Fahrrad Nandlinger ist ein familiengeführtes Unternehmen, welches seit 1907 das Mobilitätshaus der Region Herrsching und dem Fünfseenland ist. Mittlerweile in 4. Generation bieten wir unseren Kunden eine hervorragende Beratung und qualitativen Service um ihre Biketräume wahr werden zu lassen. Dabei sehen wir uns als Teil einer nachhaltigen Zukunft und versuchen Tag für Tag durch unsere Prozesse und Entscheidungen Teil einer enkeltauglichen Wirtschaft zu sein.
Unsere Leidenschaft schlägt fürs Radfahren. Unser Team ist im Bikepark und auf den Trails der Umgebung zuhause und legt jedes Jahr etliche Kilometer auf dem Rennrad zurück. Dabei siehst du uns schon auch mal an der Startlinie eines Radmarathons oder kannst uns auf einem Overnighter mit dem Gravelbike finden.
Mit dem Generationswechsel im Jahr 2023/24 steht dem Fahrrad Nandlinger eine spannende Zukunft bevor und wir suchen Menschen, die diesen Weg mit uns gestalten.
Die Anfänge: 1907 - Ein Haus für viele Talente
Wir schreiben das Jahr 1907: Wilhelm II. regiert, in Berlin eröffnet das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) und der Freiburger FC wird mit einem 3:1-Sieg über Viktoria 89 Berlin Deutscher Fußballmeister. Indes erwarben Johann und Anna Nandlinger in Herrsching - weit weg von Weltpolitik, Großstadtkonsum und Profifußball - ein Haus an der heutigen Mühlfelder Straße.
Die Nandlingers wurden dort schnell zu Multiunternehmern: Während sie das Obergeschoss bewohnten, betrieben sie im Erdgeschoss eine Fahrradwerkstatt, eine „Mineralwasserfabrikation“ und stellten Ledergamaschen her. Zudem kauften sie einen „Adler“ mit 28 PS, Vollgummibereifung und Karbidlampen - das erste Taxi in Herrsching.
Kontinuität und Wandel: Fahrräder im Fokus
Heute - 117 Jahre später - ist der Familienbetrieb nicht mehr auf Mineralwasser, Leder und Taxis spezialisiert. Fahrräder werden an der Mühlfelder Straße aber immer noch verkauft und repariert - und das mittlerweile in vierter Generation: Valentin Nandlinger hat den Betrieb zum Jahreswechsel 2023/24 von seinen Eltern Petra und Peter übernommen.
Seit 1956 hatten Karl und Klara Nandlinger das Fahrradgeschäft weitergeführt. Ende der 1950er übernahm er das Fahrradgeschäft sowie die Mineralwasserfabrikation gemeinsam mit seiner Frau Klara. Karl Nandlinger erweiterte außerdem das Sortiment um Wintersportprodukte wie Ski, Skibobs, Eishockeyschläger und Co.
1983 übernahm Sohn Peter. Peter Nandlinger macht seinen Meister. Zur selben Zeit machte der Sohn von Karl und Klara, Peter Nandlinger seine Ausbildung zum Fahrzeugtechniker und erhält 1982 seinen Meisterabschluss. Gemeinsam mit seiner Frau modernisierte er das Familienunternehmen von Grund auf. Peter arbeitet nun Seite an Seite mit seinem Vater und übernimmt in den kommenden Jahren das Geschäft.
Ihr „Stammhaus“ aus dem 19. Jahrhundert war in die Jahre gekommen. Wasser- und Stromleitungen? Verrottet. Heizung? Fehlanzeige. Daher entschieden sich die beiden dazu, das baufällige Haus abzureißen. Nach zehn Jahren Planung, Behördengängen und Ausschüssen, gab es dann ein Vorwärtskommen. Der erste Spatenstich für das neue lichtdurchflutete Fahrradzentrum am Ammersee wurde gesetzt. An gleicher Stelle entstand 2010 ein lichtdurchfluteter Flachdach-Neubau - außen gläserne Fassade, innen brauner Parkettboden.
Generationenwechsel: Valentin Nandlinger übernimmt
Nach der Wiedereröffnung wird Sohn Valentin Nandlinger Junior-Chef im Familienbetrieb. Startschuss für die 4. Generation. Zu dieser Zeit machte Valentin Nandlinger, der von Kindesbeinen an mit im Betrieb und begeistert von der Materie Fahrrad war, seine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker in München und anschließend seinen Meister sowie Betriebswirt. Bereits in seiner Kindheit packte ihn die Begeisterung fürs Radfahren. „Als ich klein war, hatte ich schon immer das Fahrrad mit dabei“, erklärt der heute 33-Jährige. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Zweiradmechatroniker. Anschließend verbrachte er mit seinem Vater viele Stunden auf deutschen Autobahnen, um auf Messen Hersteller und Produkte kennenzulernen. Tagein, tagaus stand er im Familienbetrieb. Perfekt vorbereitet und mit Erfahrung aus der Arbeit in anderen Fahrradläden, stieg so nun auch die 4.
