Fahrrad mit Sitzbank Modelle: Eine Übersicht

In den Städten erleben die sogenannten »Lastis« seit einiger Zeit einen regelrechten Hype. Dabei gibt es neben dem klassischen Lastenrad, mit dem man Gegenstände wie Kisten, Möbel oder einfach den Einkauf im Supermarkt transportiert, auch immer mehr Lastenräder für Familien.

Lastenfahrrad-Modelle im Überblick

Beim Kauf eines Lastenrades oder E-Lastenrades vertrauen viele Kunden auf die Meinung diverser Fachmagazine. Wir haben eine Übersicht der Lastenrad / E-Lastenrad Tests zusammengestellt, die dir helfen das beste Lastenfahrrad für dich zu finden.

Long John - Der Klassiker

Mit diesem durchdachten und leicht zu handhabenden Lastenrad kann man Kinder, Einkäufe oder auch andere Ladung transportieren. Dieses Lastenbike wird aufgrund der hohen maximalen Hauptlast gerne als Familienrad benutzt. Durch seine lange und schlanke Bauweise kommt er auch auf schmaleren Fahrradwegen gut zurecht. Die Ladefläche, die bis zu 150kg tragen kann, befindet sich zwischen Lenker und Vorderrad. Dadurch hat man die Ladung immer im Blick.

Trike/Dreirad

Wie der Name schon vermuten lässt, hat dieses Lastenfahrrad drei Räder: eines hinten und zwei vorne. Diese sorgen für eine optimale Stabilität und genügend Platz. Auf dem Trike geht es eher gemütlich und ruhig zu, da man aufgrund der drei Räder langsamer als beispielsweise mit dem Long John unterwegs ist. Durch die meist vorne angebrachte Box ist das Dreirad ein perfektes Rad für die Familie und kann bequem für einen Familienausflug oder als Lastenfahrrad für Hunde genutzt werden, daher wird deiner Transportfantasie keinerlei Grenzen gesetzt.

Backpacker

Das Cargobike, das wie ein klassisches Fahrrad fährt. Das Backpackerrad sieht auf den ersten Blick wie ein normales Fahrrad aus und erst bei genauerem Hinsehen fällt der langgezogene Gepäckträger ins Auge. Damit kann man eine Menge an Lasten befördern. Die Lenkung funktioniert wie bei einem normalen Fahrrad. Durch den stabilen Gepäckträger kann man auf dem Backpacker gleich zwei Kindersitze befestigen, daher ist das Backpacker Lastenfahrrad perfekt für einen Ausflug mit der Familie. Mit Satteltaschen oder Spanngurten können auch unhandliche Gegenstände oder Einkäufe und zugehörige Getränkekisten mit höherem Gewicht befördert werden.

Bäckerfahrrad

Hier kommt der Name nicht von ungefähr. Bevor das Auto die deutschen Straßen dominierte, zeichnete das Bäckerrad das Straßenbild. Das Bäckerrad ist besonders stabil, da seine Ladefläche mit dem Rahmen befestigt ist. Auf dieser wird heutzutage ein Korb versehen. Dort findet dann der tägliche Einkauf sowie weitere mittelgroße Gegenstände Platz. Kurz gesagt: Das Bäckerfahrrad ist ein ganz normales Fahrrad mit eingebauter Ladefläche vorne. Da es meist auch über einen Gepäckträger verfügt, bekommst du hier gleich ein doppeltes Ladevolumen.

Kompakt und flexibel - das muli Lastenrad

Wenn du bis jetzt dachtest, dass Lastenräder groß, schwerfällig und teuer sind, empfehlen wir dir, einen genauen Blick auf das muli Lastenrad zu werfen. Hier treffen kompakte Abmaße auf einen flexiblen Aufbau und sorgen für ein agiles Fahrverhalten bei hohem Nutzwert im Alltag. Natürlich kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz!

Longtail Bikes

Das Große Plus eines Longtail Bike ist seine Flexibilität: Weil so ein Long Tail Bike im Prinzip ein E Bike mit Gepäckträger für Kinder ist, fährt es sich eben auch wie ein Ebike: Genauso angenehm und ohne große Umgewöhnung. Mit diesem Longtail Bike deinen Weg zur Arbeit zu machen, auch ganz ohne Kinder, ist überhaupt kein Problem. Das Long Tail Bike passt problemlos in jeden normalen Fahrradständer und du kommst damit auch durch jede Engstelle, durch die du mit einem normale Ebike oder Fahrrad auch kommst. Wenn du aber dann mit deinem Longtail Fahrrad Richtung Kindergarten fährst, wird aus diesem Longtail Bike ganz schnell ein Longtail Lastenrad für zwei Kinder oder auch mehr.

