Fahrrad für lange Radtouren Test: Die besten Optionen für ausgedehnte Touren

Für alle, die den Alltag hinter sich lassen und die Natur auf zwei Rädern erleben möchten, ist die Wahl des richtigen Fahrrads entscheidend. Ein Fahrrad für lange Radtouren muss komfortabel, zuverlässig und vielseitig sein, um den Anforderungen unterschiedlicher Strecken und Bedingungen gerecht zu werden. In diesem Artikel werden einige der besten Optionen für ausgedehnte Touren vorgestellt, von robusten Reiserädern bis hin zu agilen Trekkingrädern.

Reiseräder im Test

Reiseräder sind speziell für lange Distanzen und hohe Zuladung ausgelegt. Sie zeichnen sich durch Stabilität, Komfort und durchdachte Detaillösungen aus. Hier sind einige herausragende Modelle:

Idworx Rohler BLT

Das Idworx Rohler BLT ist ein Reiserad der Extraklasse, das mit zahlreichen Sonderlösungen und einer kompromisslosen Haltbarkeit überzeugt. Kaum ein Bauteil an diesem Rad ist einfache Massenware. Der Preis von mindestens 6500 Euro mag hoch erscheinen, doch die durchdachten Detaillösungen und die robuste Bauweise rechtfertigen die Investition. Das beginnt bei den durchweg ungeraden Zähnezahlen der speziellen, zudem gehärteten Antriebszahnräder. Sie sollen den Verschleiß verringern, weil wechselnd ein Außen- und ein Innenglied der Kette im Eingriff ist. Auch die hintere Bremsscheibe ist eine verstärkte Variante. Wo es geht, kommt rostfreies Material zum Einsatz, sogar im Innenlager zwischen den Tretkurbeln, ein Bereich, der im Idealfall eh von Wasser verschont bleibt.

Ein besonderes Highlight ist der "Viscoset" von Cane Creek, ein Reibungsdämpfer, der die Lenkung beruhigt und vor allem bei voller Beladung für ein stabiles Fahrgefühl sorgt. Mit vier Packtaschen und insgesamt 36 Kilo Sand an den Trägern liegt das Reiserad dann ruhig wie ein schwerer Straßenkreuzer, wozu neben der Last auf dem Vorderrad auch dieses unscheinbare Teil seinen Beitrag leistet - eine weitere Winzigkeit, die das Fahrgefühl in der Luxusklasse auszeichnet.

Vorteile:
  • Kompromisslose Haltbarkeit
  • Durchdachte Detaillösungen
  • Lenkungsdämpfer
  • Gute Lastverteilung
Nachteile:
  • Hoher Preis

Die Mischung aus eher ruhiger Reise-Geometrie, haltbaren Teilen und überzeugenden Fahreigenschaften bei voller Beladung macht das Idworx zu einem sicheren Tipp für die extralange Tour.

Details Idworx Rohler BLT
Preis 6528 Euro
Gewicht Testrad 15,6 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 160 kg
Antriebsgruppe Rohloff Speedhub 14-Gang
Bremsen Shimano Deore XT, 203/180mm

Patria Kosmos

Das Patria Kosmos ist ein weiteres Reiserad, das mit seiner hochwertigen Ausstattung und der Möglichkeit zur Individualisierung überzeugt. Patria lötet die Rahmen tatsächlich noch in Deutschland, auch die Montage findet am Firmensitz statt. Das schafft reichlich Möglichkeiten für individuelle Ausstattungswünsche. Während die schlichte Basisversion mit Shimano Deore XT und 3 x 10 Gängen knapp 3900 Euro kostet, sind für unser luxuriöses Exemplar im Weltreise-Trimm fast 5300 Euro fällig.

Satte 180 Kilo Systemgewicht traut Patria dem Rahmen zu. Im Vergleich zu den schlankeren Modellen der Marke sind die Rohre mit 31,8 Millimeter für das Oberrohr und 35 Millimeter beim Unterrohr zwar voluminöser, im Vergleich zur Stahl-Konkurrenz von Contoura oder Tout Terrain jedoch zierlicher. Hier ist alles an Bord, was technikbegeisterte Reisradler lieben, von der edlen SON-Lichtanlage über die USB-Ladestromquelle im Gabelschaft bis zum Extra-Ständer am Lowrider, der das bepackte Vorderrad am Umschlagen hindert.

