Während das Segment der klassischen Camcorder seit Jahren rückläufig ist, entwickeln sich die Action-Camcorder gegen den Trend: Die kompakten Modelle für Outdoor-Freaks boomen. Mittlerweile sind die kleinen, aber robusten Kameras beim Mountainbiken, Graveln oder Pässe fahren mit dem Rennrad neben dem Smartphone unverzichtbar. Moderne Actioncams sind wahre Alleskönner und für Radfahrer, die ihre Abenteuer auf zwei Rädern festhalten wollen.
Actioncams im Test: Welche ist die Beste?
Die neuen 2024er-Modelle bieten eine beeindruckende Auswahl an Features - von Auflösungen jenseits von Ultra-HD, superhohen Bildfrequenzen für Zeitlupen bis hin zu stabilisierten Aufnahmen, die selbst die krassesten Mountainbike-Trails beinahe ruckelfrei halten. Wir haben insgesamt 65 Action-Cams für Sie getestet, 35 davon sind aktuell noch erhältlich. Doch welche Kamera überzeugt nicht nur mit technischer Raffinesse, sondern auch mit einem robusten Design und praktischen Funktionen für den Outdoor-Einsatz? Wir werfen einen Blick auf die aktuellsten Modelle und helfen dir dabei, die perfekte Actioncam für deine Gravel-, Mountainbike- oder E-Bike-Abenteuer zu finden.
Top-Modelle im Überblick
- GoPro Hero 13 Black: Der Platzhirsch im Actioncam-Game.
- DJI Osmo Action 5 Pro: DJI ist Branchenprimus GoPro dicht auf den Fersen!
- Insta360 Ace Pro 2: Mit Leica-Objektiv und fetter 8k-Auflösung ist Insta360 auf Kundenfang.
GoPro Hero 13 Black
An GoPros Hero-Reihe kommt man nicht vorbei. Das gilt einmal mehr für 2024: Neu hinzugekommen sind beim Topmodell Hero 13 Black austauschbare Objektive, neben dem bekannten Ultraweitwinkel gibt es nun eine Makro-Linse für Nahaufnahmen sowie ein ultrabreites Anamorph-Objektiv für den ganz speziellen Filmlook. Ebenfalls neu dabei ist ein GPS-Modul, Daten wie Geschwindigkeit können jetzt direkt in der Kamera eingeblendet werden.
Anspruchsvolle Filmer kommen mit der Hero13 Black voll auf ihre Kosten: Denn GoPro bietet für die Super-Cam jetzt auch wechselbare Objektive und ND-Filter an. Mit der Hero13 Black erweitert GoPro in diesem Jahr sein Zubehör-Sortiment enorm: Blitzschnell austauschbare Objektive und ND-Filter steigern die Kreativität beim Filmen erheblich.
Die neue GoPro Hero13 Black thront zusammen mit der etwas günstigeren DJI Action 5 Pro an der Spitze unseres Action-Cam-Testfelds. Wie der Vorgänger punktet das aktuelle Modell durch eine exzellente Videoqualität und eine herausragende Videostabilisierung.
Um die Hero13 Black von der Vorgängerin Hero12 Black zu unterscheiden, gibt es optisch nur zwei Merkmale: Die blau aufgedruckte Zahl links außen am Gehäuse sowie das jetzt wieder komplett schwarze Gehäuse, das auf die kleinen blauen Punkte der 12er verzichtet. Alles andere ist nahezu gleich geblieben.
Auch die klappbaren Metallarme des Vorgängers hat die Hero13 Black behalten. Diese sind und bleiben richtig praktisch. So kann man die Action-Cam nämlich ohne zusätzliches Gehäuse beispielsweise an einem Fahrradlenker montieren.
Die Action-Cam gewährt darüber hinaus HDR-Videos mit Hybrid Log Gamma (HLG) und erlaubt Aufnahmen im 10-Bit- und Rec. 2100-Farbraum sowie ein breiteres Farbspektrum als HDR allein.
Ein Novum der aktuellen GoPro-Kamera sind separat erhältliche Objektive, die Filmern mehr kreative Möglichkeiten geben. Besonderheit: Die Hero13 Black erkennt jedes der Objektive direkt beim Anbringen und wählt automatisch die idealen Einstellungen für Objektivtyp und Umgebung aus.
Das Lens Mod Ultraweit für knapp 110 Euro stellt ein 177 Grad großes Sichtfeld bereit. Das neue Bildformat 1:1 macht es möglich, Aufnahmen nachträglich auf 16:9-Breitbild- oder 9:16-Hochformat zuzuschneiden - unabhängig von der Ausrichtung der Kamera. Mit dem Lens Mod Makro kann man Motive bis zu viermal näher heranholen als mit dem GoPro-Standardobjektiv. Es ist für stolze 140 Euro zu haben. Knapp 80 Euro kostet ein 4er-Pack ND-Filter.
