Fahrrad Licht Test Vergleich: Sicher durch die Dunkelheit

Immer mehr Deutsche lassen in den letzten Jahren ihr Auto im Keller und setzen lieber auf das umweltfreundlichere Fahrrad. Dieses hat schließlich viele Vorteile: Sie tun nämlich nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihnen etwas Gutes. Es ist hinreichend untersucht, dass regelmäßiges Radfahren - und seien es nur 3km bis zum Büro - Atmung und allgemeine Gesundheit verbessern. Und obendrein sparen Sie sich auch das lästige Warten im Berufsverkehr. Während Ihre Kollegen schwitzend im Stau stehen und Meter für Meter vorwärts rollen, flitzen Sie auf Ihrem Trekkingrad, Rennrad oder Mountainbike bequem vorbei. Das schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern spart Ihnen in den meisten Fällen sogar noch wertvolle Zeit.

Das wichtigste beim Radfahren in Ortschaften und gerade auch auf Landstraßen ist es, zu sehen und vor allem gesehen zu werden! Der Wahl der richtigen Fahrradbeleuchtung sollten Sie also mehr als nur eine kurze Sekunde widmen. Denn die meisten Unfälle entstehen überhaupt erst, weil der Autofahrer den Radfahrer übersieht. Jeder vierte Unfalltote innerhalb geschlossener Ortschaften ist demnach bereits ein Radfahrer. Das passiert Ihnen nicht, wenn Sie die passende Ausstattung an Ihrem Bike haben. Auch die StVZO schreibt Ihnen vor, welches Licht Sie an Ihrem Rad zu tragen haben und welches nicht. Unser Fahrradbeleuchtung Test klärt Sie auch diesbezüglich auf. Bringen Sie sich also abends nicht in unnötige Gefahr, sondern kaufen Sie lieber ein richtiges, funktionierendes Licht für Ihr Bike.

Warum eine richtige Beleuchtung wichtig ist

Warum Sie unbedingt auf eine richtige Beleuchtung setzen sollten, sollte bereits nach dem ersten Absatz klar sein. Doch noch einmal: Es geht nicht darum, Ihnen die 15€ Bußgeld zu ersparen, sondern primär um Ihre Sicherheit! Seit der Aufhebung der Dynamopflicht im Jahr 2013 haben Sie als Kunde wieder zahlreiche Möglichkeiten bei der Wahl Ihrer Beleuchtung. Im Zuge dessen haben wir von Profirad in unserem Fahrradbeleuchtung Test aufgezeigt, was eine gute Radbeleuchtung haben muss. Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie ein hochmodernes Mountainbike oder ein klassisches Citybike besitzen. Wichtig ist nur, dass sowohl vorne als auch hinten an Ihrem Bike ein Licht angebracht sein muss. Dabei ist das Fahrrad-Vorderlicht bei fast allen Bikes weiß, während das Rücklicht rot glänzen muss. Nur bei Rennrädern gibt es in manchen Punkten etwas abweichende Regelungen. Ob Sie sich im Endeffekt für eine LED-Fahrradbeleuchtung oder eine Akku-betriebene Lampe entscheiden, ist quasi egal. Was Sie also tun müssen, um das richtige Fahrradbeleuchtung Set für Ihre Bedürfnisse zu finden, verraten wir Ihnen in den folgenden Punkten.

Verschiedene Fahrradbeleuchtungs-Typen

Kommen wir im ersten Punkt zu den verschiedenen Fahrradbeleuchtungs-Typen. Wie bereits oben einmal erwähnt, gibt es seit der Gesetzesänderung im Jahr 2013 nicht mehr ausschließlich Dynamo-Lampen. Stattdessen haben sich auf dem Markt viele unterschiedliche Optionen etabliert, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Die meisten Fahrradlichter heutzutage bedienen sich der LED-Technik. LED steht auf deutsch für Leuchtdiode, wobei das Licht, im Vergleich zu klassischen Glühbirnen, nicht einfach aus geht, sondern mit der Zeit schwächer wird. Oftmals wird bei diesen Lampen mittlerweile eine Tagfahrlicht-Funktion eingebaut.