Vorteile:
  • Weitgehende Individualisierung möglich
  • Viele Möglichkeiten zum Gepäcktransport
Nachteile:
  • Rohrdimension für maximale Zuladung sehr schlank
  • Leicht unruhiges Fahrverhalten

Das „Kosmos“ ist zweifellos robust, sorgfältig hergestellt und hochklassig ausgestattet. Doch mit maximaler Zuladung gehen die Mitbewerber im Test etwas souveräner um.

Tout Terrain Tanami Xplore II

In das Perfektionisten-Duell mit Idworx schickt Tout Terrain sein „Tanami Xplore II“ mit Pinion-Getriebe - und einem originellen Detail. Gepäcktransport und integrierte Träger stehen bei den meisten Bikes von Tout Terrain im Fokus, erst recht beim„Tanami Xplore“, der 29-Zoll-Alternative zum bewährten„Silkroad“ mit etwas kleineren 27,5-Zoll-Rädern.

So richtig tüftlermäßig gefiel zum Beispiel der kleine Riegel, der den Lenker am Tanami beim Abstellen am Umschlagen hindert - ein lästiges Problem bei beladenem Frontträger. Auch die Lösung mit einem zweiten Ständer am Reiserad, wie etwa auch bei Patria, verhindert das. Doch der Druckknopf-Riegel ist einfach smart - und macht deshalb glücklich.

Vorteile:
  • Perfekt integrierter Heck-Gepäckträger
  • Durchdachte Detaillösungen
Nachteile:
  • Etwas schwer
  • Sehr aufrechte Position

Immer wieder kommt das Team um Oliver Römer mit originellen Details um die Ecke, die das bewährte Programm aufpeppen.

Trekkingräder im Test

Trekkingräder sind vielseitige Allrounder, die sich sowohl für den Alltag als auch für längere Touren eignen. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit und Komfortabilität, ohne dabei die Alltagstauglichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis aus den Augen zu verlieren.

Ghost Urban Asket

Das Ghost Urban Asket zeichnet sich durch eine sportliche Sitzposition und schnelle Lenkreaktionen aus, was es ideal für agile Fahrten in der Stadt macht. Der robuste Aluminiumrahmen mit vielfältigen Befestigungsmöglichkeiten erhöht die Praktikabilität für den Alltagsgebrauch. Allerdings zeigt das Rad bei der Ausstattung, insbesondere bei den mechanischen Scheibenbremsen, Verbesserungspotenzial, was bei hohen Geschwindigkeiten oder schwerer Beladung zu Einschränkungen führen kann.

Giant AllTour SLR 1

Das Giant AllTour SLR 1 beweist sich als stabiler Allrounder mit einem auf Langlebigkeit ausgelegten Alurahmen, der besonders durch seine hohe Zuladungskapazität von 161 kg hervorsticht. Ideal für schwerere Fahrer oder solche, die gerne mit viel Gepäck reisen. Technisch ist es mit einer hochwertigen XT-Schaltung von Shimano ausgestattet, während die Bremsen aus einer kostengünstigeren Serie stammen.

Liv Thrive Advanced GX

Das Liv Thrive Advanced GX besticht durch seine speziell auf Frauen zugeschnittene Konstruktion, die nicht nur für einen hohen Komfort sorgt, sondern auch eine optimierte Kraftübertragung ermöglicht. Durch die weiter hinten liegende Sitzposition wird mehr mit dem Gesäß und weniger aus dem Oberschenkel getreten, was der natürlichen Bewegungsweise vieler Frauen entgegenkommt. Dies, zusammen mit dem natürlichen Flex der Sattelstütze, steigert den Komfort auf langen Fahrten.

