Das Fahrrad hat einen Rahmen, an dem Reifen, Sattel, Lenker und Pedale befestigt sind. Je nach Fahrradhersteller, Größe und Einsatzzweck gibt es unterschiedlich gebaute Fahrradrahmen. Für Fahrradhersteller wie Cube, Specialized, Bulls und Co. ist die Entwicklung von Fahrradrahmen mit speziellen Rahmengeometrien eine Wissenschaft.
Was bedeuten die Geometriedaten eines Fahrrades?
Dieser Frage möchten wir mit diesem Beitrag auf den Grund gehen und dir verständlich und gut erklären, was es mit der Fahrrad-Geometrie auf sich hat.
Damit Sie sich beim Fahrradfahren wohlfühlen, muss Ihr Fahrrad zu Ihrem Körperbau passen. Die Rahmengeometrie entscheidet maßgeblich über die Sitzposition des Fahrers sowie das Fahrverhalten des Fahrrads.
In den meisten Fällen wird bei der Kaufentscheidung ausschließlich die Rahmenhöhe selbst berücksichtigt. Allerdings gehören neben der Rahmenhöhe noch viele weitere Maße zu der Rahmengeometrie, die das Fahrgefühl beeinflussen. Viele Hersteller wie Cube oder Giant geben meistens nur eine Auswahl von Geometriewerten an.
Die Rahmenhöhe
Die Rahmenhöhe beschreibt die Länge des Rahmenrohrs am Fahrrad, welches zwischen Tretlager-Mitte und Sattelklemmung läuft. Die Rahmenhöhe wird meist in cm angegeben. Es gibt auch Hersteller, die das Maß in S, M, L oder in Zoll angeben.
Einige (besonders italienische und französische) Rahmenhersteller verwenden aber auch die Länge von der Mitte des Tretlagergehäuses bis zur Mitte des Oberrohrs.
Die Rahmenhöhe eines Fahrrades gibt die Größe des Rahmens an und soll zur Körpergröße des Fahrers / der Fahrerin passen.
Die Wahl der Rahmenhöhe hat Auswirkungen auf den Fahrkomfort, das Handling und die Seitensteifigkeit des Rahmens. Die Rahmenhöhe ist abhängig von Ihrer Körpergrösse, bzw. Ihrer Schrittlänge.
Generell gilt, dass MTBs ca. 5-6cm kleiner gewählt werden als Straßenräder, um auch im Gelände ein optimales Handling sicherzustellen. Rennmaschinen werden oft ca. 1-2cm kleiner gewählt, um die Seitensteifigkeit zu erhöhen und den Vorbau für eine aerodynamischere Position tiefer stellen zu können.
Beachten Sie bitte, dass alle Angaben zu Rahmenhöhen letztendlich noch keine verbindliche Aussage für ein optimales Fahrgefühl zulassen. Zusätzlich zur berechneten Rahmenhöhe, empfehlen wir auch immer noch einmal einen Blick in die Größentabelle zu werfen.
Alle Angaben sind Durchschnittswerte und damit keine verbindliche Aussage!
