Lenkerhörnchen am Lenker, auch bekannt als Barends, waren einst ein praktisches Feature für Radfahrer und an vielen Mountainbikes und Trekkingrädern zu finden. Sie boten viele Griffpositionen und verbesserten so den Komfort und die Ergonomie, insbesondere bei langen Fahrten. Doch warum sieht man sie kaum noch?
Was sind Lenkerhörnchen?
Lenkerhörnchen, auch als Barends bekannt, sind aufsetzbare Lenkererweiterungen, die an den äußeren Enden des Fahrradlenkers montiert wurden. Die leichten Aufsätze ermöglichen es, während der Fahrt die Griffposition flexibel zu wechseln. Sie sind in verschiedenen Formen erhältlich - gerade oder leicht gebogen, mit Innen- oder Außenklemmung - erfüllten aber stets denselben Zweck.
Dadurch kann der Körperschwerpunkt je nach Vorliebe angepasst werden, was für eine Entlastung der Muskulatur und Handgelenke sorgt.
Ergonomie-Experte Dr. Kim Tofaute von Ergon
Der Sportwissenschaftler mit den Schwerpunkten Ergonomie, Gesundheit und Komfort ist einer der renommiertesten Bikefitter Europas und für die Ergonomie-Marke Ergon tätig. Als ehemaliger Bike-Profi kennt er die Bedürfnisse von Bike-Sportlern und ist unser Experte zum Thema "Lenkerhörnchen".
Ganz allgemein: Warum sind Barends gut?
Aus ergonomischer Sicht ist es für Radfahrer ein Vorteil möglichst viele Griffpositionen zu haben, da Gelenke und Muskeln unterschiedlich belastet werden und so Beschwerden vorgebeugt, beziehungsweise der Komfort deutlich gesteigert wird.
Wenn sie so gut sind, warum sieht man fast niemanden mehr damit rumfahren?
Barends waren früher auch bei MTBs weit verbreitet. Damals waren die Lenker deutlich schmaler und die Nutzung eher XC-/Touring-lastig. Hier macht es auch heute noch Sinn mit Barends zu fahren, vor allem aber bei E-Bikes und Trekking-/Tourenbikes.
Waren Barends nur eine Modeerscheinung?
Für den XC-Einsatz sind Barends nur noch eingeschränkt sinnvoll. Hier werden heutzutage teils sehr harte Downhills gefahren, sodass die Barends stören. Bei MTB-Marathons und Touren (mit MTB und Trekkingbike) sind Barends nach wie vor sehr sinnvoll so wie oben angesprochen.
Welche Arten von Barends gibt es überhaupt noch?
Es gibt heute zwar weniger Anbieter, aber einige Hersteller, zu denen auch wir von Ergon gehören, bieten sehr ausgefeilte Modelle an. Diese gibt es in allen Größen und Formen - siehe die GP-Griffserie mit den Modellen GP2 bis GP5.
An welche Zielgruppe richten sich die Barends?
Barends sind in erster Linie interessant für Trekking- und Tourenradler. Bei E-MTBs im Toureneinsatz sollte der Lenker nicht zu breit sein.
Fahrradgriffe im Test
Fahrradgriffe sind die mitunter wichtigsten Komponenten am Fahrrad, da sie das Fahrgefühl maßgeblich beeinflussen. Außerdem sorgen die richtigen Fahrradgriffe dafür, dass keine Schmerzen an den Händen oder den Handgelenken entstehen. Auf der Suche nach neuen Fahrradgriffen werden Ihnen die Begriffe Ergonomie, Grip und Handling begegnen. Auch das Material sowie die Form der Fahrradgriffe spielen eine wichtige Rolle.
Wir haben bislang 25 Fahrradgriffe auf unzähligen Touren getestet. Die Ergon GS1 Evo haben uns von allen Fahrradgriffen im Test am meisten überzeugt. Sowohl für Touren-Mountainbiker als auch für ausgedehnte Radreisen bietet der Ergon GS1 Evo erstaunlich viel Komfort und sicheren Halt.
Die Fahrradgriffe sind »Made in Germany«, medizinisch geprüft und beugen verlässlich Schmerzen und Taubheitsgefühlen vor. Die SQlab 702 sind noch ein Stück komfortabler als unser Testsieger. Wer also Wert auf angenehmes Greifen während langer Trekkingtouren oder Radreisen sucht, wird mit den SQlab 702 bestimmt glücklich werden. Die Ergon GT1 heben sich bereits rein optisch aus dem Testfeld hervor.
