Mit schwerer Schultasche am Rücken Fahrrad zu fahren ist für Kinder oft nicht so einfach. Hier kommen Fahrräder mit Frontgepäckträger ins Spiel, die eine praktische Lösung für den Transport von Lasten bieten.
Das woom NOW: Ein urbanes Kinderfahrrad mit Frontgepäckträger
Das neue urbane Kinderfahrrad von woom, das woom NOW, hat einen praktischen Front-Gepäckträger und viele weitere coole Ausstattungsmerkmale.
Auffällig ist, dass das woom NOW vorne einen kleineren Reifen als hinten hat. So hat vorne über dem kleineren Reifen auch der Gepäckträger Platz. Und das Gepäck hat dadurch einen niedrigeren Schwerpunkt, was dabei hilft leichter Balance zu halten.
Der Gepäckträger ist direkt am Rahmen montiert und nicht am Reifen. Die Ladefläche des Gepäckträgers ist so konzipiert, dass sie beinahe geschlossen ist. Rucksäcke und Schultaschen werden am besten mit den Trägern nach vorne am woom NOW festgeschnallt für eine optimale Platzausnutzung.
Vor dem Wegfahren lohnt sich noch ein Check, ob alle Bänder gut verstaut sind und ob der Lenker sich frei bewegen lässt. Am Gepäckträger kann man übrigens auch Zubehör wie Trinkflaschen und Fahrradschloss praktisch anbringen.
Das woom NOW verfügt wie auch das woom Off über Scheibenbremsen. Man braucht weniger Handkraft für eine Bremsung. Vorne und Hinten an den Kotflügeln sind LED Lichter angebracht, die mit einem Dynamo betrieben werden. Dies finde ich super praktisch, weil es uns bei den Akku-Lichtern oft passiert ist, dass diese leer sind wenn wir wegfahren wollten. Mit dem Dynamo vom woom NOW kann das nicht mehr passieren.
Die Klingel am woom NOW war ganz neu für uns. Sie ist als Drehklingel gut getarnt und für Kinderhände super praktisch zu bedienen, ohne die Hand vom Griff nehmen zu müssen.
Das woom NOW wird sicher eine kleinere Zielgruppe ansprechen als die restlichen Woom Räder. Für Kinder, die im städtischen Bereich jedoch leben und täglich zur Schule oder zum Sportverein fahren und dabei immer mit Tasche oder Rucksack unterwegs sind, ist das woom NOW genau das richtige Fahrrad. Der Frontgepäckträger und sämtliche anderen Features des Fahrrads sind unglaublich gut durchdacht.
Frontgepäckträger: Eine Übersicht
Frontgepäckträger gehören zur Standardausrüstung eines jeden Rennrades und dienen dazu, Gepäck während des Radfahrens zu transportieren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Frontgepäckträgern: LowProfileGepäckträgern und HighProfileGepäckträgern.
LowProfileGepäckträger sind die leichteren und kompakteren Modelle, die meist aus Aluminium oder Carbon hergestellt werden. Sie bieten in der Regel weniger Stauraum als HighProfileGepäckträger und sind daher eher für leichtes Gepäck geeignet.
Es gibt auch verschiedene Arten von Frontgepäckträgern für unterschiedliche Arten von Fahrrädern. Für Räder mit Scheibenbremsen gibt es spezielle Frontgepäckträger, die die Scheiben nicht berühren.
Die Montage eines Frontgepäckträgers ist relativ einfach und in der Regel auch für Laien kein Problem. Die meisten Frontgepäckträger werden mit Schrauben an der Gabel befestigt.
Ein Frontgepäckträger bietet einige Vorteile gegenüber einem hinteren Gepäckträger. Zum einen ist das Gepäck bei einem Frontgepäckträger besser geschützt, da es vor Stößen und Schlägen geschützt ist. Ein Frontgepäckträger hat jedoch auch einige Nachteile. Zum einen kann das Gepäck bei einem Frontgepäckträger schneller schmutzig werden, da es in der Regel viel näher an der Straße ist.