Beim Thema Auflösung und Bildrate hat sich bei der GoPro Hero13 Black nichts getan. Zum Filmen liegt die maximale Auflösung wie gehabt bei 5.3K und 60 Vollbildern. Bei 4K und bei 2.7 K sind 120 Vollbilder pro Sekunde drin, 240 Vollbilder sind es sogar bei 1080p.
Für professionellere Filmaufnahmen bietet die Cam Bluetooth-Audiounterstützung für Kopfhörer wie AirPods und andere Bluetooth-Audiogeräte wie Mikrofone. Während einer Aufnahme besteht somit die Möglichkeit, Kommentare mit aufzunehmen. Das ist praktisch, wenn die GoPro beispielsweise außen am Auto befestigt ist und der Fahrer trotzdem live Zusatzinformationen einsprechen möchte.
Integriert ist ebenfalls eine Horizontsperre.
Die zahlreichen manuellen Einstelloptionen erfreuen speziell Filmer mit höheren Ansprüchen. Dazu gehören unter anderem der Weißabgleich, die ISO-Werte, Belichtungskorrekturen und noch viele andere Parameter, die beliebig veränderbar sind.
Für ambitionierte Filmer bietet die Hero13 gewohnt viele Optionen. So können diese die so genannte GP-Log-Codierung mit LUT (Lookup-Tabelle) nutzen, um den Dynamikbereich vor der Farbkorrektur zu maximieren und in der Nachbearbeitung mehr aus den Videos herauszuholen.
Ambitionierte Filmer mit mehreren neuen GoPros profitieren davon, dass sich deren Timecodes drahtlos in der »Quik«-App synchronisieren lassen.
Die Bewegtbild-Stabilisierung der Hero13 Black ist auch bei der neuen GoPro sensationell gut.
Im Vergleich zur Hero12 Black hat die Hero13 Black bei der Akkulaufzeit definitiv zugelegt.
Sie ermöglicht nicht nur das Importieren von Videos und Fotos, sondern auch eine umfängliche, aber trotzdem unkomplizierte Bedienung des Mini-Camcorders.
| Feature | GoPro Hero 13 Black |
|---|---|
| Gewicht | 159 Gramm |
| Maximale Auflösung | 5,3k bei 60 FPS / 4k bei 120 FPS |
| Akkulaufzeit | Bis zu 90 Minuten (4k 30 FPS) |
| Besondere Merkmale | Austauschbare Objektive, GPS-Modul, verbesserte Akkulaufzeit |
DJI Osmo Action 5 Pro
Deutlich längere Akkulaufzeit, größere und bessere Displays, 47 Gigabyte interner Speicher und eine wie gehabt hervorragende Videoqualität mit exzellenter Stabilisierung: Die DJI Osmo Action 5 Pro liefert sich mit der GoPro Hero13 Black einen erbitterten Kampf um die derzeit beste Action-Cam am Markt.
Auch die Osmo Action 5 Pro ist auf dem Papier ein richtig guter Deal. Die Bildstabilisierung schaut top aus, zudem gibt es einen internen Speicher, mit rund vier Stunden soll die Osmo zudem sehr lange aufzeichnen können. Und knapp 80 Euro günstiger als die Hero 13 Black ist sie auch noch. Schade jedoch: Das praktische Makro-Objektiv der GoPro-Konkurrenz sucht man vergebens, die eingesetzte Magnethalterung brachte uns schon bei den Vorgängern im harten Traileinsatz leichte Mikroruckler ins Bild.
Vorteile: Hervorragende Bildqualität, super Bildstabilisierung, interner Speicher, erweiterbar, OLED-Displays vorn/hinten, sehr gute Akkulaufzeit, gerade im Vergleich zur GoPro recht günstig.
Nachteile: Kein Makro- oder Anamorph-Objektiv verfügbar, Magnethalterung nicht ideal für ruckelige Action.
| Feature | DJI Osmo Action 5 Pro |
|---|---|
| Gewicht | 146 Gramm |
| Maximale Auflösung | Unbekannt |
| Akkulaufzeit | Bis zu 4 Stunden |
| Besondere Merkmale | Interner Speicher, OLED-Displays vorn/hinten, sehr gute Akkulaufzeit |
Insta360 Ace Pro 2
Insta360 fällt immer wieder mit vergleichsweise wilden GoPro-Konkurrenten auf. Vorgänger hatten beispielsweise verschiedene Objektiv-Aufsätze losgelöst vom Prozessor-Gehäuse. Nicht minder innovativ geht die Ace Pro 2 in den Kampf um die Gunst der Käuferschaft: Satte 8k Videoauflösung soll sie bieten - das ist Rekord in dieser Übersicht. Zwar gibt es nur vereinzelt entsprechende Fernseher, die solche Pixelmassen unterstützen, im Videoschnitt eröffnen sich so aber größere Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Das Leica-Objektiv ist leider nicht wechselbar, dafür gibt's eine Anbindung zu Garmin-Geräten und Apple-Watches. Cool zudem: Insta360 verspricht dank eines neuentwickelten Mikrofons den besten Sound der Klasse.