Trotz ihres ungewohnten Äußeren bieten sie erstaunlich guten Komfort, optimale Dämpfung und sind mitunter die bequemsten Fahrradgriffe in unserem Test. Die Oberfläche der Griffe ist selbst bei schweißnassen Händen noch griffig. Sie eignen sich daher hauptsächlich für ausgedehnte Touren oder Radreisen.
Ergonomische oder klassische Fahrradgriffe?
Die Frage, ob man lieber klassisch runde oder ergonomische Fahrradgriffe kaufen sollte, kann man mit einem klaren »es kommt darauf an« beantworten. Je nachdem, welche Fahrrad-Disziplin man betreibt oder bevorzugt, macht der eine oder andere Griff mal mehr, mal weniger Sinn. Tourenradler, egal ob mit E-Bike oder klassischem Tourenrad, die eher gemütlich, aber dafür viele Stunden im Sattel sitzen, legen hauptsächlich Wert auf maximalen Komfort. Deshalb greifen sie in aller Regel zu ergonomisch geformten Griffen mit ausgeprägter Auflagefläche.
Manche Hersteller bieten ergonomisch geformte Fahrradgriffe in verschiedenen Größen an. Hier sollte darauf geachtet werden, dass man zu seiner Handgröße die richtigen Griffe wählt, um maximalen Komfort zu gewährleisten. Sportliche Radler wie Mountainbiker oder Bikepacker bevorzugen meist einen runden oder leicht ergonomischen Griff, um bei bestmöglichem Komfort auch die maximale Kontrolle über das Bike zu haben.
Auch bei nur kurzen oder gelegentlichen Radtouren muss es nicht unbedingt ein ergonomischer Lock-On-Griff sein, auch weil diese oft teurer sind als einfache Gummigriffe, die nur auf den Lenker geschoben werden.
Lock-On-Griffe
Als Lock-On-Griffen bezeichnet man übrigens jene Griffe, die nicht nur auf den Lenker geschoben, sondern auch mit bis zu zwei Klemmschellen am Lenker befestigt werden. Gerade bei ergonomischen Griffen ist das sinnvoll, da durch die Handauflageflächen ein Drehmoment erzeugt wird und nur aufgeschobene Griffe unter Umständen verdrehen können. Zudem bedeutet dies ein Plus an Sicherheit, wenn die Fahrradgriffe gegen ein Verdrehen gesichert sind.
Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Griffe nach den Herstellerangaben montiert werden.
Es sei an dieser Stelle jedoch gesagt, dass ergonomische Fahrradgriffe nur entlastend wirken. Sollte die Hand schon nach wenigen Kilometern taub werden oder zu kribbeln beginnen, kann das nicht nur an den Griffen liegen, sondern auch an einer falschen Sitzposition oder gar an einer komplett falschen Rahmengröße.
Montage der Fahrradgriffe
Bei der Montage der Fahrradgriffe kann so manches schiefgehen. Deshalb sollte man eine gewisse Sorgfalt walten lassen, damit die Griffe nicht ständig am Lenker verrutschen oder den Lenker gar beschädigen. Ergonomische Fahrradgriffe erfordern zudem etwas Geduld beim Einstellen der richtigen Neigung.
Bevor die neuen Fahrradgriffe montiert werden, muss der Lenker sauber und fettfrei sein. Einfache Fahrradgriffe aus Gummi lassen sich mit einem Spritzer Isopropanol gut über den Lenker ziehen. Von dem Tipp, Seifenwasser zu verwenden, raten wir ab. Ein dünner Seifenfilm bleibt bei dieser Methode zwischen Lenker und Fahrradgriff zurück, und spätestens bei Regen kann Wasser dank des Kapillareffekts zwischen Lenker und Griff eindringen, wodurch sich letztlich die Griffe verdrehen können.
Bei reinen Fahrradgriffen aus Moosgummi kann es zudem vorkommen, dass diese mit einem meist beiliegenden, doppelseitigen Klebeband am Lenker fixiert werden müssen, um ein Rutschen zu verhindern.
