Elektroantriebe zum Nachrüsten ermöglichen die Umwandlung eines vorhandenen Fahrrads in ein Pedelec und sind oft kostengünstiger als der Kauf eines neuen E-Bikes. Die technologischen Fortschritte haben die Nachrüstungsmöglichkeiten verbessert, wodurch heute eine Vielzahl von E-Bike-Kits auf dem Markt verfügbar ist. Mit dem richtigen Werkzeug und ein paar einfachen Handgriffen ist das Fahrrad schnell zum E-Bike umgebaut.
Überblick über E-Bike Nachrüstsätze
Am Markt sind mittlerweile zahlreiche Umbausätze bzw. Nachrüstsätze erhältlich, um ein Rad zum E-Bike bzw. Pedelec nachzurüsten. Das Angebot reicht von Hinterrad- über Vorderrad-Motoren bis hin zu Mittelmotoren, die am Tretlager angebracht werden.
Wir führen in unserem Shop auch und gerade im Einsteiger Preissegment eine Vielzahl attraktiver E-Bikes, welche von Grund auf ein optimales Zusammenspiel von Komponenten und Antrieb gewährleisten. Für einen Preis von um die 1.000 € bekommt man oft bereits ein City E-Bike der Generation 2018, für etwa 500 € mehr gibt es schon interessante E-Cross/E-Trekking und E-MTB Bikes.
Hersteller im Fokus
Um die Übersicht zu behalten, werden hier die gängigsten Hersteller mit Umbausätzen bzw. Nachrüstsätzen vorgestellt:
- Pendix: Mittelmotor, der mittels eines speziellen Tretlagers samt Drehmomentabstützung befestigt wird.
- Senglar: Experte für kräftige Nabenmotoren, die bereits fertig eingespeicht samt Akku, Kabelsätzen und Montagezubehör gekauft werden können.
- Go Swiss: Heckmotoren mit bis zu 500 Watt Unterstützung.
- Bafang: Chinesischer Hersteller, der zahlreiche Heck- und Frontmotoren anbietet, die sich als nachträglichen Umbausatz eignen.
- Ansmann: Experte in Sachen Batterie-, Lade-, Akku- und Antriebstechnologie.
- Vivax: Mit 1,8kg Gewicht der vermeintlich leichteste E-Antrieb am Markt.
- Binova: Setzt in Sachen Motor auf eine permanent erregte Synchronmaschine.
- Add-e: Leistungsstarker Motor (250 oder 600 Watt) wird an der Gepäckträgeraufnahme oder am Tretlager montiert.
- Electron Wheel: Leichter als bei Electron Wheel geht die Nachrüstung nicht.
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Nachrüst-Kits
Pendix
Beim Pendix System handelt es sich um einen Mittelmotor, der mittels eines speziellen Tretlagers samt Drehmomentabstützung befestigt wird. Der 250 Watt starke Motor sitzt am linken Kurbelarm, während am rechten Arm ganz normal mehrere Kettenblätter montiert werden können. Der formschöne Akku wird mit einer Halterung an den Trinkhalterschrauben befestigt. Zudem bietet sich direkt am Akku die Möglichkeit, zwischen drei Fahrmodi zu wechseln. Hierfür dreht man einfach die Kappe des Akkus. Man hat die Auswahl zwischen einem Eco- (ca. 100km Reichweite), Smart- (ca. 70km Reichweite) und einen Sport-Modus (ca. 40km Reichweite). Den Akku gibt es als 300 und als 500 Wh Version, wobei das Set mit kleinem Akku 1490€ kostet und das Set samt großem Akku 1690€. Das sind natürlich stolze Summen, aber das Pendix System gehört dank seiner smarten Fahrmodi und dem tollen Design sicher zu den hochwertigsten Umrüst-Möglichkeiten am Markt. Mit dem Pendix Umbausatz wird dein Fahrrad wahlweise zum Pedelec oder S-Pedelec.
Bergauf mit Unterstützung des Motors oder mit reiner Muskelkraft - mit dem Pendix eDrive entscheidest Du, wann Dein Fahrrad zum eBike wird. Ob auf dem Weg ins Büro oder für Lebensmitteleinkäufe im Stadtverkehr. Pendix erleichtert Deinen Alltag - und Du wirst die Fahrten lieben. Zu unserem 65 Nm starken Motor gibt es zwei verschiedene Akkugrößen.
