Noch sind rein elektrisch angetriebene Motorräder auf Deutschlands Straßen Exoten, denn viele Motorradfahrende scheuen wegen der begrenzten Reichweite den Umstieg auf ein Elektrobike. Doch viele kleinere Hersteller und Start-ups vertrauen auf die Weiterentwicklung der Akku-Kapazitäten und bieten reine Elektro-Modelle an. Die Größen der Motorradbranche halten sich mit eigenen Entwicklungen immer noch etwas zurück. Die Hersteller beschränken sich beim E-Antrieb vorerst auf Roller oder Leichtkrafträder. Doch langsam regt sich etwas in den Konzernregalen von Kawasaki, Harley Davidson, Honda und Co. Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig.
Zwar boomen E-Bikes und Pedelecs, rein äußerlich unterscheiden sie sich aber kaum von der gewohnten Fahrradästhetik. Das Uni Moke geht mit seiner Mofa-Optik einen anderen Weg. Das sieht toll aus, bringt aber Nachteile mit sich. Der massive Rahmen und die breiten Reifen bringen einiges auf die Waage, mit 29 Kilogramm ist das Uni Moke selbst für ein Pedelec nicht gerade ein Leichtgewicht. Im Praxisbetrieb heißt das: In die U-Bahn wird es wohl niemand mitnehmen, im Kofferraum des Autos dürfte es auch eng werden. Wer an einer Steigung anhält, sollte lieber die Bremsen anziehen, sonst rollt er schnell in die entgegengesetzte Richtung. Und ohne die Unterstützung des Elektromotors, dessen Akkueinheit sich durch Hochklappen des Sitzes entnehmen lässt (Ladezeit drei bis vier Stunden für maximal 50 Kilometer Reichweite), dürfte das Uni Moke wohl niemand betreiben.
E-Bike Chopper und Cruiser: Ein Lebensgefühl auf zwei Rädern
E-Bikes im Chopper Style stehen für ein lässiges Lebensgefühl. Denn auf diesen Fahrrädern sitzen Sie noch viel bequemer als auf einem Hollandrad. Die Bikes feiern die Freiheit, die die Straße bietet. Dabei steht das Fahrerlebnis im Vordergrund.
Was unterscheidet E Fat Bike, Chopper und Cruiser?
E-Fatbikes sind elektrische Fahrräder mit dicken Reifen, die jedoch nicht unbedingt dem Chopper Style entsprechen. Abgesehen von den dicken Reifen können sie ganz unterschiedlich designt sein. So sind beispielsweise auch klappbare Fatbikes wie das Mate X 250 W erhältlich. E-Bike Cruiser wie das Super 73 ZG Pedelec E-Bike ähneln mit ihrem runden Rahmen den Choppern, sind jedoch mit normal hohem Sattel in aufrechter Sitzposition wie ein City- oder Hollandrad zu fahren.
Merkmale und Design
Ursprünglich stand das Chopper Bike (engl. to chop = abhacken) für stark modifizierte Motorräder, die Schrauber und Tüftler durch Cutdowns aufpeppten, um sie leichter und schneller zu machen. Durch die Veränderungen sollten normale Motorräder den Style teurer amerikanischer Rennmaschinen erhalten. Der Akku des E Bikes im Chopper-Style versteckt sich im Rahmen, dort, wo sich beim Motorrad der Motor verbirgt. Auf diese Weise ähneln die elektrischen Fahrräder tatsächlich amerikanischen Chopper Motorrädern aus den 1960er Jahren, die seit Filmklassikern wie Easy Rider Kultstatus haben. Mit ihrem charakteristischen Design fallen E-Bike Retro Chopper/Cruiser wie das Modell „The Ruffian“ von Ruff Cycles sofort ins Auge. Der coole, auffällige Look kommt bei einer jungen Zielgruppe ebenso wie bei eingefleischten Motorradfahrern und -fahrerinnen gut an.
- Design: Mit einem e-Bike Cruiser erhalten Sie ein einzigartiges e-Bike im kalifornischen Strandstil. Mit diesem Fahrrad werden Sie das Sommergefühl beibehalten, wann immer Sie auf diesem Fahrrad sitzen und wohin Sie auch fahren.
- Aussehen: Das Cruiser Fahrrad Herren ist besonders bei denen beliebt, die gerne auffallen. Aussehen, das garantiert Aufmerksamkeit erregt. und zieht damit einige neuierige Blicke auf sich.
