Fahrradtransport im Flugzeug: Sicher verpackt ans Ziel

Der Transport des Fahrrads im Flugzeug ist immer mit Aufwand und der Gefahr der Beschädigung verbunden. Eine Anmeldung ist unerlässlich. Wichtig: Es hängt vom Eincheck-Personal ab, wie streng oder lax die Vorschriften angewandt werden.

Es gibt unterschiedliche Ansichten, ob man sein Rad verpacken soll, wenn es nicht vorgeschrieben ist. Die eine Theorie besagt, das Rad sollte mit einer Verpackung so gut und sicher wie möglich geschützt werden.

Die richtige Verpackung für den Fahrradtransport

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Fahrrad zu verpacken. Eine Option ist eine improvisierte Verpackung mit Pappe und Luftpolsterfolie. Eine andere ein Fahrradkarton. Erstere zählt zu den Varianten, die das Fahrrad weniger gut schützen. Einen Fahrradkarton kann man entweder kaufen oder man bekommt mit etwas Glück einen im Fahrradladen des Vertrauens kostenlos. Jedoch ist der Transport ohne Rollen schwierig. Den besten Schutz liefern spezielle Fahrradtaschen oder -koffer. Einige Fluglinien verlangen sogar eine solche Verpackung.

Hier eine Übersicht über verschiedene Verpackungsoptionen:

  • Unverpackt: Evtl. Schaltung und andere empfindliche Stellen abgeklebt.
  • In Folie eingewickelt: Plane und Luftpolsterfolie.
  • Transportkoffer für Fahrräder: Wohl am sichersten und auch am teuersten, für eine Radreise mit anderem Endpunkt ungeeignet.
  • Fahrradkarton: Mit extra Polsterung durch Folie oder ohne.

Fahrradkarton: Eine kostengünstige Option

Fahrradkartons sind günstig und einfach zu bekommen. Besonders günstig erhält man diese Kartons im Fahrradladen des Vertrauens, da die Räder darin meist angeliefert werden und die wenigsten Läden danach noch etwas damit anfangen können.

Geschickt Verpackt bietet Fahrradkartons in den Größen S bis XL an

Dieser Karton (Größe L) ist zweifelsfrei unser Bestseller, da Sie mit ihm sowohl Fahrräder als auch E-Bikes versenden können. Darüber hinaus ist er für den Transport im Flugzeug oder den Versand per Spedition geeignet.

Produktsicherheit und Eigenschaften des Fahrradkartons Größe L

  • Stabile zweiwellige Faltkiste mit einer Traglast von 50 kg (2.50 BC)
  • Für E-Bikes und Standardräder, je nach Größe im aufgebauten oder teildemontierten Zustand
  • Außenmaße (LxBxH) ca. 1800x250x1000 mm
  • Innenmaße (LxBxH) ca. 1775x240x970 mm
  • Öffnung an der Oberseite 1800x250 mm
  • Verschlussklappen vollüberlappenden (FEFCO 0203), laschengeklebt und geheftet, glatte Oberfläche (Kraftliner)
  • Je zwei Handgriffanstanzungen auf jeder Breitseite für einfacheres Tragen
  • Gurtmaß ca. 430 cm - nur für den Speditionsversand geeignet
  • Leergewicht ca. 4,0 kg

Handhabung und Material

Durch die hochwertige Verarbeitung und das Material des Kartons ist Ihr Fahrrad beim Versand oder beim Transport optimal vor Schäden geschützt. Das Handling ist denkbar einfach: Die Kartonöffnung befindet sich an der Oberseite 1800x250mm. Von hier aus können Sie den Karton einfach mit dem Fahrrad oder dem E-Bike befüllen. Zum Verschließen benötigen Sie Klebeband, was Sie auch in unserem Shop erhalten können. Die zwei Handgriffanstanzungen auf jeder Breitseite ermöglichen ein einfaches Tragen des gepackten Paketes. Wenn Sie die Handgriffe nicht benötigen, können Sie die Anstanzungen aber auch einfach wieder zukleben.

Bitte messen Sie Ihr Fahrrad oder E-Bike bevor Sie den Karton bestellen, da je nach Typ und Hersteller die Größen der Fahrräder variieren können.

Nachhaltigkeit

Unsere Produkte sind nachhaltig produziert und mehrmals verwendbar. Alle unsere Kartonagen werden nachhaltig und aus teilweise recycelten Materialien in Deutschland produziert. Sie sind durch ihre hochwertige Verarbeitung und Produktqualität mehrmals verwendbar. Der Versand unserer Produkte erfolgt direkt aus unserem Lager in Dettenheim bei Karlsruhe, wo jeder Karton von uns für Sie verpackt und verschickt wird. Sie erhalten den Karton ohne Umverpackung zweifach gefaltet zu einem Packstück von ca. 147x69x5 cm Größe.

