Fahrradtransport ohne Anhängerkupplung: Die besten Möglichkeiten

Mit dem Fahrrad oder E-Bike über die Berge, an Seen und am Strand entlang: eine schöne Vorstellung von Urlaub. Doch bei Fernreisen will man in aller Regel nicht bis an den Zielort strampeln, sondern das Fahrrad oder E-Bike zunächst mit dem Auto transportieren. Mit einem Fahrradträger am Auto funktioniert das bestens, ohne den Gepäckraum zu verstopfen, selbst wenn man keine Anhängerkupplung besitzt.

Alternativen zum Transport mit Anhängerkupplung

Wer ein Auto ohne Anhängerkupplung besitzt oder einen kleinen Kofferraum hat, kann auf Fahrradträger für die Heckklappe oder Fahrrad-Dachträger zurückgreifen. Wir geben die besten Tipps und Empfehlungen zu den passenden Fahrradträgern. Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt.

Fahrradträger für die Heckklappe

Ein Heckklappenfahrradträger ist eine beliebte Alternative für den Transport ohne Anhängerkupplung. Er wird auf die Heckklappe montiert und kann dort für längere Zeit verbleiben. Dadurch ist das Auto jederzeit beladbar und startbereit für alle Pläne.

Ein Heckklappenfahrradträger muss exakt zu dem jeweiligen Autotyp passen. Bei Rameder kann man sich lange Recherche und Suche sparen: Einfach Autotyp in die fahrzeugspezifische Schnellsuche eingeben und schon werden die passenden Produkte angezeigt. Heckklappenfahrradträger gibt es für ein, zwei oder drei Fahrräder, so kann man auch prima gemeinsam auf Tour gehen.

Zu beachten ist: Heckklappenfahrradträger haben eine geringere Nutzlast als Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Dies wird besonders dann wichtig, wenn auch E-Bikes transportiert werden, da E-Bikes ein wesentlich höheres Gewicht haben als unmotorisierte Fahrräder.

Dach-Fahrradträger

Der Fahrradträger für die Dachmontage ist eine beliebte Alternative zum Hecktransport, gerade dann, wenn keine Anhängerkupplung vorhanden ist. Zunächst wird ein Grundträger benötigt, der auf das jeweilige Autodach passen muss. In unserer fahrzeugspezifischen Schnellsuche findet man unkompliziert das passende Produkt. Einfach Fahrzeugtyp eingeben, schon werden die geeigneten Träger angezeigt. Auf den Grundträger wird anschließend die jeweilige Anzahl von Dach-Fahrradträgern montiert. So kann man die Anzahl der Träger immer individuell auf die zu transportierenden Fahrräder anpassen.

Die Befestigung erfolgt über stabile Rahmenhalter. Auf jeden Radträger passt ein Fahrrad mit einem Gewicht von maximal 17 kg. Bei einem E-Bike kommt das System also an seine Grenzen.

Eignung für E-Bikes

Unsicher, ob die Fahrräder zu dem jeweiligen Fahrradträger passen? Ja, E-Bikes können auch transportiert werden, wenn keine Anhängerkupplung vorhanden ist. Einige Fahrradträger für die Dachmontage und Fahrradträger für die Heckklappe sind auch E-Bike-tauglich. Wir haben sie in unserem Shop entsprechend markiert.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Trägersysteme

Fahrrad-Dachträger

Mit Dachträgern lassen sich zumeist bis zu vier Fahrräder transportieren. Sie passen auch auf Limousinen ohne Heckklappe und die Räder schränken im Regelfall den Zugang zum Kofferraum nicht ein. Teils kann man auch gleichzeitig ein Rad und eine schmale Dachbox transportieren. Allerdings sind sie auch recht kompliziert zu montieren, da man neben zwei Querträgern auch spezielle Fahrradhalter benötigt. Für das Beladen sollte man zu zweit sein.

Auch stehen Räder oder E-Bikes auf dem Dach voll im Wind, was einen satten Mehrverbrauch verursacht. Und die meisten Parkhäuser werden mit dem hohen Aufbau zur Tabuzone.