Koga Colmaro Sports

Das Koga Colmaro Sports überzeugt als Speedcruiser durch seine ergonomische Vorbau-Lenker-Kombination und einen Allroundrahmen mit langem Oberrohr. Die spezielle Konstruktion der Sattelstütze erhöht den Federkomfort so effektiv, dass auf breitere Reifen verzichtet werden konnte. Besonders hervorzuheben sind die Leichtlaufreifen, deren geringes Gewicht die Beschleunigung und Lenkreaktion spürbar verbessert.

Giant Fastroad AR Advanced 1

Das Giant Fastroad AR Advanced 1 vereint die Vorzüge eines Mountainbikes mit denen eines Rennrads und eines Gravel Bikes, um ein vielseitig einsetzbares Allround-Bike zu schaffen. Der massive Knotenpunkt am Tretlagergehäuse sorgt für eine beeindruckende Steifigkeit, während die sportliche Shimano-105er-Rennradgruppe für präzise Schaltvorgänge steht.

Koga F3 5.0

Das Koga F3 5.0 kombiniert holländische Designpräzision mit sportlicher Funktionalität. Der qualitativ hochwertige Rahmen bietet lebenslange Garantie und ist durch seine innenliegenden Kabel und integrierten Zusatzlichter sowohl modern als auch praktisch gestaltet. Trotz einer aufrechten Sitzposition, die gute Sicht und Haltung fördert, zeigt sich das Bike überraschend agil und eignet sich für schnelle Touren ebenso wie für den täglichen Einsatz.

Diamant Rubin Legere

Das Diamant Rubin Legere kombiniert die Leichtigkeit und Dynamik eines Sportrads mit dem Komfort und der Ausstattung für ausgedehnte Touren. Durch die Verwendung von ESI-Rundgriffen wird ein hoher Komfort ohne ergonomische Formen erreicht, während die ungewöhnlich große Kassette mit bis zu 51 Zähnen eine außergewöhnliche Bandbreite für alle Steigungen bietet.

KTM Life Style

Das KTM Life Style überzeugt mit einem mattschwarzen, aufgeräumten Design und hochwertigen Shimano XT-Komponenten. Besonders die bequeme Sitzhaltung und die praktischen Extrastreben für Radtaschen machen es ideal für längere Touren.

KTM Life Tour

Das KTM Life Tour ist ein Damen-Trekkingbike, das sowohl durch seine schicke Optik als auch durch seine Leistung beeindruckt. Es bietet eine aufrechte Sitzposition, die vor allem Fahrerinnen, die Wert auf eine gute Übersicht während der Fahrt legen, entgegenkommt.

Diamant Ubari Super Deluxe

Das Diamant Ubari Super Deluxe überzeugt als vielseitiges Trekkingrad für Stadt und Land mit seiner modernen Gestaltung und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch die innenverlegten Kabel im Alurahmen präsentiert es sich aufgeräumt und ansprechend.

Raleigh Rushhour 7.0

Die wahren Weltmeister der Vielseitigkeit sind immer noch die Trekkingräder. Geboren aus den Mountainbikes der wilden Anfänge, weiterentwickelt zu sportiven Allroundern, die auf vielen Untergründen und in vielen Situationen zurechtkommen, vom Alltag über Pendelei bis zum Freizeittourer und kräftigen Weltentdeckerrad. Im Kern sind die Trekkingräder dennoch Gefährte, die primär im Alltag genutzt werden.

Weitere empfehlenswerte Trekkingräder unter 1500 Euro

Auch im niedrigeren Preissegment gibt es attraktive Optionen, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten:

Bergamont Horizon 3

Das Bergamont Horizon 3 ist ein solide ausgestattetes Trekkingbike, das sein Hauptrevier eher in der Stadt verortet. Solide Technik, robuste Bauweise und ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis zeichnen das Bike aus.

Canyon Pathlite 7

Das Canyon ist für diesen Preis sehr hochwertig ausgestattet. Das geringe Gewicht macht es zum sportivsten Bike in der Kaufübersicht.

