Das eigene Fahrrad mit in den Urlaub nehmen - vielen Autofahrern ist diese Option wichtig. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Fahrräder mit dem Pkw zu transportieren. Doch wie transportiert man die Bikes am besten?
Trägersysteme im Vergleich
Für welches Trägersystem eine Entscheidung fällt, hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Am besten eignen sich dafür Dach- oder Heckträger.
Heckträger
Für E-Bikes, schwere Räder oder häufige Nutzung ist der oft teurere Heckträger meist die bessere Wahl. Er schränkt allerdings je nach Ausführung die Nutzung des Kofferraums ein.
Dachträger
Für gelegentliche Fahrten mit leichten Rädern oder wenn keine Anhängerkupplung vorhanden ist, kann ein Dachträger sinnvoll sein. Dann ist zwar der Kofferraum frei zugänglich, dafür müssen die Räder höher gehoben werden. Zudem müssen Höhenbegrenzungen beachtet werden und die Fahrdynamik des Autos verändert sich.
Fahrradtransport mit Heckträger
Für einen Heckträger benötigt das Auto eine Anhängerkupplung oder eine vom Hersteller freigegebene stabile Heckklappe, an der der Träger montiert werden kann. Sitzt der Träger auf der Anhängerkupplung, sollte der Kugelkopf zuvor gereinigt werden. Die Verriegelung muss hörbar einrasten. Dazu schützen Sicherungsbolzen oder ein Schloss gegen Verrutschen oder Diebstahl.
Der Träger muss ein Folgekennzeichen tragen, und - sofern er die Rückleuchten verdeckt - eine Beleuchtungsanlage. Die Traglast des Trägers und die Stützlast der Anhängerkupplung dürfen nicht überschritten werden - vor allem beim Transport schwerer Pedelecs geschieht das schnell. Weitere Sicherheitshinweise finden sich in der Bedienungsanleitung des Autos und des Heckträgerherstellers.
Das schwerste Rad sollte zuerst und damit der Fahrzeugmitte am nächsten auf dem Träger stehen. Das Rad wird zunächst mit dem Rahmen an der Trägerstange fixiert. Danach die Reifen mit Schlaufen so festzurren, dass kein Spiel bleibt. Schließlich wird das Fahrrad zusätzlich mit Spanngurten gesichert.
Wichtig: Anbauteile wie Luftpumpe, Akku oder Transportkörbe entfernen, damit sie nicht zum gefährlichen Geschoss werden können. Außerdem dürfen die Räder seitlich jeweils höchstens 40 Zentimeter über der sichtbaren Schlussleuchte hinausragen, maximal darf das mit Rädern beladene Auto 2,55 Meter breit sein.
Beim Fahren gilt: Fuß vom Gas. Nicht nur der Luftwiderstand erhöht sich beim Fahrradtransport, auch das Kurven- und Bremsverhalten des Wagens wird schlechter. Die ADAC Experten raten daher, maximal 120 km/h schnell zu fahren, und keine Abdeckplanen zu verwenden. Bei Sturm sollte die Geschwindigkeit weiter gedrosselt werden. Zudem empfiehlt es sich, nach ein paar Kilometern kurz zu stoppen, um zu kontrollieren, ob das Rad noch fest sitzt.
Fahrradtransport mit Dachträger
Voraussetzung für die Mitnahme eines Fahrrades auf dem Autodach ist entweder eine Dachreling oder ein vom Autohersteller empfohlenes Trägersystem. Eine Decke schützt das Dach während der Montage vor Kratzern. Rad und Träger dürfen dabei die zulässige Dachlast nicht überschreiten.
Auch hier muss der Fahrradrahmen am Träger festgeschraubt bzw. festgeklemmt werden, bevor man die Räder ohne Spiel festschnallt. Nicht vergessen: Der Fahrer oder die Fahrerin sieht das Rad nicht! Bevor Sie in Unterführungen, (Tief-)Garagen, und Parkplätzen mit Sperrbalken fahren, immer an die Ladung denken. Mit Rädern am Dach ist ein Auto oft deutlich zu hoch! Am besten einen Warnhinweis im eigenen Sichtbereich anbringen.