Dein Long Tail Bike kannst du so ausstatten, wie es für dich am praktischsten ist. Das hängt natürlich davon ab, was du auf dem Gepäckträger deines Longtail Bike transportieren willst: Wird dein Longtail Fahrrad 2 Kinder transportieren? Oder willst du ein Longtail Cargo Bike daraus machen?

Wenn auf dem Lastenrad Gepäckträger Kinder sitzen sollen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Dabei kommt es vor allem aufs Alter deiner Kinder an: Meistens gibt es eine Variante mit Sitzpolster, sodass auf dem Lastenrad Gepäckträger Kinder bequem Platz haben. Das ist aber erst etwas für Kinder ab drei oder vier Jahren. Für kleinere Kinder wird es auf ein EBike 2 Kindersitze herauslaufen: Denn fast jedes Longtail Bike kann zwei Kindersitze aufnehmen.

Das Longtail Bike ist im Gegensatz zum normalen Fahrrad mit Gepäckträger für Kinder nicht nur erheblich robuster und massiver gebaut. Es ist auch mit einem Elektro Motor ausgestattet, der es zu einem waschechten Longtail E Bike macht. Das spart dir nicht nur jede Menge Schweiß, sondern macht deine Fahrt auch sicherer, da du schneller auf eine gewisse Geschwindigkeit kommst.

Ausgewählte Modelle im Detail

Christiania Bikes Classic Medium

Immer noch ein echter Volltreffer - das Christiania Bikes Classic Medium ist und bleibt ein Klassiker, der klar und einfach seine Stärken ausspielt und besonders Familien viel Spaß und vor allem Raum bereitet. Denn hier sorgt die recht große Transportbox für unglaublich viele Einsatzmöglichkeiten - ob es nun Kinder, Einkäufe oder kleine Umzüge sind, mit dem Christiana gibt es keine räumlichen Engpässe.

Christiania Bikes Modellvarianten

  • CLASSIC LONG - Max. Das Modell Classic Long ist 30 cm länger und bietet nochmal mehr Transportvolumen.
  • Das kürzeste Christiania Bike, wenn Sie nicht viel Platz brauchen. Trotzdem mit genug Platz für Einkäufe oder den vielleicht doch mal erschöpften Hund.

Tern GSD S00

Das Tern GSD S00 schaut wie ein zu groß geratenes Klapprad aus. Eine große Transportbox hat es nicht und braucht es nicht. Denn hier geht es vor allem um den Transport der wertvollsten Fracht - und zwar Kinder. Die nehmen hinten auf dem langen Gepäckträger einfach Platz und rauschen durch die Stadt und durchs Gelände. Das Tern ist sehr wendig, dynamisch und vielseitig unterwegs.

Chike E-Kids

Wie ein kleines Raumschiff auf drei Rädern kommt das Chike E-Kids angerauscht - ohne dabei natürlich die Bodenhaftung zu verlieren. Vorn sorgt eine Schwenkachse für ein tolles Fahrverhalten und Fahrvergnügen, besonders in Kurven. Die kleinen Mitfahrer nehmen vorn in einer sehr komfortablen Kabine Platz, die auch an Regentagen ideal ist und trocken hält. Gepäck kann man in praktischen, kleineren Boxen verstauen.

Btwin Long John F900E von Decathlon

Das Btwin Long John F900E von Decathlon ist ein Schwergewicht - allerdings im positiven Sinne. Es bietet nämlich ein rundes Gesamtpaket zu einem guten Preis. Neben hochwertigen Komponenten und einer guten Verarbeitung bringt es auch ein einrollbares Regen- und Sonnendach mit, außerdem eine Tür an der Box, viel Komfort, viel Stauraum und Wendigkeit.

Load 75 von Riese & Müller

Rasant, elegant und sicher - das Load 75 von Riese & Müller ist vom Fahrverhalten her ein Traum. Jede Bodenwelle, jede Kante und jedes Schlagloch schluckt das vollgefederte E-Lastenrad mühelos. Dazu ein sehr kraftvoller E-Motor. Ein echter Flitzer auf zwei Rädern. Die Transportbox ist zwar nicht ganz so geräumig, doch wer sein Kind in der Stadt schnell, komfortabel und sicher von A nach B bringen möchte, der liegt hiermit genau richtig. Auch im Gelände überzeugend.