Ausgewählte Frontgepäckträger im Detail
Hier sind einige der Bestseller unter den Frontgepäckträgern:
Robuster Stahl-Gepäckträger mit Tragkraft über 15 kg
Dieser vordere Fahrradgepäckträger aus hochwertigem Stahl ist ideal für lange Fahrradtouren und Outdoor-Abenteuer. Er trägt sicher über 15 kg (z. B. Fahrradkorb, Zelt, Schlafsack, Taschen). Seitliche Schutzbügel verhindern Kontakt zwischen Satteltasche und Reifen. Er ist kompatibel mit Scheibenbremsen, V-Bremsen und Federgabeln (Gabeldurchmesser: 30-40 mm) und wird an der Gabel mit Befestigungslöchern montiert. Die Installation ist einfach, da alle Schrauben und Werkzeuge im Lieferumfang enthalten sind.
Universell einsetzbarer Gepäckträger
Dieser Gepäckträger ist besonders gut für Nostalgieräder geeignet, kann aber auch an klassischen Fahrrädern verwendet werden. Der Fahrradgepäckträger wird mit den enthaltenen Haken vorne am Lenker eingehängt und mit den stabilen Stahlrohren an der Radachse der Gabel fixiert. Er ist nicht für Federgabeln geeignet. Er ist robust und zuverlässig, gefertigt aus robustem Stahl mit einer schützenden schwarzen Beschichtung. Dieser vielseitige Gepäckträger Vorderrad ist die perfekte Ausstattung für all Ihre Outdoor-Aktivitäten, Picknicks und Ausflüge. Dank seiner stabilen Dreiecksstruktur ist der Gepäckträger lenker bis zu 10 kg belastbar und ermöglicht ein sicheres Laden sowie einen effizienten Frachttransport. Der Front Loader ist aus robusten Materialien gefertigt, darunter eine stabile Stahlkonstruktion mit 16 mm starkem Stahlrohr sowie hochwertiges Massivholz als Auflagefläche.
Leichter und langlebiger Gepäckträger aus Aluminiumlegierung
Dieser Gepäckträger ist vom alltäglichen Gebrauch bis hin zum Touren geeignet. Er ist einfach zu installieren und funktioniert reibungslos. Verwenden Sie ein Gummiband oder einen Kabelbinder, um Ihr Gepäck am vorderen Gepäckträger zu befestigen. Der Gepäckträger ist aus Aluminiumlegierung 6061 gefertigt und wiegt ca. 650 g. Die maximale Tragfähigkeit beträgt ca. 9 kg. Er ist kompatibel mit 700C Fahrrädern mit Dübellöchern. Er ist leicht und langlebig, mit einer hervorragenden Leichtgewichtigkeit, hohen Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Er ist stabil und verteilt das Gewicht, indem er an 3 Punkten abgestützt wird.
Fahrrad-Frontträger mit starker Tragfähigkeit
Dieser Fahrrad-Frontträger ist perfekt für Langstreckenfahrten im Freien. Er besteht aus Stahl, der mit schwarzer Farbe beschichtet ist. Dadurch ist er robust und langlebig. Er kann Gegenstände über 15 kg transportieren und ist mit verschiedenen Fahrrädern mit Scheibenbremsen kompatibel. Er ist vielseitig einsetzbar und lässt sich leicht installieren und entfernen. Er verfügt über Schutzhalterungen auf beiden Seiten, die Ihre Taschen vor den Rädern schützen.
Die Bedeutung des Fahrradgepäckträgers
Nicht jedes Fahrrad hat einen Gepäckträger. Fehlt er, sieht es direkt etwas sportlicher aus. Fahrradtypen wie Rennräder, Mountainbikes oder Fixies haben selten einen Gepäckträger. Dies liegt oft an der Funktion des Bikes. Ein Rennrad soll leicht sein und dient für sportliche schnelle Ausfahrten. Ein MTB soll ebenfalls leicht sein und wird auch im Sport- und Crossbereich eingesetzt. E-Bikes, Trekkingräder oder Cityräder würden ohne ihn merkwürdig aussehen.
Der Gepäckträger ist jedoch nicht nur ein optisches Bauteil, er kann jede Menge leisten. Bei der Auswahl des richtigen Gepäckträgers ist dazu auf die Radgröße zu achten. Passt der Fahrrad-Gepäckträger an ein 28 Zoll Fahrrad oder ist er evtl. für kleinere Modelle wie 24 Zoll Fahrräder gedacht?