Trotz der vielen Arbeitsstunden: Nandlingers Passion fürs Rad-Handwerk blieb bestehen. „Für mich ist das keine Arbeit“, sagt der Zweiradmechatronikermeister und Betriebswirt, „sondern einfach pure Leidenschaft“. Die Entscheidung für die Betriebsübernahme reifte in ihm über die Jahre immer mehr. Nach vielen offenen Gesprächen mit seinen Eltern war dann zum Jahreswechsel alles klar: Fahrrad Nandlinger geht in die vierte Generation.
Ein Balanceakt: Die Übergabe
Die Betriebsübernahme beschreibt Nandlinger als herausfordernden „Balanceakt“ zwischen älterer und jüngerer Generation. Es habe viele Jahre benötigt, bis er für die Übernahme bereit war. Seine Eltern mussten lernen loszulassen. Noch heute steht Vater Peter einmal in der Woche im Laden. Mutter Petra unterstützt ihren Sohn durch ihr Wissen in Buchhaltung und Verkauf, wo sie nur kann.
Auch sonst ist Nandlinger bei der Betriebsführung nicht auf sich allein gestellt: Während er maßgeblich für den Verkauf, die Werkstatt und die Geschäftsführung verantwortlich ist, kümmert sich seine Partnerin Ronja Haberfelner vor allem um die Buchhaltung, das Personalmanagement und Marketingmaßnahmen. Gemeinsam haben sie seit der Übernahme schon einiges verändert. Online stehe das „Community-Thema“ jetzt voll im Mittelpunkt, sagt die 27-jährige Sozialpädagogin und Groß- und Außenhandelskauffrau. Für den Internetauftritt des Familienbetriebs wurde extra eine neue Mitarbeiterin eingestellt.
Fahrrad Nandlinger Heute: Mehr als nur ein Fahrradladen
Auf den Social-Media-Kanälen des Familienbetriebs ist daher einiges los: Neue Fahrradmodelle werden vorgestellt, es gibt Tipps für Radtouren unter dem Hashtag #radelnmitnandlinger und eine Eventankündigung jagt die nächste. Vor allem die wöchentlichen Ausfahrten mit dem Rennrad sind bei den Kunden beliebt. Auf den „Women’s Ride“ am Mittwochabend folgt der „Espresso Ride“ am Freitagmorgen. In „lockerem Tempo“: 25 Kilometer in einer Stunde.
Den Neubau mit gläserner Fassade und Paketboden gibt es seit 2010. (Foto: Nila Thiel) Der persönliche Kundenkontakt im Laden habe sich dagegen nicht verändert. Die Fachberatung vor Ort sei nach wie vor das Wichtigste, wenn es darum gehe, Fahrradträume zu verwirklichen. Als Fachhändler haben sich die Nandlingers vor allem auf E-Bikes spezialisiert. Mit dem Aufkommen der E-Bikes wurde das Produktsortiment stetig innovativer und die Anforderung an die Werkstatt vielseitiger.
Die Auswahlmöglichkeiten sind riesig: Neben den typischen Trekkingrädern stehen in ihrem Laden neuartige Gravelbikes - Rennräder mit dickeren Reifen - und sogenannte „SUVs“ - zweirädrige Nutzfahrzeuge mit Federung, E-Motor und Anhängerkupplung.
Bei den Preisen gibt es große Unterschiede: Ein Rennrad mit Carbonrahmen und elektronischer Schaltung - der Rolls-Royce unter den Fahrrädern - kann auch mal fünfstellig werden. Normalerweise ist es aber sehr viel preiswerter. Mountainbikes bekommt man ab 500 Euro.
In der offenen Werkstatt im Erdgeschoss reparieren Werkstattleiter Luca Trumpetter und seine Kollegen alles, was sie vorgesetzt bekommen. Ob hochkomplexes Hightech-Rennrad oder 20 Jahre alter Drahtesel mit manueller Schaltung - der Familienbetrieb ist nicht auf eine bestimmte Marke spezialisiert.
