Fahrrad Malen Anleitung Einfach

Du bist hier, weil Du wissen willst, wie man ein Fahrrad zeichnen kann. Es ist keine einfache Sache, besonders wenn es realistisch aussehen soll. Deshalb habe ich versucht, die Angelegenheit möglichst einfach zu machen, indem ich weniger Details angewendet habe. Denk daran, den Bleistift nicht zu fest zu drücken, damit er leicht ausradiert werden kann, falls Du einen Fehler machst. Sei geduldig und verliere die Lust nicht, wenn es am Anfang nicht klappt. Feine Bleistiftskizzen sind meine Lösung für schwierige Elemente. Falls dann etwas schief geht, kannst Du es jederzeit mit einem Radiergummi entfernen.

Für diese Übung benötigen wir ein leeres Blatt Papier, einen Bleistift und einen Radiergummi. Ich werde dich nicht anlügen - diese Aufgabe ist nicht die einfachste. Um es so einfach wie möglich zu machen, ist jede der folgenden Etappen rot markiert.

Dieser Beitrag ist eine Bildanleitung zum Zeichnen eines Stadtfahrrads. Es gibt aber viele Arten von Fahrrädern. In dieser Übung bringe ich dir bei, wie man ein Stadtfahrrad zeichnet. Wenn Sie erstmal etwas Einfacheres zeichnen üben möchtest, dann lies den Beitrag Wie man einen Baum zeichnen kann.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Fahrradzeichnen

1. Zeichne zwei Kreise

Wir beginnen mit dem Zeichnen von zwei Kreisen am unteren Rand des Zettels. Die Kreise sollen ziemlich groß sein und mehr oder weniger so weit voneinander entfernt sein, dass noch ein Rad dazwischen passen könnte.

2. Wie man einen Fahrradrahmen zeichnet

Skizziere die Kreise in der Mitte mit den kleineren Kreisen und markiere die Reifen. Mach dann einen kleinen Kreis in der Mitte des linken Kreises. Beginne im Kreis rechts mit dem Zeichnen eines Rahmens - zwei Linien, die in einem leichten Winkel von der Mitte des Kreises nach oben verlaufen. Zeichne eine leicht gewellte Linie vom Rahmen zum anderen Rad.

3. Der Fahrradrahmen - Fortsetzung

Verbinde den Rahmen mit dem Rad auf der linken Seite. Ziehe die Linien vom Mittelkreis bis zum Rahmen. Zeichne auch die Abdeckung für die Kette, die vom linken Rad zum Fahrradrahmen geht.

4. Fahrradsattel und Lenker

Sobald wir den Fahrradrahmen fertig haben, ist der Sattel an der Reihe. Zeichne ihn auf der linken Seite und auf der rechten Seite einen Lenker.

5. Schutzblech und Pedal

Zeichne über den beiden Rädern zwei Bögen - dies sind die Kotflügel des Fahrrads. Zeichne im Kreis des Rahmens zwischen den beiden Rädern ein Fahrradpedal.

6. Wie man ein Fahrrad zeichnet - Speichen

Jetzt ist die Zeit, die Speichen in beiden Rädern des Fahrrads zu zeichnen. Achte genau darauf, in welche Richtung die Linien im Hinterrad des Fahrrads verlaufen. Mach so wie ich.

7. Fahrrad ausmalen

Glückwunsch! Die Zeichnung des Fahrrads ist fertig!

8. Male das Bild aus

Nimm nun die Buntstifte und male dein Bild aus. Ich habe einen grünen Fahrradrahmen gemacht, Du kannst aber dein Fahrrad in einer ganz anderen Farbe machen.

Weitere Tipps und Tricks zum Zeichnen

Wenn Sie denken, einen Menschen zu zeichnen sei schwer, kennen Sie den Berliner Künstler Jens Hübner noch nicht. Seine Devise lautet: „Wer eine Karotte zeichnen kann, kann auch einen Menschen zeichnen!“. Alles, was ähnlich aussieht wie ein Mensch wird schon als solcher assoziiert. Weil wir soziale Wesen sind und darauf reagieren. Wenn wir Menschen begegnen, schauen wir ihnen auf die Hände und ins Gesicht, um zu sehen: Hat der eine Keule in der Hand? Lächelt der mich an oder guckt der grimmig?