Verschiedene Befestigungsarten
Es gibt verschiedene Arten der Befestigung, die klassische ist die Verschraubung am Hinterbau vom Fahrradrahmen. Hier werden in der Regel mindestens vier Schrauben genutzt. Unten am Treffpunkt der Ketten- und Sitzstreben und am oberen Ende, einer Verstrebung zwischen den Sitzstreben. Diese 4-Fach Verschraubung gibt dem Gepäckträger die nötige Stabilität am Rahmen. In der Mitte sieht man noch eine zusätzliche Schraube, mit dieser kann die Größe auf den Rahmen angepasst werden. Die Streben werden dazu weiter hineingeschoben oder herausgezogen.
Bei den Schrauben werden entweder Innensechskantschrauben oder Sechskantschrauben (Schlüsselschrauben) verwendet. Im Regelfall wird der Fahrrad Gepäckträger mittels Fahrradwerkzeug befestigt.
Fahrradgepäckträger für die Sattelstütze
Hat der Fahrradrahmen keine Löcher, kann eine alternative Bauart und Befestigungsmöglichkeit genutzt werden. Der Gepäckträger kann am Sattelrohr oder an der Sattelstange befestigt werden. Dazu gibt es speziell gebaute Träger. Diese können entweder nur mit einer Klemme befestigt werden oder zusätzlich mit Schellen, die an der Sitzstrebe befestigt wird.
Hier muss die Fixierung exakt sein. Mit Taschen beladen können Fliehkräfte in den Kurven sonst dafür sorgen, dass der Gepäckträger sich bewegt. Um den Widerstand etwas zu erhöhen, kann zwischen Halterung und Sattelstütze eine Gummimuffe gelegt werden. Wird keine mitgeliefert, kann ein aufgeschnittener, alter Fahrradschlauch dafür genutzt werden. Diese Art ist auch als Mountainbike Gepäckträger geeignet.
Zuladung und Sicherheit
Diese Angabe ist immer vom gewählten Modell abhängig. Entscheidend ist zum Beispiel, aus welchem Material besteht der Gepäckträger und wie ist dieser am Fahrrad befestigt. Modelle aus Aluminium sind vom Gewicht her leicht, haben oft bei dünnerer Bauweise eine geringere Zuladung. Die fliegende Variante an der Sattelstütze darf z. B. maximal 12 kg tragen.
Es gilt daher immer auf die Angabe des Herstellers zu achten. Auch wenn man immer wieder Menschen als 2. Passagier auf dem Gepäckträger sitzen sieht, so heißt dies nicht, dass das Material dafür ausgelegt ist. War die Grenze vor der StVO Novelle 2020 noch bei 7 Jahren, so dürfen jetzt Personen transportiert werden, wenn das Fahrrad bauartlich dafür gemacht ist. Im Idealfall setzt man bei Kindern einen Kinderfahrradsitz ein.
Der Gepäckträger als Befestigungselement
Der Gepäckträger ist ein wahres Multitalent. Bauteile wie Schutzbleche, Rückstrahler, Fahrradbeleuchtungen und Fahrradtaschen finden an ihm einen Platz. Je nach Bauart und Größe, sind nicht selten alle aufgezählten Dinge befestigt.
Fahrradtaschen werden an einer Gepäckträgerstrebe eingehängt und finden so einen sicheren Halt. Wer bereits Taschen hat, sollte bei der Neuanschaffung eines Trägers darauf achten, dass die Streben einen zum Haken der Tasche passenden Durchmesser haben.
Fahrrad-Gepäckträger an Reiserädern sind meist so gebaut, dass die Tasche an extra Streben hängt um den Gepäckträger selbst auch bei eingehängter Fahrradtasche noch gut nutzen zu können. Es war von Vorteil, wenn die Tasche an einer extra Strebe angebracht war, wenn man gleichzeitig den Gepäckträger als solches noch nutzen möchte.
Neben den Taschen sind oftmals auch Fahrradkörbe oder Fahrradboxen / Gepäckboxen montiert. Hier gibt es Gepäckträger, die bereits eine Racktime Befestigungsmöglichkeit haben. Boxen, Körbe und Taschen können so bequem in den Hinterradgepäckträger geschoben werden und sitzen fest. Hier sorgen 4 Zapfen und eine Arretierung für den nötigen Halt.
Worauf man beim Kauf achten sollte
- Wie wird der Gepäckträger befestigt, sind am Fahrrad entsprechende Löcher vorhanden?
- Wie viel Gewicht darf der Fahrradträger tragen?
- Ist der ausgesuchte Träger kompatibel zu meiner Fahrradgröße (28 Zoll / 24 Zoll / 20 Zoll)?