Bei Carbonlenkern sollte vorher geprüft werden, ob die Lock-On-Griffe dafür geeignet sind. Zwischen Aluminiumschelle und Lenker muss ein Plastikschutz vorhanden sein. Das ist in der Regel bei allen namhaften Herstellern der Fall. Bei günstigen No-Name-Griffen sollte das Material hier genau begutachtet werden. Teilweise kann es vorkommen, dass gerade bei günstigen Griffen kein ausreichender Schutz vorhanden ist und die Schellen der Fahrradgriffe scharfe Kanten aufweisen. Einmal am Lenker angezogen, kann der Lenker beziehungsweise die Carbonfaser Schaden nehmen, was im schlimmsten Fall zu einem Lenkerbruch während der Fahrt führen kann.
Testsieger: Ergon GS1 Evo
Die Ergon GS1 Evo haben uns im Test am meisten überzeugt und sind somit unser Testsieger geworden - wenn auch nur knapp. Die Fahrradgriffe bieten herausragenden Komfort sowie Grip und das für nahezu jede Raddisziplin. Im Lieferumfang sind neben den beiden Griffen die beiden Lenkerendkappen sowie eine Anleitung enthalten. Die Montage ist sehr einfach. Die Lock-On-Fahrradgriffe werden über den zunächst gesäuberten Lenker geschoben. Anschließend wird die Schraube mit 3 Newtonmeter angezogen und die Endkappe in den Lenker gesteckt. Angenehm ist hier, dass die Schraube von oben zu erreichen ist.
Die GS1 Evo verfügen über breite Handballenauflagen im Bereich des kleinen Fingers, der Daumenballen wird aber auch noch gut zur Hälfte gestützt. Somit wird die Gewichtskraft über eine breite Auflagefläche verteilt, was den Arm stützen und Schmerzen und Taubheitsgefühle verhindern soll. Damit die GS1 Evo diese Versprechen auch erfüllen können, sollten sie passend zur Handgröße gewählt werden.
Während der Testrunden haben uns die GS1 Evo in keiner Weise enttäuscht. Ist die richtige Neigung eingestellt, machen die Fahrradgriffe genau das, was sie sollen, nämlich die Kraft gleichmäßig auf die Auflageflächen verteilen. So hatten wir auch nach mehreren Stunden im Sattel keinerlei Beschwerden im Arm oder in den Händen. Dazu trägt ebenfalls der weiche, medizinische »Long-Life-Gummi-Compound« bei. Dieser Gummi ist an den Griffrändern etwas weicher, wodurch Druckpunkte vermieden werden, wie im Bereich zwischen den beiden Handballen.
Außerdem gefällt uns, dass dieser Gummi schadstoffgeprüft sowie antiallergisch ist und die Fahrradgriffe »Made in Germany« sind. Die Auflagefläche ist weder zu weich noch zu hart. Dadurch werden Stöße ausreichend absorbiert, ohne dabei ein schwammiges Gefühl unter der Hand zu haben. Wird es einmal anstrengend und die Hände feucht, kann man sich auf die Griffe - oder besser gesagt die Griffigkeit - verlassen.
Letztlich bieten die Ergon GS1 Evo genau das, was man von ergonomischen Griffen erwartet. Sie beugen verlässlich Schmerzen und Taubheitsgefühle vor, vermitteln aber gleichzeitig ein sicheres Fahrgefühl und Kontrolle über das Bike.
Weitere getestete Fahrradgriffe
Bisher gibt es keine weiteren seriösen Testberichte zu unserem Favoriten. Auch die Stiftung Warentest hat bislang keine Fahrradgriffe getestet.
SQlab 702
Die SQlab 702 sind eine der komfortabelsten Fahrradgriffe im Test und für Trekking- oder Citytouren, Radreisen oder E-Bike-Touren geeignet, weniger jedoch für sportliche Fahrer. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, und auch ein unangenehmer Gummigeruch fällt hier nicht auf. Die Fahrradgriffe sind an den Seiten geschlossen und benötigen keine Endkappe. Auch hier ist die Montage recht einfach.
Die SQlab 702 verfügt über eine sehr ausgeprägte Auflagefläche über den gesamten Ballenbereich des kleinen Fingers, der Daumenballen wird weniger gestützt. Die Auflagefläche ist anatomisch ideal auf die Form der Hände abgestimmt, vorausgesetzt man hat die richtige Größe gewählt. Zur Auswahl stehen die Größen S bis L, wobei wir die Griffe in der Größe L getestet haben. Die gesamte Auflagefläche ist weicher als der restliche Griff, wodurch Erschütterungen gedämpft werden und der Druck besser aufgenommen wird. Das alles sorgt für enormen Komfort.