Größentabellen
Hier sind einige Größentabellen für verschiedene Fahrradtypen:
Größentabelle Kinder- und Jugendräder
- Alter: 3+
- Körpergröße: ab 95 cm
- Radgröße: 12 Zoll
- Rahmenhöhe: ~ 22 - 23 cm
- Alter: 4+
- Körpergröße: ab 105 cm
- Radgröße: 16 Zoll
- Rahmenhöhe: ~ 26 - 29 cm
- Alter: 5+
- Körpergröße: ab 115 cm
- Radgröße: 18 Zoll
- Rahmenhöhe: ~ 27 - 28 cm
- Alter: 6+
- Körpergröße: ab 120 cm
- Radgröße: 20 Zoll
- Rahmenhöhe: ~ 28 - 33 cm
- Alter: 8+
- Körpergröße: ab 130 cm
- Radgröße: 24 Zoll
- Rahmenhöhe: ~ 32 - 38 cm
- Alter: 10+
- Körpergröße:
- Radgröße: 26 Zoll
- Rahmenhöhe: ~ 38 - 52 cm
Größentabelle MTB Hardtail / MTB Full Suspension
| Körpergröße | Rahmengröße | Entspricht ca. |
|---|---|---|
| 155 - 165 cm | 14 - 15" | 35 - 38 cm |
| 165 - 170 cm | 15 - 16" | 38 - 41 cm |
| 170 - 175 cm | 16 - 17" | 41 - 43 cm |
| 175 - 180 cm | 17 - 18" | 43 - 46 cm |
| 180 - 185 cm | 18 - 19" | 46 - 48 cm |
| 185 - 190 cm | 19 - 21" | 48 - 53 cm |
| 190 - 195 cm | 21 - 22" | 53 - 56 cm |
| 195 - 200 cm | 22 - 23" | 56 - 58 cm |
Größentabelle Rennrad
| Körpergröße | Rahmenhöhe |
|---|---|
| 155 - 165 cm | 48 - 51 cm |
| 165 - 170 cm | 51 - 53 cm |
| 170 - 175 cm | 53 - 55 cm |
| 175 - 180 cm | 55 - 57 cm |
| 180 - 185 cm | 57 - 60 cm |
| 185 - 190 cm | 60 - 62 cm |
| 190 - 195 cm | 62 - 64 cm |
| 195 - 200 cm | > 64 cm |
Größentabelle City- / Trekking- / Crossräder / ATB*
| Körpergröße | Rahmenhöhe |
|---|---|
| 155 - 165 cm | 45 - 49 cm |
| 165 - 170 cm | 49 - 52 cm |
| 170 - 175 cm | 52 - 55 cm |
| 175 - 180 cm | 55 - 58 cm |
| 180 - 185 cm | 58 - 61 cm |
| 185 - 190 cm | 61 - 63 cm |
| 190 - 195 cm | 63 - 66 cm |
| 195 - 200 cm | > 66 cm |
* ATB Räder sind Hybridräder und in den meisten Fällen mit einer Geometrie zwischen MTB und Trekkingrad gebaut. Unsere unverbindliche Empfehlung zur Rahmenhöhe ist es, bei der hier ermittelteten Rahmenhöhe -3 cm oder -4 cm zu wählen.
Weitere Geometriedaten
Neben der Rahmenhöhe gibt es noch weitere wichtige Geometriedaten, die das Fahrgefühl beeinflussen:
- Stack: Der Stack ist etwa mit der Rahmenhöhe vergleichbar und gibt an, wie hoch das Rad ist. Bei Fahrrädern mit hohem Stack-Wert sitzt du aufrechter. Du sitzt wie auf einem komfortablen Citybike. Als Stack wird der vertikale Abstand zwischen der Mitte des Tretlagers und der Oberkante des Steuerrohrs bezeichnet. Dieser gibt an, wie hoch das Cockpit eines Fahrrads ist. Ein hoher Stack-Wert führt zu einer aufrechten Sitzposition und sorgt für eine bequeme Haltung während längeren Touren.
- Reach: Der Reach (englisch; deutsche Übersetzung: Reichweite) beschreibt die Länge des Fahrradrahmens. Er zeigt dir, wie viel Platz du zwischen Tretlager und Lenker hast. Auf einem Fahrrad mit einem hohen Reach, sitzt du mit gestrecktem, flacherem Oberkörper auf dem Rad. Fahrposition ist sehr sportlich. Fahrposition ist aufrecht, komfortabel. Auch hier sitzt du komfortabel. Dieses Fahrrad schreit nach Komfort und aufrechter Sitzposition. Als Reach bezeichnet man den horizontalen Abstand zwischen der Mitte des Tretlagers und der Oberkante des Steuerrohrs. Der Wert beschreibt die Länge des Cockpits eines Fahrrads. Auf Bikes mit einem hohen Reach-Wert wird der Oberkörper nach vorne gestreckt, während bei einem geringen Reach-Wert das Gewicht des Körpers weiter nach hinten verlagert wird. Ein zu großer Reach kann zu einer unkomfortablen, gestreckten Position führen.