Cube Kathmandu

Das Trekkingbike von Cube fällt besonders in puncto hoher Zuladung auf: ein echter Packesel, was wohl besonders für diejenigen interessant ist, die regelmäßig viel zu transportieren haben.

Decathlon Riverside 740 TR

Die maximal 35 Millimeter breiten Reifen sprechen für eine schnelle Gangart dieses durchschnittlich ausgestatteten Bikes. Mit 15,9 Kilo gehört es zur leichteren Hälfte der vorgestellten Räder.

Diamant Elan Deluxe

Die schmale Bereifung sowie ein Eigengewicht von 14,7 machen auch schnelle Runden am Wochenende zum Vergnügen. Die Ausstattung ist für den Preis eher hochwertig.

Ghost Square

Das Trekking-Bike aus dem Hause Ghost repräsentiert das Anforderungsprofil sowie die typische Ausstattung dieser Fahrrad-Kategorie. Mit 14,8 Kilo bei 140 Kilo Systemgewicht gehört es zu den leichten Vertretern dieser Bike-Klasse, macht also auch als Sportgerät Spaß.

Hercules Tourer Sport

18 Kilo Eigengewicht sind in dieser Kaufberatung ein sehr hoher Wert. Der Preis hingegen ist äußerst attraktiv, sodass das Hercules-Bike eine gute Wahl für diejenigen ist, die nicht allzu regelmäßig sportliche Leistung abrufen wollen.

KTM Life Lite

12 SRAM-Gänge sind auch bei flexiblen Einsätzen genug, auch bei Touren mit viel Gepäck. Die 14,8 Kilo Eigengewicht sorgen für ein gutes Handling für sportliche Ausritte. Das österreichische Bike überzeugt mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.

Pegasus Premio SL Disc 27

Dieses universelle Bike überzeugt durch den fairen Preis, obwohl bei der Ausstattung keineswegs gespart wurde.

Bikepacking: Die neue Art des Reisens mit dem Fahrrad

Bikepacking erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es kombiniert Langstreckentauglichkeit, Vielseitigkeit und Gepäcktransport auf ideale Weise. Grundsätzlich kann man jedes Bike zum Bikepacking nutzen. Taschen dran und ab! Dennoch gibt es einige Modelle, die sich besser eignen als andere.

Mehrere Räder, die offiziell als Gravel-Bike verkauft werden, bieten aber dennoch tolle Allround-Eigenschaften wie das Canyon Grail, das ROSE BACKROAD oder das Specialized Diverge. Zwei wichtige Voraussetzung, um sinnvoll beim Bikepacking-Bike-Vergleichstest dabei zu sein, sind das Vorhandensein von Anschraubpunkten und die Möglichkeit, mit dem Gewicht des Gepäcks zurechtzukommen. Hier lautet die Devise: Je mehr Ösen an Rahmen und Gabel zu finden sind, desto besser.

Endurance-Rennräder: Komfort und Geschwindigkeit vereint

Endurance-Rennräder, auch Marathon-Bikes genannt, sind der Langstreckenläufer unter den Rennrädern. Ursprünglich für das Rennen „Paris-Roubaix“ entwickelt, bieten sie Fahrkomfort und Vielseitigkeit. Auf Endurance-Rennrädern lassen sich weite Strecken zurücklegen, ohne dass es aufgrund von Schmerzen oder Verspannungen zu Leistungseinbußen kommt. Sie sind ideal für Einsteiger und den Freizeit-Bereich geeignet.

Vorteile von Endurance-Rennrädern

  • Komfort
  • Vielseitigkeit
  • Nachgiebigkeit
  • Stabilität
  • Langlebigkeit

Technische Merkmale von Endurance-Rennrädern

  • Kürzeres Sitzrohr, längeres Steuerrohr und kürzeres Oberrohr
  • Längerer Radstand
  • Breiterer Lenker mit flacherem Lenkwinkel
  • Größere Reifenfreiheit
  • Dickere Reifen
  • Flexende Sattelstütze
  • Breiter Übersetzungsbereich
  • Scheibenbremsen
  • Gewindeeinsätze für Schutzbleche

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