Fahrradträger für die Heckklappe

Fahrradträger, die an die Heckklappe montiert werden, sind gemeinhin einfacher zu installieren und zu beladen. Häufig wird durch die schwere Last allerdings der Kofferraum unzugänglich. Und nicht alle haben einen Van, Kleinbus, Kombi oder SUV, an dessen Heckklappe man den Träger montieren kann. Auch die Maximalzuladung ist zumeist geringer.

Mehr als zwei Fahrräder oder E-Bikes stellen die Heckklappe auf eine harte Probe.

Wichtige Fragen vor dem Kauf

Wer nur wenige Male im Jahr ein Fahrrad oder E-Bike transportieren möchte, ist mit einem Fahrradträger für die Heckklappe oder Autodach besser bedient. Beide Lösungen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Daher empfiehlt es sich, vor dem Kauf genau zu überlegen, welche Art von Träger man braucht. Auch das Trägerauto spielt eine wesentliche Rolle, denn nicht jeder Träger eignet sich für jedes Auto.

Vor dem Kauf folgende Fragen bedenken:

  • Wie viele Räder möchte man transportieren?
  • Wie schwer sind die Fahrräder?
  • Welcher Fahrzeugtyp soll für den Transport herhalten?
  • Gerade mit Blick auf die schweren E-Bikes: Wie hoch fällt die zulässige Dachlast des Autos aus?

Montage der Fahrradträger

Wie wird ein Fahrrad-Dachträger befestigt?

Dachträger für Fahrräder bestehen aus mindestens zwei Komponenten: Querträgern, die aufs Autodach montiert werden, und dem eigentlichen Fahrradträger, der das Rad in Längsrichtung an beiden Reifen und am Rahmen fixiert. Die Querträger müssen also ans Auto passen, die Fahrradträger wiederum mit den Querträgern kompatibel sein.

Zumeist werden die verschiedenen Träger über U-Schrauben miteinander verbunden. In der Regel kann man bis zu vier Fahrradträger auf das Dach packen, allerdings gilt es, die zulässige Dachlast zu beachten. Die erforderlichen Angaben dazu stehen in der Bedienungsanleitung des Autos.

Wie wird ein Fahrradträger für die Heckklappe befestigt?

Die meisten Fahrradträger für die Heckklappe lassen sich über Halterungen, Haken und Spanngurte am oberen Rand der Heckklappe einhängen. Am unteren Rand werden sie dann geklemmt oder stützen sich auf dem Stoßfänger ab. Manche spezielle Heckträger für Vans oder Busse lassen sich auch an den oberen Scharnieren der Heckklappe direkt mit der Karosserie verschrauben.

In die Schiene der Radträger werden dann die Reifen geschoben und mit Spanngurten fixiert, ganz gleich, ob es sich um ein Kinderfahrrad, Laufrad, Rennrad, Trekking-Rad oder Pedelec handelt.

Bei manchen Systemen muss der Vorbau des Rads gelöst und um 90 Grad verdreht werden, damit das Rad auf den Träger passt.

Wichtig: Vorder- und Hinterrad an der Schiene mit Spanngurten fixieren. Dabei auf Ventile, Reflektoren und auch die Position der Pedale achten. Bei großen Trägersystemen mit integrierten Rückleuchten muss in der Regel das 13-polige-Kabel an den elektrischen Anschluss der Anhängerkupplung gesteckt werden. Falls das Nummernschild von der Fahrrad-Fracht verdeckt wird, muss man einen leserlichen Ersatz befestigen.

Sicherheitshinweise und Regeln

Geschwindigkeit

Im Gegensatz zu anderen Fahrradträgersystemen ist eine Höchstgeschwindigkeit mit Fahrradträgern für die Heckklappe und Fahrrad-Dachträgern gesetzlich nicht festgelegt. Dennoch empfiehlt es sich, nicht schneller als 120 km/h zu fahren, da die veränderte Aerodynamik sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken kann. Auch der veränderte Schwerpunkt beeinflusst die Fahrstabilität negativ. Nicht zuletzt übt eine nicht angepasste Geschwindigkeit erhöhten Stress auf das Material des Trägers aus, wodurch es zu Ladungsverlust und erhöhter Materialermüdung kommen kann.