Die Insta360 Ace Pro gehört zu den derzeit besten Action-Cams am Markt. Mit 8K-Auflösung und 2,4 Zoll großem Klappdisplay verfügt der Mini-Camcorder über zwei besondere Merkmale.
Vorteile: Erste Actioncam mit 8k-Aufnahme, nach vorne schwenkbares Display (Mitbewerber sind starr), kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten für Datenaufzeichnung.
Nachteile: Eher teuer, keine Extra-Objektive verfügbar, schwache Akkulaufzeit laut Herstellerangabe.
| Feature | Insta360 Ace Pro 2 |
|---|---|
| Gewicht | 177 Gramm |
| Maximale Auflösung | 8k bei 30 FPS / 4k bei 120 FPS |
| Akkulaufzeit | Bis zu 180 Minuten (Full-HD 24 FPS) |
| Besondere Merkmale | 8k-Aufnahme, Leica-Objektiv, kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten |
Weitere Modelle in der Übersicht
Actioncams von DJI, GoPro und Insta360 dominieren den Markt, doch auch abseits dieser großen Namen gibt es spannende Alternativen, die besonders für Radfahrer interessant sein können. 2024 zeigen weniger bekannte Hersteller, was sie zu bieten haben - und setzen auf innovative Features, die oft in Preis und Leistung überzeugen. Von handlichen Kompakteinstellungen über robuste Modelle für extreme Bedingungen bis hin zu Kameras, die in Puncto Akku und Bedienkomfort neue Maßstäbe setzen.
Smarte Gadgets für mehr Sicherheit beim Radfahren
Die Nachfrage nach Fahrrädern sowie E-Bikes boomt. Immer mehr Menschen nehmen für den Weg zur Arbeit oder Bildungseinrichtung ein Zweirad. Verglichen mit einem Auto sind Radfahrerinnen und Radfahrer besonders verwundbar im Straßenverkehr.
Neben einer generellen Umsicht und der Beachtung der Straßenverkehrsordnung (StVO) sollten Radfahrer sich nur mit einem Fahrrad oder E-Bike auf die Straßen wagen, das als verkehrssicher gilt - also die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) einhält.
Wir zeigen in diesem Ratgeber smarte Gadgets und Hilfsmittel für Zweiräder, um auf der Straße noch sicherer zu fahren. Dazu gehören unter anderem Fahrradhelme mit Blinker, Rücklichter mit Annäherungsradar und Dashcam sowie ein mobiler Airbag - und noch mehr.
Rücklichter mit Radar und Dashcam
Der tote Winkel hinter dem Radfahrer ist ein wunder Punkt. Mangels Rückspiegel bleibt der Bereich hinter dem Rad nicht einsehbar. Fährt ein Fahrzeug schnell heran, merkt das die Person auf dem Zweirad möglicherweise nicht rechtzeitig. Eine Abhilfe versprechen hier smarte Rücklichter von Garmin mit Annäherungsradar und Kamera.
Die Rücklichter Garmin Varia RCT715 und RCT716 gehen einen Schritt weiter. Zusätzlich zum Annäherungsradar befindet sich in der Rückleuchte eine Dashcam, die den Bereich hinter dem Fahrrad filmt.
Die Kopplung mit dem Smartphone erfolgt über Bluetooth mit der App Varia. Diese erzeugt zusätzlich ein lokales WLAN zwischen Handy und Rücklicht, um Software-Updates zu installieren oder Videos anzusehen und herunterzuladen.
Die App zeigt auf dem Display an, wenn sich Fahrzeuge von hinten nähern. In diesem Fall erfolgt eine Warnung. Eine genaue Position gibt die App aber nicht an. So kommt es unter Umständen zu einem „Fehlalarm“, wenn etwa ein anderes Fahrrad auf dem Gehweg seitlich vom Rad fährt.
Standardmäßig ist die Dashcam deaktiviert. Schaltet man diese an, filmt sie permanent Videoclips mit einer Länge von 2 Minuten. Die Länge ist anpassbar, ein Loop ist automatisch aktiviert. Dieser erstellt immer neue Clips, bis der Speicher voll ist. Danach überschreibt die Dashcam die letzte Aufnahme. Optional ist es möglich, dass die Kamera nur dann filmt, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Diese Option empfehlen wir aus Gründen des Datenschutzes.