Herausforderungen und Ausblick
Neubau, Auszubildende, Generationenwechsel: Der Familienbetrieb ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Profitiert habe man vor allem von dem permanenten Aufschwung der gesamten Fahrradbranche. Seit der Corona-Pandemie herrsche ein regelrechter Boom. Trotzdem: Für weiteres Wachstum sei vor allem ein aktives Gemeindeleben wichtig.
Laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) hat die Fahrradbranche in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals mehr E-Bikes als klassische Fahrräder abgesetzt. In Zahlen: 2,1 Millionen zu 1,8 Millionen. Auf die Frage, ob das denn wirklich nachhaltig sei, antwortet Nandlinger mit einem Vergleich: Ein Wechsel vom Auto aufs E-Bike sei in jedem Fall nachhaltiger, als weiter auf vier Rädern durch die Welt zu fahren. „Wir wollen mehr Leute aufs Rad bringen.“
Stolze 110 Jahre
Herrsching - Stolze 110 Jahre - und kein bisschen „alt“: Das Fahrrad-Fachgeschäft „Nandlinger“ in Herrsching ist das beste Beispiel dafür, wie ein familiengeführtes Traditionsunternehmen mit innovativen Ideen auch im 21. Jahrhundert erfolgreich ist.
Dank der optisch ansprechenden Glas-Architektur ist es der Familie Nandlinger gelungen an prominenter Stelle am „Stachus von Herrsching“ erfolgreich den Spagat zwischen Tradition und Moderne zu schlagen. Im Inneren schaffen Naturmaterialien sowie die Einrichtung nach Feng Shui Kriterien eine Wohlfühlatmosphäre, in der sich Jung und Alt gerne aufhalten.
In dem seit 2011 eröffneten und nun am Ammersee größten Fahrrad-Zentrum mit drei Stockwerken gibt es auf Im Fahrradzentrum Nandlinger gibt es auf drei Stockwerken hochwertige Räder, „wohin das Auge reicht“ - für jeden Einsatz und jede Größe und Statue.
Als E-Bike-Spezialist hat das Familienunternehmen zudem immer eine große Auswahl an Fahrrädern mit elektrischem Antrieb - auch für sportlich ambitionierte Fahrer mit „fast“ nicht mehr optisch sichtbaren „Batterien“ - und mit Reichweiten bis zu 100 Kilometer & mehr.
Großen Wert legen die drei Nandlinger auch auf einen Top-Service. Kompetent beraten sie, welches Fahrrad zu welcher Statue passt. So wird beispielsweise per Sitzknochenmessung ermittelt, welcher Sattel der richtige ist. In der offenen Meister-Werkstatt kann man Peter Nandlinger und Juniorchef Valentin, der über einen Meistertitel als Zweiradmechaniker für Fahrradtechnik verfügt, bei der Reparatur und Wartung beziehungsweise der Hauptuntersuchung und Inspektion über die Schulter schauen (auch für Fremdfahrräder).
Auf jeden Fall! Zu jeder Beratung und Kaufentscheidung gehört für uns das praktische Ausprobieren dazu. In unserem Fahrradladen am Standort Herrsching am Ammersee findest du hochwertige Räder etablierter Marken, die deinen Ansprüchen jederzeit gerecht werden. Für SportlerInnen, AlltagsradlerInnen, Familien und Kinder haben wir nicht nur das richtige Rad, sondern auch passendes Zubehör sowie Bekleidung.
Das Designstudio Monoflosse entwickelt 2020 eine neue Visual Identity für den Fahrradladen Nandlinger. Wir entwickelten Markensymbole, die assoziativ für das Unternehmen stehen: Heimatliches und die Liebe zum Rad. Aus den Symbolen entstehen abwechslungsreiche und je nach Bedürfnis immer neue, aber wiedererkennbare Logovarianten.
Fahrrad Nandlinger ist ein hervorragender Arbeitgeber, der nicht nur eine lange Tradition in der Region Herrsching hat, sondern auch eine familiäre und nachhaltige Arbeitskultur pflegt. Als Teil eines engagierten Teams hast du die Möglichkeit, deine Leidenschaft für das Radfahren auszuleben und aktiv an der Gestaltung einer zukunftsorientierten Unternehmensentwicklung mitzuwirken. Zudem bieten wir dir vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und ein inspirierendes Umfeld, in dem deine Ideen geschätzt werden.
Ausbildung bei Fahrrad Nandlinger
Ab dem 1. September 2025 & dem 1. September 2026 bieten wir Ausbildungsplätze für ZweiradmechatronikerInnen an. Du hast Lust das Handwerk kompetent und mit großem Erfahrungsschatz gerlernt zu bekommen? Dann bewirb dich jetzt bei uns!
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