- Stack-to-Reach Quotient: Indem der Stack ins Verhältnis zum Reach gesetzt wird, erhält man den sogenannten Stack-to-Reach Quotienten. Dieser Wert gibt Aufschluss darüber, ob der Rahmen grundsätzlich eher kurz oder lang ausfällt.
- Radstand: Je länger der Radstand eines Rades, desto länger ist das Fahrrad und das Fahrrad wird laufruhiger und stabiler, dafür aber weniger agil und wendig. Der Radstand hat ebenso wie die Kettenstrebenlänge große Auswirkungen auf die Laufruhe und Agilität des Bikes. Er wird über den horizontalen Abstand zwischen der jeweiligen Mitte der Vorder- und Hinterachse gemessen. Je länger der Radstand ist, desto ruhiger fährt sich das Fahrrad und desto besser ist die Spurtreue. Ein kürzerer Radstand bedeutet im Gegenzug eine agilere und wendigere Fahrweise.
- Kettenstrebenlänge: Die Kettenstrebenlänge gibt die Länge der Kettenstrebe an. Bei Rädern mit einer längeren Kettenstrebe, ist das Hinterrad weiter von dir entfernt und der Schwerpunkt schiebt sich etwas nach hinten. Dadurch wird meist das Rad länger und du bekommst mehr Laufruhe. Bei Rädern mit einer kürzeren Kettenstrebe, ist das Hinterrad näher am Rad und näher unter dir. Der Schwerpunkt am Rad ist weiter vorne. Dadurch bist du wendig und spritzig und die wirst auch den Wheelie einfacher lernen, weil dein Vorderrad schneller aufsteigt. Die Kettenstrebenlänge ist der Abstand zwischen der Mitte des Tretlagers und der Mitte der Hinterachse. Bei einer kurzen Kettenstrebe ist das Hinterrad näher unter dem Fahrer und ermöglicht eine agile Fahrweise.
- Steuerrohrwinkel: Der Steuerrohrwinkel gibt den Winkel des Steuerrohrs im Vergleich zum Boden an. Innerhalb des Steuerrohrs verläuft die Gabel eines Fahrrades. Räder mit einem hohen, großen Winkel (um die 72°) hält das Vorderrad nahe am Fahrradrahmen und du lenkst sehr direkt und schnell. Das wollen Rennradfahrer. Räder mit einem kleinen Lenkwinkel (um die 62°) sorgen dafür, dass das Vorderrad weiter vorne ist. Der Steuerrohrwinkel, auch Lenkwinkel genannt, ist der Winkel des Steuerrohrs zur Waagerechten. Je steiler der Steuerrohrwinkel ist, desto agiler ist das Rad, was besonders bei sportlichen Fahrrädern wünschenswert ist. Für Alltagsfahrer kann ein zu steiler Winkel zu einem zitternden Lenkverhalten führen, da kleinste Bewegungen sofort umgesetzt werden. In diesem Fall ist ein flacherer Steuerrohrwinkel sinnvoller, da dieser ein laufruhiges Fahrverhalten ermöglicht.
- Steuerrohrlänge: Die Steuerrohrlänge beschreibt die Länge des Steuerrohrs. Sie hat Einfluss auf die Sitzposition auf dem Bike. Je länger das Steuerrohr, desto aufrechter ist die Sitzposition. Je kürzer die Steuerrohrlänge, desto gestreckter ist die Sitzposition.