Regeln im Ausland
Wer seine Fahrräder mit in den Urlaub nimmt, muss im Ausland einige Besonderheiten beachten. Überstehende Ladung, die nach hinten über die im Kfz-Schein eingetragene Gesamtlänge des Fahrzeugs hinausragt, muss entsprechend gekennzeichnet werden. Die Bestimmungen sind in Europa länderspezifisch geregelt und unterscheiden sich stark. Generell sollten sich Reisende deshalb vorab über die länderspezifischen Besonderheiten ihres Urlaubslandes informieren.
Achtung: Auch bei Mietfahrzeugen (zum Beispiel bei Wohnmobilen mit Fahrradgepäckträger) ist der Mieter für die richtige Kennzeichnung des Heckträgers verantwortlich. Deshalb gilt: Immer vor Antritt der Reise prüfen, welche Kennzeichnung im Urlaubsland vorgeschrieben ist und ob zum Beispiel eine entsprechende Warntafel im Mietfahrzeug vorhanden ist.
Kennzeichnung mit Warntafeln
In einigen Ländern, wie Spanien, Portugal und Italien, ist überstehende Ladung mit einer speziellen Warntafel zu kennzeichnen. Dieses unterscheidet sich je nach Land in Art und Beschaffenheit. In Italien darf das Fahrrad nicht breiter sein als das Auto.
Auch der maximal zulässige Überstand nach hinten unterscheidet sich je nach Reiseland. Das bedeutet zum Beispiel für Italien- oder Spanien-Urlauber, dass eine Warntafel auch angebracht werden muss, wenn der Fahrradheckträger eingeklappt ohne Fahrräder transportiert wird. Wer überstehende Ladung nicht kennzeichnet, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Diese kann je nach Art des Verstoßes hoch ausfallen. In Italien beispielsweise werden Verstöße mit Bußgeldern bis 1697 Euro geahndet.
Natürlich gelten die Regeln auch für die Durchreiseländer.
Tipps zur Sicherung der Fahrräder
Beim Beladen des Fahrradträgers soll die wertvolle Fracht sicher und schonend verzurrt werden. Hier sind einige Tipps, damit unterwegs nichts verrutscht:
- Länge der Riemen: Sie müssen genügend lang sein, damit sie bei einem Fahrrad mit langem Radstand, versetzter Befestigung von zwei Rädern oder bei Hochprofilfelgen eine genügend große Schlaufe bilden, um sicher einzurasten. Manche Hersteller bieten Langversionen ihrer Haltebänder an, als Richtwert empfehlen wir etwa 40 Zentimeter.
- Polster & Klemmen: Um empfindliche Rahmenrohre schonend zu greifen, empfehlen sich beispielsweise Rohrisolierungen aus dem Baumarkt. Gepolsterte Schlaufen eignen sich grundsätzlich besser als kantige Klauen.
- Stellung der Kurbeln: Steht das dem Autoheck zugewandte Rad mit dem Lenker zur Fahrerseite und das zweite entgegengesetzt, können keine Kurbeln kollidieren. Entsprechend sollte das dem Autoheck zugewandte Rad immer mit dem Lenker zur Fahrerseite stehen, das zweite entgegengesetzt.
- Haltearm: Wer zwei Bikes befestigen will, sollte bereits beim Platzieren des ersten darauf achten, den längeren der beiden Haltearme entsprechend zu positionieren, um diesen durch das Rahmendreieck zu fädeln. Sind beide Räder unterschiedlich groß, gehört das Rad mit dem größeren Rahmendreieck zuerst auf den Träger, um dem Haltearm möglichst viel Spielraum zu lassen.
- Kennzeichenbefestigung: Erlaubt sind hier entweder das hintere Kennzeichen mit Zulassungs- und HU-Plakette oder ein einfaches Wiederholungskennzeichen ohne Stempel, das es für wenige Euro beim Schildermacher oder im Onlinehandel zu kaufen gibt. Wird das hintere Fahrzeugkennzeichen verwendet, sollte dies unbedingt fest verschraubt und so vor schnellem Zugriff schützt werden.
