"Fahrrad fahr'n": Ein Loblied auf das Radfahren von Max Raabe

Für gute Laune beim Radfahren sorgt die richtige Musik. Ein besonderes Lied in diesem Kontext ist "Fahrrad fahr'n" von Max Raabe.

Max Raabe und das Fahrradfahren

Max Raabe wurde 1962 in Lünen geboren und hat eigentlich schon immer gesungen - im Jugendchor, der Kantorei und auf dem Fahrrad. Seine Onkel, sonntags oft im eleganten Dreiteiler zu Besuch, sind für Max frühe stilistische Vorbilder. Mit Anfang 20 zog Max Raabe nach Berlin, um Operngesang zu studieren. Max Raabes Engagement für die Erinnerung an die Musikwelt der 20er/30er ist mehrfach ausgezeichnet worden.

Gerade ist er aus Wien zurückgekehrt, wo er mit seinem Palast Orchester an zwei Abenden die Stadthalle füllte. Ab morgen wird er für sechs Auftritte in Folge auf der Bühne des ausverkauften Berliner Admiralspalasts stehen, danach warten die USA. Ob die gute Kondition vom ausgiebigen Fahrradfahren kommt, das er auf seiner jüngsten Single besingt?

Die Inspiration zum Lied

Das Stück „Fahrrad fahr’n“ ist das schnellste auf der Platte. Das war die Idee von Achim Hagemann und ist inspiriert vom Kraftwerk-Stück „Tour de France“, das auch so ein gutes Tempo hat, allerdings ohne Text auskommt. Zu Anfang hatten wir ein richtig albernes Verkehrskasper-Stück im Sinn, haben uns dann aber doch etwas zurückgenommen. Jetzt ist das Stück eleganter.

Raabes persönliches Verhältnis zum Fahrradfahren

Ich bin ja auf dem Land aufgewachsen. Da war Radfahren eine Selbstverständlichkeit. Wenn ich einen Freund anrufen wollte, hat meine Mutter immer gesagt: Wozu das denn? Fahr doch mit dem Fahrrad vorbei! Das war bei uns eine ganz pragmatische Angelegenheit.

Sie sind heute mit einem Herrenrad aus den 50er-Jahren ohne Gangschaltung gekommen. Was gefällt Ihnen an diesem Fahrrad? In erster Linie, dass es fährt! Es stand monatelang an der Ecke Friedrichstraße/Torstraße und war eine Ruine. Als ich einmal von einer langen Tour zurückkam, und es immer noch da war, habe ich es mitgenommen. Obwohl das Hinterrad fehlte. Ich habe es dann von einem Fachmann aufbrezeln lassen.

Radeln Sie täglich? Sommers wie winters? Ja. Außer wenn es glatt ist oder tagealter Schnee liegt. Aber das hat für mich weniger sportlichen Charakter, es hat eher mit meiner Faulheit zu tun. Wenn ich Fahrrad fahre, muss ich nicht laufen.

Das große Geheimnis ist: Beim Fahrradfahren die Klappe halten und nicht singen! Tatsächlich erkälte ich mich nie, bloß weil es kalt ist, sondern nur wenn ich in Räumen mit Klimaanlage eingesperrt bin.

Raabe als Fahrradfahrer

Sie sollen ein rasanter Fahrradfahrer sein. Ihr Musikerkollege Achim Hagemann behauptet sogar, dass Sie fahren wie ein Henker. Na, ich würde sagen: Ich fahre flüssig! Aber dabei immer rücksichtsvoll. Außerdem ohne Gangschaltung. Wie schnell kann man da schon werden?

In Berlin ist ja schon einiges im Werden, man billigt den Radfahrern hier inzwischen mehr Raum zu. Wir sind zwar noch nicht so gut aufgestellt wie in Kopenhagen, aber auf dem richtigen Weg. In Dänemark ist die Situation natürlich luxuriös. In Berlin gibt es sehr viele Porschefahrer auf Rädern, und man muss auf der Straße schon aufmerksam sein, um lebend von A nach B zu kommen. Rücksichtslosigkeit unter Fahrradfahrern ist hier genauso verbreitet wie unter Autofahrern.

Welche Gefahren birgt der Berliner Straßenverkehr? Gibt es Strecken, die Sie meiden? Haben Sie einen konkreten Wunsch für die verkehrstechnische Zukunft?

