Damen Trekkingrad 28 Zoll im Test: Der ultimative Ratgeber

Trekkingräder sind vielseitig einsetzbar und lassen sich einfach im Wohnmobil transportieren oder auf einem Fahrradträger verstauen, ob für schnelle Besorgungen oder lange Touren. Das Trekkingbike ist der ideale Allrounder für verschiedenste Einsatzmöglichkeiten und eine hervorragende Wahl für Reisen. Ob in der Heckgarage des Wohnmobils verstaut oder am Heckträger montiert, diese Fahrräder begleiten Sie zuverlässig auf kurzen Besorgungen, Ausflügen in benachbarte Städte oder langen Touren durch malerische Landschaften. Reisemobil-Nutzer schätzen die Vielseitigkeit von Trekkingrädern.

Was macht ein gutes Trekkingrad aus?

Trekkingräder sollten vielfältig einsetzbar sein. Hierzu zählt der kurze Weg zum Einkaufen genauso wie Tagestouren oder mehrtägige Radreisen, wenn man sein Wohnmobil auf dem Stellplatz stehen lässt und radelnd die Gegend erkundet. Viele denken, dass das Gewicht bei Trekkingbikes nachrangig ist. Nix da! Unser Praxistest zeigt, wie stark positive Fahreigenschaften und ein insgesamt angenehmes Fahrgefühl von einem niedrigen Fahrradgewicht abhängen. Ebenso wichtig ist die maximale Zuladung (zulässiges Gesamtgewicht minus Fahrradgewicht). Ob im Alltag oder auf Touren, Gepäck dürfte sehr oft an Bord des Trekkingbikes sein.

Beim Punkt Ausstattung haben wir einen Blick auf die Komponenten, deren Güte und auf die Qualität der übrigen Bestandteile eines Fahrrads geworfen - etwa Schutzbleche, Lichtanlage und Federungselemente. Achtung: Berggänge sind nicht nur dann von Bedeutung, wenn man im alpinen Gelände lebt und radelt. Wie gesagt, beim Trekkingrad will man für jede Situation gewappnet sein. In den Punkt Fahrspaß fließen Komfort, Handling, Sicherheit und Stabilität sowie Roll- und Beschleunigungseigenschaften ein. Und abschließend haben wir auch das Design bewertet, schließlich zählen beim Fahrrad heute nicht mehr nur Technik und Fahrverhalten. Welches Trekkingbike sich für welchen Einsatzzweck eignet, steht im jeweiligen Fazit, wo wir explizit auf Stärken und Schwächen eingehen. Grundsätzlich gilt: Das für Sie beste Bike muss nicht das mit den meisten Teststernen sein. Entscheidend sind Ihre Bedürfnisse.

Die Bedeutung der Rahmenhöhe und Laufradgröße

Die Kategorie „Damenfahrrad“ mit der Frage nach 26- oder 28-Zoll-Rädern zu verknüpfen, führt wie so häufig im Fahrradsegment auf eine falsche Spur. Denn nicht von der Radgröße ist es abhängig, ob ein Fahrrad für Damen passt, sondern von anderen Faktoren wie Radart, Rahmengröße und Einsatzbereich. Tabellen, die pauschal ein 26-Zoll-Fahrrad bei einer Körpergröße von 160 bis 180 Zentimeter auswerfen und ein 28-Zöller etwa für Fahrerinnen ab 180 Zentimetern Größe empfehlen, sind eher eine grobe Orientierungshilfe als eines Kaufberaters würdig. Verantwortlich sind 28er-Räder aber für den günstigeren Rollwiderstand und wenn Krafteinsparung der größte Antrieb beim Fahrradkauf ist.

Schon klarer wird der Sachverhalt, wenn man die Frage nach der richtigen Rahmenhöhe jener nach der Radkategorie voranstellt und dann eine Ausgangsgröße für das Laufradformat hat. Doch selbst wenn man nach Renn-, Triathlon- oder Trekkingrad, Mountainbike, Full-Suspension- oder Sport-Touringbike ausdifferenzierte Rahmenempfehlungen betrachtet, sind dies immer nur Richtgrößen. Umgekehrt kann auch ein kleinerer Rahmen mit einem größeren Laufrad so eingestellt werden, dass es dem persönlichen Empfinden und der Verbundenheit mit dem Rad perfekt entspricht. Allerdings verringern 28-Zöller die Schrittfreiheit - und es besteht die Gefahr, dass der Fuß beim Lenkereinschlag am Vorderrad streift.

Bereinigt um die Idee vom grundlegenden Unterschied zwischen Damen- und Herrenrad gilt aber die Faustformel, dass 28-Zoller weniger steif, agil und wendig sind als ihre kleineren Pendants, die wiederum präziser und leichter sind (bei identischer Bereifung) und besser um die Ecken gehen. Gepäckträger und Schwerpunkt sind beim 28-Zoll-Rad wiederum höher, der Einfluss auf den Kindersitztransport daher nicht unwesentlich.

