Fahrradfelgen 27,5 Zoll: Informationen und Vorteile

Die Laufradgröße von 27,5 Zoll hat sich im Mountainbike-Bereich etabliert und löst die klassischen 26 Zoll nach und nach ab. Neue Mountainbikes mit 26 Zoll werden kaum noch hergestellt. Wer ein MTB mit 27,5 Zoll kauft, nutzt die Vorteile sowohl eines 26- als auch eines 29-Zoll-Mountainbikes. Doch welche Vorteile und Nachteile bietet das 27,5-Zoll-Mountainbike und wie unterscheidet sich das Fahrrad im Fahrverhalten von einem Twentyniner?

Die Evolution der Laufradgrößen

Bevor das Mountainbike die Radsport-Bühne in den Achtziger Jahren erstürmte, hatte sich kaum jemand wirklich Gedanken um die Laufradgröße am Fahrrad gemacht. Denn bis auf Kinderräder rollte praktisch jedes Zweirad mit Kurbelantrieb auf 28-Zoll-Rädern über die Straßen. Und das gilt für einen großen Teil der Fahrräder bis heute: Trekkingbikes, Tourenräder, Citybikes, Rennräder und Gravelbikes. Auch wenn es innerhalb dieser Kategorien mittlerweile Ausnahmen gibt.

Das Mountainbike setzte neue Impulse

Mit dem Mountainbike etablierte sich nicht nur eine komplett neue Radsport-Variante in der Szene. Das MTB setzte mit seinen deutlich kleineren 26-Zoll-Rädern auch für viele Jahre einen neuen Standard bei der Laufrad-Technik. Der Grund: Im Gelände waren stabilere Konstruktionen gefragt. Außerdem sollten die kompakteren Laufräder den bulligen Bikes ein agileres Fahrverhalten verleihen. Doch die Ära 26-Zoll ist seit einigen Jahren vorbei!

Man hat mittlerweile erkannt, dass Laufräder mit einem größeren Durchmesser generell besser über kleine und große Hindernisse rollen. Außerdem ermöglichen moderne und leichte Materialien im Laufradbau, die Nachteile in Punkto Gewicht und Steifigkeit wett zu machen. Deshalb dominieren heute die Durchmesser 27,5- und 29-Zoll am Mountainbike.

27,5 vs. 29 Zoll - Was ist die beste Wahl für mich?

Wichtig zu wissen: Beide Durchmesser rollen besser im Gelände als die alten (kleinen) 26-Zöller. Denn physikalisch bedingt bleibt ein großes Rad nicht so leicht an Kanten und Hindernissen hängen. Du kennst das sicher, wenn dein Vorderrad bei geringem Tempo beispielsweise an einer Wurzel „stehen“ bleibt. Die Lösung: Je größer das Laufrad ist, desto leichter hebelt es sich quasi über die Schwelle hinweg. Außerdem erhöht sich mit dem Durchmesser eines Rades auch die Aufstandsfläche des Reifens. Und damit die Traktion des Bikes. Ein weiterer Vorteil im Gelände.

Bei Hardtail MTBs ist der Wechsel zu 29 Zoll bis heute fast ausnahmslos vollzogen worden. Und selbst Fullys mit 150 Millimeter und mehr Federweg werden zunehmend mit 29-Zoll-Fahrwerken entwickelt. Moderne Geometrien und ausgeklügelte Technik beim Laufradbau machen es möglich, dass sich die großen Räder genauso wendig und agil fahren wie einst ein 26-Zöller.

Gut zu wissen: Der Felgendurchmesser von 29-Zoll MTB Laufrädern entspricht mit 622 Millimetern exakt dem von 28-Zoll Trekking/Gravel/Rennrad Laufrädern. Unterschied sind jedoch die deutlich größeren Volumina der 29er Reifen - was sich entscheidend auf den Gesamt-Außendurchmesser der Räder auswirkt.

Welche Vorteile hat 27,5 Zoll?

Besonders bei kleinen Rahmengrößen (S oder XS) stößt 29 Zoll an seine Grenzen. Der Radstand gerät dann im Verhältnis zur Rahmengröße sehr lang. Geometrie und Lenkverhalten werden träge. Deshalb machen hier 27,5-Zoll-Laufräder mehr Sinn. Hersteller wie CUBE bieten beispielsweise aus diesem Grund bei manchen Modellreihen eine „Split-Size“-Option an: Die kleinen Rahmengrößen rollen auf 27,5-Zoll und die großen auf 29-Zoll-Laufrädern. Somit genießen Fahrer und Fahrerinnen jeder Körpergröße die optimalen Fahreigenschaften.