Weitere Modelle und Marken

  • Gazelle Cabby: Die Kinder zur Schule bringen, einkaufen, die extra Tasche und ein Paket, das abgeholt werden muss? Mit dem Cabby, mit verlängertem Gepäckträger und den vielen Zubehörteilen, bekommst du wirklich alles mit.
  • Yuba Lastenräder: Transportrad für die Großfamilie. Die Yuba Lastenräder sind dafür konzipiert, dein Einkaufstransporter, Lieferwagen oder Schulbus zu sein.
  • Babboe Lastenräder: Babboe Lastenräder sind Deutschlandweit über unseren Webshop verfügbar. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, bei unseren Partner-Händlern diverse Babboe Modelle auszuprobieren und zu kaufen.
  • LOADY - das modulare Longtail-Cargobike: Entdecke das LOADY - das modulare Longtail-Cargobike, das sich perfekt an deine Bedürfnisse anpasst. Dank der vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten kannst du es ganz nach deinen Wünschen gestalten, von zusätzlichen Transportlösungen bis hin zu weiteren praktischen Komponenten.

Zubehör und Konfiguration

Jedes Lastenrad wird für Sie individuell nach Ihrer Wunschkonfiguration bei Christiania Bikes in Dänemark gebaut. Fertig montiert & farhrbereit wird es auf eine Holzpalette geschnallt und kommt per Spedition direkt zu Ihnen nach Hause.

Abschließend speichern Sie Ihre Konfiguration per Klick und erhalten einen Konfigurations-Code für einen späteren Wiederaufruf. Die beliebtesten Konfigurationen haben wir Ihnen gleich vorbereitet: Unter dem Reiter "Beispielkonfigurationen" finden Sie mehrere bereits fertig zuammengeklickte Konfigurationen. Dies sind sog. "stimmige" also sinnvolle bewährte Konfigurationen.

Wenn du eine Person mitnehmen willst, ist das Cargo Kit Pure die beste Option. Mit der RST Porter erhalten nun auch die KEBs und LOADYs eine komfortable Federung. Als Reifen für Cargobikes ist der Schwalbe Pick Up überdurchschnittlich pannensicher. Seine stabile Doppelkarkasse stärkt die Seitenwand des Reifens und macht ihn so besonders belastbar.

Vor- und Nachteile von Zwei- und Dreirädern

Wer zum ersten Mal auf einem Lastenfahrrad sitzt, wird sich wundern, wie anders sich das im Vergleich zu einem »normalen« Fahrrad fährt. Vor allem an die dreirädrigen Exemplare muss man sich erstmal gewöhnen.

Modelle mit zwei Rädern fahren sich dagegen fast wie ein normaler Drahtesel - sie sind nur deutlich größer, aber im Vergleich zu Dreirädern immer noch leicht und wendig. Mit ihnen kann man kleine Ausflüge machen und sogar sportlich biken - sie verfügen teils sogar über bis zu 22 Gänge.

Das Zweirad ist weit schmaler als sein dreirädriger Kollege, was das Parken ebenfalls einfacher macht. Das Dreirad wiederum gondelt durch seine größere Reibung schwerfälliger durch den Verkehr. Es ist größer und nimmt mehr Parkplatz auf dem Gehweg ein. Allerdings verfügt es meist auch über mehr Stauraum und steht sicher beim Einstieg, vor allem mit der Feststellbremse. So haben Eltern die Hände für Kinder oder Einkauf frei.

Allerdings verfügt es meist auch über mehr Stauraum und steht sicher beim Einstieg, vor allem mit der Feststellbremse. So haben Eltern die Hände für Kinder oder Einkauf frei.

Was manche allerdings überraschen dürfte: Dreiräder sind nicht sicherer als Zweiräder. Denn ein Dreirad kann während der Fahrt schneller umkippen als ein Zweirad, vor allem wenn man zu schnell in die Kurve geht.

Die zweite überraschende Feststellung: Dreiräder fahren sich für die Kinder in der Kiste deutlich weniger komfortabel. Denn drei Räder bedeuten schlichtweg 50 Prozent mehr holpern. Fährt man über einen abgesenkten Randstein, ruckelt ein Zweirad zweimal, ein Dreirad in aller Regel dagegen dreimal, denn meistens fährt man nicht genau senkrecht über den Randstein.

Auch für den Fahrer haben Dreiräder einen Nachteil: Ist die Straße oder der Gehweg abschüssig, sitzt man schief auf dem Rad, was Rückenschmerzen verursachen kann. Einspurige Räder sind daher für längere Strecken besser geeignet.