Diebstahlschutz
Wer sein Fahrrad über die Hausrats- oder eine spezielle Diebstahlversicherung versichert hat, hat auch gute Chancen, den Schaden ersetzt zu bekommen. Wer es jedoch versäumt hat, seine Fahrräder mit abgeschlossenen Haltearmen und/oder Schloss auf dem Träger zu sichern, hat grob fahrlässig gehandelt und muss für den Schaden selbst aufkommen.
- Schlüsselsicherung: Aus diesem Grund sollten sich die Schlüssel des Fahrradträgers und des Fahrradschlosses idealerweise direkt am Autoschlüssel befinden. Sonst kann es passieren, dass man am Zielort seine Räder nicht vom Träger bekommt, weil die Schlüssel woanders verlegt wurden.
- Ersatzteilsicherung: Klassische Leuchtmittel mit Glühwendel halten vielleicht nicht so lange wie moderne LED, sind dafür jedoch überall auf der Welt zum günstigen Preis austauschbar. Merke: In einigen europäischen Ländern, wie beispielsweise Frankreich oder Kroatien, muss ein Ersatzlampen-Set mitgeführt werden.
Transport von E-Bikes
Der Langstreckentransport eines E-Bikes ist aufgrund des Gewichtes nur auf zwei Möglichkeiten begrenzt: Entweder erfolgt die Mitführung des E-Bikes auf dem Dach oder auf der Anhängerkupplung. Sollte bereits ein Dachträger vorhanden sein, wird ein leichtes E-Bike mit einem Maximalgewicht von 20 kg notwendig. Viele herkömmliche E-Bikes können diese Gewichtsvorgabe nicht erfüllen.
Solltest Du bereits eine Anhängerkupplung besitzen, so ist ein entsprechendes Fahrradtransportsystem eine echte Alternative zum Transport auf dem Dach. Die einfachere Handhabung und der geringere Spritverbrauch sprechen trotz höherem Anschaffungspreis für diese Variante. Aber auch hier kann das Gewicht des E-Bikes eine wichtige Rolle spielen, insbesondere wenn mehrere Fahrräder bzw. E-Bikes auf der Anhängerkupplung transportiert werden sollen. Für die Huckepack-Lösung sprechen die einfache Montage, die niedrige Ladehöhe und der geringe Luftwiderstand während der Fahrt.
Beim Heckträger wird das Fahrrad in eine Trageschiene gesetzt, mit einem Bügel am Rahmen fixiert und an den Rädern mit Halteschlaufen festgespannt. Eine zusätzliche Sicherung mit Spanngurten am Träger oder Fahrzeug sorgt für zusätzlichen Halt und reduziert Schwingungen bei der Fahrt. Vor dem Losfahren gilt es, alle Teile zu entfernen, die sich unterwegs lösen können, wie etwa Gepäckkorb, Luftpumpe oder Trinkflasche. Bei Elektro-Bikes muss auch der Akku im Fahrzeuginneren stoßgeschützt verstaut werden. Für längere Fahrten empfehlen sich Abdeckungen fürs Pedelec, die empfindliche Elektrik-Teile wie Bedienelemente, Akku-Kontakte und Display vor Regen und Schmutz schützen.
Die Radträger lassen sich zum Öffnen der Heckklappe in der Regel nach hinten kippen. Daher vor dem Start besser nochmal prüfen, ob der Träger korrekt eingerastet ist. Das Fahrzeug darf mit Träger und Fahrrädern insgesamt nicht breiter als 2,55 Meter sein. Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 Zentimeter über die Fahrzeugleuchten hinaus, muss man sie, etwa bei schlechter Sicht oder Dunkelheit, mit einem roten Licht kenntlich machen.