Wenn die Menschen in Ihrer Zeichnung nur sogenannte „Staffage“-Figuren sind, die zum Beispiel Größenverhältnisse zeigen und Dimensionen klarmachen, würde ich behaupten: Wer eine Mohrrübe zeichnen kann, kann auch Menschen zeichnen! Denn von vorne betrachtet ist die menschliche Silhouette nichts anderes als eine Mohrrübe mit zwei Auskragungen. Diese Abstraktion vereinfacht das Zeichnen enorm. Oder probieren Sie doch mal die MWO-Methode: Zeichnen Sie ein M darunter ein W und obendrüber ein O. Daraus entsteht eine Silhouette, die bereits die Assoziation „Mensch“ weckt.

Starten Sie mit einer dünnen waagerechten Linie als untere Begrenzung. Dann setzen Sie eine obere Begrenzung. So bestimmen Sie die Größe des Motivs und die dazwischenliegenden Proportionen. Und Sie haben die Angst vor dem leeren Blatt überwunden! Denn mit zwei Linien können sie schließlich nicht viel falsch machen. Lassen Sie genug Abstand zwischen den Begrenzungen und den Rändern des Papiers, um noch Spielraum für die Szenerie zu haben.

Zeichnen Sie als Markierung eine Linie genau in der Mitte zwischen den beiden Begrenzungslinien. Hier trennen sich Ober- und Unterkörper (oder auch Oberteil und Hose).

Köpfe geraten in der Regel zu groß, Hände und Füße zu klein. Außerdem neigen Menschen von Natur aus dazu, alles in geraden Linien und geometrischen Formen darstellen zu wollen. Aber in der Natur gibt es keine geraden Linien! Ich unterscheide grundsätzlich zwischen „von Menschenhand gemachten Dingen“, wie ein Haus oder ein Buch - diese Formen haben alle gerade Kanten - und Natur.

Das Maximalformat meiner Zeichnungen ist 32 x 24 Zentimeter auf Aquarellkarton. Meine Hahnemühle-Skizzenbücher sind in der Regel DIN A5 Hochformat, das heißt aufgeschlagen A4. Da werden die Zeichnungen nicht so riesig. Realistisch ist eine schwierige Kategorie - ich würde es lieber glaubwürdig oder überzeugend nennen. Das ist nicht so schwierig, wenn man die groben Maße kennt und oft zeichnet. Dann hat man das im Blut.

Viel wichtiger ist es, zu wissen, wie funktioniert Zeichnen eigentlich überhaupt? Nämlich über weglassen und betonen! Kommt Bewegung ins Spiel wird es dann aber doch komplex. Machen Sie sich klar, wie eine Person typischerweise aussieht, wenn Sie läuft, steht oder sitzt. Dann überlegen Sie, wie diese Positionen aus verschiedenen Perspektiven aussehen. Beispielweise direkt von vorne, direkt von hinten, direkt von links oder schräg von rechts. Üben Sie, diese Positionen zu zeichnen.

Schaffen Sie sich ein Repertoire von etwa sechs bis acht typischen Musterpositionen. Wenn Sie diese beherrschen und wissen, wie sie auf dem Papier aussehen, können Sie damit schon sehr viel darstellen. Halten Sie sich nicht damit auf, die tatsächliche Situation im Moment abzubilden. Skizzieren Sie stattdessen Ihre Figuren immer in einer dieser erlernten Positionen, egal ob diese haargenau der Realität entspricht oder nicht.

Jetzt haben wir eine zweidimensionale Zeichnung eines Menschen. Ganz wichtig ist, dass Sie Licht und Schatten bedenken. Also dass Sie von einer Seite eine fiktive Beleuchtung haben und auf der anderen Seite Schatten. So wird das Ganze wie von Zauberhand plastisch. Das Licht kommt in 99 Prozent der Fälle von oben.

Auch beim Porträtieren spielen Licht und Schatten eine große Rolle: Es gibt Stellen wie der Nasenrücken, die immer hell sind. Augenhöhlen sind dagegen immer dunkel. Die Unterlippe ist immer heller als die Oberlippe. Wenn man das weiß und anwendet, wird das Gesicht plastisch. Ansonsten herrschen die gleichen Regeln wie beim Figurenzeichnen: die einfachste Art ist, das Gesicht genau von vorne oder der Seite darzustellen.

Außerdem sind beim Portraitieren die Augen ganz wichtig. Denn wenn wir uns ins Gesicht schauen, schauen wir in der Regel in die Augen. Diese befinden sich horizontal in der Hälfte des Gesichtes und sind ein Fünftel der Kopfbreite groß.

Zeichnerische Ungenauigkeit ist so groß, dass mir das sehr wahrscheinlich nicht gelingen wird und dann kann ich es auch gleich lassen. Dann abstrahiere ich lieber.

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