Fatbikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit, sowohl für Fahrten in der Natur als auch für den Einsatz im Alltag. Im Vergleich zu anderen Fahrrädern lassen sich die Fatbikes praktisch überall einsetzen. Das können Fahrten in der freien Natur in hügeligem Gelände sein oder im Urlaub am Strand.
Was ist ein Fatbike?
Das auffälligste Merkmal von Fatbikes sind ihre extrem breiten Reifen. Diese verfügen über eine Breite von 3,8 Zoll (9,65 cm / 96,5 mm) oder mehr. Die breiten Reifen ermöglichen es dem E-Fatbike, auf schwierigem Gelände wie Schnee, Sand oder Schlamm besser zu fahren, da sie eine größere Aufstandsfläche bieten und so für mehr Stabilität bzw. Traktion sorgen.
Fatbike Varianten
Das Fatbike ist im Wesentlichen in zwei Varianten verfügbar als rein per Muskelkraft angetriebenes Fahrrad und als E-Bike. Bei den E-Bikes kommt ein Elektromotor hinzu, der Sie effektiv während Ihrer Fahrt unterstützt.
E-Fatbikes sind speziell für den Einsatz auf schwierigem Untergrund konzipiert. Die Kombination aus breiten Reifen und elektrischer Unterstützung ermöglicht es dir, auch auf anspruchsvollem Terrain komfortabel zu fahren. Somit macht das Biken an sandigen Stränden, schneebedeckten Wegen oder felsigen Pfaden richtig Spaß. Mit einem E-Fatbike kannst du aufregende Outdoor-Abenteuer planen. Es wird dich selbst bei extremen Wetterbedingungen nicht im Stich lassen.
E-Fatbikes sind äußerst vielseitige Fahrräder. Sie eignen sich nicht nur für Offroad-Abenteuer, sondern können auch im urbanen Bereich eingesetzt werden. Dank ihrer breiten Reifen absorbieren sie Unebenheiten auf der Straße effektiv und bieten eine angenehme Fahrt. E-Fatbikes können auch für Pendler interessant sein, da sie durch die elektrische Unterstützung längere Strecken problemlos bewältigen können.
Wichtige Kriterien beim Fatbike Kauf
Beim Einkauf gilt es auf einige Details zu achten, wenn es sich um ein Modell mit Elektromotor handelt. Das werden in der Regel Bikes sein mit einer Motorleistung von bis zu 250 Watt. Die Fahrräder sind aber durchaus auch mit Motoren bis zu 1.000 Watt zu finden und erreichen dann sogar Geschwindigkeiten von 40 km/h. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) erlaubt den Einsatz solcher Modelle in normalen Straßenverkehr allerdings nicht mehr.
- Straßenzulassung: Doch das beste Fatbike mit E-Motor nutzt Ihnen wenig, wenn keine Zulassung für den Straßenverkehr gegeben ist.
- Fahrgefühl: In jedem einschlägigen Vergleich werden Sie daher Erfahrungsberichte der Tester zum Fahrgefühl finden. Der Fahrer muss im Test jederzeit die Kontrolle über sein Bike behalten.
- Stabilität: Fatbikes müssen im Test hohen Belastungen standhalten können. Ist das Gefährt stabil genug, um auch anspruchsvolle Fahrten über unebenen Boden überstehen zu können? Hier darf nichts wackeln und alle Komponenten müssen solide Verarbeitet und sicher mit einander verschraubt sein.
- Bremsen: Vorne und hinten verarbeitete Scheibenbremsen liefern im Test ein hohes Maß an Sicherheit.
- Gänge: Sehr gut ausgestattete Modelle bieten im Vergleich 20 Gänge, mit denen eine feine Anpassung an jede Fahrsituation möglich ist.
- Reifengröße: Die meisten Bikes werden mit Rädern in der Größe 26 Zoll geliefert.
- Rahmengröße: Die Rahmengröße sollte in Abhängigkeit von der Größe des Fahrers gewählt werden. Üblich sind zum Beispiel Rahmen mit 43, 46 oder 48 cm.
- Maximale Belastbarkeit: Dieser Wert gibt an, wie schwer die Fahrradkonstruktion maximal belastet werden darf. Die typische Maximalbelastbarkeit liegt zwischen 90 und 150 kg.
- Federung: Es sollte nicht unterschätzt werden, wie hoch im Test der Einfluss der Federung auf das Fahrgefühl ist. Eine gute Federung kann Wunder bewirken und selbst auf der steinigsten Piste zu einem angenehmen Fahrkomfort beitragen. Typisch ist hier die Vorderradfederung. Die Federung des Vorderrads ist besonders wichtig, da dieses Rad die meisten Stöße aufnehmen muss.