- Soll der Gepäckträger über Zusatzfunktionen wie z.B. ein Racktime System verfügen?
- Passen meine vorhandenen Taschen-Haken an den Durchmesser der Gepäckträgerstreben?
- Benötige ich einen Fahrradgepäckträger für die Sattelstütze, welchen Durchmesser hat diese?
Der Lowrider für die Fahrradgabel
Das Wort Gepäckträger impliziert nicht zwangsläufig, dass das Gepäck hinten transportiert werden muss. Reiseräder haben oftmals die Möglichkeit einen so genannten Lowrider an der Vorderradgabel befestigen zu können. Hier können dann ebenfalls Fahrradtaschen eingehängt werden.
Durch die meist größere Nähe zum Boden, setzt man hier auf kleinere Fahrradtaschen mit weniger Volumen. Der Lowrider sollte immer beidseitig gleich beladen werden, da sonst das Fahr- und Lenkverhalten stark beeinflusst werden kann.
Der Fahrradgepäckträger ist kein Transportmittel für Fahrräder, wer auf der Suche nach einem Fahrradträger ist, schaut im Fahrradträger Test vorbei.
Gepäckträger-Modelle im Vergleich
Hier ist ein Überblick über verschiedene Gepäckträger-Modelle:
| Produkt | Traglast | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|
| Racktime 28" | 30 kg | 50,95 € | Amazon |
| ROCKBROS Sattelstange | 50 kg | 34,99 € | Amazon |
| XLC Carry More | 25 kg | 39,98 € | Amazon |
Viele Gravelbikes, aber auch manche Mountainbikes, haben bereits Gewindebohrungen, sodass Gepäckträger eingeschraubt werden können wie bei Touren- oder Citybikes. Das ist die beste Lösung, wenn der Träger länger am Rad bleibt und ein hohes Gewicht tragen soll, etwa bis zu 25 Kilogramm.
Die Bohrungen fehlen jedoch bei den meisten (E-)Mountainbikes, bei Rennrädern und auch bei einigen sportlichen E-Bikes. Deshalb setzen die vier weiteren Träger in unserem Test auf Riemen oder Klemmen: Sie werden entweder auf die Sitzstreben gesetzt oder an der Sattelstütze angebracht. Das funktioniert an allen Rahmen - und ist schnell erledigt, sogar an vielen Fahrrädern, die vollgefedert sind.
Aufpassen sollten Sie, falls Sie ein Fahrrad mit Carbonrahmen besitzen: Rohre aus Carbon sind empfindlich gegen Seitenkräfte, die von solchen Riemen- und Klemmkonstruktionen ausgehen können. Zwei Hersteller warnen explizit vor dem Einsatz ihrer Träger an Carbon.
Alle TetraRack-Modelle werden ausschließlich mit Klettbändern an den Rohren fixiert. Die Klettbänder werden mit der Hand in Position gebracht, bevor sie mit einem mitgelieferten Inbusschlüssel angezogen werden. Das sorgt für die nötige Stabilität und die gummierten Füße sitzen fest.
Der Nachteil dieses Mechanismus: Die TetraRacks lassen sich zwar sekundenschnell ohne Werkzeug entfernen. Sie können aber nur mit einem Inbusschlüssel montiert werden, der Spannmechanismus muss vorher wieder zurückgeschraubt werden. Dennoch geht das mit etwas Übung recht schnell.
Der TetraRack darf laut Hersteller vorne sieben Kilogramm tragen, hinten neun Kilogramm. Das ist nicht viel - ein Ortlieb-Backroller wiegt leer bereits fast ein Kilogramm.
Der QuickRack von Ortlieb erlaubt bis zu 20 Kilogramm Ladung. Das kommt schon sehr nah an Träger heran, die fest montiert werden. Er wird unten mit zwei Schnellverschlüssen in der Nähe der Hinterradnabe befestigt. Hat der Rahmen Gewindebohrungen, wird der QuickRack dort verschraubt. Ansonsten wird er mit Adaptern angeklemmt. Diese werden allerdings nicht mitgeliefert und müssen für etwa 15 Euro zusätzlich gekauft werden.
An der Sattelstütze wird der Gepäckträger mit einem Band und einem Schnellspanner fixiert. Die Länge ist verstellbar und muss einmalig mit zwei Schrauben eingestellt werden, sodass der Gepäckträger an allen Sattelstützen gut sitzt.