Schritte zur Vorbereitung des Fahrrads für den Transport

Egal, für welche Methode Sie sich entscheiden, bei allen werden Sie Ihr Fahrrad im Vorfeld teilweise zerlegen müssen.

  1. Markieren Sie die Sattelstütze: Markieren Sie die Sattelstütze am Austritt aus dem Sitzrohr mit einem Aufkleber, dann finden Sie Ihre gewohnte Höhe schneller wieder. Öffnen Sie die Stützenklemmschraube, ziehen Sie die Stütze heraus. Drehen Sie die Klemme wieder leicht an, damit sie nicht vom Rohr rutschen kann. Säubern Sie die Stütze wenn nötig und schieben Sie sie in ein Isolierrohr.
  2. Pedale abschrauben: Schrauben Sie als nächstes die Pedale ab. Das linke Pedal weist ein Linksgewinde auf, das im Uhrzeigersinn geöffnet wird. Pedale können sich ruckartig lösen; setzen Sie einen gekröpften Schlüssel oder langen Innensechskant so an, dass sich Ihre Hände beim Losdrehen von den spitzen Zähnen wegbewegen.
  3. Bremsen entspannen und Räder ausbauen: Entspannen Sie die Bremsen, bauen Sie Vorder- und je nach Karton auch das Hinterrad aus beim Rennrad verpacken. Drehen Sie die Kurbeln parallel zur Kettenstrebe und fixieren Sie das Pedalauge mit Kupferdraht. Fixieren Sie auch die Kette am Kettenblatt, damit sie nicht herunterfällt und gleichzeitig das kantige Kettenblatt etwas entschärft.
  4. Schaltwerk demontieren: Lösen Sie die Schaltwerksbefestigungsschraube. Schwenken Sie das Schaltwerk etwas nach hinten und halten Sie es mit einer Hand weiter fest, damit es nicht unkontrolliert abfällt. Verpacken Sie das demontierte Schaltwerk und binden Sie es mit Kupferdraht etwa mittig an die geschützte Strebe.
  5. Abstandshalter einsetzen: Stecken Sie einen Abstandshalter aus Kunststoff in die Ausfallenden der Gabel. Schieben Sie ggf. einen breiten Abstandshalter in die Radachsenaufnahmen des Hinterbaus. Fixieren Sie diesen Halter mit Kabelbindern oder Kupferdraht an den Kettenstreben/Ausfallenden. Stellen Sie das Rad neben den Karton und kontrollieren Sie, ob es mit demontiertem Hinterrad hinein passt.
  6. Lenker demontieren: Lösen Sie die Schrauben der Lenkerklemmung und demontieren Sie diese samt dem Deckel. Nehmen Sie den Lenker aus dem Vorbau. Montieren Sie die Vorbaudeckel wieder und drehen Sie die Schrauben leicht an. So bleiben Rahmen und Gabel eine Einheit und Sie erreichen ein geringes Packmaß beim Rennrad verpacken.
  7. Antriebstrang schützen: Wickeln Sie den gesamten Antriebstrang in Luftpolsterfolie ein, so dass die immer etwas ölige Kette von der restlichen Fracht isoliert ist. Stecken Sie die Trinkflaschen in die Flaschenhalter und schützen Sie den Rahmen entweder mit Schaumstoffrohren oder Luftpolsterfolie.
  8. Rahmen positionieren: Heben Sie den Rahmen in den Karton. Positionieren Sie die Lenker-Vorbaueinheit so, dass sie nicht mit einem Rahmenrohr oder der Gabel kollidiert und die Bowdenzüge beim Rennrad verpacken nicht geknickt werden. Schützen Sie kritische Bereiche zusätzlich mit Schaumstoffrohren oder Luftpolsterfolie. Legen Sie die Sattelstütze an eine günstige Stelle.
  9. Kettenblatt schützen: Wenn das Hinterrad ausgebaut ist, stecken Sie ein solides Stück Karton zwischen den Karton und das große Kettenblatt. Ideal ist ein schmaler Karton, der das Tretlagergehäuse abstützt. Ein zweiter schmaler Karton unter dem Ausfallenden-Distanzhalter verhindert zusätzlich, dass das Kettenblatt beschädigt wird.
  10. Laufräder verpacken: Entfernen Sie die Schnellspanner und verpacken Sie die Laufräder in Taschen oder Luftpolsterfolie. Zusätzliche Nabenschützer vermeiden recht zuverlässig, dass sich die Achsen durch die Verpackung drücken. Ein Lappen über dem Zahnkranz verhindert, dass die Verpackung verschmutzt.
  11. Laufräder positionieren: Schieben Sie die verpackten Laufräder so in den Karton, dass der Zahnkranz bzw. die Nabe nach innen zeigt und im Bereich des Rahmendreiecks positioniert ist, wo diese keinen Schaden anrichten können.
  12. Kleinteile verpacken: Wickeln Sie Schnellspanner, Pedale, Werkzeug, Montagepaste und Kettenöl beim Rennrad verpacken in Lappen und verpacken sie alles in einem kleinen Karton. Vergessen Sie Drehmomentschlüssel, Luftpumpe und Satteltäschchen nicht. Schließen Sie den Karton und kleben Sie ihn zu. Schlingen Sie einen oder besser zwei Riemen um das gesamte Gepäckstück. Sollte das Packband versagen, hält so der Spanngurt die Fracht zusammen.