Wichtige Kontrollen vor der Fahrt
Zum Saisonstart verdient die Anhängekupplung als tragendes Teil besondere Aufmerksamkeit. Die Kugelstange der AHK muss selbst bei festem Rütteln ohne Spiel in der Halterung sitzen und für den Betrieb entsprechend der Bedienungsanleitung abgeschlossen sein. Richtig montiert wird bei manchen Modellen dann ein grünes Feld sichtbar. In einigen neueren Fahrzeugen wird der Verriegelungsstatus sogar im Cockpit angezeigt.
Kontrollieren sollte man auch, ob Kabel und Steckverbindung in Ordnung sind und die Leuchten am Radträger einwandfrei funktionieren. Zudem ist darauf zu achten, dass der Heckträger fest auf dem Kugelkopf sitzt, vorschriftsmäßig festgeklemmt und gesichert ist. „Prüfen Sie auch die Schraubverbindungen am Radträger und ziehen Sie sie bei Bedarf nach“, empfiehlt Luigi Ancona, Unfallexperte bei DEKRA.
Wichtig ist auch, dass die Tragfähigkeit des Trägers für das Gewicht der transportierten Fahrräder ausreicht. Zwei moderne Pedelecs bringen meist bereits ohne Akkus rund 50 Kilogramm auf die Waage. Auch die AHK-Stützlast muss passen. Ihr Wert muss größer sein als das Gewicht der Fahrräder plus das Eigengewicht des Trägers.
Verändertes Fahrverhalten
Ein beladener Fahrradträger am Heck verändert das Fahrverhalten des Fahrzeugs. „Ein 70 bis 80 Kilogramm schwerer ‚Rucksack‘ am Heck entlastet die Vorderachse und verschiebt den Fahrzeugschwerpunkt weiter nach hinten. Damit leidet die Fahrstabilität etwas, und das Fahrzeug wird anfälliger für Seitenwind. Auch der Bremsweg verlängert sich“, erklärt Ancona.
Transport im Autoinneren
Werden Fahrräder im Kofferraum verstaut, gelten diese Einschränkungen nicht. Kombis, Vans oder SUVs sind häufig gut geeignet, um Fahrräder im Gepäckraum zu transportieren. Dazu muss in der Regel das Vorderrad demontiert werden. Als Zubehör gibt es spezielle Befestigungssysteme, mit denen bis zu drei Räder nebeneinanderstehend sicher befestigt werden können. Der Vorteil: Der Kraftaufwand beim Beladen bleibt gering und die Aerodynamik des Fahrzeugs wird nicht negativ beeinflusst. Außerdem sind die Räder vor Wind, Wetter und Diebstahl geschützt. Allerdings müssen in der Regel die Rücksitze umgeklappt werden und sind dann nicht mehr für Passagiere nutzbar. Auch für Gepäck bleibt nur wenig Platz. Insofern ist diese Lösung vor allem für Singles oder Paare interessant.
Die besten Tipps rund um den Fahrrad-Transport im Pkw
Der Sommer naht und die Abenteuerlust steigt - doch wie bringt man das geliebte Fahrrad bequem und sicher ans Ziel? Egal, ob im oder am Pkw, moderne Transportlösungen wollen es besonders einfach machen. Hier sind die besten Tipps und Tricks rund um den idealen Fahrrad-Transport, damit Sie stressfrei auf die nächste Tour können!
Doch bevor der Urlaubsspaß auf zwei Rädern beginnt, stellt sich die Frage: Wie transportiert man den Drahtesel am besten im Auto, ohne dass die Reifen das ganze Gepäck quetschen und die Lenkstange den Rückspiegel zum wackelnden Tanzpartner macht? Keine Sorge, mit diesen Tipps wird der Fahrradtransport im, am oder auf dem PKW zum Kinderspiel und Ihr Urlaub zur Radtour der Extraklasse!
Methoden zum Fahrradtransport
Ob für den Kurztrip oder die längere Reise - Fahrräder mit dem Pkw zu transportieren, erfordert die richtige Wahl der Mitnahmemethode: auf dem Dach, im Innenraum, auf der Anhängerkupplung oder am Heck. Dachträger bieten freie Sicht nach hinten und ungehinderten Zugang zum Kofferraum, erhöhen jedoch den Luftwiderstand und damit den Spritverbrauch. Zudem kann das Heben der Fahrräder aufs Dach umständlich sein.
