Ob Du bei 28-Zoll-Rädern an Trekkingbikes denkst oder an Rennräder (und dann vom 700C-Laufrad sprichst) - Laufräder mit 28-Zoll-Durchmesser sind aus der Geschichte und Gegenwart des Fahrrads nicht wegzudenken.
Die Welt des MTB nennt es 29 Zoll und hat ihre eigene Kategorie hier im Shop.
Bestandteile und Funktion eines Laufrads
Die Felge, in Verbindung mit der Nabe und den Speichen, wird beim Fahrrad als Laufrad bezeichnet. Die Felge nimmt das Felgenband, den Schlauch und den Reifen auf. Die Speichen verbinden die Felge mit der Nabe an der Gabel bzw. am Fahrradrahmen.
Speichen geben der Felge die benötigte Stabilität. Achten Sie immer darauf, dass die Speichen auf optimaler Spannung stehen, ansonsten kann dieses zu einer Unwucht der Felge führen.
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Drahtspeichenrad: Vorteile und Aufbau
Ein Drahtspeichenrad ist oftmals mit 32 oder 36 Speichen ausgestattet. Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Laufräder leicht sind. Denn eine Speiche ist in der Regel nur etwa 2 Millimeter dick und wiegt häufig weniger als 15 Gramm.
Ein weiterer Vorteil dieser Laufräder ist, dass sie reparierbar sind. Wenn das Rad ein bisschen eiert, kann man es zentrieren, indem man die Speichennippel an der richtigen Stelle mit einem Speichenschlüssel anzieht.
Zudem verteilen die Speichen die Kräfte ideal auf die Felge und können so die Kräfte, die bei starken Stößen entstehen, gut absorbieren.
Die Bauteile eines Laufrads können einzeln gekauft und anschließend selbst zusammengesetzt werden. Dazu muss man jedoch erst die richtige Speichenlänge berechnen.
Zudem erfordert das Einspeichen, so wird der Zusammenbau des Laufrads genannt, viel Übung. Schließlich sollten alle Speichen mit derselben Spannung angezogen werden und neben dem Seitenschlag, der in der Umgangssprache auch als Achter bezeichnet wird, muss auch berücksichtigt werden, dass die Felge keinen Höhenschlag bekommt.
Viele Hersteller verwenden deshalb Maschinen für diese Arbeit.
Um ein Laufrad zusammenzubauen, werden die Speichen zuerst in die Löcher eingefädelt, die sich am Flansch der Nabe befinden. Anschließend wird das Ende mit einem Speichennippel an der Felge festgeschraubt.
Die Speichen können unterschiedlich angeordnet werden. Meistens werden sie jedoch 3-fach gekreuzt. Der Name kommt daher, dass eine Speiche über drei andere verläuft. Weit verbreitet sind auch zweifach gekreuzte oder radial eingespeichte Laufräder.
Letztere Bezeichnung bedeutet, dass sich die Speichen nicht kreuzen, sondern vom Nabenflansch gerade und direkt zur Felge laufen.
Aerolaufrad: Aerodynamik und Stabilität
Aerolaufräder sind hochwertige Laufräder, die vorwiegend an Rennrädern zu finden sind. Durch eine komplexe Geometrie wird nicht nur die Aerodynamik, sondern auch die Stabilität beim Fahrradfahren verbessert. Erkennen kann man Aerolaufräder an der hohen Felge, die Verwirbelungen an den Speichen verringert.
Viele gehen davon aus, dass die hohen Seitenwände eine große Angriffsfläche für Seitenwind bieten, der einen beim Fahren behindert oder sogar abbremst. Das ist jedoch ein Trugschluss, tatsächlich unterstützt der Wind aufgrund des Segeleffekts die Drehbewegung.
Scheibenrad / Disc Wheel: Aerodynamik und Steifigkeit
Diese Laufräder bestehen aus einer großen, runden Scheibe. Bei Drahtspeichenrädern kann es durch den Umgebungs- und Fahrtwind zu Verwirbelungen kommen. Diese Verwirbelung können bei einem Scheibenrad nicht auftreten.
Je nachdem, in welchem Winkel der Wind auf das Rad trifft, unterstützt er sogar die Drehbewegung. Daher hat ein Disc Wheel, wie das Scheibenrad auch oftmals bezeichnet wird, eine sehr gute Aerodynamik. Zudem ist es sehr steif.
Weht der Wind jedoch zu kräftig von der Seite, wird das Handling dadurch negativ beeinflusst, da die auftretenden Kräfte das Fahrrad zur Seite drücken. Zudem ist ein Disc Wheel etwas schwerer als ein Speichenrad.
Die verschiedenen Speichenarten
Die meisten Fahrradspeichen werden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt.
- Drahtspeichen: Am weitesten verbreitet, rund, werden wegen des gleichbleibenden Durchmessers auch als Glattspeichen bezeichnet. J-Bend: Mit einem Haken zum Einfädeln (gekröpft) und einem Gewinde für den Speichennippel.
