Fahrradfederung richtig einstellen: Eine detaillierte Anleitung

Ist die Federgabel am Rad zu hart, zu weich oder verhält sie sich unharmonisch im Fahrverhalten? Dann ist es Zeit, Gabel und somit Dämpfung richtig einzustellen! Mit der passenden Fahrwerk-Einstellung sorgt die Federgabel am Trekking-Bike, Cross-Country- oder Mountainbike zuverlässig für Komfort sowie Kontrolle beim Fahren im unwegsamen Gelände.

Eine optimal funktionierende Federung ist bei Mountainbikes sowie bei manchen Crossbikes und Trekkingrädern extrem wichtig. Nur wenn die Federgabel ihren Zweck einwandfrei erfüllt, ist gewährleistet, dass die Fahrt über Stock und Stein nicht zum unkalkulierbaren Abenteuer wird.

Vorbereitung und Werkzeuge

Wer an seinem Mountainbike die Federgabel einstellen möchte, braucht neben einer Dämpferpumpe mit Manometer auch einen Gummi-O-Ring (Alternative: Kabelbinder), einen Zollstock bzw. ein Maßband sowie einen sauberen Lappen für die Reinigung verschmutzter Teile.

  • Dämpferpumpe mit Manometer
  • Gummi-O-Ring oder Kabelbinder
  • Zollstock oder Maßband
  • Sauberer Lappen

Vor der Einstellung der Federgabel sollte man das Standrohr und das Tauchrohr der Gabel gründlich reinigen, damit keine Rückstände die Arbeit erschweren. Bei manchen Federgabeln bleibt der Druck über Jahre hinweg konstant. Bei anderen ist eine regelmäßige Anpassung erforderlich, weil die Federgabel nach und nach an Luft verliert. Mit einer „normalen“ Luftpumpe lassen sich Federgabeln nicht präzise aufpumpen. Dämpferpumpen sind mit einem Manometer für eine exakte Kontrolle des Luftdrucks ausgestattet. Auch der Luftablass kann mit einer Dämpferpumpe um ein Vielfaches besser kontrolliert und reguliert werden als mit einer herkömmlichen Fahrradpumpe. Handelsübliche Dämpferpumpen ermöglichen ein Aufpumpen der Federgabel bis zu einem Druck von 300 PSI (entspricht circa 20 bar). Beim Kauf sollte man auf die Kompatibilität mit dem vorhandenen Gabelsystem achten.

Wenn ein Biker an seinem Fahrrad die Federgabel einstellen will, sollte er sich rund 20 bis 30 Minuten Zeit dafür nehmen. Die Arbeit an sich ist kein Hexenwerk. Selbst durchschnittlich begabte Hobbyschrauber sind mit ein wenig Geduld und dem passenden Werkzeug problemlos in der Lage, die Federung präzise einzustellen. Bei der Anpassung des Luftdrucks sollte man in jedem Fall auf Genauigkeit achten. Schon 10 PSI (0,7 bar) können einen großen Unterschied machen. Bei zu hohem Druck verschlechtert sich in kritischen Situationen die Traktion des Bikes. Bei zu geringem Druck fühlt sich das Mountainbike schwammig an - die Gabel sinkt zu schnell zu tief ein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einstellung der Federgabel

1. Neutralisieren der Einstellungen

Als Erstes muss die Zugstufe - auch als Rebound bekannt - vollständig zurückgedreht werden. Dies geschieht über einen Drehknopf an der Unterseite der MTB-Gabel. Die Zugstufe definiert die Schnelligkeit des Zurückschnellens der Gabel in die Ausgangsposition. Aus dem gerade genannten Grund muss auch die Druckstufe neutralisiert werden. An der Oberseite der Federgabel befindet sich üblicherweise ein Hebel, der gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden muss. Die Druckstufe sollte sich vor der Justierung der Federgabel immer auf der niedrigsten Stufe befinden.