Der Pendix eDrive ist bei ausgewählten autorisierten Fachhändlern erhältlich. Wir empfehlen, den Anbau des Pendix eDrive durch einen autorisierten Fachhändler durchführen zu lassen. Der Händler überprüft gleichzeitig den Zustand Deines Fahrrads und dessen Kompatibilität mit dem Antrieb. Somit ist Dir eine gute Beratung und eine sichere Fahrt garantiert. Wenn Du den Anbau dennoch selbst durchführen möchtest, kannst Du den Pendix eDrive in unserem Onlineshop erwerben.
Senglar
Senglar ist Experte für kräftige Nabenmotoren, die bereits fertig eingespeicht samt Akku, Kabelsätzen und Montagezubehör gekauft werden können. Mit 869€ bzw. 949€ ist der Umbausatz auch nicht ganz so teuer wie die Systeme von Pendix. Preislich bewegen sie sich im Mittelfeld der Nachrüstsatz Lösungen, allerdings bekommt man absolute Spitzentechnik. Die günstigere Variante kommt mit einem 418 Wh Akku, die teurere sogar mit einem 489 Wh Akku, die beide jeweils einen 250 Watt starken Motor antreiben. Senglar bietet dabei Akkus für die Sattelstütze, die Trinkhalterbefestigung und den Gepäckträger. Außerdem gibt es Naben für Scheibenbremsen und eine Kassette findet auch noch Platz. Senglar bietet also mit seiner Lösung maximale Auswahlmöglichkeiten, so dass für jeden Pedelec Umbau die passende Variante vorhanden sein sollte.
Go Swiss
Freunde von Heckmotoren werden bei Go Swiss fündig. Die Schweizer Tüftler bieten nämlich feinste Ingenieurskunst, die bis zu 500 Watt Unterstützung bietet. Natürlich gibt es auch Motoren mit den klassischen 250 Watt Unterstützung, die dich spielend auf 25 km/h beschleunigen. Formschöne Akkus und Displays gibt es bei Go Swiss aus einer Hand, so dass das Gesamterlebnis dieses Umrüstkits einfach genial ist. Kluge Algorithmen steuern den Motor nämlich so, dass sich die Beschleunigung ganz natürlich anfühlt. Zudem gibt es Versionen die Disc-kompatibel sind - und eine Aufnahme für eine 11-fach Kassette ist auch noch vorhanden. Die Kits aus der Schweiz bieten also massig Flexibilität und für jeden Kunden das passende Teil. Mit dem EVO Farbdisplay des Go SwissDrive-Systems kannst du alle wichtigen Fahrdaten ablesen.
Bafang
Bafang ist ein chinesischer Hersteller, der zahlreiche Heck- und Frontmotoren anbietet, die sich als nachträglichen Umbausatz eignen. Vom 250 Watt bis zum 500 Watt Motor, über Displays, Sensoren und Akkus gibt es hier alles, was das E-Bike-Herz begehrt. Die Qualität ist natürlich hervorragend, weshalb Bafang-Systeme sehr häufig als OEM-Ausstattung zu finden sind. Dank der großen Verbreitung gibt es auch zu beinahe jedem Achsstandard ein Modell. Es sollte also kein Problem darstellen, den passenden Nachrüstsatz für das eigene Fahrrad zu finden.
Ansmann
Ansmann ist seit vielen Jahren Experte in Sachen Batterie-, Lade-, Akku- und Antriebstechnologie. Dementsprechend funktionell und hochwertig sind die E-Bike-Systeme des renommierten deutschen Herstellers. Man hat hier die Wahl zwischen zwei verschiedenen Heckmotoren und einem Frontmotor-Modell. Betrieben werden die leistungsstarken Motoren entweder mit einem Flaschen- oder einem Gepäckträgerakku. Die Integration ist hier also simpel und optisch ansprechend gelöst. Zudem gibt es ein großes Touch-Display, das dich nicht nur mit allen wichtigen Informationen zum Antrieb versorgt, sondern gleichzeitig als Navigationsgerät fungiert.
Vivax
Der Vivax Assist ist mit 1,8kg Gewicht der vermeintlich leichteste E-Antrieb am Markt - wohlgemerkt inklusive Akku. Zudem verschwindet die ganze Antriebseinheit im Sattelrohr, während der Akku in eine kleine Satteltasche wandert. Das bietet dann genügend Energie, um bei 120 Watt Unterstützung eine Stunde Gas zu geben. Genau das richtige, um an einem quälenden Aufstieg die entscheidende Extraportion Power zu haben. Damit der Einbau möglich ist, wird nur ein gerades, durchgehendes Sitzrohr mit 31,6 mm oder 30,9 mm Innendurchmesser benötigt. Mit 2849,00 € (ohne Einbau) ist das Vivax System dann zwar mit Sicherheit kein Schnäppchen, aber eleganter kriegt man vermutlich keinen E-Motor in ein Fahrrad eingebaut.
