display
Das macht sich am Stereo Hybrid 140 besonders bei den Maxxis-Reifen bemerkbar. Super griffiger Maxxgrip-Gummi an Vorder- wie Hinterrad, dazu eine robuste Doubledown-Karkasse im Heck. Das schaffen andere Hersteller selbst bei hochwertigen Enduro-E-MTBs allzu oft nicht.
Die Züge laufen optisch elegant durch einen hohen Spacer und den Steuersatz in den Carbon-Rahmen. Das hebt das Cockpit an. Auch der steile Vorbau bockt die Front auf, dadurch liegt der Lenker hoch. Nachteil der Integration: Service- und Schrauberarbeiten werden komplexer.
Dazu passt auch das riesige Kiox 500 Display von Bosch, das viele Informationen übersichtlich und gut ablesbar bereitstellt, inklusive Navigationsfeatures. Doch puristische Biker könnten sich an der sperrigen Optik stören. Auch hier sieht man: Allroundstärke und ein praller Strauß an Features geht bei diesem Bike vor extremer Sportlichkeit.
Praxistest: So fährt sich das Cube Stereo Hybrid 140 TM
Hier wird Komfort großgeschrieben! Die Sitzposition ist eher kompakt, und das Cockpit thront weit oben, Streckbankgefühle kommen definitiv nicht auf. Das Fahrwerk saugt Unebenheiten gierig auf. Dazu kommt die griffige und stabile Reifenkombi von Maxxis, die mit niedrigem Luftdruck gefahren werden kann und förmlich am Boden klebt. So treckert man recht gelassen durchs Gelände - auch ohne Profi-Fahrtechnik. Auf Flachpassagen und asphaltiertem Untergrund zieht der weiche Hinterreifen einiges an Akku, denn er rollt zäh.
Wer bergauf die Grenzen des Machbaren ausloten möchte, würde sich mehr Gegenhalt von der Heckfederung und eine zentralere Position wünschen. Doch das Cube Stereo klettert grundsolide. Solange es nicht zu steil und stufig wird, behält das Vorderrad gut Bodenkontakt und der Fahrer die Kontrolle. Eine allzu aktive Fahrweise muss man dafür nicht einnehmen - der längeren Kettenstreben sei dank. Traktion, Motor, Steigfähigkeit: Hier gibt’s keinen Grund zum Meckern.
Trails können das Cube Stereo Hybrid 140 TM nicht schocken. Bei gemäßigter Gangart fühlt es sich allerdings wohler, als im extremen Gelände.
Einen ähnlichen Charakter zeigt das TM-Stereo bergab. Der hohe Federungskomfort und die geniale Traktion geben viel Vertrauen. Die griffige Reifenkombi zahlt sich aus, sobald man ins Gelände abbiegt. Erst bei sehr schneller Fahrweise im ruppigen Geläuf sinkt das Sicherheitsempfinden. Die gemäßigte Geometrie mit eher steilem Lenkwinkel begrenzt Laufruhe und Nehmerqualitäten, wenn man es im schweren Gelände laufen lassen will. Auch die fluffige Fox-Gabel ist eher auf Komfort getrimmt. Hier gibt es stärkere, weil sportlicher ausgerichtete Kandidaten im Testfeld.
Deutlich wohler fühlt sich das Bike, wenn man es eher gemütlich angehen lässt. Dann lässt es sich sicher und intuitiv auch schwierigere Abfahrten hinabbewegen. Angenehm: Der gediegene Charakter macht das Bike nicht zur trägen, lahmen Ente. Zwar gibt es auch in Sachen Agilität und Spritzigkeit bessere Konkurrenz, doch das Cube bleibt auf gemäßigten Trails spaßig und angenehm steuerbar.
EMTB-Bewertung des Cube Stereo Hybrid 140 TM
Stärken
- Hoher Fahrkomfort und unkompliziertes Handling
- Viel Fahrsicherheit
- Starke Reichweite
- Gute Ausstattung
Schwächen
- Kein Gelände-Extremo
- Geringer Hub der Teleskopstütze
- Motor klappert
Reichweitenstark und komfortabel - so sammelt das Cube Stereo massig Punkte in der Tourenwertung. Auch im Gelände bringt es eine solide Vorstellung und leistet sich keinen Patzer. Punktsieg im Vergleichstest!
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