2. Federweg ermitteln

Der Federweg oder Maximalhub gibt bei einer MTB-Federgabel an, wie viel Arbeitsweg die Gabel maximal zurücklegen kann. Alternativ könnte man von der Federungstiefe sprechen. Bevor die Gabel mit dem optimalen Luftdruck aufgepumpt wird, sollte man den Federweg unbedingt kennen. Dieser wird ermittelt, indem man zunächst die Luft aus der Gabel komplett ablässt. Danach muss man am Standrohr direkt oberhalb der Dichtungen einen O-Ring anbringen. Anschließend wird die Gabel mit voller Kraft komprimiert und wieder losgelassen. Vor dem Loslassen muss die Gabel mit circa 30 - 40 PSI aufgepumpt werden, damit sie sich wieder aus der komprimierten Position herauslösen lässt. Ist die Federgabel wieder vollständig herausgefahren, so kann man anhand der Differenz zwischen dem O-Ring und den Dichtungen den Federweg ablesen.

3. Luftdruck anpassen

Als nächster Schritt folgt das Aufpumpen der Federgabel am Fahrrad nach Herstellerangaben. Bei den meisten Gabeln befindet sich ein entsprechender Hinweis direkt auf der Gabel. Als groben Richtwert kann man das eigene Körpergewicht (plus eventuelles Gepäck) 1:1 in PSI übersetzen. Bei den meisten Dämpferpumpen wird der Luftdruck in PSI angegeben. Für die Umrechnung in bar sollte man eine Umrechnungstabelle aus dem Internet heranziehen.

4. Negativfederweg (SAG) messen und einstellen

Der Negativfederweg ist jener Weg, den die Federgabel am Fahrrad ohne weiteres Zutun allein durch das Gewicht des Fahrers zurücklegt. Man ermittelt ihn, indem man aufs Rad steigt und anschließend die Distanz zwischen O-Ring und Dichtung misst. Damit die Gabel nicht durchschlägt, sollte nach dem Fahrrad-Federgabel-Einstellen immer ein Restweg von 1 cm an der voll komprimierten Gabel zwischen Maximalhub und O-Ring übrig sein.

Sag ist der Federweg, der einer Federgabel oder einem Dämpfer zum Ausfedern zur Verfügung steht. Der Negativfederweg sorgt dafür, dass ein Laufrad in ein Schlagloch absacken kann, um permanent Bodenkontakt zu halten. Nur so kann optimale Fahrsicherheit gewährleistet werden.

Eine gute Startposition für den richtigen Luftdruck findet sich in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Hier nach der passenden Kilogramm-Angabe suchen, vollständige Ausrüstung mit einbeziehen. Druckstufendämpfung oder Plattform (Lockout) immer ganz öffnen.

Aufs Rad steigen, in kompletter Montur (mit Helm, Rucksack usw.), Sattel mit Teleskopstütze komplett absenken, Grundposition einnehmen (stehend, Kurbeln waagerecht). Eine zweite Person kann helfen, das Rad zu halten; allein lehnt man sich an eine Wand oder ein Geländer. Jetzt ein paar Mal wippen, um die Federelemente eintauchen zu lassen.

Tipp: Wer viel im Sitzen auf dem Trail fährt, kann probieren, ob ein Setup im Sitzen für seinen Einsatzbereich z.B. bei tourenorientierter Fahrweise bessere Ergebnisse bringt.

Möglichst stillstehen und den Gummiring am Standrohr so weit wie möglich nach unten schieben.

Vorsichtig, ohne Wippen, vom Rad steigen und darauf achten, dass sich der Gummiring nicht mehr verschiebt.

Tipp: Gabel und Dämpfer-Lockout vor dem Absteigen schließen.

Jetzt zeigt der Abstand zwischen Tauchrohrdichtung und Gummiring den Negativfederweg (Sag) an. 20 bis 30 Prozent des Gesamtfederweges werden als ideal betrachtet. Eine aufs Standrohr aufgedruckte Sag-Skala verrät die Prozentzahl; ist keine Skala vorhanden, einfach ein Lineal nehmen und nachrechnen. In der Grundposition kommt man am schnellsten zu seinem persönlichen Setup.

5. Zugstufe (Rebound) und Druckstufe (Compression) einstellen

Zum Schluss stellt man den Rebound und die Druckstufe an der Fahrrad-Federgabel erneut ein. Der Rebound (Zugstufe) kann über ein Drehrad an der Unterseite nach Belieben reguliert werden. Die Druckstufe oder Compression der Fahrrad-Gabel legt fest, wie stark die Gabel bei Belastung wippt bzw. wie schnell sie einfedert.