- Viele Beachcruiser sind unisex, allerdings gibt es auch schöne Optionen für Beachcruiser Damen. Damenfahrrad Cruiser haben einen tiefen Einstieg und sind in viele farbenfrohen Varianten verfügbar.
Komfort und Fahrgefühl
Auf dem E Bike im Chopper Style sitzen Sie niedriger als auf einem klassischen Fahrrad. Das heißt aber nicht, dass Sie die Knie beim Fahren höher anziehen müssen. Denn der Sattel ist weiter hinten positioniert, während die Pedale weiter nach vorne reichen. So strecken Sie die Beine beim Fahren bequem nach vorne entlang der verlängerten Gabel aus. Diese Sitzhaltung ähnelt der auf einer Harley-Davidson und ist verdammt gemütlich, auch dank des extra breiten Sattels. Natürlich sind auch hier Sattel und Lenker, abhängig von der Größe und der Beinlänge des Fahrers oder der Fahrerin, individuell einstellbar. Gerade große und breiter gebaute Menschen sind aber mit einem E Chopper sehr viel komfortabler unterwegs als beispielsweise mit einem Rennrad.
- Comfort: Ein E Bike Cruiser ist zum Cruisen entworfen.
- Großen, verlängerten Lenker: Der eine bequeme Sitzposition ermöglicht.
- Sitzposition: Die Sitzposition widerspiegelt, und oft mit fetten Reifen und großen, gepolsterten Sätteln für bequemes Fahren.
- Fette Reifen: Die fetten Reifen der Cruiser Bikes dämpfen Unebenheiten auf der Straße. schont auch die Handgelenke.
Eignung und Einsatzbereich
Ein Chopper E-Bike ist dank der Tretunterstützung ideal für kurze und längere Touren in Städten oder im ländlichen Raum. Aufgrund der breiten Reifen können Sie mit einem elektrischen Chopper Bike bequem über holpriges Gelände und Pflastersteine fahren.
Wann ist ein E Chopper Bike weniger geeignet?
- Wenn Sie nicht nur in hügeligen Gegenden, sondern richtig in den Bergen unterwegs sein wollen. Dafür ist der E Bike Chopper Cruiser-Sattel dann doch zu weit hinten montiert.
- Wenn Sie Ihr E-Bike regelmäßig in der Bahn oder auf einem Autodach transportieren wollen, ist ein E Chopper ebenfalls weniger geeignet. In diesem Falle empfiehlt sich eher ein leichtes E-Bike Klapprad wie das Gocycle , das nur ca.
Geschwindigkeit und Führerschein
Die Unterstützung reicht normalerweise bis 25 Stundenkilometer - denn bis zu dieser Unterstützung dürfen Sie ein E-Bike auf dem Fahrradweg, ohne Kennzeichen und führerscheinfrei fahren. Wenn Sie mit einem E Chopper in die Pedale treten, wird der Tritt um bis zu 340 Prozent verstärkt. Mit einem Drehmoment von 65 bis 85 Newtonmetern zeigt sich das Bike reaktionsschnell und sorgt für dynamischen Fahrspaß. Ist ein Tempo von 25 Stundenkilometern erreicht, schaltet sich der Motor automatisch aus. Dennoch können Sie mehr als 25km/h erreichen. So, wenn Sie bergab fahren oder wenn Sie auf 25km/h beschleunigen und dann ohne Unterstützung ordentlich in die Pedale treten.
Für welche Chopper E-Bikes brauche ich einen Führerschein?
Zwar sind auch E-Bikes im Chopper Style auf dem Markt, die mehr als 25 km/h mit Unterstützung fahren, diese gelten jedoch rechtlich nicht mehr als Fahrräder. Elektrische Bikes, die bis zu 45 Stundenkilometer erreichen können, sind erst für Personen ab 16 Jahren mit Mofa-Führerschein zugelassen. Sie dürfen diese Fahrzeuge nur mit Helm auf der Straße, nicht auf dem Fahrradweg fahren, auch wenn Sie unter 25km/h unterwegs sind. Außerdem benötigen Sie für schnellere elektrische Bikes ein Versicherungs-Kennzeichen. Für Bikes, die schneller als 45 Stundenkilometer fahren können, brauchen Sie je nach Motor sogar einen Führerschein der Klasse A1 oder A2.