Komponenten und Ausstattung

Federgabeln und Dämpfung

An sechs von acht unserer Testräder sind Federgabeln verbaut. Sattelstützen mit Dämpfungselementen erhöhen merklich den Fahrspaß und Komfort. Wer öfter mal längere Touren unternimmt, sollte durchaus die angenehme Doppeldämpfung in Betracht ziehen.

Bremsen

Allein die bei den Testkandidaten verbauten Bremsen zeigen, dass es sich lohnt, ein paar Euro mehr auszugeben. Wer vierstellig investiert, kauft sich mit hydraulischen Scheibenbremsen bessere Dosierbarkeit - auch bei Nässe.

Schaltung

Darf's noch etwas mehr sein? Dann erhalten Sie die hochwertige Mountainbike-Schaltung Deore XT von Shimano, entweder einige Bauteile davon oder sogar alle Elemente. Die Deore XT ist auch ideal für Trekkingräder. Anders als beim Rennrad findet man beim Trekkingrad meistens noch ein drittes Kettenblatt mit 26 Zähnen als absolute Notreserve für bergiges Terrain.

Rahmenmaterial

Aluminium ist bei fast allen Herstellern das Rahmenmaterial der Wahl - weil günstig, leicht und stabil. Nur der Kieler Fahrradhersteller my Boo, der sich auf Bambusrahmen spezialisiert hat, schlägt mit seiner Naturfaser einen Sonderweg ein.

Laufräder

Wie Rennräder und Fitnessbikes rollen auch Trekkingräder auf 28-Zoll-Rädern. Das sorgt für Laufruhe und guten Geradeauslauf. Die Geometrie ist deutlich sportlicher als bei Touren- und Reiserädern, weicht aber stark von Rad zu Rad ab.

Trekkingräder bis 1500 Euro im Test

Ist ein Fahrrad, das weniger als 1500 Euro kostet, qualitativ minderwertig? Nein, im Gegenteil: Die Hersteller haben gar kein Interesse daran, ständig mit Defekten oder Reparaturen konfrontiert zu werden, und verbauen daher oftmals die gleiche Qualität wie in ihren höherpreisigen Segmenten. Wer so etwas weiß, kann beim Radkauf also kräftig Geld sparen! Aber natürlich können die Schnäppchenräder nicht in allen Belangen mithalten im Vergleich zu ihren High-End-Kollegen. Welche Kompromisse muss man also eingehen? Worauf muss man bei der Schnäppchenjagd achten?

Beispiele für Trekkingräder unter 1500 Euro

Hier sind einige Beispiele für Trekkingräder, die im Test gut abgeschnitten haben und unter 1500 Euro erhältlich sind:

  • Bergamont Horizon 3: Ein solide ausgestattetes Trekkingbike, das sein Hauptrevier eher in der Stadt verortet. Solide Technik, robuste Bauweise und ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis zeichnen das Bike aus.
  • Canyon Pathlite 7: Das Canyon ist für diesen Preis sehr hochwertig ausgestattet. Das geringe Gewicht macht es zum sportivsten Bike in der Kaufübersicht.
  • Cube Kathmandu: Das Trekkingbike von Cube fällt besonders in puncto hoher Zuladung auf: ein echter Packesel, was wohl besonders für diejenigen interessant ist, die regelmäßig viel zu transportieren haben.
  • Decathlon Riverside 740 TR: Die maximal 35 Millimeter breiten Reifen sprechen für eine schnelle Gangart dieses durchschnittlich ausgestatteten Bikes. Mit 15,9 Kilo gehört es zur leichteren Hälfte der vorgestellten Räder.
  • Diamant Elan Deluxe: Die schmale Bereifung sowie ein Eigengewicht von 14,7 machen auch schnelle Runden am Wochenende zum Vergnügen. Die Ausstattung ist für den Preis eher hochwertig.
  • Ghost Square: Das Trekking-Bike aus dem Hause Ghost repräsentiert das Anforderungsprofil sowie die typische Ausstattung dieser Fahrrad-Kategorie. Mit 14,8 Kilo bei 140 Kilo Systemgewicht gehört es zu den leichten Vertretern dieser Bike-Klasse, macht also auch als Sportgerät Spaß.
  • Hercules Tourer Sport: 18 Kilo Eigengewicht sind in dieser Kaufberatung ein sehr hoher Wert. Der Preis hingegen ist äußerst attraktiv, sodass das Hercules-Bike eine gute Wahl für diejenigen ist, die nicht allzu regelmäßig sportliche Leistung abrufen wollen.
  • KTM Life Lite: 12 SRAM-Gänge sind auch bei flexiblen Einsätzen genug, auch bei Touren mit viel Gepäck. Die 14,8 Kilo Eigengewicht sorgen für ein gutes Handling für sportliche Ausritte. Das österreichische Bike überzeugt mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.
  • Pegasus Premio SL Disc 27: Dieses universelle Bike überzeugt durch den fairen Preis, obwohl bei der Ausstattung keineswegs gespart wurde.