Nach dem Federgabel-Einstellen reagiert die Gabel auf dem Trail wie gewünscht - vorausgesetzt, man vernachlässigt die Federgabel-Pflege nicht.

Zugstufe (Rebound)

Die Zugstufe kontrolliert die Geschwindigkeit, mit der die Gabel ausfedert. Zu schnelles Ausfedern lässt das Rad unkontrolliert springen, federt die Gabel zu langsam aus, steht beim nächsten Impact nicht der gesamte Federweg zur Verfügung. Der Rebound-Knopf an der Gabel ist meistens rot.

Bevor man die Zugstufe einstellt, sollte diese ganz geöffnet werden.

Den Lenker kräftig und schnell nach unten drücken, um die Gabel einfedern zu lassen. Beim Ausfedern den Lenker loslassen; das Vorderrad sollte jetzt nicht den Kontakt zum Boden verlieren.

Hebt das Vorderrad vom Boden ab, die Ausfedergeschwindigkeit verlangsamen, d.h. Zugstufe Klick für Klick reindrehen.

Druckstufe (Compression)

Nun die Druckstufe einstellen. Diese dämpft/bremst das Einfedern der Gabel bei Schlägen ab.

Die Einstellung der Druckstufe richtet sich bei den meisten Federgabeln nach dem Fahrergewicht. Leitlinie: je schwerer der Fahrer, desto mehr Druckstufendämpfung wird empfohlen.

Bei Gabeln mit nur drei Settings (zum Beispiel Open, Medium, Firm) empfehlen wir stets das offene oder mittlere Setting.

Für Federgabeln zum Beispiel mit Fit4 Kartusche wie bei der FOX 36 empfehlen wir den "3-Position Lever" in der offenen Stellung zu fahren und den "Open Mode Adjuster" (kleines Stellrad) anhand der FOX Empfehlungen einzustellen. Hier empfiehlt FOX zum Start 18 Klicks (gegen den Uhrzeigersinn von der komplett geschlossenen Stellung aus gezählt). Je offener, (gegen UZS) desto leichter bewegt sich die Gabel durch den Federweg. Je geschlossener (Klicks im UZS), desto mehr Widerstand bietet sie beim Einfedern und hilft zusätzlich gegen Durchschläge.

6. Das Federbein

Auch beim Federbein ist die richtige Einstellung des Sag essentiell. Die Einstellung funktioniert fast so wie an der Gabel. Zuerst den vom Hersteller angegebenen Luftdruck einstellen. Wer die Bedienungsanleitung verlegt hat, findet (auch ältere) Manuals leicht im Internet. Auch beim Federbein gilt Druckstufendämpfung oder Plattform (Lockout) immer ganz öffnen.

Aufs Rad steigen, Sattel mit Teleskopstütze komplett absenken, die Grundposition einnehmen, wippen, um den Dämpfer zu komprimieren. Auch hier unser Tipp: Wer überwiegend im Sitzen auf dem Trail fährt, kann probieren, ob er das Setup im Sitzen vornimmt und damit für seinen Einsatzbereich bessere Ergebnisse erzielt. Dann ist der Hinterbau gegebenenfalls nicht zu weich eingestellt für den Fall, dass das Körpergewicht überwiegend nach hinten verlagert ist. Still stehen bleiben, Gummiring an den Dämpfer schieben, vorsichtig vom Rad steigen. Der Abstand zwischen Gummierung und Dämpferdichtung zeigt den Sag an. Jetzt kann der Sag an den Einsatzbereich und den persönlichen Geschmack abgestimmt werden. Die SAG Einstellung am Dämpfer funktioniert genauso wie an der Gabel.

7. Zugstufe (Rebound) am Federbein

Auch am Federbein ist der Rebound-Knopf meistens rot. Zum ersten Einstellen sucht man sich am einfachsten eine Bordsteinkante.

Die Bordsteinkante langsam herunterrollen, der Dämpfer sollte dabei ungefähr 1,5-mal wippen. Das bedeutet, er sollte einmal komplett einfedern, etwas nachwippen und sich dann stabilisieren.

Wippt der Hinterbau länger nach, ist die Ausfedergeschwindigkeit zu hoch, ein schwer zu kontrollierendes, hüpfendes Hinterrad wären die Folge. Also: die Zugstufe etwas reindrehen, damit sich der Rebound verlangsamt.