Reifendruck
Bei 4.0 Reifen empfehlen wir einen Luftdruck von 0,5 bar und bei 4.8 Reifen einen Luftdruck von 0,4 bar. Dies ist allerdings nur ein Ausgangswert. Je nach dem Gewicht des Fahrers und dem Untergrund, kann der Reifendruck in 0,05-er-Schritten angepasst werden.
Laut dem Hersteller Haibike sollte ein Fatbike eher mit einem geringen Reifendruck gefahren werden. So können Unebenheiten im Boden besser ausgeglichen werden. Diese geben im Test auf praktisch jedem Untergrund eine bessere Traktion beziehungsweise eine bessere Haftung.
Bekannte Fatbike Hersteller
Viele Produzenten reagierten und entwickelten ihre eigenen E-Fatbikes. Genau diese Hersteller nehmen wir heute ins Visier.
- Haibike: Das Unternehmen Haibike wurde im Jahr 1995 gegründet. Das deutsche Unternehmen konzentriert sich von Beginn an auf die Fertigung sportiv genutzter Bikes, die in den ersten Jahren noch unter dem früheren Markennamen Winora angeboten wurden. Die Bikes der Marke Haibike sind das Ergebnis einer konsequenten technischen Weiterentwicklung über viele Jahre hinweg. Verarbeitet werden Komponenten von Zulieferern wie Bosch und Yamaha. Von Haibike gibt es das E-Fatbike XDURO FATSIX (2022) sowie das Haibike FullFatSix (Version 2021). Haibike produziert Fatbikes ausschließelich als E-Bikes. Sowohl der Motor (250 Watt) als auch der Lithium-Ionen-Akku (500 Wh) stammen beide von Yamaha. Bei den Reifen setzt Haibike auf den Schwalbe Jumbo Jim Evo Reifen 100-559.
- BiXS: BiXS ist die Eigenmarke des Unternehmens Intercycle. Das in Deutschland ansässige Unternehmen besteht seit dem Jahr 1979, über 80 Mitarbeiter kümmern sich um den weltweiten Vertrieb der angesehenen Fahrradprodukte. Zum großen Sortiment gehören auch Fatbikes hoher Qualität. Neben den Fahrrädern selbst bietet Intercycle ein großes Sortiment an Fahrradzubehör sowie Ersatzteilen an.
- Extrbici: Extrbici ist eine Marke von Cyrusher, einem US-amerikanischer Hersteller von Fahrrädern und vielen anderen angesagten Sportgeräten. Zur großen Produktpalette der Marke gehören auch Fatbikes in unterschiedlicher Ausstattung. Das Unternehmen setzt auf Produkte hoher Fertigungsqualität und möchte seinen Kunden einen großen Fahrspaß bieten. Die Fahrräder der Marke warten daher mit einer modernen Ausstattung auf. Die Modelle richten sich an Einsteiger und erfahrene Radfahrer gleichermaßen.
- Fitifito: Fitifito ist einer der angesehenen Hersteller von Sportgeräten auf dem deutschen Markt. Seit dem Jahr 2017 vertreibt Fitifito auch E-Bikes. Zum Produktsortiment gehören Sportgeräte für den Indoorbereich wie etwa Laufbänder. Für Outdoor-Sportler hält das Unternehmen Produkte wie E-Bikes, Fahrräder und Fatbikes bereit. Damit ist die Tamia Warenhandels GmbH breit aufgestellt.
- CHRISSON: CHRISSON ist eine Eigenmarke des Unternehmens KCP-Bikes. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Deutschland vertreibt unter dieser Marke Fahrräder der höchsten Qualität. CHRISSON steht dabei für „Cycling for High Revenue In Superior SatisfactiON“. Der Hersteller möchte mit seinen Fatbikes kompromisslose Technik für anspruchsvolle Einkäufer erreichen.
- tretwerk: tretwerk hat sich auf hochwertige Fahrräder zu konkurrenzfähigen Preisen spezialisiert. Das Unternehmen bietet auch Fatbikes an. Der Hersteller setzt auf solide konstruierte Räder mit einer guten Ausstattung. Zudem profitieren die Einkäufer von einem breiten Angebot an Zubehör, mit dem sich die Fatbikes im Test noch effektiver nutzen lassen. Die Tretwerk GmbH hat ihren Unternehmenssitz in Essen-Bergerhausen und vertreibt von hier aus eine Vielzahl an Modellen. Die Produktpalette wird ständig erweitert, sodass sich für Einsteiger und Fortgeschrittene passende Fatbikes finden lassen.