Binova
Bei Binova setzt man in Sachen Motor auf eine permanent erregte Synchronmaschine. Der Motor bietet 250 Watt Unterstützung bei einem Drehmoment von 65 Nm - Kraft ist also genug vorhanden. Damit auch immer genügend Saft da ist, kannst du zwischen zwei Unterrohr- (417 Wh oder 576 Wh) und einem Gepäckträgerakku (460 Wh) wählen. Außerdem gibt es noch ein praktisches Display, das mit intuitiver Bedienbarkeit und guter Lesbarkeit besticht. Alles in allem also ein sehr durchdachtes, zuverlässiges und wartungsarmes System für einen Pedelec Umbausatz.
Add-e
Das Add-e-System kennen vielleicht manche aus der Puls4 Start-Up Sendung 2 Minuten 2 Million. Der leistungsstarke Motor (250 oder 600 Watt) wird nämlich einfach an der Gepäckträgeraufnahme oder am Tretlager montiert und passt somit an eine Vielzahl von Rädern. Durch die ausgeklügelte Befestigungsmöglichkeit ist der Motor dabei kaum zu sehen. Gleiches gilt für den 160 Wh Akku, der als Trinkflasche getarnt quasi nicht auffällt. Trotz des geringen Gesamtgewichts von gerade einmal 2,2 kg bringt dich dieser Motor aber gute 50 Kilometer weit. Ein echtes Kraftpaket und das für einen Preis von 890 bis 1100 €.
Electron Wheel
Leichter als bei Electron Wheel geht die Nachrüstung nicht. Hier kauft man nämlich ein komplett vormontiertes Vorderrad, das nur noch in die Gabel eingehängt werden muss, bevor es losgehen kann. Keine Kabel, kein Werkzeug, kein Ärger. Die smarte Lösung unterstützt dich dabei bis zu einer Geschwindigkeit von 32 km/h (bis 25 km/h in der Europa konformen Variante) - und das 50 Kilometer weit. Apropos smart: Der Electron Wheel Pedelec Umbausatz kommt mit einer intuitiven App, die dich mit allen notwendigen Informationen über den Antrieb versorgt und zudem auch eine Navigationsfunktion bietet. Wenn du also auf der Suche nach einer möglichst stressfreien Möglichkeit zur Umrüstung bist, ist der Electron Wheel Pedelec Nachrüstsatz dein System.
E-Bike Nachrüstsatz Vergleich 2025
Hier ist ein Vergleich einiger E-Bike-Nachrüstsätze, basierend auf den bereitgestellten Informationen:
| Modell | Antriebstyp | Reifengröße in Zoll | Leistung | Bremstyp | Maximalgeschwindigkeit in km/h | Akku inklusive |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Yose Power E-Bike-Nachrüstsatz Conversion Kit | Hinterradantrieb | 28" | 350 Watt | Scheibenbremse | 30 km/h | Ja |
| Season Nachrüstsatz | Hinterradantrieb | 28" | 350 Watt | Hydraulikbremse | 32 km/h | Ja |
| Yose Power Hub Motor | Vorderantrieb | 28" | 250 Watt | Scheibenbremse | 25 km/h | Nein |
| Shimost 28 Zoll 700C E-Bike Umbausatz | Vorderantrieb | 28" | 250 Watt | Scheibenbremse | 25 km/h | Ja |
| Season 36250-QZ-28 | Vorderantrieb | 28" | 250 Watt | Keine Herstellerangabe | 25 km/h | Ja |
| Season E-Bike Conversion Kit | Hinterradantrieb | 26" | 350 Watt | Hydraulikbremse | 32 km/h | Ja |
| L-faster YK-B-214 | Mittelmotor | Für alle Größen geeignet | 250 Watt | Für Mittelmotor nicht relevant | 25 km/h | Nein |
| Yose Power Umrüstsatz | Hinterradantrieb | 28" | 350 Watt | Scheibenbremse | 32 km/h | Nein |
E-Bike Nachrüsten - Unsere Produktempfehlungen
Hier eine Übersicht von uns getesteter Nachrüst-Kits:
- Mittelmotor Bafang BBS-01B (Testbericht)
- Mittelmotor Bafang MM G340 (Testbericht)
- Mittelmotor Pendix Edrive 300 (Testbericht)
- Frontmotor iMortor 2.0 (Testbericht)
- Heckmotor Bikight SW900 (Testbericht)
Platz 1: Bafang BBS-01B
Mit Gutschein-Code BG04aa52 gibt es den Bafang-Mittelmotor derzeit bei Banggood für 520 Euro. Er ist gut verarbeitet und mit 250 Watt Leistung in Deutschland legal. Laut diverser Foreneinträge kommt der Motor auf 80 Nm; das verschafft dem Nutzer eine entspannte Fahrt bei Hügeln und kleineren Bergen.