Einige scheuen allerdings einspurige Lastesel mit nur zwei Rädern, weil sie befürchten, dass sie das hohe Gewicht des Rads samt Transportkiste und wertvollem Inhalt nicht stemmen können und Angst haben, umzukippen. Tatsächlich braucht man fast keine Kraft, um ein einspuriges Lastenrad in der Balance zu halten. Aber wie gesagt: Das muss jeder selbst ausprobieren.

E-Antrieb: Ja oder Nein?

Ob man lieber strampelt oder sich mit einem elektrisch angetriebenen Rad fast von allein kutschieren lässt, ist jedem selbst überlassen. Für den E-Antrieb spricht aber einiges: Selbst mit 80 Kilo in der Kiste kommt man relativ mühelos den Berg hoch und trudelt nicht komplett verschwitzt morgens bei der Arbeit ein.

Allerdings sind E-Bikes in der Anschaffung deutlich teurer und benötigen wesentlich mehr Pflege. Vor allem der Akku ist ein Verschleißteil, das beim Austausch teuer kommt. Deshalb müssen Käufer von E-Bikes mit deutlich höheren Wartungskosten rechnen als beim Lastenrad ohne E-Antrieb.

Für welche Art von Motor sich der Kunde entscheidet, kommt auf seine Bedürfnisse und Wünsche an. Hinterrad-, Mittelmotor- und Frontmotoren stehen zur Auswahl. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. So dreht das Vorderrad schnell durch, wenn der Motor vorne angebracht ist. Der Nachteil des Hinterradmotors ist vor allem, dass das Hinterrad dann nur schwer ausgebaut werden kann.

Kindertransport: Sicherheit und Komfort

So komfortabel wie in einem Auto kutschieren Sie Ihren Nachwuchs in einem Lastenrad nicht, denn das ist nicht gefedert. Da kann man noch so vorsichtig fahren, in der Kiste rumpelt es gehörig.

Zwar werden die oft gemütlich mit Fell verkleideten Babyschalen in der MaxiCosi-Halterung von den Herstellern schon ab drei Monaten empfohlen, aber Marc Stauß, Vater zweier kleiner Jungs, hält davon nichts: »Erst ab etwa sechs Monaten dürfen Kinder länger aufrecht sitzen. Davor sollten sie vor allem liegen. Er empfiehlt außerdem, die Babyschale so lange es geht zu benutzen. Denn auch ältere Kinder haben darin eine bessere Kopfstütze.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Kinder dürfen nur bis zu einem Alter von sieben Jahren transportiert werden. Diese Obergrenze legt die StVO fest. Auch wenn es keine Pflicht ist: Kindern in der Kiste bitte unbedingt einen Fahrradhelm aufsetzen.

Alternativen: Fahrradanhänger und Kindersitze

Natürlich kann man Kinder auch mit dem Fahrradanhänger transportieren oder ganz einfach mit dem Kindersitz auf dem Fahrrad. Vor allem, wenn man nur ein Kind hat, ist ein Kindersitz die einfachste Lösung. Bei zwei Kindern wird es aber schon schwierig.

Der Fahrradanhänger hat dagegen gegenüber dem Lastenrad einige Vorteile: Er ist kippsicherer als Lastenräder und mit einen Überrollbügel bietet er den Kindern auch innen große Sicherheit. Er kann außerdem gefedert sein und besitzt komfortable Sitze, so dass die Kleinen drinnen gemütlich schlafen können. Außerdem kann man ihn abhängen.

Aber Fahrradanhänger haben auch Nachteile: Problematisch ist, dass sie über keine Bremsen verfügen. Muss man in einer Gefahrensituation scharf bremsen, schiebt der Hänger das Fahrrad vor sich her, was zu Stürzen führen kann. Immer wieder kommt es im Stadtverkehr auch zu Unfällen, weil Autofahrer den Hänger übersehen.

Fazit

Die meisten Familien nutzen ein Cargobike auch weit länger, als sie anfangs annehmen. Aber letztlich ist die Wahl zwischen einem Fahrradanhänger und einem Lastenrad wie auch beim Auto vor allem eine emotionale Entscheidung.

Um sein ganz persönliches Traum-Lastenrad zu finden, braucht es deshalb Zeit. Etwa zwei Stunden sollten potentielle Käufer mit ins Fachgeschäft bringen. Denn erst während einer Probefahrt merkt man, auf welchem Bike man sich am wohlsten fühlt.

»Ich finde es wichtig, dass die ganze Familie mitkommt. Gerade die Kinder sollten beim Test dabei sein. Ein Lastenrad ist eine Anschaffung fürs Leben. Da sollte man auf gute Verarbeitungsqualität setzen.

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