Auch einige Dämpfer besitzen umfangreiche Möglichkeiten an Feinjustierungen der Compression. Hier gilt: möglichst mit offener Einstellung beginnen und dann schrittweise die Anpassungen vornehmen. Je nach Modell bieten die Dämpfer eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten.

8. Drei Tipps für die nächsten Schritte

Viele Suspension-Elemente bieten darüber hinaus noch eine Menge weiterer Einstellungsmöglichkeiten, um das Fahrwerk auf den eigenen Fahrstil einstellen zu können. Wichtig aber ist das passende Grundsetup, das man Fahrt für Fahrt auf seine persönlichen Vorlieben und Einsatzbereich anpassen kann.

  • Auf dem Trail eine Dämpferpumpe mitnehmen, am besten immer die gleiche verwenden.
  • Eine vertraute Strecke mehrfach fahren und Fahrwerk leicht nachjustieren. Zwischendurch immer wieder kontrollieren.
  • Die Einstellungen - auch das Grundsetup - notieren.

Nach dem Federgabel-Einstellen reagiert die Gabel auf dem Trail wie gewünscht - vorausgesetzt, man vernachlässigt die Federgabel-Pflege nicht.

Vor allem bei Mountainbikes und Fahrrädern, die im Gelände genutzt werden, ist eine Federgabel ein Muss. Die Federgabel sorgt für optimalen Komfort auf dem Rad. Sie entlastet dich und deine Handgelenke, wenn du über Unebenheiten fährst und du kannst somit auch weitere Touren oder holprigeres Gelände fahren.

Außerdem sorgt die Federgabel dafür, dass dein Vorderrad nicht bei jeder Wurzel abhebt, sondern darüber rollt. Eine Gabel ist das Bauteil, das am Fahrrad vorne verbaut ist und die Verbindung zwischen Lenker und Vorderrad darstellt.

Die Federgabel hat im Vergleich zur Starrgabel eine Federung eingebaut, die Stöße und Unebenheiten des Bodens abfedert.

Welche Federgabel habe ich?

Eine Luft-Federgabel muss ein Ventil haben, über das du den Luftdruck regulierst. Das Luft-Ventil sitzt meist oben links an der Gabel und wird über eine Verschlusskappe geschützt. Die Federung vorne arbeitet bei Unebenheiten im Untergrund mit dem Ziel, dich und deine Arme zu entlasten.

  • Stahl-Federgabeln: haben eine Stahl-Feder im Inneren des Federbeins. Es gibt meistens einen Dreh-Mechanismus am oberen Ende der Gabel, der die Härte der Dämpfung regelt.
  • Luft-Federgabeln: haben eine Luft-Kammer, die über ein Luft-Ventil verändert werden kann. Pumpe mehr Luft in die Federgabel oder lasse Luft entweichen.

Um den Luftdruck innerhalb der Gabel zu ändern, drehst du zuerst die Ventilkappe an der linken oberen Gabel-Seite ab. Du kannst nachmessen, wie weit du die Federung nutzt, indem du einen Kabelbinder um die Gabel vorne anbringst. Schiebe den Kabelbinder ganz nach unten und setz dich dann auf das Fahrrad. Sitz ganz locker auf dem Bike, deine Füße berühren nicht den Boden. Es kann dich dabei eine 2. Person unterstützen.

Rebound (Zugstufe)

Der Rebound (oder die Zugstufe) passt die Ausfeder-Geschwindigkeit der Dämpfung der Federgabel an. Dafür gibt es ein rotes Einstellrädchen an der Federgabel, das meist mit 2 Symbolen „Schildkröte“ und „Hase“ gekennzeichnet wird.

Drehst du das Rädchen weiter zur Schildkröte, so wird die Federgabel langsamer in ihre Grundposition zurückkehren. Der Rebound ist bei jeder hochwertigen Federgabel im Mountainbike-Fully-Bereich einstellbar.

Druckstufe (Compression)

Als Druckstufe oder Compression wird die Einfederungs-Geschwindigkeit bezeichnet, die eine Federgabel hat. Die Druckstufe wird über einen eigenen Ölkreislauf reguliert und du passt sie mit einem blauem Einstellrädchen an.

Ist die Druckstufe voll auf, federt die Federgabel sehr langsam ein.