Dynamo-Lampen

Bei einem Dynamo wird der Strom, wie Sie vermutlich wissen, durch das Treten selbst erzeugt. So sparen Sie sich also jedwede Art von Batterie oder Akku. Gerade wenn Sie sich einen Nabendynamo zulegen, sollten Sie angesichts der hohen Spannung von 40 Volt darauf achten, eine dazu passende Lampe auszusuchen. Info: Bei manchen Dynamos gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit eines Standlichts, das dafür sorgt, dass beim Halten nicht das Licht ausgeht.Der Nabendynamo sitzt dagegen, wie der Name vermuten lässt, an der Nabe und erzeugt keine mechanische Reibung.

Batterie- und Akku-Lampen

Wer aus sportlicher Sicht nicht auf einen Dynamo zurück greifen will, hat seit 2013 die Möglichkeit, Lampen mit Batterien oder eine Akku Fahrradbeleuchtung zu verwenden. Der Vorteil liegt auf der Hand: So kann im sportlichen Bereich wichtiges Gewicht eingespart werden! Die meisten, manch einer mag sagen „klassischen“, Lampen besitzen „A-Batterien“, die Sie nach einer gewissen Zeit austauschen müssen. Steht auf der Angabe der Lampe „Akku-betrieben“, handelt es sich meist um wiederaufladbare Batterien. Diese werden häufig in Verbindung mit einem passenden Aufladegerät in einem Fahrradbeleuchtung Set verkauft. Wichtig ist für Sie: Laden Sie die Akkus vor der Fahrt immer auf!

Kaufkriterien für Fahrradlampen

Jetzt wissen Sie alles darüber, wieso Sie unbedingt ein gutes Radlicht benötigen und zwischen welchen Typen Sie dabei wählen können. Aber was macht den Testsieger in unserem Fahrradbeleuchtung Test noch aus? Und was braucht eine gute Fahrradlampe definitiv? Folgende Kaufkriterien geben Ihnen einen Hinweis darauf, worauf Sie achten müssen, wenn Sie eine Fahrradlampe kaufen wollen.

Bevor wir tiefer in die Materie gehen, eines vorweg: Manche Hersteller geben die Leuchtkraft ihrer Lampen in Lumen an, andere dagegen wieder in Lux. Tatsächlich ist allerdings nur Lux die Einheit der Beleuchtungsstärke, während Lumen die Einheit des Lichtstroms ist. Dabei git Lux grob gesagt an, wie viel Licht in der Mitte des Lichtkegels gemessen wird. Der Wert sagt dabei allerdings nichts über die Größe des ausgeleuchteten Bereichs aus. Man kann außerdem auch nicht behaupten: Mehr Lux ist gleich mehr Helligkeit! Vielmehr müssen Sie eben darauf achten, wie groß der ausgeleuchtete Bereich ist. Eine Lampe mit nur 40 Lux, aber einem Leuchtradius von mehreren Metern ist daher einem Licht mit 60 Lux, aber einem kleinem Radius immer vorzuziehen. Nur wenn der Radius ansatzweise gleich groß ist, sollten Sie auf die Lampe mit mehr Lichtstärke zurückgreifen.

Apropos Lux: Eine Fahrradlampe muss nach gesetzlichen Vorschriften mindestens 10 Lux besitzen. Das reicht allerdings nur in den wenigsten Fällen wirklich aus. Alle verschiedenen Antriebsarten haben Sie unseren Typen oben ja bereits entnehmen können. Der wohl sicherste Antrieb ist dabei ein Dynamo inklusive Standlicht-Funktion - also vorausgesetzt, Sie sind kein Profiradler, der an jeder Stelle auf das Gewicht seines Bikes achtet. Sollten Sie dennoch Akkus verwenden, beachten Sie bitte, dass Sie immer Ersatzbatterien mit sich führen sollten, damit Ihnen gerade auf längeren Touren nicht plötzlich das Licht ausgeht.

Hier greifen wir schon einmal ein bisschen in den nächsten Punkt, die StVZO, vor - zumindest, was die Befestigung betrifft. Denn die Fahrradbeleuchtung muss nach §67 der StVZO bei jeder Fahrt am Fahrrad montiert sein. Völlig unerheblich also, ob Sie im Juli um 13 Uhr bei strahlendem Sonnenschein fahren - sollten Sie dabei kein Licht am Fahrrad haben, müssen Sie blechen. Das gilt genauso für abnehmbare Lampen - es reich nicht, diese nur mit sich zu führen, sie müssen montiert sein.