Ja, natürlich. Beim Radfahren, aber mehr noch im Auto. Meine Devise ist jedoch: Wer blinkt, darf alles. Trotzdem bin ich in manchen Situationen ungeschmeidig. Ein Wesenszug, der mir selbst unangenehm ist. Und die Aufregung lohnt oft nicht. Neulich hat mich jemand angeblafft, da dachte ich schon, ich hätte etwas falsch gemacht. Stattdessen hat er mir hinterhergerufen: „So jeht det aba nich, Herr Raabe! Ohne Mütze Fahrrad fahr’n!“

Apropos: Wie gelingt es Ihnen, auf dem Rad elegant und trotzdem funktional gekleidet zu sein? Was tragen Sie bei Wind und Wetter? Seit ich eine Daunenjacke besitze, bin ich bestens gerüstet. Bis minus fünf Grad. Ehrlich gesagt geht es mir nicht in erster Linie um die Eleganz, sondern vielmehr darum, warm angezogen zu sein.

Fahrradfahren auf Tour

Steigen Sie oft aufs Fahrrad, wenn Sie auf Tour sind? Ja, ich leihe mir gerne ein Rad, um die Städte zu erkunden, in die uns die Tour führt. Auch in Wien hatte ich ein Fahrrad, vom Hotel geliehen, und bin dort herumgeradelt. So ganz optimal finde ich die Verkehrsführung für Radfahrer in Wien aber nicht. Da ist Berlin schon ist um einiges fortschrittlicher.

Tatsächlich sind die Fahrräder, die in den Hotels verliehen werden, oftmals sehr gut. Auf diese Weise bin ich auch mal mit einem Elektrofahrrad in Berührung gekommen, das fand ich gar nicht schlecht. Ich gebe auch zu, dass ich es manchmal genieße, ein Rad mit mehreren Gängen zu fahren. Aber streng genommen finde ich Gangschaltung unsportlich.

Welche Rolle könnten Fahrräder in Zukunft spielen? Wie sähe die Stadt wohl aus, wenn alle, die jetzt das Auto nutzen, aufs Fahrrad umsteigen würden? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich müsste man mehrere Spuren einrichten: für Fahrradkuriere, Familien und Flaneure. Und schon bräuchte es breitere Straßen. Ich würde daher gerne empfehlen, den öffentlichen Nahverkehr intensiver zu nutzen.

Weitere Fahrradlieder und musikalische Ausflüge

Neben Max Raabe gibt es natürlich auch andere Künstler, die sich dem Thema Fahrrad musikalisch gewidmet haben. Ein Klassiker ist "Bicycle Race" von Queen. Der Klassiker von der britischen Rockband Queen erschien 1978 auf der LP „Jazz“, die mit dem Klappcover 🙂 Die Scheibe ist das siebte Studioalbum von Queen. Auch als Single wurde Bicycle Race veröffentlicht, auf der B-Seite war passenderweise Fat Bottomed Girls zu hören.

Mit den frühen Stones ging es 1963 dann auch auf England-Tournee, und mit den jungen Beatles auf Deutschlandtour. Klar, in beiden Fällen als Vorgruppe, aber auch ein Kinofilm wurde mit den Beat-Rebellen produziert: Hurra, die Rattles kommen. Mit den Einzug von Achim in die Bundeswehr, das war 1966, war dann die große Zeit vorbei.

Seit der Veröffentlichung ihrer Scheibe Blood Sugar Sex Magik sind sie die Helden des Crossover, sprich der Mischung aus Funk, Rock und Hiphop.

Der Liedtext im Detail

Der Text des Liedes ist urheberrechtlich geschützt. Lied-Zusammenfassung: Das Lied handelt vom Fahrradfahren und der Freude, die es bereitet. Die Hauptfigur fährt mit dem Fahrrad fröhlich durch die Straßen und kennt sich überall gut aus. Unterwegs bleibt sie nie lange an einem Ort, sondern radelt keck weiter und winkt den Zuschauenden zu. Dabei singen sie ein Liedchen und genießen ihre gute Laune. Sie wollen heute nicht zu Hause bleiben, sondern ihr Fahrrad ausführen. Die Bewegung und die Freiheit beim Radeln stehen im Mittelpunkt.

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