- Messerspeichen: Flache Speichen mit ovalem Querschnitt. J-Bend: Mit einem Haken zum Einfädeln (gekröpft) und einem Gewinde für den Speichennippel. Nabe mit kompatiblem Flansch notwendig.
- Konifizierte Speichen: Um die Stabilität zu erhöhen, sind die Enden dicker, da dort größere Kräfte wirken als im mittleren Teil. Werden auch als Dickend- und Doppeldickend-Speichen bezeichnet, je nachdem ob nur eine oder beide Seiten konifiziert wurden.
- Straightpull: Anstelle eines Hakens ist der Teil, mit dem die Speiche eingehängt wird, gerade. Das Laufrad ist dadurch stabiler und muss seltener zentriert werden. Sowohl als Glatt-, Messer- und Dickendspeiche erhältlich.
Den richtigen Reifen finden
Welcher Reifen zu Ihrem Fahrrad passt, hängt von der Maulweite der Felge und dem Rahmen beziehungsweise der Gabel ab. Schließlich muss genügend Platz für den gewünschten Mantel zur Verfügung stehen. In der Regel wird die maximale Reifenbreite in der Produktbeschreibung genannt.
Wenn einem diese nicht bekannt ist, bleibt nur die Möglichkeit, selbst nachzumessen. Dabei kann man davon ausgehen, dass die Höhe eines Reifens in etwa seiner Breite entspricht, außer er ist mit sehr hohen Stollen oder Spikes ausgestattet. Dann hilft leider nur ausprobieren.
Die Maulweite kann an der Felge gemessen werden. Dafür muss jedoch der Reifen mitsamt Schlauch demontiert werden. Nun kann mit einem Messschieber die Innenbreite der Felge ermittelt werden.
Welches Laufrad gehört zu welchem Fahrrad?
Ebenso wie bei den Rennrädern und Gravelbikes sind 28“-Laufräder bei Trekking-, City- und Crossfahrräder am weitesten verbreitet. Die meisten Renn-, Cyclocross- und Gravelbikes sind mit 28“-Laufrädern ausgestattet. Da die Schwungmasse größer ist, kann man hohe Geschwindigkeiten mit einem großen Laufrad einfacher halten.
Einbaustandards
Wie das Laufrad befestigt wird, hängt von der Nabe ab. Allerdings müssen der Fahrrad-Rahmen und die Gabel auch mit der Befestigungsmethode kompatibel sein. Sowohl am Rahmen als auch an der Gabel werden die Enden, an denen das Laufrad befestigt wird, als Ausfallenden bezeichnet.
Schnellspanner
Bei einem Schnellspanner handelt es sich um einen Metallstift, der auf einer Seite mit einer Mutter und auf der anderen mit einem Spannhebel ausgestattet ist. Der Durchmesser ist genormt, die Einbaubreite am Vorderrad beträgt 100 Millimeter, beim Hinterrad sind es in der Regel 135 Millimeter. Allerdings gibt es einige Rennräder, bei denen die Einbaubreite des Hinterrads lediglich 130 Millimeter beträgt.
Bei den meisten Schellspannern ist auf beiden Seiten eine konische Metallfeder, deren dünne Seite nach Innen zeigt. Es gibt allerdings auch Modelle, die nur mit einer Feder ausgestattet sind.
Vor der Montage wird die Mutter vom Metallstift abgeschraubt und die konische Feder auf dieser Seite abgenommen. Die Feder auf der anderen Seite bleibt auf dem Metallstab. Nun wird dieser in die Achse geschoben, die auf beiden Seiten etwa 4 bis 5 Millimeter über die Nabe hinausragt. Jetzt wird die Feder wieder aufgesteckt und die Mutter locker eingeschraubt. Anschließend kann die Achse in die Ausfallenden gesteckt werden.
Der Hebel am Schnellspanner dient zur Fixierung. Bevor man das Laufrad einsteckt, ist deshalb darauf zu achten, dass er geöffnet ist. Um das Rad zu fixieren, wird der Schnellspannhebel nun geschlossen, indem man ihn auf die gegenüberliegende Seite drückt. Benötigt man dafür zu viel Kraft, muss die Mutter auf der anderen Seite etwas gelockert werden. Sitzt das Laufrad hingegen zu locker, muss die Mutter etwas weiter eingeschraubt werden.
Steckachse
Bei einer Steckachse handelt es sich ebenso wie bei Schnellspannern um einen Metallstift mit einem Gewinde. Jedoch sind diese wesentlich dicker und das Gewinde, mit dem sie befestigt werden, befindet sich am Ausfallende der Gabel oder des Fahrrad-Rahmes.
Eine Steckachse für das Vorderrad hat im Normalfall eine Einbaubreite von 100 Millimetern und einen Durchmesser von 12, 15 oder 20 Millimetern. Beim Hinterrad beträgt die Einbaubreite häufig 142 Millimeter und der Durchmesser 10 oder 12 Millimeter. Jedoch gibt es einige Fat-Bikes und andere Exoten, deren Einbaubreiten von 130 bis 197 Millimeter reichen.
