Fahrrad-Knotenpunkte-Karte Deutschland: Ihr Wegweiser für entspannte Radtouren

Deutschland bietet mit seinen vielfältigen Landschaften und gut ausgebauten Radwegen ideale Voraussetzungen für unvergessliche Fahrradtouren. Um die Orientierung zu erleichtern und die Planung individueller Routen zu ermöglichen, hat sich das Knotenpunktsystem in vielen Regionen etabliert. Dieses System, das ursprünglich aus den Niederlanden und Belgien stammt, ermöglicht es Radfahrern, ihre Touren flexibel und einfach zu gestalten.

Was sind Knotenpunkte?

Das Radnetz wird in eine Wabenstruktur eingeteilt. An den Eckpunkten jeder Wabe sind so „Knotenpunkte“ entstanden, die die Waben miteinander verbinden. Kreuzen sich Strecken dieses Wabensystems, so befindet sich dort ein Knotenpunkt.

Die Knotenpunkte sind mit zwei Zahlen durchnummeriert und geben eine gute Orientierung - so kommt man auch ohne Kartenmaterial nicht vom rechten Weg ab. An jedem Knotenpunkt befindet sich eine Informationstafel mit großer Übersichtskarte, auf der die Strecken zum nächstgelegenen Knotenpunkt und die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung angezeigt werden.

Die Zahl des Knotenpunktes ist gut sichtbar mit weißer Schrift auf rotem Grund über der bekannten Beschilderung angebracht, an der auch die Nah- und Fernziele mit Kilometerangabe ausgewiesen sind. Unter den Zielwegweisern zeigen Einschübe die Richtung und Nummern der nächstgelegenen Knotenpunkte an. Die Knotenpunktzahlen sind maximal zweistellig. Aufgrund der Fläche, die das Netz abdeckt, existieren die Zahlen von 1-99 mehrfach.

Wie funktioniert das Knotenpunktsystem?

Durch die Kombination von Nummern entsteht eine individuelle Strecke. Jede Nummer entspricht einem bestimmten Standort, an dem Radfahrer ihre Route ändern oder prüfen können, ob sie noch in die gewählte Richtung fahren. Die klare Beschilderung erleichtert die Navigation und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für individuelle Touren.

Radeln nach Zahlen - einfach die Nummer merken und der Beschilderung folgen. Die Routen lassen sich so einfach miteinander verbinden und beliebig verlängern oder kürzen - ganz nach Puste, Zeit und Lust.

Die Knotenpunkte erlauben dem Radfahrer eine einfache Anpassung der gewünschten Strecke, zum Beispiel auch zum Startpunkt einer ausgeschilderten Thementour.

Planung Ihrer Knotenpunktradtour

Planen Sie Ihre Knotenpunktradtour bereits bequem mit der interaktiven Karte von zuhause aus. Viele Orte halten aber auch Karten mit dem Knotenpunktsystem vor Ort für Sie bereit. Freuen Sie sich auf entspanntes Fahren!

Geben Sie oben links im Suchfeld unter "Gehe zu"* den Ort ein, von wo aus Sie Ihre Radtour starten möchten. Sie können den Kartenausschnitt danach mit den Zoomtasten -/+ verkleinern oder vergrößern. Dann klicken Sie von dort aus die Knotenpunkte der Reihe nach an und erstellen sich so Ihre individuelle Radtour. Die Kilometer werden unter der Karte automatisch zusammengezählt.

Die Knotenpunktnummern und den Verlauf der Route können Sie entweder ausdrucken, als GPS-Track herunterladen oder einfach auf einen Zettel schreiben. Unterwegs auf dem Rad führen Sie zudem Hinweisschilder zwischen den Knotenpunktschildern problemlos zum Ziel. Das geht auch ganz ohne Karte.

  • Notiert oder merkt Euch einfach die Knotenpunkt-Nummern, die Ihr anfahren wollt und folgt der entsprechenden Beschilderung.
  • Somit habt Ihr die Möglichkeit, Euch spontan für eine andere Wegstrecke zu entscheiden und die Route umzuplanen.

Regionale Besonderheiten

Auf dem gesamten Gebiet der Stadt Norden sind die Knotenpunktschilder noch nicht angebracht. Sie finden die Knotenpunkte trotzdem bereits unten in der Karte und auch in einigen Radtourenkarten, da die Knotenpunkte auch dort in Planung sind. In den umliegenden Gemeinden (Krummhörn, Brookmerland und Hage) können Sie bereits nach den Knotenpunkten fahren. Ab der Gemeindegrenze folgen Sie dann der allgemeinen zielorientierten Radwegweisung (grün-weiße Schilder mit Orts- und Kilometerangabe).

ADFC-Karten als Ergänzung

Die ADFC-Radtourenkarte ist mit über zwei Millionen Exemplaren die meistverkaufte Fahrradkarte der Welt. ADFC-Scouts haben die Strecken geprüft und wissen, was Radfahrende unterwegs brauchen.

Jedes Kartenblatt umfasst ein Gebiet von gut 130 mal 160 Kilometern. Die gesamte Kartenfläche ist für die Nutzung von GPS aufbereitet. Das Grundgerüst bilden die beschilderten, überregionalen Radfernwege. Regionale Radwege und zum Radfahren geeignete verkehrsarme Strecken ergänzen das Netz.

Die Karten zeigen, wie die Wege beschaffen sind, die Höhe der Verkehrsbelastung und mit welchem Gelände zu rechnen ist. Zudem sind straßenbegleitende Radwege an überörtlichen Straßen eingezeichnet, und Straßennamen erleichtern die Orientierung auf dem Fahrrad.

Alle ADFC-Karten gibt es auch als App für iPhone, iPad und Android-Smartphones und Tablets in den jeweiligen Stores. Mit der App können gpx-Tracks aufgezeichnet und existierende Tracks geladen werden.

Tourenplaner für individuelle Routen

Noch einfacher macht es dir der Tourenplaner Münsterland: Plane hier deine persönliche Route ganz nach deinen Wünschen bezüglich Fahrzeit, Entfernung und/oder Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke.

Wollt Ihr bequem von Zuhause aus oder von unterwegs Eure nächste Knotenpunktroute erstellen? Dann nutzt hierfür einfach unseren neuen Tourenplaner.

Flussradwege und alte Bahntrassen

Entlang von Flüssen können Radfahrer nicht nur die wunderschöne Landschaft genießen, sondern auch entspannt vorwärts kommen. Empfehlenswert ist es von der Quelle bis zur Mündung zu fahren und so dem Flusslauf - ohne große Steigungen befürchten zu müssen - zu folgen.

Entspanntes Radfahren ist nicht nur entlang der Flüsse möglich, auch ehemalige Bahntrassen garantieren steigungsarme Strecken und führen die Radfahrer vorbei an Denkmälern der Eisenbahngeschichte.

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