- Sitzwinkel: Der Sitzwinkel gibt den Winkel des Sitzrohrs an. Je nachdem in welchem Winkel das Sitzrohr zum Boden verläuft, ist dein Sattel weiter vorne (hoher Winkel) oder weiter hinten am Fahrrad (spitzerer Winkel). Räder mit höherem Winkel sind meist dort zu finden, wo du kraftvoll in die Pedale trittst und Geschwindigkeit machst, also bei Rennrädern. Der Sitzrohrwinkel bezeichnet den Winkel des Sitzrohrs im Verhältnis zum Boden. Dieser wirkt sich auf die Position des Fahrers auf dem Bike aus. Bei einem flachen Sitzrohrwinkel wird, durch die nach hinten verlagerte Sitzposition, der Schwerpunkt nach hinten verlagert, was zu angenehmen Fahrten auf geraden Strecken führt. Flache Sitzwinkel sind häufig bei komfortablen Citybikes zu finden. Ein steiler Sitzrohrwinkel führt dazu, dass sich der Schwerpunkt nach vorne verlagert.
- Tretlagerhöhe: Die Tretlagerhöhe ist der Abstand zwischen Tretlager-Mitte und Boden. Der Wert gibt uns Informationen zur Bodenfreiheit. Räder mit hohem Tretlager haben mehr Bodenfreiheit und du setzt nicht so schnell mit dem Tretlager auf, wenn du zum Beispiel über dicke Wurzeln oder Geländestufen fährst. Besonders bei Fullys mit entsprechendem Federweg ist ein höher sitzendes Tretlager besser geeignet, damit es beim Einfedern nicht zum Bodenkontakt kommt. Ein hohes Tretlager bietet also gleichzeitig mehr Bodenfreiheit und einen höheren Schwerpunkt. Ein zu niedriges Tretlager erhöht die Gefahr von Pedalaufsetzern, ermöglicht durch den verlagerten Schwerpunkt allerdings mehr Agilität.
- Tretlagerabsenkung: Da die Tretlagerhöhe je nach Reifen und Laufradgröße unterschiedlich ausfällt, wird häufig anstatt der Tretlagerhöhe die Tretlagerabsenkung, auch BB-Drop genannt, angegeben. Diese bezeichnet die Absenkung des Tretlagers im Vergleich zu den Radachsen. Dafür wird der vertikale Abstand zwischen der Tretlagermitte und einer waagerechten Linie der Vorder- und Hinterachse gemessen. Ein hoher Wert senkt den Schwerpunkt des Bikes und verbessert so das Kurvenverhalten.
- Oberrohrlänge: Um die Oberrohrlänge zu bestimmen, wird die Länge vom Mittelpunkt der Oberkante des Steuerrohrs bis zur Mitte des Sitzrohrs gemessen. Sie wird in der Regel nicht entlang des tatsächlichen Oberrohrs gemessen. Die Oberrohrlänge hilft bei der Einschätzung der Sitzposition und des Sitzkomforts. Ein längeres Oberrohr bedeutet eine gestreckte, vorgebeugte Sitzposition während der Fahrt. Lange Oberrohre finden sich daher vor allem bei Rennrad- und Gravelbike-Rahmen wieder.
- Gabelvorbiegung: Die Gabelvorbiegung ist der horizontale Abstand zwischen der Vorderachse und der gedachten Verlängerung des Mittelpunkts des Steuerrohrs. Sie sorgt zusammen mit dem Steuerrohrwinkel für das entsprechende Lenkverhalten des Fahrrads. Mit einer geringeren Neigung der Gabel wird für mehr Stabilität gesorgt, da sich das Vorderrad kaum aus der Radflucht dreht.
- Gabelnachlauf: Der Gabelnachlauf wird über den horizontalen Abstand zwischen dem Aufstandspunkt des Vorderrads und dem Punkt, an dem die gedachte Verlängerung des Steuerrohrs Bodenkontakt hat, gemessen.