So hatten wir auch auf langen Touren keinerlei Probleme mit Schmerzen oder tauben Händen. Hier merkt man, dass SQlab alles unternommen hat, um die Nerven in Arm und Hand zu entlasten. Mit Handschuhen ist der Grip auf den Griffen sehr gut. Bei schwitzigen Händen sind die Fahrradgriffe jedoch leicht rutschig und man hat das Gefühl, dass die Hand über die Seiten hinweg rutscht.
Die stark ergonomische Form bringt jedoch auch kleine Nachteile mit sich. So ist der Griff speziell für lange Trekkingtouren geeignet und weniger für Mountainbike-Touren. Hier ist unser Testsieger etwas flexibler im Einsatzbereich. Auch das Gewicht ist mit 255 Gramm in Größe L sehr hoch. Letzteres ist vor allem für die Gramm-Jäger unter den Bikern störend.
Am Ende bekommt man mit den SQlab 702 herausragende und komfortable Fahrradgriffe für Trekking-Touren oder für mehrtägige Radreisen. Wer also viel Wert auf Komfort legt, wird mit dem SQlab 702 definitiv glücklich werden. Nur die erwähnten Kleinigkeiten wie die etwas rutschige Oberfläche in Verbindung mit feuchten Händen oder das hohe Gewicht kosten ihnen am Ende knapp den Testsieg.
Ergon GT1
Die Ergon GT1 sind seit 2024 neu auf dem Markt. Sie wirken im ersten Moment etwas untypisch und fühlen sich auch so an. Nach kurzer Eingewöhnung sind sie dann aber erstaunlich komfortabel und vor allem für lange Touren oder für Radreisen geeignet. Neben den beiden Lock-On-Griffen sind im Lieferumfang auch noch die entsprechenden Lenkerendkappen enthalten.
Ergon hat die beiden Griffe als links und rechts markiert, um eine Fehlmontage auszuschließen, allerdings ist die Montage sehr einfach und selbsterklärend. Die GT1 werden bis zum Anschlag auf den gesäuberten Lenker gesteckt und die gewünschte Neigung der Auflagefläche wird eingestellt. Anschließend wird die Schraube der außen liegenden Schellen mit einem Drehmoment von vier Newtonmetern angezogen. Auf der Tour sollte final der Auflagewinkel eingestellt werden.
Die GT1 besitzen gleich auf den ersten Blick zwei Besonderheiten: Zum einen ist die Auflagefläche für die Handballen sehr groß, zum anderen besitzen die Griffe in Daumenhöhe eine ca. Typischerweise besitzen ergonomische Griffe eine verbreiterte Auflagefläche für den Handballen unterhalb des kleinen Fingers und des Ringfingers. Das ermöglicht eine maximale Entlastung des Handgelenkes, bietet zugleich aber auch noch maximale Kontrolle über das Bike in anspruchsvollem Gelände, da Mittel- und Zeigefinger die Griffe nahezu ganz umschließen können.
Die Ergon GT1 besitzt zusätzlich eine breitere Auflagefläche, sodass die Handballen unterhalb der Daumen vollständig aufliegen. Tatsächlich war es so, dass bei unseren ausgedehnten Testrunden keinerlei Anzeichen von Druckstellen oder Ermüdungserscheinungen im Handgelenk auftraten.
Der Nachteil des Designs ist allerdings, dass maximal noch die Zeigefinger die Griffe umschließen und diese in anspruchsvollen Passagen im Vergleich zu klassisch-ergonomischen Griffen nicht die notwendige Kontrolle bieten. Das zweite Merkmal dieser Fahrradgriffe, die Erhöhung im Daumenbereich, wirkt zunächst ein wenig störend und erfordert etwas Eingewöhnungszeit, da sie die Daumen von den restlichen Fingern der Hände trennt.
Mit etwas Zeit stellt man jedoch fest, dass so auch die Daumen eine maximal große Auflagefläche besitzen. Zudem können die Daumen um diese Erhöhung greifen. Gerade bei steileren Anstiegen war das sehr angenehm. Dennoch wären wir an dieser Stelle etwas glücklicher, wenn die Erhöhung näher an den restlichen Fingern läge, die Entfernung des Daumens von den restlichen Fingern ist so schon ziemlich groß.
Generell sind mit den Ergon GT1 glücklicherweise diverse Griffpositionen möglich. Letztlich haben uns die Ergon GT1 sehr gut gefallen. Von den hier getesteten Griffen bieten sie den besten Komfort, vor allem während langer Touren oder Reisen.