Nach der ersten Montage kann der QuickRack sekundenschnell angebracht werden. Die doppelten Streben ermöglichen, Gepäckträgertaschen etwas tiefer einzuhängen. So passt etwa noch ein Korb auf den Träger.
Der Träger RP-R06 von XLC wird lediglich mit einer einzigen Klemme und einem Schnellspanner-Prinzip an der Sattelstütze befestigt. Anlegen, drehen und den Hebel mit etwas Kraft umlegen genügt: Kein anderer Gepäckträger im Test lässt sich so schnell montieren.
Voraussetzung ist eine Sattelstütze, deren Durchmesser zwischen 25,4 Millimeter und 31,8 Millimeter misst. Das sind zwar gängige Maße, aber Vorsicht: Federsattelstützen könnten davon abweichen und nicht ausreichend Höhe (5,5 Zentimeter) bieten. Das gilt auch für verstellbare Sattelstützen (Dropper Posts), die es an einigen Mountainbikes gibt.
Eine weitere Einschränkung: Carbon-Sattelstützen werden vom Hersteller XLC zwar nicht explizit ausgeschlossen, aber es ist sicherlich keine gute Idee, Carbon mit so starken Seitenkräften zu belasten.
Die Maximalbelastung des 888 Gramm schweren Trägers gibt XLC mit zehn Kilogramm an. Störend könnten die etwas kräftigen Rohre des Trägers sein: Mit 13 Millimeter Dicke passen zwar neuere Seitentaschen von Vaude und Ortlieb, aber das alte Ortlieb-System QuickLock 1 zum Beispiel nicht.
Der Gepäckträger Infinity Universal ist neu auf dem Markt. Ähnlich wie die Modelle von Thule und Topeak wird der Träger von SKS mit Bändern befestigt. Er sitzt ebenfalls auf den Sitzstreben und verfügt über vier gummierte Füße.
Das Spannsystem funktioniert jedoch etwas anders, was zu einer aufwendigeren Montage führt. Der Lohn der Arbeit: Mit einer Maximallast von zwölf Kilogramm trägt er etwas mehr Gewicht als die anderen Riemen-Träger. Allerdings warnt SKS vor dem Einsatz an Carbonrahmen.
Der Träger ist gut anpassbar und muss einmalig an mehreren Punkten so fixiert werden, dass er richtig ausgerichtet ist und nirgendwo anstößt. Der Schlüssel für die Torx-Schrauben kann im Träger selbst verstaut werden - man hat ihn also dabei, falls sich eine Schraube oder ein Band lockern sollte.
Wer SKS-Taschen auf den Gepäckträger setzen will, braucht die Adapterplatte für das MIK-System des Herstellers. Diese engt jedoch den Spielraum an den Streben ein, an denen Gepäckträgertaschen seitlich eingehängt werden.
Der Racktime Boost-it Tour 2.0 von Tubus ist der flexibelste und stärkste Träger im Test - macht aber auch am meisten Arbeit. Er wird mit vier Schrauben an den Sitzstreben des Rads befestigt. Am einfachsten fällt das, wenn Bohrungen für Gepäckträger vorhanden sind. Dann muss der Träger nur einmal eingepasst werden.
Tubus legt flexibel einstellbare Streben bei, sodass der Träger an jedem Rad einfach horizontal ausgerichtet werden kann. Was der Hersteller aber verschweigt: Wird von den Streben nicht die gesamte Länge benötigt, so stehen sie nach oben heraus und müssen mit einer Säge gekürzt werden. Das ist nicht schwer und im Lieferumfang befinden sich Plastikstopfen, um die entstehenden scharfen Enden abzudecken - aber für die Erstmontage sollte man schon eine Stunde Zeit einrechnen. Und eine Metallsäge bereithalten.
Noch mehr Zeit benötigen Sie, wenn das Rad keine Bohrungen hat. Tubus hat sich einiges einfallen lassen, um den Träger auch in diesem Fall mit seiner vollen Tragkraft von 25 Kilogramm am Rad befestigen zu können. Es kommt aber auf die Achse an.
Es ist eine Schnellspannerachse im Angebot, die mit zwei Blechen inklusive der nötigen Bohrungen an den Seiten versehen ist - und die Original-Schnellspannerachse ersetzt. Wer ein Rad mit Steckachsen besitzt, kann bei Tubus eine Variante mit entsprechenden Gewindebohrungen an den Enden kaufen. Clever, aber beide Varianten müssen für etwa 25 Euro zusätzlich erstanden werden. Fehlen die Bohrungen an den Sitzstreben, gibt es zwei Klemmen - ebenfalls optional.