- KS Cycling: KS Cycling ist ein in Wuppertal ansässiger Hersteller von Fahrrädern für den Sport und die Freizeit. Das Unternehmen bietet Produkte im Einsteigerbreich zu konkurrenzfähigen Preisen an und vertreibt auch Fatbikes mit besserer Ausstattung für anspruchsvollere Einkäufer.
- MYTNN: MYTNN ist ein deutscher Hersteller von Fahrrädern, der auch im Bereich von Fatbikes positioniert ist. Das Unternehmen setzt auf hochwertige Konstruktionen und verbaut für seine Fatbikes zum Beispiel Gangschaltungen von Shimano. MYTNN vertreibt Fatbikes mit unterschiedlicher Ausstattung in verschiedenen Größen. Mit dem großen Produktangebot richtet sich das Unternehmen entsprechend an eine große Zielgruppe, die vom besonderen Fahrerlebnis mit einem Bike profitieren möchte. Die Räder sind interessant für den Einsatz im Alltag oder im Sportbereich und sollen auch anspruchsvolle Käufer zufriedenstellen.
- Galano Bikes: Galano Bikes ist eine in Ellwangen ansässige GmbH. Das Unternehmen setzt auf eine hohe Qualität und das bei einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Galano bietet Räder für alle Altersklassen an und sorgt mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen auch für die notwendige Sicherheit im Straßenverkehr. Dafür setzt der Hersteller zum Beispiel auf moderne LED-Beleuchtungsanlagen und Reflektoren. Zudem liefert Galano seine Fahrräder grundsätzlich in einem fast vollständig vormontierten Zustand aus. Die Käufer können das neue Fahrrad also sofort einsetzen. Zum großen Produktsortiment des Herstellers gehören auch Fatbikes. Mit dem Galano Fatman 4.0 gibt es auch ein Kinder-Fatbike im Sortiment. Das Fatbike ist für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren (Körpergröße 130 bis 145 cm) geeignet und hat einen 24 Zoll Rahmen.
- RICHBIT: RICHBIT oder RICH BIT bike ist ein chinesischer Hersteller von Sportgeräten aller Art. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Stadt Shenzhen und ist spezialisiert auf Outdoor- und Sportzubehör. Fahrräder unterschiedlicher Typen gehören zum großen Sortiment der Marke. Darunter finden sich auch Fatbikes in verschiedenen Preisklassen. RICHBIT ist auch im Bereich der E-Bikes engagiert und bietet seine Fatbikes entsprechend in Ausführungen mit elektronischer Motorunterstützung an.
Fatbike Modelle im Test
Hier werden einige getestete Fatbike Modelle vorgestellt:
MYVELO Palma: Mein E-Bike-Fatbike Klapprad Testsieger 2025 (Bewertung: 8,9 von 10)
Mein E-Bike-Fatbike Klapprad Testsieger ist das Palma von MYVELO*. Es erzielt im Test eine Bewertung von 8,9 von 10 möglichen Punkten. Die 20 Zoll Räder sind ausgestattet mit 4 Zoll breiten Kenda Reifen, mechanischen Scheibenbremsen und fünf robusten Doppelspeichen.
Der Motor und Akku haben bisher die besten Werte in meinem Test. So handelt es sich beim Motor um einen 250 Watt Hinterradnabenmotor mit einem Drehmoment von 65 Newtonmeter. Damit hast du einen sehr starken Anzug, was wiederum für sehr viel Fahrspaß sorgt. Der Akku ist hinter der Sattelstange angebracht und hat saustarke 950 Wattstunden Akkukapazität. Je nach Gelände, Wetterbedingungen und Fahrergewicht kommst du mit einer Akkuladung ca. 80 Kilometer weit.
Das MYVELO Rio ist genau das gleiche Modell wie das MYVELO Palma, nur ist das Rio mit einem Tiefeinstieg ausgestattet. Dadurch ist das Faltmaß minimal kleiner.
MYVELO Molinar: Mein aktuelles Lieblingsklapprad für den Wald und die Berge (Bewertung: 8,8 von 10)
Mit einer Bewertung von 8,8 von 10 möglichen Punkten landet das MYVELO Molinar* ganz knapp hinter dem Palma auf dem zweiten Platz. In den Kategorien Ausstattung & Zubehör sowie Komfort & Fahrspaß macht dem Molinar keiner was vor. Auch die Qualität & Verarbeitung ist fast perfekt.