Auf der anderen Seite der Extreme findet man 27,5-Zoll-Laufräder häufig an Bikes mit langen Federwegen, meist ab 140 bis 150 Millimetern. Viele Freerider und Enduro-Piloten legen Wert auf maximale Stabilität und schwören deshalb auf die etwas kompakteren Räder.

27,5 vs. 29 Zoll - Die Unterschiede im Überblick

Vereinzelt sieht man Bikes mit der Laufradgröße 27,5 Zoll+ (Plus). Dabei handelt es sich um Felgen mit dem normalen 27,5-Zoll-Maß, die jedoch mit besonders großvolumigen Reifen ausgestattet sind. Solche Laufräder passen jedoch nur an Bikes mit entsprechend-breiten Hinterbauten und Federgabeln (Durchlass/Reifenfreiheit).

Ein weiterer Trend der sich abzeichnet, sind Bikes mit so genannten „Mixed-Wheelsets“. Hier werden die beiden Laufradgrößen 29 Zoll (Vorderrad) und 27,5 Zoll (Hinterrad) kombiniert. Grund: Vorne so groß wie möglich für optimales Überrollverhalten, hinten etwas kompakter für beste Kraftübertragung und Beschleunigung.

Weitere Laufradgrößen und ihre Einsatzbereiche

Laufräder für Gravelbikes

Die angesagten Gravelbikes entwickelten sich über die Variante Cyclocross ursprünglich aus dem Rennradsport heraus. Es handelt sich also im Prinzip um geländegängige Rennräder, in der Regel ausgestattet mit ebensolchen 28-Zoll-Laufrädern. Die Offroad-tauglichkeit definiert sich beim Gravelbike hauptsächlich über das Volumen der Reifen (Reifenbreite). Das wiederum hängt davon ab, wie groß der Durchlass an Hinterbau und Gabel ist (Reifenfreiheit). Das Maximum liegt hier meist zwischen 30 und 40 Millimeter.

Gravelbikes der neuesten Generation bieten teilweise die Möglichkeit, neben 28-Zoll-Standardrädern wahlweise 27,5-Zoll-Laufräder (650B) einzusetzen, die dann mit 40 oder 50 Millimeter breiten Reifen gefahren werden können. Damit wildern diese Gravelmodelle fast schon im Revier von CrossCountry Mountainbikes. Kernige Schotterwege und sogar Flowtrails sind damit definitiv kein Problem.

Laufräder für Trekking- und Citybikes

Die meisten Bikes dieser Gattungen rollen auf „normalen“ 28-Zoll-Laufrädern. Ein guter Kompromiss für den Einsatz auf Asphalt sowie im leichten Gelände. Entscheidend für den Komfort ist hier vor allem die Wahl des richtigen Reifens. Wie bei den Gravelbikes findet man auch unter den Trekking- und Tourenbikes einzelne Modelle, die mit 27,5-Zoll Laufrädern in Richtung besserer Geländetauglichkeit getrimmt sind. Sie bieten mehr Reifenfreiheit und damit höheren Komfort. Perfekt als robustes Reiserad mit Gepäckzuladung.

Laufräder für Rennräder

Im Straßenrennsport spielen 28-Zoll-Laufräder ihre Stärken aus, egal ob Leichtbau-, Aero- oder andere Varianten. Ihr großer Durchmesser von 622 Millimeter sorgt für Laufruhe und Tempo. Hauptmerkmal von Rennrad-Laufrädern sind erwartungsgemäß ihre relativ schmalen Felgen.

27,5 Plus: Ein kurzlebiger Trend oder die Zukunft?

Bisweilen tickt in der Bike-Branche die Uhr schneller als so manchem Kunden lieb sein kann. Kaum hat sich das 27,5 Zoll Laufrad-Maß neben den Twenty-Ninern etabliert und den 26 Zoll Pendants den Todesstoß versetzt, rollt schon der nächste Trend ins Haus. Bezeichnungen wie 27,5-Plus, 27,5+, 650B+ oder B+ machen die Runde was bedeutet, dass breitere Reifen von 2.8-3.2 Zoll im Kommen sind. Immerhin zeichnen sich die Pneus maßgeblich für Fahrverhalten, Fahrsicherheit und Fahrdynamik verantwortlich.