Der Träger selbst ist multifunktional: Er hat eine untere Strebe, um Gepäckträgertaschen tiefer einhängen zu können. Die Systeme von Ortlieb und Vaude passen sehr gut. Körbe und Aufsetztaschen passen auf den Träger, wenn sie das Befestigungssystem Snap-it 2.0 unterstützen.
Vorderradgepäckträger: Mehr als nur zusätzlicher Platz
Ein Frontgepäckträger bietet mehr als nur zusätzlichen Platz. Für den Alltag ist er ein echter Helfer: Taschen, Körbe oder sogar Kisten finden hier Platz. Einen Gepäckträger vorne anzubringen ist nicht nur praktisch, sondern macht dein Fahrrad noch smarter für große Bikepacking-Touren.
Du kannst das Gewicht zwischen Vorder- und Hinterrad verteilen, was dir auf langen Strecken eine deutlich bessere Balance verschafft. Er ist die perfekte Wahl für leichte und oft genutzte Dinge: Snacks, Werkzeuge oder Regenjacke - alles griffbereit, ohne den Rücken zu belasten.
Citybike oder Pendlerfahrrad
Für den Alltag besonders vorteilhaft, da du auf einem Gepäckträger vorne Korb, Taschen, Einkäufe und Co. transportieren kannst.
Gravelbike und Tourenrad
Für längere Touren sind Frontgepäckträger mit Ösenbefestigung die beste Wahl. Sie bieten eine stabile Grundlage für Seitentaschen oder kleinere Packsäcke, ohne die Balance deines Rads zu beeinträchtigen.
Mountainbike (MTB)
Für MTBs gibt es robuste Gepäckträger, die mit Klemmsystemen oder Adaptern an der Gabel befestigt werden. Sie sind ideal für leichte Ausrüstung oder Tools, die du auf Trails griffbereit haben möchtest.
Vintage- oder ältere Fahrräder
Wenn dein Bike keine Ösen hat, kannst du auf Adapterlösungen oder Modelle mit Klemmsystemen zurückgreifen.
Es gibt viele Taschen, die für einen Gepäckträger vorne geeignet sind und dir das Leben leichter machen. Seitentaschen sind eine der beliebtesten Optionen, besonders bei Lowrider-Gepäckträgern. Sie hängen tief am Rad, was für eine optimale Gewichtsverteilung sorgt und die Stabilität auf langen Strecken erhöht.
Eine clevere Alternative sind Lenkertaschen oder Trunk Bags, die auf der Plattform des Trägers montiert werden. Lenkertaschen eignen sich perfekt für kleinere Gegenstände, die du schnell griffbereit haben möchtest, wie Snacks, Karten oder deine Kamera. Trunk Bags bieten mehr Platz und sind ideal für mittelgroßes Gepäck wie Wechselkleidung, Verpflegung oder Werkzeug.
Ein Gepäckträger macht vorne genauso viel Sinn wie hinten - da sind wir uns einig.
Das Specialized Turbo Porto-Lastenfahrrad
Das Specialized Turbo Porto-Lastenfahrrad ist mit 206 cm Gesamtlänge zwar nicht das kürzeste Longtail im Vergleichstest (der Titel geht an das Riese & Müller Multitinker), es ist aber auch nicht außergewöhnlich lang. Außerdem lässt es sich hochkant abstellen, so passt es im Zweifel auch in ein Treppenhaus, statt Platz in einer schmalen Garage einzunehmen.
Zur Sicherheit sollte man das Vorderrad mit einem Gurt zusätzlich verzurren, da es etwas labiler auf dem Heck steht als z. B. ein Moustache Lundi. Zum Beladen kann das Porto sicher auf den Zweibeinständer aufgebockt werden. Das Auf- und Abbocken erfordert jedoch deutlich mehr Kraft als bei vielen anderen Lastenrädern im Vergleichstest.
Das Specialized Turbo Porto-Lastenrad ist tatsächlich ein Alleskönner. Bei Alltagscommutern glänzt es mit Features wie Rückspiegel, Radar und Diebstahlschutz, Trekking-Biker freuen sich über die hohe Fahrstabilität und den kraftvollen Motor und für alle Transporter bietet Specialized das passende Gepäcktransport-Zubehör an - Everybody’s Darling eben.
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