Weitere Komponenten
Weitere Komponenten, die die Geometrie und das Fahrgefühl beeinflussen:
- Fahrradkurbel: Eine Fahrradkurbel (Pedalarm) ist die Verbindung zwischen Fahrradrahmen und Pedal. Kurbeln gibt es in verschiedenen Längen. Gewöhnlich sind Kurbellängen in 170, 172.5 und 175 mm. Weniger die Körpergröße, sondern vielmehr die Beinlänge ist für die Kurbellänge entscheidend. Die Kurbellänge wird für gewöhnlich nur in Ausnahmefällen getauscht, etwa wenn es unterschiedliche Beinlängen oder Einschränkungen gibt. Die Kurbelarmlänge beschreibt die komplette Spanne des Kurbelarms. Der Kurbelarm selbst stellt die Verbindung zwischen den Pedalen und dem Tretlager dar. Somit kann durch einen längeren Kurbelarm eine höhere Kraftübertragung erfolgen. Sollte der Kurbelarm jedoch zu lang sein, kann es sich negativ auf den Fahrkomfort auswirken.
- Vorbau: Die Länge des Vorbaus kann variiert werden, indem du einfach einen kürzeren oder längeren Vorbau wählst. Mit diesem Wert kannst du einschätzen, wie du auf dem Fahrrad sitzt. Bei einem hohen Wert sitzt du gestreckter und hast mehr Platz zwischen Sattel und Lenker. Dies ist typisch bei Rädern, die aerodynamisch sind (Rennräder, Gravelbikes). Bei einem kurzen Oberrohr sitzt du aufrechter oder gedrungener. Die Vorbaulänge wird horizontal vom Steuerrohr bis zur Oberkante des Lenkers gemessen. Je länger der Vorbau, desto gestreckter ist die Sitzposition.
- Lenkerbreite: Der Abstand zwischen den beiden äußeren Enden des Lenkers wird als Lenkerbreite bezeichnet. Die Lenkerbreite hat maßgeblich Einfluss auf den Komfort des Fahrers. Ein zu breiter Lenker kann zu Schmerzen in den Handgelenken führen. Ein zu schmaler Lenker hingegen schränkt die Atmung ein.
- Reifengröße: Die Reifengrößen eines Fahrrades werden in Zoll (“) angegeben. Typische Reifengrößen bei einem Mountainbike sind 27,5 Zoll oder 29 Zoll. Die kleineren Reifengrößen bis 26 Zoll finden wir bei Kinderrädern. Bei Kinderrädern gibt es übrigens noch keine unterschiedlichen Rahmengrößen, wie wir sie bei Erwachsenen-Rädern kennen, sondern es wird ausschließlich anhand der Reifengröße unterschieden. Bist du ein Alltagsfahrer und nutzt das Rad für gemütliche Touren, für Spazierfahrten und Feierabendrunden mit Freunden oder Familie, so fällt deine Wahl meist auf Trekkingräder, Cross- oder Citybikes. Diese Art von Rad haben immer 28 Zoll große Reifen. Mein Tipp: Bist du eine große Person (ab etwa 170 cm Körpergröße) und nutzt dein Fahrrad auf Touren, dann wähle die 29 Zoll Variante. Kleinere Personen (bis etwa 170 cm Körpergröße) werden sich mit dem Fahrrad auf 27,5 Zoll Reifen wohler fühlen und es besser steuern und kontrollieren können.
Wie finde ich die richtige Rahmenhöhe?
Die richtige Rahmenhöhe ist entscheidend für Komfort, Kontrolle und Fahrspaß. Dabei ist egal, ob du mit Cityrad, Rennrad, Gravelbike, Mountainbike oder E‑Bike unterwegs bist. In wenigen Minuten misst du deine Schrittlänge - ganz ohne Tools: nur ein Buch und ein Zollstock sind notwendig. Noch genauer ermittelst du deine ideale Rahmengröße mit Smartfit: Hier fließen neben der Schrittlänge auch Armlänge, Körpergröße, Geschlecht und Fahrstil mit ein.
Mit deiner Schrittlänge - also der Innenbeinlänge vom Boden bis in den Schritt - kannst du ganz leicht eine erste Rahmengröße berechnen. Mit einem Zollstock oder Maßband den Abstand zwischen der Oberkante des Buches und dem Fußboden messen. Gib hier bitte deine ermittelte Schritthöhe in unseren Rahmenrechner ein, und erhalte sofort eine passende Größenempfehlung.