Der Einsatz einer Dashcam ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Im Falle eines Unfalls sind die Aufnahmen unter bestimmten Voraussetzungen zulässig vor Gericht. Der Einsatz birgt aber ein gewisses Konfliktpotenzial in Bezug auf den Datenschutz. Die Aufnahmen dürfen etwa nicht ohne Anlass und auch nicht permanent erfolgen.
Eine weitere Möglichkeit zum Filmen des Geschehens vor dem Rad sind Action-Cams mit Halterungen fürs Fahrrad. Hier müssen die Nutzer dann selbst Sorge tragen, dass die Aufnahmen regelmäßig und zeitnah gelöscht werden.
Sichere Fahrrad-Beleuchtung
Ganz simpel, aber essenziell: Die richtige Beleuchtung beim Fahrrad sorgt für eine gute Sichtbarkeit.
Smarte Fahrradhelme mit Rücklicht, Blinker und Notruf
Zwar besteht in Deutschland keine Helmpflicht beim Fahrradfahren, aber zur eigenen Sicherheit können wir einen Schutz für den Kopf nur empfehlen.
Eine erhöhte Sichtbarkeit bei Dunkelheit und damit mehr Sicherheit bieten Fahrradhelme mit Beleuchtung. Im smarten Helm Sena R1 Evo findet sich ein akkubetriebenes Rücklicht. Zudem ist es möglich, den Helm mit dem Smartphone zu koppeln, um ihn dann als Freisprecheinrichtung zu nutzen. Der Lumos Street verfügt ebenfalls über Beleuchtung.
Der Livall Evo 21 verfügt neben einem Rücklicht über einen Blinker. Während ein Blinker ja bei einem Zweirad nicht erlaubt ist, trifft das nicht auf den Helm zu, da dieser am Körper getragen wird.
Eine Notruffunktion ist beim Livall Evo 21 ebenfalls vorhanden. Hierzu koppelt man den Helm mit dem Smartphone.
Airbag für das Fahrrad
Einen ungewöhnlichen Weg geht der Fahrrad-Airbag Hövding 3. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Art von Halskrause, in der ein Airbag integriert ist. Registriert diese einen Sturz, löst sie den Airbag aus.
Allerdings hat der schwedische Hersteller Ende 2023 Insolvenz beantragt. Der Grund dafür war ein Verkaufsverbot der schwedischen Verbraucherschutzbehörde gegen das Produkt.
Handyhalterung für das Fahrrad
Die Nutzung eines Handys während der Fahrt ist nicht erlaubt. Aber innerhalb einer Halterung als Navi ist das möglich. Damit bietet sich das Smartphone als Navigationshilfe an oder als Anzeige für die Rückfahrkamera mit Radar von Garmin.
4K Dashcam bei Aldi: Knackige Videos zum scharfen Preis
Mit der aktuellen Dashcam in 4K-Qualität von Aldi haben Sie alles im Blick, ob im Stadtverkehr oder auf der Pendelstrecke. Einfach montieren, per App steuern und sicherer unterwegs sein.
Im Aldi-Onlineshop ist die Fahrrad Dashcam 4K von Prophete derzeit für 89,99 Euro erhältlich. Die Kamera richtet sich an Radfahrer, die Wert zusätzliche Sicherheit legen, und überzeugt durch die Kombination aus Ultra-HD-Auflösung und langer Aufnahmezeit.
Ultra-HD-Dashcam für Pendler und Abenteurer
Die Fahrrad Dashcam bietet eine Videoaufnahme in echter 4K-Auflösung mit bis zu sechzig Bildern pro Sekunde. Sie zeichnet bis zu viereinhalb Stunden am Stück auf und verfügt über eine Front- sowie Rückfahrkamera. Fotos gelingen mit etwa zwanzig Megapixeln in HD-Qualität. Die Steuerung erfolgt per SUB CAM Pro App (iOS/Android). Das Gehäuse misst etwa zehn mal fünf Zentimeter und ist robust verarbeitet.
Einschätzung: Sicherheit beim Radfahren. Wer häufig im Straßenverkehr unterwegs ist oder längere Touren unternimmt, profitiert von der lückenlosen Dokumentation durch diese Kamera. Besonders Pendler sowie sportlich Aktive erhalten so Beweismaterial bei Zwischenfällen oder Unfällen - das spart Zeit bei der Klärung von Streitfällen. Kurz gesagt: Smart, scharf und sicher - für nur 89,99 Euro.
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