Lediglich bei Maße & Gewicht gibt es deutlichen Punktabzug. Aber das Problem hat so gut wie jedes Fatbike Klapprad, da die breiten Reifen und der meist leistungsstarke Akku und Motor so einiges auf die Waage bringen.
In meinem Testbericht zum MYVELO Molinar findest du einen längeren Abschnitt zu meinem Test der Reichweite. Dort habe ich genau erklärt, unter welchen Bedingungen, du wie weit mit einer Akkuladung kommst. Außerdem erkläre ich dir, warum ich so begeistert vom MYVELO Molinar bin (Federung, Sattel, Bremslicht). Übrigens gibt es auch vom Molinar eine Variante mit tiefen Einstieg: MYVELO Ipanema*.
Vakole Y20 Pro: Die maximale Reichweite mit einer Akkuladung hat überrascht (Bewertung: 8,7 von 10)
Mit einer Bewertung von 8,7 von 10 möglichen Punkten erzielt das Vakole Y20 Pro* ein gutes Ergebnis in meinem Test und landet nur ganz knapp hinter den beiden Modellen von Myvelo. Besonders hervorzuheben ist die 960 Wh starke Akkukapazität, mit der ich unter realistischen Bedingungen über 80 Kilometer weit gekommen bin - das ist die höchste Reichweite, die ich bislang mit einem Fatbike-Klapprad erzielt habe.
Auch beim Komfort kann das Y20 Pro punkten: Die breiten 4-Zoll-Reifen, die gefederte Vorderradgabel und der gepolsterte Sattel sorgen für ein stabiles und angenehmes Fahrgefühl - selbst auf Schotter oder Waldwegen. Für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen hydraulische Scheibenbremsen, ein helles Frontlicht mit Bremslicht, sowie eine elektronische Hupe und integrierte Blinker. Das Faltmaß und das Gewicht von über 36 kg schränken die Alltagstauglichkeit zwar ein wenig ein - wer aber eher auf Touren geht als täglich pendelt, wird damit gut klarkommen.
Engwe L20 SE: Mein Preistipp unter den Fatbike-Klapprädern (Bewertung: 8,4 von 10)
Mit einer Bewertung von 8,3 von 10 möglichen Punkten kann das Engwe L20 SE* nicht mit den ersten drei Modellen von MYVELO und Vakole mithalten, trotzdem ist es ein sehr interessantes E-Bike-Fatbike-Klapprad. Das hat die folgenden zwei Gründe:
Durch die nicht ganz so breiten Reifen (3 Zoll) hat das Klapprad ein kleineres Faltmaß und ein geringeres Gewicht, als die anderen drei Modelle. Trotzdem bieten dir die Reifen noch viel Komfort und Fahrspaß. Außerdem ist das Preis-Leistungsverhältnis mit einer Bewertung von 8,4 und einem Preis von 750 bis 1.000 Euro überragend.
In meinem Testbericht zum Engwe L20 SE erfährst du, wie leistungsstark der Motor ist, wie das Klapprad im Reichweiten-Test abgeschnitten hat und wie meine Bewertung im Einzelnen aussieht. Zusätzlich erzähle ich dir, von welcher zusätzlichen Ausstattung ich richtig begeistert bin.
Hitway BK6S: Für ein Fatbike sehr leicht und kompakt (Bewertung: 8,3 von 10)
Ein E-Bike-Fatbike Klapprad mit Rücksitzbank ist das Hitway BK6S*. Es bekommt in meinem Test eine Bewertung von 8,3 von 10 möglichen Punkten. Die 20 Zoll Räder sind ausgestattet mit 3 Zoll breiten Reifen, mechanischen Scheibenbremsen und sechs robusten Speichen.
Mit 26,3 Kilogramm handelt es sich um das leichteste Fatbike in meinem Test. Auch das Faltmaß kann sich mit 88 x 49 x 78 cm sehen lassen. Die 3 Zoll Reifen, die 7-Gang Schaltung und die Vorderradfederung erinnern doch stark an das Engwe L20 SE, allerdings ist der Motor und Akku nicht ganz so leistungsstark, wie beim L20 SE.
Vergleich von Fatbike Modellen
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über verschiedene Fatbike Modelle und ihre Eigenschaften:
| Modell | Bewertung | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| MYVELO Palma | 8.9 | Testsieger, starker Motor, hohe Akkukapazität |
| MYVELO Molinar | 8.8 | Hoher Komfort, gute Ausstattung |
| Vakole Y20 Pro | 8.7 | Maximale Reichweite |
| Engwe L20 SE | 8.4 | Preistipp |
| Hitway BK6S | 8.3 | Leicht und kompakt |
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