Boost-Standard
Eine Boost-Steckachse hat eine Einbaubreite von 110 Millimetern und einen Durchmesser von 15 oder 20 Millimetern beim Vorderrad. Am Hinterrad beträgt die Einbaubreite 148 Millimeter und der Durchmesser 12 Millimeter.
Verglichen mit den Standardbreiten einer Steckachse ist die Boost-Achse somit vorne 10 Millimeter und hinten 6 Millimeter breiter. Der Flansch, durch den die Speichen gefädelt werden, rückt dadurch ebenfalls weiter nach außen. Dadurch wird das Laufrad wesentlich steifer.
Vollachse (geschraubte Achse)
Die Vollachse, der älteste Einbaustandard, ist ein massiver Metallstab, mit einem Durchmesser von 7 oder 9 Millimetern. Er ist in der Nabe eingebaut und auf beiden Seiten mit einem Gewinde ausgestattet.
Vor dem Einbau wird auf beiden Seiten eine Mutter lose auf das Gewinde geschraubt. Nun steckt man die Achse in die Ausfallenden und fixiert das Laufrad anschließend, indem man die Mutter festschraubt.
Adapter zum Umrüsten des Einbaustandards
Wer sich eine neue Federgabel oder einen neuen Rahmen anschafft, die einen anderen Achsstandard haben als der Laufradsatz, der muss nicht unbedingt neue Laufräder kaufen. Gleiches gilt auch, wenn man sich neue Laufräder anschafft und den Rahmen oder die Federgabel behalten möchte.
Denn es gibt Adapter, mit denen man die Laufräder jederzeit kostengünstig und schnell umrüsten kann. Wer beispielsweise einen Laufradsatz mit einer Steckachse erworben hat, kann Reduzierstücke einlegen, um weiterhin einen klassischen Schnellspanner zu verwenden.
Bei einigen Herstellern sind die benötigten Adapter sogar im Lieferumfang der Laufräder enthalten, um zu gewährleisten, dass sie an jedem Rahmen und an jeder Gabel montiert werden können.
Freilauf
Wenn man in die Pedale tritt, wird die Kraft über die Kette auf das Hinterrad übertragen und das Fahrrad angetrieben. Hält man die Pedale still, dreht sich das Rad dennoch weiter. Man kann sogar entgegen der Fahrtrichtung pedalieren, ohne dass dies Auswirkungen hat. Diese Funktion wird durch den Freilauf ermöglicht. Er ist mit dem Freilaufkörper verbunden, an dem die Kassette montiert wird. Leider passt nicht jede Kassette auf jeden Freilaufkörper. Deswegen sollte man vor dem Kauf unbedingt prüfen, welche Teile zusammenpassen. Ausschlaggebend dafür sind der Hersteller der Kassette und die Anzahl der Ritzel.
Warum gibt es Laufräder für Felgen- und Scheibenbremsen?
An Laufradsätzen, die für Scheibenbremsen geeignet sind, verfügt die Nabe über eine Center-Lock- oder 6-Loch-Aufnahme, an der eine Bremsscheibe befestigt werden kann. Jedoch haben die Felgen an der Flanke keine Fläche, an der die Bremsklötze einer Felgenbremse greifen können.
Bei Rädern für Felgenbremsen ist es andersrum. Es gibt jedoch auch Laufräder, die sowohl eine Flanke für Felgenbremsen als auch eine Scheibenbremsaufnahme besitzen. Diese eignen sich vor allem für Fahrer, die noch eine Felgenbremse besitzen, aber mit dem Gedanken spielen, auf eine Scheibenbremse umzusteigen.
Warum benötigt man für Tubeless-Reifen spezielle Felgen?
Bei Tubeless Reifen wird kein Schlauch benötigt. Dadurch kann Gewicht eingespart und der Rollwiderstand gesenkt werden. Jedoch benötigt man neben dem Tubeless-Reifen auch eine Felge, die sich dafür eignet. Denn eine herkömmliche Felge ist nicht luftdicht.
Was sind geöste Felgen?
Da die Speichen auch bei radial eingespeichten Laufrädern nicht exakt gerade auf die Felge treffen, sollten die Nippel die Freiheit haben, sich ein bisschen zur Seite zu bewegen. Um den Speichennippeln diese Freiheit zu geben und die Felge zu schonen, werden deshalb die Löcher vieler Felgen mit Ösen bestückt.
Was sind Hookless Felgen?
Dabei handelt es sich um Fahrradfelgen, die kein Horn besitzen. Sie werden auch als Straight-Side-Felgen bezeichnet. Dadurch, dass weniger Material für den Bau benötigt wird, sind die Felgen etwas leichter. Aber das ist nicht der einzige Vorteil.
Zudem ist der Übergang von der Felge auf den Reifen sehr flach, wodurch die Aerodynamik verbessert wird. Der Reifen kann sich zudem besser entfalten und ist runder, da er nicht durch die Hörner gequetscht wird. Laut Herstellern sorgt das für bessere Fahreigenschaften.
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