Viele Fahrradbesitzer stehen irgendwann vor der Aufgabe, den Kettenschutz ihres Fahrrads zu wechseln. Dies kann notwendig sein, um das Hinterrad auszubauen, eine neue Schaltung zu montieren oder einfach um den Kettenschutz zu ersetzen.
Warum den Kettenschutz wechseln?
Es gibt verschiedene Gründe, warum man den Kettenschutz wechseln muss:
- Ausbau des Hinterrads: Ein häufiger Grund ist der Wunsch, das Hinterrad auszubauen, sei es zum Flicken eines Reifens oder für Reparaturen an der Nabe.
- Umrüstung der Schaltung: Beim Wechsel auf eine andere Schaltung, wie z.B. die Nexus Inter5E, kann es erforderlich sein, den Kettenschutz anzupassen oder auszutauschen.
- Beschädigung oder Verschleiß: Ein beschädigter oder verschlissener Kettenschutz kann seine Funktion nicht mehr erfüllen und muss ersetzt werden.
Demontage eines Kettenkastens am Beispiel Hesling Finura
Die Demontage eines Kettenkastens kann knifflig sein, da es verschiedene Modelle gibt und oft keine detaillierten Anleitungen verfügbar sind. Hier eine allgemeine Anleitung am Beispiel des Hesling Finura Kettenkastens:
- Das 1.Teil mit Schraube abbauen.
- Das Vorderteil ist unten mit zwei Nasen geklemmt; ca. 10 cm vor der Hinterachse und unter dem Trettlager.
- Der Kettenkasten besitzt allerdings vier Plastiknasen, welche gelöst werden müssen, eine weitere außen, seitlich in Höhe der Kurbel und eine kleine feine Nase im "inneren Ausschnitt" des Kettenkastens.
- Bei den beiden Flanken an der Unterseite des Kettenkastens handelt es sich um ein flexibles Kunststoffteil, welches die Kette abfedert, oder abstreift.
- Bei den Schlitzen auf der Rückseite des Kettenkastens sind keine "Nasen", nur Plastikteile welche eingeschoben werden - es muss / darf dort also nichts gehebelt werden!
- Ein weiterer Punkt ist, dass die obere Kante der Oberseite des Kastens in einem spitzen Winkel ein- und ausgehängt werden muss, ansonsten brechen diese "Einhängeplastikbalken" ab.
- An verschiedenen Stellen gibt es außerdem Stellen, an denen die Plastikteile ineinandergreifen, ohne "Plastiknasen".
- Alles in allem muss man wohl "einfach" sehr behutsam bei der Demontage vorgehen.
Es scheint mehrere Versionen von diesem Kettenkasten zu geben. An verschiedenen Stellen gibt es außerdem Stellen, an denen die Plastikteile ineinandergreifen, ohne "Plastiknasen". Alles in allem muss man wohl "einfach" sehr behutsam bei der Demontage vorgehen.
Alternativen zum Vollkettenschutz
Ein Vollkettenschutz bietet zwar umfassenden Schutz, erschwert aber oft die Demontage des Hinterrads. Eine Alternative ist der Kettenschutz mit nur einem Flügel.
Kettenschutz mit einem Flügel
Am bekanntesten ist wohl aber der Kettenschutz mit nur einem Flügel, der sowohl das Kettenblatt, als auch den oberen Bereich der Kette abdeckt und aufgrund seiner Bauweise den schnellen und einfachen Ausbau des hinteren Laufrads in keinster Weise beeinträchtigt.
- Vorteile: Ermöglicht einfachen Ausbau des Hinterrads, schützt Kettenblatt und Kette vor Schmutz.
- Material: Die meisten Modelle bestehen aus robustem, witterungsbeständigen Kunststoff.
- Montage: Die Montage ist in der Regel einfach, besonders wenn am Tretlager bereits eine Steckbrille vorhanden ist.
Sollte sich an Ihrem Tretlager schon die zur Befestigung notwendige Steckbrille befinden, so geht der Zusammenbau wirklich schnell und einfach. Zunächst führen Sie den Kettenkasten mit der vorhandenen Öffnung über das Pedal am Kurbelarm vorbei und schieben ihn auf die zwei Haltebögen der Steckbrille. Sowohl die oberen als auch die unteren Bohrungen beider Bauteile müssen passgenau übereinander liegen. Nehmen Sie jetzt die (mitgelieferten) Befestigungsschrauben zur Hand und drehen Sie diese jeweils von außen mithilfe eines einfachen Schraubenziehers leicht ein. Wiederholen Sie diesen Vorgang auf der anderen Seite der Steckbrillenhalterung. Anschließend wird auch der hintere Teil des Kettenkastens per Schraubverbindung mit dem Fahrradrahmen verbunden, damit auch bei Geländefahrten später nichts klappert. Bei einigen Kettenkasten-Modellen lässt sich auch noch der Abstand zum Zahnrad individuell einstellen, so dass kein Reibungskontakt zwischen Aufsatz, Kettenrad bzw. Kurbelarm entsteht. Sollte sich in Ihrem Teilepaket zusätzlich noch eine kleine Schraubabdeckung befinden, so kann diese entsprechend der Gebrauchsanleitung in die obere Öffnung eingelegt werden.
Wann ist es Zeit die Fahrradkette zu wechseln?
Auch eine gut geölte Fahrradkette verschleißt im Laufe ihres Lebens. Spätestens wenn sie herausspringt ist es Zeit, die Fahrradkette zu wechseln. Schmutz und Rost haben der Fahrradkette zugesetzt oder sie ist gerissen - was nun? In den meisten Fällen solltest du die alte Kette durch eine neue ersetzen. Unerfahrene können in Selbsthilfewerkstätten oder Repaircafés Hilfe und Unterstützung finden.
Anleitung zum Wechseln der Fahrradkette
Um die Fahrradkette zu wechseln, musst du die Kette öffnen. Falls vorhanden, baue den Kettenschutz ab. Am leichtesten lässt sich die Kette ausbauen, wenn ein sogenanntes Kettenschloss vorhanden ist. Dabei handelt es sich um ein spezielles Kettenglied, das du ganz einfach mithilfe einer Kettenzange (auch online erhältlich, zum Beispiel. Falls deine Kette kein Kettenschloss hat, benötigst du einen Kettennieter. Diesen bekommst du in jedem Fahrradgeschäft oder zum Beispiel bei **Amazon. Diesen setzt du an einem beliebigen Kettenglied an und schiebst dessen Bolzen heraus.
Wenn du eine neue Kette kaufst, achte darauf, dass sie zur Anzahl der Gänge deines Fahrrads passt. Schalte zunächst bei deinem Fahrrad sowohl hinten als auch vorne auf das größte Ritzel, also den kleinsten Gang. Wenn du mehrere Kettenglieder übereinander legen kannst, ist die Kette zu lang und du solltest die überzähligen Kettenglieder entfernen. Bevor du dann die Kette schließt, musst du sie noch durch das Schaltwerk führen. Drücke den beiliegenden Bolzen durch die beiden Glieder, um die Kette zu schließen.
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