Bekannte Marken und Modelle
Zu den bekanntesten Marken für Chopper E-Bikes gehören Ruff Cycles und ihr Retro-Chopper The Ruffian, das in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist. Immobilizer-WegfahrsperreZu den weiteren Herstellern von Elektro Fahrrädern im Chopper Style zählen Power Bikes aus Hannover, Meijs aus den Niederlanden, Gorille Cycles aus Frankreich, Rayvolt aus Spanien und Varaneo von der SCC Group aus Georgensgmünd.
Handgefertigte E Bike Chopper im Retro Design: Der Ruffian von Ruff Cycles
Der geschwungene Rahmen des Ruffian von Ruff Cylces ist so gestaltet, dass das Bike optisch an ein Motorrad erinnert. Dort, wo sich beim Motorrad der Tank befindet, versteckt sich beim E Chopper von Ruff Cycles die Batterie. Der Aluminiumrahmen mit dreifacher Pulverbeschichtung beugt Verschleiß vor und schützt vor Umwelteinflüssen. Ruff Cycles schweißt die Rahmen per Hand und gibt auf sie eine lebenslange Garantie. Sie können den Bosch Power Pack Akku mit 300 Wh oder in der derzeit stärksten Ausführung mit 500 Wh erhalten. Zum Laden können Sie den Akku entnehmen, genauso lässt sich aber auch direkt am Bike neue Energie tanken. Mit Schnellladegerät ist der 300 Wh Akku in einer Stunde zur Hälfte wieder aufgeladen.
Auch die weiteren Ausstattungsdetails des Chopper Bikes sind von hoher Qualität: Der Cruiser Sattel aus Leder sorgt für einen bequemen Sitz. Drei Zoll breite Reifen machen aus dem Rad einen echten Fat Bike Chopper. Anstelle einer Fahrradkette gibt es das Ruffian mit Riemenantrieb. Riemen aus Carbon haben den Vorteil, dass sie kaum Wartung benötigen, weil sie länger als Ketten halten, und man sie nicht ölen muss. Mit einer stufenlosen Schaltung (NuVinci N330 Nabe) wechseln Sie ganz easy zwischen den Gängen. Dank des CX Performance Antriebs mit 75 Newtonmeter verfügt das circa 33 Kilogramm wiegende Ruffian Bike über einen starken Schub.
Unterschiede zwischen den Chopper Bike Marken
Zwischen den Herstellern von E Bike Choppern bestehen große Unterschiede hinsichtlich der Ausstattung, aber auch im Design. Gemein ist den meisten Modellen der niedrige Sattel, die Fat Bike Reifen, hydraulische Scheibenbremsen, die große Frontleuchte und ein markanter Rahmen, in dem sich die Batterie verbirgt. Varaneo setzt mit seinen E Choppern eher auf einen schlichten Style mit glänzendem Rahmen. Auch die Bikes von Gorille sind etwas schlichter gestaltet: Sie verfügen über ein Design mit einer Batteriekappe aus Leder. Im Unterschied zu Ruff Cycles besitzen die Bikes von Varaneo und Gorille eine klassische Kettenschaltung.
Chopper Bikes von Avionics punkten mit weiteren aufwendigen Details, die in Handarbeit gefertigt werden. Holz mit Stahl, glatte Linien mit sportlichem Charakter, Wildheit mit Noblesse. Die harmonische Kombination eines Stahlrahmens mit einem hölzernen Sattel, einer Box und einer Leuchte repräsentiert sowohl Kraft und Reinheit als auch spartanische Exklusivität. Spartanisch wegen seiner Einfachheit und Zuverlässigkeit. Exklusiv, weil man sich besonders fühlt, wenn man das Avionic fährt.
Der Drehmoment des Motors reicht bei den derzeitigen E Choppern auf dem Markt von 65 bis 100 Newtonmetern. So ist das Startup Power Bikes auf E-Mopeds spezialisiert, die bis zu 60 Stundenkilometer fahren, und demnach Kfz-steuerpflichtig sind. Auch Meijs produziert E-Mopeds, die nicht auf dem Fahrradweg gefahren werden dürfen und ein Versicherungskennzeichen benötigen.