Ritchey WCS Ergo
Neben den Griffen selbst sind die dazugehörigen Endkappen im Lieferumfang enthalten. Die Verarbeitung ist auf den ersten Blick hervorragend. Die Montage ist sehr einfach und unkompliziert: einfach die Griffe so auf den Lenker stecken, dass der Ritchey-Schriftzug zu lesen ist, und die Schellen mit einem Innensechskantschlüssel festziehen.
Die WCS Ergo verfügen über eine Verdickung des Neoprens im Bereich des Daumenballens, wodurch das Gewicht über eine etwas größere Fläche verteilt wird, was Ermüdung und Schmerzen in der Hand vorbeugen soll. Kurzzeitig funktioniert das sehr gut, greift man die Fahrradgriffe jedoch nur ein kleines Stück weiter innen, drücken die Verdickungen auf die Handinnenflächen, was schnell sehr unangenehm werden kann.
Zudem sind die Griffe relativ hart, beziehungsweise der Neoprenbezug ist recht dünn. Wirklich gestört hat uns jedoch, dass sich der Neoprenbezug auf dem Griffkörper selbst sehr leicht verdrehen lässt, was gerade bei technisch anspruchsvollen Touren unangenehm ist.
Neopren als Material hat zwar den Vorteil, dass es den Schweiß von den Händen gut aufnimmt und man bei anstrengenden Touren auch ohne Handschuhe stets trockene Hände hat. Ein Nachteil des Materials ist aber, dass es Schmutz ansammelt und sich verfärbt. Bereits nach der ersten Runde hatte der blaue Testgriff unschöne Braunverfärbungen.
Insgesamt ist der Ritchey WCS Ergo ein Griff für sportliche Touren und weniger für lange Radreisen. Wer aber einen leichten Neopren- oder Schaumstoff-Griff mit Klemmung sucht, wird mit diesem Griff vielleicht fündig.
Revolute Grip-C
Die Revolute Grip-C sind ergonomische Fahrradgriffe hergestellt in Deutschland. Aufgrund der nicht ganz so stark ausgeprägten Auflagefläche sind die Griffe für viele Raddisziplinen geeignet. Der Lieferumfang beinhaltet neben den beiden Lock-On-Griffen noch eine kurze Montageanleitung sowie einen Innensechskantschlüssel. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, und der verwendete Gummi geruchsneutral.
Die Montage ist wie bei den anderen ergonomischen Griffen sehr einfach. Den Griff auf den gesäuberten Lenker schieben, die gewünschte Neigung einstellen und mit dem nötigen Drehmoment von drei Newtonmeter anziehen. Die Auflagefläche ist weniger stark ausgeprägt als bei unserem Testsieger und auch deutlich härter.
So werden die Fahrradgriffe auf längeren Touren schon mal etwas unangenehm, Schmerzen oder taube Finger verspürten wir jedoch nicht. Die harten Auflageflächen dämpfen kaum und die eckige Form der Griffe drückte bei uns genau auf die Punkte zwischen den beiden Handballen. Hier würden wir empfehlen, die Grip-C nur mit gepolsterten Handschuhen zu verwenden.
Zudem wäre es sinnvoll, wenn der Hersteller den Griff in unterschiedlichen Größen anbieten würde. Ansonsten ist der Grip recht gut, auch bei ...
Ergon GP3 L Handgriffe
Es gibt Anbauteile am Fahrrad, die sind existenziell für angenehmes Fahrradfahren und ein komfortables vorwärtskommen. Die Handgriffe gehören genau zu diesen Anbauteilen, mit denen das Fahrvergnügen maßgeblich beeinflusst werden kann. Die Ergon GP3 L Handgriffe schauen wir uns heute etwas genauer an.
Nachdem wir uns den Ergon GP1 bereits näher auseinandergesetzt haben, stellen wir in diesem Testbericht die ergonomischen Handgriffe mit Barends (Hörnchen) vor. Auf unserer Tour durch Deutschland haben wir einiges an Zubehör am Fahrrad montiert, auch diese Handgriffe.
Warum sind eigentlich die Lenkerhörnchen an den GP3 Handgriffen?