Neben dem Mittelmotor liefert Bafang neue Kurbeln, einen großen Farb-LCD-Bordcomputer, einen Handcontroller, einen Geschwindigkeitssensor, neue Bremshebel sowie ein Frontlicht und unzählige Kabelbinder. Montagewerkzeug und eine Anleitung sind ebenfalls dabei. Nur einen Innenlagerschlüssel muss man selbst kaufen.
Zum Bafang BBS-01B (Testbericht) braucht man noch einen Akku. Hier haben wir uns für den Haniwinner H194 samt europäischem Netzteil für knapp 270 Euro entschieden. Den Preis erzielt man derzeit mit dem Gutschein-Code BG2eb379 bei Banggood. Die Kapazität des Akkus liegt bei 561 Wh. In der Praxis kommt man damit zwischen 30 und 70 Kilometer weit; abhängig von vielen Fanktoren wie Unterstützungsstufe und Beschaffenheit der Fahrstrecke.
Platz 2: Pendix Edrive 300
Pendix ist Premium und das spürt man schon beim Preis. Der von uns getestete Pendix Edrive 300 (Testbericht) kostet im Set samt Akku mit Gutschein-Code HeiseMedien2022 1500 statt 1.649 Euro. Dafür ist das System absolut geräuschlos, fällt kaum auf und es gibt keine nervigen Kabel, aber auch kein eigenes Display. Das Pendix-Kit hat drei Jahre Garantie (bei Registrierung) und ist hochwertig verarbeitet.
Der Mittelmotor bietet 250 Watt Leistung und ein Drehmoment von 65 Nm. Der Akku bietet 330 Wh und liefert in der Kombination 40 bis 50 Kilometer Reichweite. Großer Pluspunkt ist bei Pendix das sehr minimalistische Design sowie der komplett geräuschlose Motor. Dieser arbeitet ohne Getriebe und gibt deshalb keinen Ton von sich. Dafür tritt der Motor nach. Die Magnete, die das Getriebe ersetzen, drücken immer nach, bis sie an der nächsten Spule andocken.
Platz 3: Bikight SW900
Den Heckmotor Bikight SW900 (Testbericht) mit 1000 Watt gibt es bei Banggood regulär für 300 Euro. Mit Gutschein-Code BG690f26 kostet er nur noch 279 Euro - ein echtes Schnäppchen. Leider ist die Version hierzulande illegal. Das Modell mit 250 Watt ist derzeit ausverkauft. Für den kompatiblen Akku Haniwinner HA194 561Wh legt man mit Code BG6e013a 210 Euro auf den Tisch. Insgesamt zahlt man also rund 460 Euro für das gesamte Set. So günstig ist kein anderes Kit in unserer Bestenliste.
Die 250-Watt-Version kann mit einem Drehmoment von vermutlich gerade einmal 25-35 Nm nicht vollständig überzeugen. Ja, man spürt die Unterstützung, bergauf fehlt es aber einfach an Kraft. Somit landet der Heckmotor nur auf Platz 3 unserer Bestenliste.
Platz 4: Bafang MM G340
Eigentlich steht das Kit Bafang MM G340 (Testbericht) unserem erstplatzierten Bafang BBS-01B um nichts nach. Ganz im Gegenteil, der MM G340 ist ein sehr starker Mittelmotor der auf ganzer Linie Freude bereitet. Leider verfügt der Motor über eine Leistung von 750 Watt; das ist in Deutschland illegal. Schade, denn ansonsten hätte es für diesen kraftvollen Mittelmotor den ersten Platz gegeben.