Viele fragen sich, ob der "Plus-Bike-Charakter" zu einem passt oder nicht wobei die Antwort von individuellen Faktoren wie z.B. Fahrstil, Einsatzzweck und persönliche Vorlieben abhängen. Um herauszufinden was es mit den Plus-Reifen auf sich hat bzw. ob einem die Fahreigenschaften liegen, der kommt an einer aussgiebigen Testfahrt nicht vorbei. Wer die Probe auf's Exempel macht kann das Für und Wider für sich selbst abwägen.

Plus-Reifen sind kein Mode-Schnickschnack sondern eine Neuheit die schlicht und ergreifend bisher am Markt fehlte. Eigentlich kein großes Geheimnis, dass die Bereifung immens Einfluß auf die Fahreigenschaften eines Bikes hat. Nach gut 1 000 Testkilometer war die Grundsatzfrage nach Sinn und Zweck der "Mittelmaß-Walzen" (bezieht sich auf das Breitemaß, das zwischen klassischer- MTB- und Fatbike-Bereifung rangiert) geklärt. Das Plus-Reifen-Konzept geht auf, da sie Vorteile der Fatbikes bündeln ohne dessen Nachteile in Bezug zur Touren- und Trailtauglichkeit zu übernehmen.

Auf den Punkt gebracht geht es beim 27.5 Plus Format darum, aus der Substanz von Durchmesser und Reifenbreite den bestmöglichen Kompromiss zu erzielen. Plus-Reifen variieren je nach Hersteller von 2.8 bis 3.2 Zoll. Die neue Größendimension soll schlicht und ergreifend die Vorzüge von Fat- und Slim- Reifen in sich vereinen. Das komplizierte Zusammenspiel vieler sich gegenseitig beeinflussender Faktoren macht die Entwicklung äußerst komplex.

Einzelkomponenten eines 27,5 Zoll Laufrads

Felge

Die Fahrradfelge KX E-Vo in der Farbe schwarz ist eine extrem stabile und sehr robuste Hohlkammerfelge mit der ETRTO 25-584 26-584, gefertigt aus hochwertigem und sehr dickwandigem Aluminium. Das Modell E-Vo vom Hersteller KX verwendet ungeöste Nippellöcher mit einem verstärkten Felgenboden, hat eine kräftige Wandstärke und weist ein breites Profil auf. Optimal also, wenn es mal etwas rauer zugeht, z.B. abseits befestigter asphaltierter Straßen. Die saubere und hochwertige Verarbeitung der schwarzen KX E-Vo Aluminium-Felge sorgt zudem für eine sehr hohe Lebensdauer. Auf der KX E-Vo Felge (Maulweite 26 mm, Höhe 20 mm, Breite 32 mm) können problemlos auch sehr großvolumige und breite 27,5 Zoll Fahrradreifen (Drahtreifen Faltreifen) mit einer Reifenbreite von 40-65 mm aufgezogen werden.

Nabe

DT Swiss hat mit der schwarzen Nabe DT Swiss 370 Hybrid Ratchet LN eine hochwertige Hinterradnabe auf den Markt gebracht. Die DT Swiss 370 Hybrid Ratchet LN ist eine Kassettennabe für 12-fach Micro Spline Kassetten. Da die DT Swiss 370 Hybrid Ratchet LN HR-Nabe größtenteils aus Aluminium gefertigt ist, ist sie relativ leicht, dafür mit ihren vier hochwertigen Industrielagern jedoch stabil, robust und langlebig. Geeignet ist die DT Swiss 370 Hybrid Ratchet LN für Bikes mit einer Disc Brake Centerlock bzw. Scheibenbremse Centerlock. Die Einbaubreite der schwarzen Hinterradnabe DT Swiss 370 Hybrid Ratchet LN liegt bei 148 mm.

Speichen

Der Hersteller Sapim aus Belgien liefert mit dieser hochwertigen Edelstahl-Speiche eine besonders leichte, aber sehr stabile Fahrradspeiche ab. Sie bietet sich für leichte Laufräder an, aber auch für E-Bike Laufräder. Diese leichte Doppeldickendspeiche ist im kritischen Bereich der Nabe mit 2,3 mm und am Gewindeende mit 2,0 mm besonders kräftig ausgeführt. Im Mittelteil verjüngt sie sich auf 1,7 mm, was in Summe allerhand an Gewicht spart. Zudem fängt sie mit ihrer hohen Festigkeit am Mittelteil mit sehr hohen 1530 N/mm2 und dank ihrer guten Elastizität Bewegungen im Laufrad hervorragend auf und das ohne Einbußen bei der Seitensteifigkeit und Haltbarkeit.