Fahrräder im Innenraum sind vor Wetter und Diebstahl geschützt und ideal für größere Fahrzeuge, beanspruchen jedoch Platz für Mitfahrer und Gepäck und bergen das Risiko von Verschmutzungen.
Ein Träger an der Anhängerkupplung erleichtert das Beladen und hat kaum Einfluss auf den Luftwiderstand und den Spritverbrauch. Voraussetzung dafür ist jedoch eine vorhandene Anhängerkupplung, und das zusätzliche Gewicht kann die Fahrdynamik beeinflussen.
Heckträger sind kostengünstig, dafür jedoch kompliziert zu befestigen. Zudem beeinträchtigen sie den Zugang zum Kofferraum.
Kurz: Jede Methode hat spezifische Vor- und Nachteile, die je nach Fahrzeugtyp und individuellen Bedürfnissen abzuwägen sind.
Fahrradtransport im Auto
Einfach das Fahrrad in den Kofferraum schmeißen? Prinzipiell kein Problem. In modernen Kombis passen locker zwei Räder rein, oft müssen Sie dann nur den Lenker um 90° eindrehen und die Rückbank umklappen. Gewichtslimits wie bei den anderen Trägern gibt's hier nicht, entscheidend ist die Zuladung Ihres Autos. Für spontane Ausflüge mit dem Rad in unseren Augen eine prima Möglichkeit - für den Sommerurlaub zu zweit hingegen aber oft schon ein Problem, wenn man nicht gerade einen Kastenwagen fährt.
Denn oft muss das Hinterrad raus, dass dann ordentlich gesichert auch irgendwo im Auto untergebracht werden soll. Auch dreckige Räder sind im Innenraum eine echte Sünde, auch wenn man sich hier mit Decken behelfen kann. Gut dagegen: der Diebstahlschutz. Die Hürde, eine Fensterscheibe einzuschlagen, schätzen wir höher ein, als die meist rudimentären Schlösser von Heck- oder Dachträgern zu knacken.
Kurzum: mit einem großen Van oder Kastenwagen eine echte Option, mit dem Kombi oder Kleinwagen meist nur eine Notlösung.
- kein Gewichtslimit für Ihr (E-)Bike
- kein Sprit-Mehrverbrauch
- in aller Regel Platz für zwei, oft auch drei Fahrräder
- meist mit Teildemontage Ihres Rades verbunden
- nicht jeder Pkw hat geeignete Sicherungsmöglichkeiten
- meist drastisch weniger Platz im Innenraum
Fahrradtransport auf dem Dach
Früher war es die Transportmöglichkeit schlechthin: Fahrräderträger auf dem Dach. Die Vorteile liegen auf der Hand: sobald ein Auto eine Dachreling hat, können Sie dank Querstreben und Fahrradträgern auch sofort Ihr Rad mitnehmen. Aber auch Fahrzeuge ohne Reling können Querträger montieren, je nach Pkw-Hersteller gibt es hier entsprechende Lösungen für die Dachholme.
Insgesamt ist die Mitnahme auf dem Dach gar nicht mal so teuer - jedenfalls im Vergleich mit modernen Trägern für Anhängerkupplung, und erst recht, wenn Sie eine nachrüsten müssten.
- Vergleichsweise kostengünstige Trägersysteme
- quasi für jedes Autodach geeignet
- in aller Regel Platz für zwei, oft auch drei Fahrräder
- Rad muss je nach PKW in luftige Höhe gehievt werden
- E-Bike-Mitnahme wegen Gewichtslimit nur bedingt möglich
- deutlicher Mehrverbrauch, windanfällig
Fahrradtransport auf der Anhängerkupplung
Komfortabler geht es kaum: Hat Ihr Auto eine Anhängerkupplung, können Sie sich einen von vielen Fahrradträgern für ebendiese kaufen. Einfach den Träger auf dem Kugelkopf montieren, Fahrräder auf dem Träger festmachen - fertig. Dank meist 60 Kilo Zuladung (einige können weniger, seltener mehr tragen) ist diese Transportform voll E-Bike-tauglich.