Highspeed Druckstufe

Die Highspeed Druckstufe regelt schnelle, plötzliche Belastungen der Federgabel, wie Wurzelstücke und Sprünge.

Du stellst die Highspeed Druckstufe härter, indem du das Einstellrädchen für die Highspeed Druckstufe nach + drehst und deine Gabel verhärtet schneller.

SAG (Negativfederweg)

Der SAG ist der Negativfederweg eines Fahrrades: Es ist der Teil des Federwegs, der allein durch das Fahrergewicht komprimiert wird. Fährst du mit weniger SAG, fühlt sich das Fahrwerk straffer und härter an.

Den Dämpfer am Fahrrad richtig einstellen

  1. Schritt 1: Zugstufe rausdrehen: Um die Federhärte unbeeinflusst einzustellen, müssen alle Dämpfungseinstellungen rausgedreht werden. Beginne mit der Zugstufe: Drehe den meist roten Knopf, der sich auf der Unterseite der Federgabel befindet, bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn.
  2. Schritt 2: Druckstufe öffnen: Stelle den zwei- oder dreistufigen (meist) blauen Hebel auf die niedrigstmögliche Stufe.
  3. Schritt 3: Luft ablassen: Ermittle im nächsten Schritt den maximalen Hub (nicht Federweg) des Dämpferkolbens. Drehe dafür die Ventilkappe ab und drücke mit einem spitzen Gegenstand vorsichtig auf das Ventil, bis die Luft komplett entwichen ist.
  4. Schritt 4: Gummi-O-Ring hochschieben: Fast alle Federbeine haben am Kolben/Standrohr einen Gummi-O-Ring. Drücke diesen bei stehendem Federbein nach oben in Richtung Dämpfergehäuse bis an die Dichtungen.
  5. Schritt 5: Hub messen: Drücke mit Kraft von oben auf den Hinterbau bis zum spürbaren Anschlag. Messe nun bei komplett ausgefedertem Hinterbau die Distanz zwischen Dichtung und Gummi-O-Ring, den maximalen Hub.
  6. Schritt 6: Federbein aufpumpen: Stelle nun für das Federbein den richtigen Luftdruck für dein Gewicht ein. Achte dabei auf die PSI- oder Bar-Empfehlungen des Herstellers. Falls keine Angaben gemacht werden, musst du dich herantasten.
  7. Schritt 7: Bike in Fahrposition belasten: Steige nun auf dein Bike, lehne dich gegen eine Wand und belaste es in der Fahrposition (CC/Tour/AM: im Sitzen; Enduro: im Stehen). Schiebe nun den Gummi-O-Ring nach oben und ziehe die Bremsen nicht an.
  8. Schritt 8: Negativfederweg ermitteln: Messe nun die entstandene Distanz von Gummi-O-Ring zu der Dichtung. Dabei handelt es sich um den Negativfederweg (den sogenannten “Sag”).
  9. Schritt 9: “Sag” optimieren: Der Negativfederweg sollte bei CC-/Marathon-Bikes maximal 20 % des Maximalhubs betragen, bei Touren-/AM-Bikes 25 % und bei Enduros 30 %. Pumpe Luft nach oder lasse Luft ab, bis es okay ist.
  10. Schritt 10: Durchschlagschutz prüfen: Stelle dich auf dein Bike und komprimiere den Hinterbau ruckartig mit aller Kraft.
  11. Schritt 11: Restfederweg ablesen: Nach dieser Belastung sollte der Gummi-O-Ring noch immer auf dem sein. Ist er nach unten gerutscht, dann schlägt der Hinterbau zu schnell durch. Der Luftdruck muss erhöht werden. Lasse blitzartig los. Der Hinterbau sollte nun so schnell wie möglich nach oben schnellen, ohne dass der Reifen abhebt.
  12. Schritt 13: Zugstufe einstellen: Stelle über das (meist rote) Drehrad an der Oberseite des Dämpfers die Ausfederungsgeschwindigkeit (Zugstufe) ein. Taste dich hierfür Klick für Klick heran, bis die Geschwindigkeit okay ist.
  13. Schritt 14: Druckstufe einstellen: Auch der Einfederungswiderstand kannst du oft einstellen. Je höher die Druckstufe, desto weniger wippt der Hinterbau. Die meisten Dämpfer bieten die Fahrmodi offen, gedämpft und gesperrt an.

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