Fahrradreifen-Größen verstehen

Am einfachsten lässt sich die Größe eines Fahrradreifens anhand der Reifenkennzeichnung bestimmen. Auf der Seitenwand des Reifens steht in der Regel eine Größenangabe in der Form "XX-YYY" oder "XX x YYY", wobei XX für die Breite des Reifens in Millimetern und YYY für den Durchmesser des Reifens in Millimetern steht.

Es gibt verschiedene Größenangaben für Fahrradreifen, die sich je nach Sprachraum und Größenbezeichnung unterscheiden:

  • Zoll
  • ETRTO
  • Französisch
  • Englisch

In der Regel solltest du auf deinem Fahrradreifen die ETRTO Größenbezeichnung (z. B. 37-622) finden.

Fahrradreifen-Größe in Zoll

Die wohl am weitesten verbreitete Angabe der Fahrradreifen-Größe ist Zoll. Da die Zollangabe relativ ungenau ist und eher die Größe des Fahrrads als die genaue Reifengröße angibt, solltest du beim Kauf eines neuen Reifens auf andere Angaben setzen. So spielen der Innendurchmesser und die Breite des Fahrradreifens eine wichtige Rolle, die bei der Zollangabe vernachlässigt werden.

ETRTO: Fahrradreifen-Größen nach der europäischen Reifen- und Felgennorm

Die Angabe, die du wohl bei den meisten Fahrradreifen findest, ist die Einteilung der Fahrradreifen-Größen nach der europäischen Reifen- und Felgennorm ETRTO (European Tire and Rim Technical Organization). Diese Größenbezeichnung (z.B. 55-406) ist besonders eindeutig und ermöglicht eine eindeutige Zuordnung zur Felgengröße, da sie sowohl die Breite des Fahrradreifens (55 mm) als auch den Innendurchmesser (406 mm) berücksichtigt.

Die englische Größenbezeichnung

Die englische Größenbezeichnung erfolgt ebenfalls in Zoll. Angaben in Zoll sind relativ unpräzise. Um den Überblick über die Fahrradreifen-Größen zu behalten, ist es daher ratsam, sich an der ETRTO zu orientieren und für die Umrechnung der verschiedenen Fahrradreifenbezeichnungen eine Tabelle mit den unterschiedlichen Größenangaben zur Hand zu nehmen.

Die französische Größenbezeichnung

Eine weitere gängige Größenbezeichnung für Fahrradreifen ist die französische Größenbezeichnung. Ein Beispiel ist 700 x 38C, wobei die dreistellige Zahl (700) den ungefähren Außendurchmesser des Reifens und die zweistellige Zahl (38) die Reifenbreite angibt. Der Buchstabe gibt die Höhe des Reifens an. Die französische Größenbezeichnung gibt es jedoch nicht für alle Reifengrößen und wird zum Beispiel nicht für Mountainbike-Größen verwendet.

Tabelle: Fahrradreifen Größen im Überblick

Felgengröße in Zoll ETRTO-Größe EN-Größe FR-Größe
20 40-406 20x1,5 -
20 50-406 20x2,0 -
24 40-507 24x1,5 -
24 50-507 24x2,0 -
26 44-559 26x1,75 -
26 50-559 26x1,95 -
28 54-622 29x2.1 -
28 20-622 28x3/4 700x20C
28 28-622 28x1 5/8x1 1/8 700x28c
28 32-622 28x1 1/4x1 3/4 700x32c
28 37-622 28x1 5/8x1 3/8 700x37c
28 40-622 28x1,5 700x40c
28 42-622 28x1,6 700x42c
28 47-622 28x1,75 700x47c

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Fahrradreifen-Größe brauche ich?

Die Größe deines Fahrradreifens kannst du ganz einfach an der Reifenflanke ablesen oder in den Herstellerangaben nachschauen. Alternativ kannst du auch den Raddurchmesser und die Reifenbreite messen. Diese Größenangaben musst du dann nur noch mit Hilfe einer Fahrradreifen-Größentabelle umrechnen und erhältst die Fahrradreifen-Größe in der passenden Maßeinheit.

Wann sollte ich den Fahrradreifen wechseln?

Es ist ratsam, den Fahrradreifen zu wechseln, wenn die Profiltiefe des Reifens abgefahren ist und der Reifen nicht mehr ausreichend Grip auf der Fahrbahn bietet. Auch ein beschädigter oder sehr alter Reifen sollte unbedingt ausgetauscht werden. Ein regelmäßiger Check ist daher für die Sicherheit beim Fahrradfahren unerlässlich.

Wo steht auf dem Fahrradreifen die Zoll Größe?

Die Größenangabe des Fahrradreifens befindet sich auf der Seitenwand des Reifens.

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