Aber: Kupplungsträger sind teuer, erst recht, wenn Sie eine Anhängerkupplung nachrüsten müssen. Und: nicht jedes Modell bietet problemlosen Zugang zu Ihrem Kofferraum.
- voll E-Bike-tauglich
- sehr komfortable Beladung
- geringer Sprit-Mehrverbrauch
- teuer, besonders wenn Kupplung nachgerüstet werden muss
- je nach Modell eingeschränkter Kofferraumzugang
- meist auf zwei Fahrräder limitiert
Fahrradtransport auf dem Heck
Heckträger-Systeme sind verlockend, da überwiegend recht günstig in der Anschaffung - aber Systeme für den Kofferraumdeckel haben in unseren Augen nur Nachteile. Sie sind aufwendig zu installieren, können den Lack zerkratzen, haben eine eingeschränkte Zuladung und lassen Sie nicht mehr an den Kofferraum. Systeme für Transporter wie einen VW T6 sind wenig besser - bei ähnlichen Nachteilen. Wir würden von dieser Art des Transports für normale Pkw definitiv abraten.
- teilweise günstige Trägersysteme
- aufwendige Installation
- sehr hohe Kratzergefahr
- für E-Bikes quasi ungeeignet
- kein Kofferraumzugang
- eingeschränkte Sicht nach hinten
Gesetzliche Bestimmungen zum Fahrradtransport in Deutschland
Wenn du Fahrräder im Auto transportierst, musst du in Deutschland die StVO einhalten, um Strafen zu vermeiden und die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten. Die Vorschriften enthalten mehrere wichtige Regeln:
- Lastenkennzeichnung: Ragt das Fahrrad über das Fahrzeug hinaus, ist ein zugelassenes reflektierendes Warnschild erforderlich, besonders bei Nacht oder schlechter Sicht.
- Nummernschild und Beleuchtung: Deckt der Fahrradträger Nummernschild oder Rücklichter ab, sind ein zusätzliches Nummernschild und ein Beleuchtungssystem erforderlich.
- Zulässige Maße: Die Ladung darf maximal 1,50 Meter über das Fahrzeugheck hinausragen. Bei einer Überlänge von mehr als 100 cm ist eine zusätzliche Kennzeichnung erforderlich.
- Strafen: Ein unsachgemäßer Fahrradtransport kann Bußgelder von bis zu 75 € und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen, abhängig von der Art des Verstoßes.
Hinweis: Wenn du außerhalb Deutschlands reist, überprüfe die spezifischen Vorschriften des jeweiligen Landes, da diese erheblich variieren können.
Praktische Tipps für einen sicheren Fahrradtransport
Zusätzlich zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gibt es weitere Maßnahmen, die helfen, Fahrräder sicher und ohne Schäden zu transportieren. Hier sind einige wichtige Empfehlungen:
- Fahrradschutz: Verwende Schutzpolster oder spezielle Transporthüllen, um empfindliche Teile wie den Rahmen oder die Bremsen vor Stößen und Vibrationen zu schützen.
- Vor der Fahrt überprüfen: Stelle sicher, dass alle Halterungen, Gurte und Befestigungen des Fahrradträgers fest sitzen. Während der Fahrt sollten regelmäßige Stopps eingelegt werden, um die Sicherheit der Befestigung zu kontrollieren.
- Gewichtsverteilung: Falls mehrere Fahrräder transportiert werden, sollte das Gewicht gleichmäßig verteilt werden, um eine stabile Fahrweise zu gewährleisten und eine Schieflage des Autos zu vermeiden.
- Routenplanung: Beim Transport auf dem Dach ist die zusätzliche Höhe des Fahrzeugs zu beachten. Meide Tiefgaragen, Unterführungen oder andere niedrige Durchfahrten.