Wer lange Fahrradtouren macht, der wird merken, dass die Hände auch mal eine Pause brauchen. Damit man nicht freihändig fahren muss, dienen die Hörnchen z.B. zum Umgreifen. Die Hand kann die Position ändern und sich erholen und entspannen. In den Bergen kann man die Griffe zum Heranziehen nutzen um das Gewicht besser nach vorne zu verlagern.
Wir hatten die Ergonomischen Fahrradgriffe GP3 erstmal bei unserer Fahrradtour durch Deutschland im Einsatz. Gerade bei den Steigungen haben wir sie lieben gelernt.
Lieferumfang und Montage der Ergon GP3 L Handgriffe
Geliefert werden die Handgriffe paarweise und mit allen Anbauteilen wie Schrauben, Kappen und Hörnchen. Wie auch bei den GP1 Handgriffen befindet sich ein Handgriff außerhalb des Kartons und kann bereits vor dem Kauf ertastet werden. Der zweite Handgriff ist im Karton, neben einer Anleitung befinden sich dort auch die anderen Teile wie die Schrauben und eine Kappe für das Ende.
Nachdem man die alten Hangriffe gelöst hat und die Lenkerstange frei liegt, kann man die GP3 Handgriffe auf den Lenker schieben. Zuerst fixieren wir die Handgriffe nicht. Wir setzen und auf den Sattel und umgreifen den ersten Handgriff. Wir nehmen eine normale Fahr- und Sitzposition ein und versuchen den einzelnen Handgriff so auszurichten, dass unser Unterarm eine Linie mit dem Handgelenk bildet.
Wer beim Radfahren immer Fahrradhandschuhe trägt, sollte diese beim Ausrichten ebenfalls tragen. Nachdem wir die Position gefunden haben, können wir nun die Hörnchen aufstecken und ausrichten. Die Barends werden dabei auf das äußere Ende der Griffe gesteckt. Diese haben auch die Schraube zur Fixierung und klemmen die Griffe am Lenker fest. Anders als bei den GP1 sind die Schrauben nicht sichtbar bzw. unten angebracht.
Wir haben diese ein wenig nach vorne gekippt. Auf der unteren, äußeren Seite befindet sich die Innensechskantschraube zum vorsichtigen Fixieren. Mittels Striche kann man genau ablesen in welchem Winkel man die Barends fixiert. Auf der anderen Lenkerseite kann man nun den zweiten Griff nach demselben Prinzip ausrichten und fixieren. Über die Striche bekommt man denselben Winkel eingestellt.
Feintuning und Nachjustieren der Griffe
Ob die Griffe wirklich gut sitzen und die Hände nicht einschlafen, merkt man erst während man eine gewissen Strecke und Zeit auf dem Fahrrad zurücklegt. Es empfiehlt sich das passende Werkzeug zum Lösen der Schraube mitzunehmen. Merkt man, dass die Arme, Hände oder Finger einschlafen, muss man den Lenkergriff ein wenig verstellen.
Wir haben dies nach den ersten 25 km korrigiert, bei uns ist der Handballen eingeschlafen. Unser Handgelenk war minimal eingeknickt, nach der Korrektur war eine gerade Linie vom Unterarm und Handgelenkt erreicht. Das taube Gefühl wurde weniger. Weitere 15 km mussten wir nochmals ein wenig nachstellen.
Mit zwei Pausen für die Korrektur haben wir es hinbekommen. Unser Hinweis: Stellen Sie die Griffe während einer Pause einer längeren Fahrt ein, bevor Sie die Produkte für untauglich bewerten. Bei den Lenkergriffen können Veränderungen im Millimeterbereich bereits Auswirkungen haben.
Lenkerhörnchen Vergleich 2025
Hier ist ein Überblick über einige der besten Lenkerhörnchen im Vergleich:
| Position | Modell | Preis (ca.) | Inkl. Montagematerial | Inkl. Lenkerstopfen | Lieferzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Platz 1 | Ergon Gp5 | 79 € | Nein | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 2 | Gindoly Fahrradgriffe | 14 € | Ja | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 3 | ergotec Bar-Ends Touring-L | 35 € | Nein | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 4 | Zoom 408043 | 23 € | Nein | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 5 | Xlc 2501570000 | 16 € | Nein | Ja | Sofort lieferbar |
Die obenstehende Tabelle bietet einen Vergleich verschiedener Lenkerhörnchen, einschließlich Preis, Verfügbarkeit von Montagematerial und Lenkerstopfen sowie Lieferzeit. Diese Informationen können bei der Auswahl des passenden Produkts hilfreich sein.
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