Derzeit bekommt man den Motor via Banggood für rund 480 Euro mit Code BG44073d. Via Amazon findet man den Motor immer wieder für rund 100 Euro mehr.
Platz 5: iMortor 2.0
Eigentlich ist der iMortor 2.0 (Testbericht) eine tolle Idee. Akku, Elektronik und Motor stecken allesamt im Vorderrad. Man muss nur ein Kabel zur Lenkerstange verlegen und es mit dem mitgelieferten Controller verbinden. Insgesamt brauchen wir für den Umbau 15 Minuten.
Das klingt zu gut, um wahr zu sein und ist es leider auch. Denn der iMortor 2.0 hat mit rund 10 bis 15 Kilometern kaum Reichweite, man braucht eine App, um ihn überhaupt nutzen zu können, und ohne Gashebel kann man ihn nicht nutzen. Damit ist das Modell in Deutschland illegal und generell einfach nicht zu gebrauchen. Via Banggood ist das Produkt noch gelistet, aber nicht mehr verfügbar. Auf Geekbuying findet man den Nachfolger, den iMortor 3.0, für rund 420 Euro.
Rechtliche Bestimmungen für nachgerüstete E-Bikes
In Deutschland gelten für nachgerüstete E-Bikes dieselben rechtlichen Bestimmungen wie für herkömmliche E-Bikes und Pedelecs. Wichtig ist hierfür die Unterscheidung:
- Pedelec: Motorleistung maximal 250 W, elektrische Unterstützung bis 25 km/h.
- S-Pedelec: Elektrische Unterstützung bis 45 km/h, Motor bis 400 W, Versicherungskennzeichen und Fahrerlaubnis der Klasse AM erforderlich. Helmpflicht.
- E-Bike: Kann ohne Zutun elektrisch beschleunigen. Bei Geschwindigkeiten bis 20 km/h ohne Treten gilt es als Leichtmofa (keine Helmpflicht), bis 25 km/h als Mofa (Helmpflicht). Führerschein und Versicherungskennzeichen notwendig. Motorleistung maximal 500 W.
Kosten für Nachrüst-Kits
Die Preise für Nachrüst-Kits variieren stark. Oft bekommt man sie bei Händlern mit deutschem Standort für 100 bis 200 Euro mehr als über einen chinesischen Online-Shop. Die meisten Nachrüst-Kits führt Banggood; auch zu den besten Preisen in der Regel. Ausnahme ist hier Pendix. Die Preise sind dauerhaft gleich (hoch) und der Verkauf findet ausschließlich direkt über Pendix statt.
Ist die Nachrüstung legal?
Grundsätzlich darf man sein eigenes Fahrrad nachrüsten, das ergab ein gemeinsames Interview mit Deutschlandfunk, ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub e.V.) und TechStage (ab Minute 20). Das bestätigt auch Dr. Arun Kapoor, Rechtsanwalt für Produkthaftung und Produktsicherheitsrecht bei der Kanzlei Noerr LLP, im Interview mit Emobiljournal.
Viele Nachrüst-Kits bieten zudem einen Gashebel. Den sollte man lieber nicht anbringen, da solch ein Hebel im öffentlichen Verkehr auf deutschen Straßen bis dato nicht erlaubt ist. Der Motor darf ohne Trittunterstützung maximal auf 6 km/h beschleunigen; das gilt in Deutschland als Schiebehilfe. Generell darf ein Pedelec, also ein Elektrofahrrad ohne Versicherungskennzeichen, nicht mehr als 25 km/h mit Motorunterstützung leisten. Die Nennleistung des Motors darf 250 Watt nicht übersteigen.
Vorbereitung und Montage
Das nachzurüstende Fahrrad sollte in einem einwandfreien Zustand sein. Das Material sollte keine Ermüdungserscheinungen aufweisen. Idealerweise rüstet man am besten ein neues oder junges Fahrrad auf. Wer sich unsicher ist, sollte zu einem Fachhändler gehen.
Vor allem ein Innenlagerschlüssel ist bei Mittelmotor-Sets ein Muss; den gibt es etwa bei Amazon für rund 14 Euro. Den Produkten liegt meist eine Montageanleitung bei. Zudem gibt es für die hier getesteten Modelle auf Youtube diverse Montageanleitungen. Wer keinerlei Zeit oder Geduld hat, um sein Fahrrad selbst umzurüsten, geht zu Pendix. Hier kann man über einen Fachhändler die Montage vornehmen. Das kostet natürlich extra.
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