- Geschwindigkeit anpassen: Reduziere die Geschwindigkeit auf der Autobahn, insbesondere wenn Fahrräder auf dem Dach oder einem Anhänger transportiert werden. Diese Transportarten erhöhen den Luftwiderstand und den Kraftstoffverbrauch.
Wichtig: Die Sicherheit hängt nicht nur von der Einhaltung der Vorschriften ab, sondern auch von der richtigen Vorbereitung des Fahrrads und des Fahrzeugs für die Fahrt.
Zusammenfassung
Eigentlich lassen sich Fahrräder relativ einfach per Fahrradträger mit dem Auto transportieren. Bei schwereren Pedelecs ist das schon schwieriger, und es müssen ein paar Sachen beachtet werden. Viele sind mittlerweile vom normalen Fahrrad auf ein Pedelec umgestiegen. Und viele nehmen den elektrisch unterstützten Drahtesel mit in den Urlaub.
Mit dem E-Bike können auch Senioren trotz mäßiger Fitness noch längere Strecken zurücklegen. Das liegt unter anderem am vergleichsweisen hohen Gewicht der Bikes: Akku, Elektromotor sowie der massive Rahmen bringen einige Kilos auf die Waage. Schon zwei Exemplare können leicht die Zentnergrenze überschreiten.
Da für den Fahrradtransport häufig Heckträger an der Anhängerkupplung verwendet werden, überschreiten dann schon zwei Pedelecs die Stützlast mancher Anhängerkupplungen, die meist zwischen 50 und 100 Kilogramm liegt. Neben den Fahrrädern selbst ist bei der Berechnung der Zuladung auch das Gewicht des Trägers zu berücksichtigen. Darüber hinaus sind grundsätzlich die Belastungsgrenzen des Trägers zu beachten.
Eventuell empfiehlt sich eine Neuanschaffung, da mittlerweile eine Reihe von Fahrradträgern speziell für den Transport von E-Bikes angeboten werden.
Ohne Anhängerkupplung kann man den Fahrradträger an der Heckklappe befestigen - das geht aber nicht bei allen Fahrzeugen. Vor dem Kauf sollte man deshalb unbedingt die Bedienungsanleitung lesen. Bei ungeschickter Montage kann der Lack zerkratzt werden. Erhöhte Windgeräusche und ein oft umständlicher Zugang zum Kofferraum sind weitere Nachteile. Nicht zu vergessen: Die schwergewichtigen Pedelecs müssen auf den Träger gehoben werden.
In der Regel sind 75 Kilogramm inklusive Trägersystem erlaubt. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) rät jedoch grundsätzlich vom Dachtransport von Pedelecs ab, denn wie ein 2015 durchgeführter Crashtest mit E-Bikes auf einem Dachträger zeigte, lösten sich die Pedelecs aufgrund ihres hohen Gewichts beim Aufprall aus der Halterung.
Wem es zu heikel ist, E-Bikes hoch auf dem Dach zu transportieren, kann sich alternativ nach einem Dachträger für den liegenden Transport umsehen. Diese Dachtransportvariante bieten zudem aerodynamische Vorteile. Grundsätzlich führt der Dachtransport jedoch zu höheren Kraftstoffverbräuchen. Und auch hier: Das Pedelec muss aufs Dach und wieder runter.
Werden die Gewichtsgrenzen beim Transport von Pedelecs nur geringfügig überschritten, kann es oft ausreichen, die schweren Akkus einfach auszubauen. Aus Sicherheitsgründen ist es ohnehin besser, diese im Fahrzeuginnenraum zu transportieren, da sie dort besser vor mechanischen Stößen oder Hitze geschützt sind, sofern sie in gepolsterten Transporttaschen oder -kartons entsprechend sicher verstaut werden.
Beim Transport von Pedelecs empfiehlt es sich, neben dem Akku auch das Display des Bordcomputers abzunehmen und geschützt im Fahrzeuginnenraum zu transportieren. Wurden Display und Akku entfernt, sollten die dann freiliegenden Anschlusskontakte am Pedelec zusätzlich vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.
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