Für eine noch exaktere Bestimmung deiner Rahmengröße nutze das SmartFit Online-Sizing. Die Rahmenhöhe direkt am Rahmen vom Fahrrad oder E-Bike zu messen, ist ebenfalls möglich.
In der Regel wird von der Oberkante des Sitzrohrs bis zur Mitte des Tretlagers gemessen. Bei einigen Fahrrädern findest du auf der Produktdetailseite Angaben zur Rahmengeometrie. Bei vielen Bikes der Marke Cube ist es empfehlenswert eine größere Größe zu wählen als hier berechnet.
Im ersten Schritt musst du die richtige Rahmengröße (auch Rahmenhöhe genannt) für dich herausfinden. Dieser Wert bezeichnet die Länge vom Zentrum des Tretlagers bis zum Ende des Sattelrohres. Dazu misst du zunächst deine Schrittlänge. Nimm ein Maßband oder einen Zollstock und miss den Abstand zwischen Ferse und Schritt. Diesen Wert kannst du in einen Rahmen-Rechner eingeben.
Allerdings reichen Werte wie Rahmengröße und Schrittlänge allein nicht mehr als Anhaltspunkte aus, um die optimale Fahrradgröße und Sitzposition zu ermitteln.
Ob entspannt aufrecht sitzend oder sportlich nach vorne gebeugt - mit dem Stack-to-Reach-Quotienten legst du fest, in welcher Haltung du auf deinem Fahrrad in die Pedalen trittst.
Du errechnest den STR-Wert, indem du die Höhe des Rahmens (Stack) in Millimetern durch die Länge (Reach) in Millimetern dividierst.
In entspannter Sitzhaltung bist du ab einem Wert von 1,55 und höher unterwegs. Der Rahmen ist kürzer, dein Oberkörper ist aufgerichtet und deine Arme sind nur leicht gebeugt. Zwischen 1,45 und 1,55 sitzt du in einer gemäßigten Position auf dem Bike.
Aber Achtung: Diese Werte dienen nur der Orientierung. Je nachdem wie lang deine Beine sind und wie groß dein Oberkörper ist, verschiebt sich der für dich optimale STR-Wert. Deshalb solltest du dich von einem Fachhändler beraten lassen, um das passgenaue Fahrrad für dich zu finden.
Weitere Tipps
- Sattelhöhe: Um die optimale Sattelhöhe zu berechnen, multiplizierst du deine Schrittlänge mit dem Wert 1,09. Sattelhöhe: Bezeichnet den Abstand von der Pedalmitte bis zur Satteloberseite. Dabei sollte der Kurbelarm auf einer Linie mit dem Sitzrohr liegen. Um die ideale Sattelhöhe zu ermitteln, misst du deine Schrittlänge und multiplizierst diesen Wert mit 1,09.
- Radstand: Beschreibt den Abstand zwischen den Achsen des Vorder- und Hinterrades. Gemessen wird er von Achsmitte zu Achsmitte. Dieses Maß beeinflusst den Geradeauslauf deines Bikes.
- Steuerrohrkante: Bezeichnet das obere Ende der Verbindung zwischen Ober- und Unterrohr. Im Steuerrohr wird die Gabel fixiert.
- Tretlager: Lager am Fahrrad, welches über die Pedale und Tretkurbel die kreisförmige Bewegung der Füße aufnimmt.
- Vorbau: Ist das Verbindungsstück zwischen Fahrradlenker und Gabelschaft. Es gibt zwei Arten: Der klassische Vorbau wird in den Gabelschaft gesteckt und innen durch eine Klemme verkeilt. Der moderne Ahead-Vorbau klemmt von außen am Gabelschaft. Je nach Länge und Winkel beeinflusst der Vorbau die Tiefe beziehungsweise die Höhe des Lenkers.
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