Preis
Der Preis für ein E-Bike im Chopper Style hängt stark von der Marke und der entsprechenden Ausstattung, insbesondere dem gewählten Akku ab. Einstiegspreise liegen bei circa 3.000 Euro, das oben erwähnte „The Ruffian“ kostet ab 4.500 Euro. Das Avionics V2 kommt dann in Handarbeit mit einem Preis ab 9.399 Euro daher.
Hinzu kommt, dass Strom weniger kostet als Benzin und auch die Wartungskosten im Vergleich zu einem Motorrad deutlich geringer ausfallen. Die Garantie für E-Bikes liegt bei zwei Jahren.
Alternative E-Bike Modelle
Neben den Chopper- und Cruiser-Modellen gibt es eine Vielzahl weiterer E-Bike-Typen, die unterschiedliche Bedürfnisse und Vorlieben ansprechen. Hier ein kurzer Überblick:
- E-Enduro & E-Motocross Bikes: Für alle, die ein Elektro Bike suchen, das sowohl auf der Straße als auch im Gelände begeistert. Diese Modelle bieten kompromisslose Performance und modernste Akku-Technologie.
- BMX-Räder: Klassiker der Fun-Bikes, ideal für Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene, die Spaß an kleinen Hindernissen und urbanen Tricks haben.
- Spezial-Tandems: Für gemeinsamen Fahrspaß zu zweit oder mit der ganzen Familie, erhältlich auch als Tridem für drei Personen.
Aktuelle E-Motorrad Modelle und Konzepte
Das Angebot an Elektromotorrädern wächst stetig, wobei viele Hersteller auf unterschiedliche Konzepte und Technologien setzen. Hier einige Beispiele:
- NIU RQi Sport: Ein Leichtkraftrad der Klasse Le3 mit einer Reichweite von ca. Ausgestattet mit Tempomat, ABS und Traktionskontrolle.
- Can-Am Pulse und Origin: Zwei Modelle auf der gleichen Antriebsbasis mit einer 8,9 kWh starken Lithium-Ionen-Einheit.
- Silence S05 Weekender: Ein E-Motorrad, das als Leichtkraftrad an den Start gehen soll, mit einem herausnehmbaren 5,6 kWh-Akku.
- Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1: Vollverkleidete bzw. unverkleidete Leichtkrafträder mit einer kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung von 9 kW/12 PS.
- Honda EV Fun Concept: Ein seriennahes Konzeptfahrzeug mit einem CCS-Ladeanschluss und einer Reichweite von 100 Kilometern.
- Kymco RevoNex: Ein elektrisch angetriebene Mischung aus Streetfighter und Supersportler, deren Technik vom Livewire-Modell S2 Del Mar stammt.
- Livewire S2 Del Mar, Alpinista und Mulholland: Drei Varianten mit einem 63 kW/86 PS starken E-Motor und unterschiedlichen Konzeptionen für den urbanen Bereich.
- Royal Enfield Flying Flea C6: Ein Elektromotorrad mit einem eigenwilligen Stilmix aus progressiven und Retro-Elementen, das ab 2026 im Leistungssegment der 125er-Klasse antreten soll.
- Zero Motorcycles: Ein US-amerikanischer Pionier in Sachen Elektromobilität auf zwei Rädern mit einer großen Auswahl an Modellen, von der Reiseenduro bis zum Naked Bike.
Vergleich einiger E-Motorrad Modelle
| Modell | Leistung | Reichweite | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| NIU RQi Sport | ca. 10 PS | ca. | Tempomat, ABS, Traktionskontrolle |
| Can-Am Pulse/Origin | 35 kW/48 PS (offen) | 115 km (WMTC) | 10,25-Zoll-TFT mit Apple-Carplay |
| Silence S05 Weekender | Nabenmotor | deutlich über 100 km | herausnehmbarer 5,6 kWh-Akku |
| Kawasaki Ninja e-1 | 5 kW/7 PS (Dauer) | k.A. | E-Boost-Button, Road- und Eco-Mode |
| Honda EV Fun Concept | k.A. | 100 km | CCS-Ladeanschluss |
| Livewire S2 Del Mar | 63 kW/86 PS | 111-122 km (WMTC) | Hohes Drehmoment, schnelles Aufladen |
| Royal Enfield Flying Flea C6 | k.A. | bis zu 150 km (Stadt) | Retro-Elemente, Trapezgabel |
| Zero DSR/X | 75 kW/100 PS | 290 km (City) | bequeme Sitzposition, große Frontverkleidung |
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