Gerade bei der Nutzung (der Pflege, wenn Sie so wollen) von Batterien sollten Sie darauf achten, solche mit möglichst langer Haltbarkeit auszuwählen. Um dabei ein vorzeitiges Entladen der Batterien oder des Akkus zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Batterien nach jedem Gebrauch aus der Fahrradlampe zu nehmen. So bleibt die Spannung nicht dauerhaft angelegt.

StVZO-Konformität

Wer seine Fahrradbeleuchtung StVZO-konform an seinem Bike anbringen möchte, sollte sich diesen Abschnitt genau durchlesen. Ausschlaggebend ist hier vor allem §67 StVZO, der vorschreibt, dass eine Fahrradbeleuchtung absolute Pflicht ist. Dieser Paragraph sagt außerdem, welche Art von Beleuchtung erlaubt ist, wo Sie angebracht sein muss und außerdem, wie sie betrieben werden muss.Wie jetzt bereits mehrfach erwähnt, ist ein Dynamo seit 2013 keine Pflicht mehr. Ausnahme Rennrad: Für Racing Bikes unter 11kg gelten andere Vorschriften. Um also kein Bußgeld zu riskieren, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Fahrradbeleuchtung StVZO-konform angebracht ist.

Fahrradbeleuchtung im Test: Testsieger und Empfehlungen

Die Regel „je teuer umso besser“ hat in der Kategorie der Fahrradlichter nur bedingt Bestand. Und ob dynamo- oder batteriebetrieben, beide trumpfen mit hohen Helligkeitswerten. Vorgeschrieben ist der Dynamo im Straßenverkehr heute übrigens nicht mehr.

Unter den Batterie-/Akku-Frontlichtern bringen es Testsieger schon mal auf eine Betriebsdauer um die 35 Stunden im Nonstop-Modus. Einen hohen Bestenlisten-Rang erzielen aber nur Exemplare, die auch Strecken fernab der beleuchteten Straßen kräftig ausleuchten können.Eine hohe Lichtstärke allein - diese wird in der Regel in Lux angegeben - reicht aber nicht aus, um es aufs Treppchen zu schaffen. Auch das Lichtbild entscheidet über das finale Urteil: Zum einen kommt es auf eine möglichst breite, zum anderen auf eine gleichmäßige Ausleuchtung sowohl im Nah- als auch Fernbereich an.

Die besten Rückleuchten erzielen einen Ausdauer-Spitzenwert von 60 Stunden. Kleine Sets für den Helm halten sogar bis zu 100 Stunden durch. Hier ist in erster Linie ein hoher Ausleuchtungswinkel gefragt, um auch die seitliche Sichtbarkeit sicherzustellen. Bei der Ixxi von Busch & Müller beläuft sich dieser Winkel auf großzügige 320 Grad.

Doch auch für die besten Fahrradlichter gibt es von den Testern schon mal einen Rüffel, etwa für eine schlecht erkennbare Akku-Anzeige. Strenger wird der Ton, wenn der Wasserschutz fehlt. Ein gutes Beleuchtungsset sollte mindestens Schutz vor Spritzwasser mitbringen. Günstigere sparen hier. Testsieger überzeugen aber auch in der Handhabungsdisziplin auf ganzer Linie und sind im Praxistest schnell am Rad montiert. Pluspunkte gibt es, wenn sich die Halterung ohne Werkzeug anbringen lässt.

Keine Frage, Batterie- bzw. Akku-Sets sind flexibler als Dynamoleuchten und bei Sporträdern sowieso erste Wahl. Trotz stromsparender LEDs geht eine hohe Leuchtkraft aber oft mit einer schwachen Ausdauer einher. Vor allem die Stiftung Warentest wertet in diesem Prüfpunkt rege ab. Und umgekehrt: Hohe Laufzeiten bringen nichts, wenn die Lichtstärke zu gering ist. Unser Tipp: Laufzeiten sind im Stadtverkehr zweitrangig; lieber auf eine hohe Leuchtkraft achten. Für besonders empfehlenswert halten wir Modelle, die eine batterieschonende Eco-Stufe vorsehen.