Weitere Sicherheitsaspekte

Der Auto-Fahrradträger sollten ein TÜV-Prüfzeichen und ein GS-Zeichen haben und gegebenenfalls mit dem Grundträger kompatibel sein.

Ganz wichtig ist auch die korrekte Montage. Zudem müssen Autofahrer:innen unbedingt die Zuladung des Trägers und die zulässige Dachlast (inklusive Gewicht des Trägers) beachten. Je nach Marke und Modell können schon zwei E-Bikes mit großen Akkus die zulässige Zuladung überschreiten.

Vor Fahrtantritt sollten Träger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüft werden. Diese Prüfung sollte erneut nach einer kurzen Fahrstrecke und zusätzlich bei langen Fahrten auch zwischendurch durchgeführt werden.

Zubehör wie Helm, Fahrradkorb, Fahrradtasche, Lenkertaschen, mobiles Licht, Rucksack oder abnehmbare Batterien sollten vorher demontiert werden.

Regeln im Ausland

Wer seine Fahrräder mit in den Urlaub nimmt, muss im Ausland einige Besonderheiten beachten. Überstehende Ladung, die nach hinten über die im Kfz-Schein eingetragene Gesamtlänge des Fahrzeugs hinausragt, muss entsprechend gekennzeichnet werden. Die Bestimmungen sind in Europa länderspezifisch geregelt und unterscheiden sich stark. Generell sollten sich Reisende deshalb vorab über die länderspezifischen Besonderheiten ihres Urlaubslandes informieren.

Achtung: Auch bei Mietfahrzeugen (zum Beispiel bei Wohnmobilen mit Fahrradgepäckträger) ist der Mieter für die richtige Kennzeichnung des Heckträgers verantwortlich.

Deshalb gilt: Immer vor Antritt der Reise prüfen, welche Kennzeichnung im Urlaubsland vorgeschrieben ist und ob zum Beispiel eine entsprechende Warntafel im Mietfahrzeug vorhanden ist.

Kennzeichnung mit Warntafeln

In einigen Ländern, wie Spanien, Portugal und Italien, ist überstehende Ladung mit einer speziellen Warntafel zu kennzeichnen. Dieses unterscheidet sich je nach Land in Art und Beschaffenheit.

In Italien darf das Fahrrad nicht breiter sein als das Auto.

Auch der maximal zulässige Überstand nach hinten unterscheidet sich je nach Reiseland.

Das bedeutet zum Beispiel für Italien- oder Spanien-Urlauber, dass eine Warntafel auch angebracht werden muss, wenn der Fahrradheckträger eingeklappt ohne Fahrräder transportiert wird.

Wer überstehende Ladung nicht kennzeichnet, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Diese kann je nach Art des Verstoßes hoch ausfallen. In Italien beispielsweise werden Verstöße mit Bußgeldern bis 1697 Euro geahndet.

Natürlich gelten die Regeln auch für die Durchreiseländer.

Zusätzliche Tipps vor dem Kauf

  • Vor dem Kauf eines Fahrradträgers sollte man sich über den vorgesehenen Einsatzzweck Gedanken machen.
  • Während der Transport mit der Anhängerkupplung und auf dem Dach von den Fahrzeugherstellern vorgesehen ist, ist es die zusätzliche Last an der Heckklappe oftmals nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vor dem Kauf eines Systems für die Heckklappe an seine Werkstatt oder den Fahrzeughersteller wenden.
  • Beim Transport von schweren Fahrrädern auf dem Dach empfiehlt es sich, anstelle des T-Nut-Systems eher auf eine Variante zurückzugreifen, die den Querträger vollumfänglich umfasst (z.B. mittels U-Bügel).
  • Es ist zu klären, wie und wo das Fahrradträger-System bei Nichtgebrauch gelagert werden kann.
  • Das Gewicht der zu transportierenden E-Bikes sollte bekannt sein, um eine Überladung des Transportsystems zu vermeiden.
  • Steht eine Urlaubsfahrt an, sollte das maximal zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs bekannt sein.

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