Zusätzliche Tipps für die Fahrradverpackung

  • Die „Fahrradverpackung“ kann zusätzlich noch von innen gepolstert werden, um empfindliche Teile wie Schaltwerk, Bremshebel oder den Lack des Rahmens zu schützen. Materialien wie Folie, Rohrisolation (für die Rahmenrohre), Luftpolsterfolie, alte Decken / Handtücher oder Karton eignen sich sehr gut für diesen Zweck.
  • Du kannst Hohlräume im Fahrradkarton- oder koffer noch zusätzlich mit Kleidung oder Bikepacking-Taschen füllen, so sorgst du für mehr Polsterung und sparst dir die Aufgabe von zusätzlichem Gepäck.

Airline-Bestimmungen und Kosten

Die Bestimmungen für Mitnahme und Verpackung unterscheiden sich von Airline zu Airline. Die Transportpreise erreichen vor allem bei Fernflügen mit Liniengesellschaften mittlerweile Dimensionen, dass sich viele Fernradler schon überlegen, eventuell vor Ort ein Fahrrad zu kaufen oder zu leihen.

Anmeldung und Buchung

Praktisch alle Fluggesellschaften verlangen die vorherige Anmeldung eines Fahrrades, am besten gleich bei der Buchung oder spätestens zwei bis drei Tage vor Abflug - entweder online, per Telefon oder im Reisebüro.

Kostenübersicht

Bei den meisten Fluggesellschaften gilt das Fahrrad als Sport- oder Sondergepäck, das gegen eine fixe Gebühr mitfliegt. Bei manchen Airlines wird das Gewicht des Fahrrades mit dem Freigepäck verrechnet. Schweres Fahrradgepäck kann deshalb auf einem Fernflug pro Strecke schon mal über 400 Euro kosten. Ein genauer Vergleich der Beförderungsbedingungen und -kosten kann viel Geld sparen.

Hier eine Tabelle mit beispielhaften Kosten (Stand [Datum]):

Airline Kosten pro Fahrrad Bedingungen
[Airline A] [Preis] [Bedingungen]
[Airline B] [Preis] [Bedingungen]
[Airline C] [Preis] [Bedingungen]

Wichtige Hinweise

  • Rechtzeitig am Flughafen sein: Immer rechtzeitig am Flughafen sein, da das Fahrrad nach Anbringen des Gepäckabschnittes noch zum Sperrgepäckschalter (Bulky Luggage) gebracht werden muss, und der liegt oft am anderen Ende der Abflughalle.
  • Versicherungsschutz: Da das Fahrrad durch die Airlines meist nur unzureichend versichert ist, empfiehlt sich eine passende Reisegepäck- oder Fahrradversicherung.

Weitere Tipps und Tricks

  • Gepäck kombinieren: Sehr praktisch sind große, wasserdichte Packsäcke, die man später auch auf den Gepäckträger schnallen kann. Eine weitere Möglichkeit sind die großen Rucksackhüllen, die für den Transport im Flugzeug als Schutzhülle gedacht sind. Dort passt eine Menge herein, auch die Fahrradtaschen. Die Schutzhüllen sind leicht und lassen sich später klein zusammenfalten und im Gepäck verstauen ohne viel Platz einzunehmen oder viel zu wiegen.
  • Fahrrad eindeutig kennzeichnen: Stelle immer sicher, dass das gesamte „Paket“ deutlich mit deinem Namen, deinen Kontaktdaten und der Adresse deines Reiseziels gekennzeichnet ist. Diese Informationen sollten nicht nur gut sichtbar auf dem Koffer, der Fahrradtasche oder dem Karton angebracht sein, es empfiehlt sich, auch den Rahmen entsprechend zu kennzeichnen - sicher ist sicher.
  • Reisegepäckversicherung: Wenn du beispielsweise Reisegepäckversicherung abschließt, solltest du dich informieren, ob diese auch für etwaige Transportschäden oder für den Verlust des Fahrrads in angemessener Höhe aufkommt. Oftmals deckt die Hausratversicherung mit einer sogenannten Außenversicherung auch den Schutz von Sportgeräten ab.

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