Meistgetesteter Hersteller ist Busch & Müller, der auch im Noten- und Preis-Leistungs-Vergleich weit vorne fährt. XLC ist Schlusslicht, kann in der Gesamtwertung immerhin noch das Gesamturteil "befriedigend" erzielen. Tophersteller bewegen sich preislich tendenziell auf den höheren Rängen. Gute Qualität ist aber auch schon für kleines Geld geboten.

Beleuchtungssets mit eingebautem Akku und USB-Ladeanschluss scheinen nur auf den ersten Blick praktisch und nachhaltig. Denn austauschen lassen sich die Akkus in der Regel nicht, selbst bei den teuren Modellen ist das nicht selbstverständlich. Wir empfehlen daher Sets mit Batteriefach, die Sie auch mit handelsüblichen Akku-Zellen betreiben können. Auf das Laden per USB müssen Sie bei vielen Lichtern allerdings verzichten. Ausnahmen: die Frontleuchten Ixon Pure, Ixon IQ und Ixon IQ Premium von Busch & Müller.

Regen- und Staubschutz: Die IP-Schutzklassen

Wasserabweisend, regenfest, spritzwassergeschützt, wasserdicht - die Begriffe der Hersteller sind vielfältig und nicht immer eindeutig. Wie gut die Beleuchtung tatsächlich vor Nässe - und auch Staub - geschützt ist, verrät der zweistellige „IP“-Code. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite für den Wasserschutz. Wird eine Ziffer nicht angegeben, tritt an deren Stelle ein X. Die wichtigsten Schutzklassen können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen. Beispiel: Eine im Handel häufig anzutreffende Bezeichnung ist „IP54“. Das bedeutet, dass die Leuchte sowohl gegen Staub „in schadhafter Menge“ als auch gegen Spritzwasser geschützt ist. Dieses Schutzniveau reicht in der Regel völlig aus.

Die wichtigsten Schutzklassen:

1. Ziffer (Schutz gegen Fremdkörper) 2. Ziffer (Wasserschutz)
IPX4: Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen IPX7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen

Testergebnisse verschiedener Modelle

Hier sind einige Ergebnisse aus verschiedenen Fahrradbeleuchtungstests und Vergleiche:

  • BikeX Testsieger 2024: Knog Blinder StVZO 120
  • BikeX Preis-Leistungs-Tipp 2024: Trelock LS 480 Lighthammer USB
  • BikeX Preis-Leistungs-Tipp 2024: Osram LEDsBike Race 80 Set
  • BikeX Testsieger 2022: Acid Pro 80
  • BikeX Preis-Leistungs-Tipp 2022: Knog Plug
  • BikeX Testsieger 2021: Sigma Aura 80
  • BikeX Preis-Leistungs-Tipp 2021: VDO Eco Light M60

Empfehlungen und Fazit der Redaktion

  • LightSkin Naca Road: Geeignet für den Einsatz auf der Straße, bot ein ausreichend helles und breites Lichtbild.
  • BBB Strike Duo 1200: Überzeugt mit einer richtig hellen Ausleuchtung und eignet sich perfekt zum Graveln.
  • Giant Recon HL 80 Lux: Überzeugt mit ihrem klar strukturierten und fürs Auge angenehm wahrnehmbaren Leuchtbild.

Weitere Empfehlungen für Rücklichter

  • Cateye X2G Kinetic: Schaltet automatisch in den helleren "Bremslichtmodus" bei Verzögerungen.
  • Lezyne Strip Drive StVZO: Bietet sehr gute Sichtbarkeit in einem Winkel von 270°.

Testtabelle: Fahrradlampen im Überblick

Hier eine Übersicht einiger getesteter Fahrradlampen mit ihren wichtigsten Eigenschaften:

Modell LUX Laufzeit Testergebnis Preis
Velmia Fahrradlampe 70/30/15 bis 8,5h sehr gut 22,94 €
Ansmann SET 50/25 bis 6h sehr gut 27,99 €
Sigma Aura 60 40/60 bis 10h sehr gut 44,95 €
Büchel Vancouver SET 40 bis 20h sehr gut 39,90 €
Sigma Aura 80 80/60/40/20 bis 15h gut 39,95 €

Schlusswort

Eine gute und funktionierende Fahrradlampe ist ein absolutes Muss für Ihre Sicherheit. Achten Sie auf die StVZO-Konformität, die richtige Lichtstärke und eine angemessene Akkulaufzeit, um sicher durch die Dunkelheit zu kommen.

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