Testberichte und Auszeichnungen

Besonders gut traten Trekkingräder von Ghost, Kalkhoff, Cube, Raymon und Giant hervor. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit und Komfortabilität. Die Tourenfähigkeit, die Alltagstauglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis bleiben dabei nicht auf der Strecke. Unter den getesteten Rädern befinden sich außerdem E-Trekkingbikes. Genauere Infos zu unseren Favoriten aus dem Test findest du unter dem Produkt selbst.

Weitere Informationen und Tipps

  • Probefahrt: Ohne Sitz- oder Fahrprobe wird man kaum die Frage nach der passenden Laufradgröße für ein Damenrad exakt beantworten können.
  • Federung: Generell lässt sich aber festhalten, dass bei der Wahl einer gefederten Sattelstütze wegen des erhöhten Aufbaus dieser Sattelstütze ein kleinerer Rahmen gewählt werden sollte und ein klassisches Damenrad - nachgereicht als Trekking-, Holland- oder Cityrad - mit einem kleineren Laufrad stimmiger sein wird.

E-Bike-Trekkingräder

E-Bikes und Pedelecs liegen weiter im Trend. 2023 wurden mit 2,1 Millionen Stück erstmals mehr Fahrräder mit Elektro-Unterstützung in Deutschland verkauft als "normale" Fahrräder. Besonders im Alltag und für kurze Strecken sind Pedelecs und E-Bikes mit tiefem Einstieg sehr bequem. Die aufrechte Sitzposition bei einem so genannten Tiefeinsteiger-Pedelec ist vergleichbar mit der bei einem Hollandrad und ermöglicht ein komfortables Fahrgefühl. Auch das Auf- und Absteigen wird durch den tiefen Einstieg erleichtert. Und es gibt auch günstige Modelle für unter 2000 Euro. Sind diese E-Bikes aber wirklich empfehlenswert? Was sie zu bieten haben, klärt der ADAC Test.

Generell ist bei günstigen Pedelecs keine Spitzentechnologie zu erwarten, aber Antriebs-, Brems- und Akkuleistung sollten vernünftige Werte aufweisen. Bei den meisten der getesteten Tiefeinsteiger-Pedelecs fielen dabei die geringe Reichweite des Akkus und die lange Ladedauer auf sowie Defizite beim Antrieb.

ADAC Test Ergebnisse

Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Tabelle: ADAC Testurteil für Tiefeinsteiger-Pedelecs
Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil
Deruiz E-Bike Quartz 1399 2,5
Fischer E-Bike Cita 2.2i 1949 2,5
Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 1599 2,8
Decathlon Elops 900E 1299 3,0
Prophete Geniesser City E-Bike 28" 1600 3,0
Zündapp Z502 E Bike 28 Zoll Elektrofahrrad 1799 3,0
F.lli Schiano E-Moon 28 Zoll E-bike Pedelec 899 3,2
Heybike EC 1-ST 1195 -

Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test (genormter Reichweitenzyklus nach R200 vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auf dem ADAC Prüfstand) ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich. Die angenehme Ergonomie, ein stabiles und laufruhiges Fahrverhalten sowie die guten Bremsen überzeugten auch beim Praxistest. Positiv fiel ebenso die direkte Schaltung auf, die gut mit dem Antrieb harmoniert. Wenn auch die Unterstützungsstufen etwas feiner abgestuft werden könnten. Alle Kriterien zusammen führen zu der besten Bewertung im Test. Preislich liegt das E-Bike der Marke Deruiz mit rund 1400 Euro im unteren Drittel der Testkandidaten - damit ist es günstig und trotzdem zu empfehlen.

Das Fischer E-Bike Cita 2.2i überzeugt vor allem durch sein gutes Antriebssystem. Es ist zwar ein schweres (28,8 kg Leergewicht), aber solides Pedelec. Als einziges Pedelec mit Mittelmotor im Test bietet es eine angenehm aufrechte Sitzposition und Komfort dank gefederter Sattelstütze und guter Vordergabel. Der solide Rahmen zeigt sich bei den Fahrversuchen stabil. Die Leistung in der höchsten Unterstützungsstufe dürfte etwas stärker sein. Verbesserungspotential bietet der Informationsumfang auf dem Display.

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