E-Bike Pedale: Unterschiede und Kaufberatung

Die Fahrradpedale sind neben Sattel und Lenker die einzigen Kontaktpunkte zwischen Fahrer und Fahrrad. Die Pedale wandeln die Tretkraft des Radfahrers in Vortrieb um und treiben so das Fahrrad an. Damit sind die Pedale essenziell wichtig für jedes Fahrrad und sollten - je nach Fahrradtyp sowie Einsatzgebiet - bestimmte Voraussetzungen in puncto Sicherheit, Grip und Handling erfüllen.

Grundlagen der Fahrradpedale

Fahrradpedale stellen die direkte Verbindung zwischen der Beinkraft des Fahrers und dem Fahrrad dar. Sie sind das Bindeglied zwischen Mensch und „Maschine“. Nur mit der Hilfe dieses kleinen Bauteiles können wir uns auf dem Bike überhaupt fortbewegen. Befestigt sind die Pedale an den freien Enden der beiden Tretkurbeln des Fahrrads. Treten Sie als Biker jetzt kräftig in die Eisen, wirkt die dabei ausgeübte Kraft als Antriebskraft, welche die rotierenden Tretkurbeln im Wechsel nach unten drückt.

Eine wichtige Funktion von Fahrradpedalen ist die Übertragung der Tretkraft auf das Rad. Dies geschieht durch die Tretkurbel, die die Bewegung deiner Beine in den Vortrieb des Rades umwandelt. Um einen sicheren Stand auf den Pedalen zu gewährleisten, sollten die Auflageflächen griffig sein, um ein Abrutschen zu vermeiden.

Verschiedene Arten von Fahrradpedalen

Im Handel erhalten Sie fünf verschiedene Arten an Fahrradpedalen. Die Bike-Pedale unterscheiden sich aber nicht nur in Form, Farbe, Material und Größe, sondern auch in ihrer Grundart, also der Bauweise. Hier ein Überblick über die gängigsten Pedalarten:

  • Blockpedale (Standardpedale bzw. Touringpedale): Sie sehen optisch aus wie ein Block und besitzen an den Auflageflächen für die Schuhe rutschfeste Gummieinlagen.
  • Bärentatzen: Das breite Pedal besteht aus einem Metallkäfig mit Spitzen, Wölbungen oder Zacken nach oben und unten auf den Auflageflächen. Für extremen Untergrund und steile Abfahrten mit Downhill-Bikes gibt es Bärentatzen-Pedale mit Metallpins.
  • Klickpedale (für MTB und Rennrad): Diese Pedale haben eine Vorrichtung, in die man spezielle Fahrradschuhe "einklicken" kann. Durch die "Klickverbindung" kann der Fahrer nicht mehr vom Pedal abrutschen, was einen effizienteren "runden Tritt" ermöglicht.
  • Kombi-Pedale (Kombination aus Klickpedal & Bärentatze): Diese Pedale haben auf der einen Seite eine Bärentatze- und auf der anderen ein Klickpedal. So können Fahrer je nach Einsatzzweck das Pedal drehen und entsprechend das Klicksystem nutzen oder relativ rutschfest und sicher auf der "Bärentatzen-Seite" treten.
  • Plattform-Pedal (Flat-Pedale): Sie haben eine ähnliche Bauweise wie Blockpedale, sind allerdings auch für Mountainbikes und BMX-Bikes geeignet.
  • Krallenpedal: Namensgebend sind die auffälligen Krallen, welche für einen besonders guten Grip sorgen. Sie werden auch ganz gerne "Bärentatzen" genannt und vor allem bei BMX-Bikes verwendet.
  • Hakenpedal: Hier wird der Schuh durch an der vorderen Pedalhälfte angebrachte Riemen zusätzlich fixiert.
  • Magnetpedal: Dabei sind in den Pedalen starke Magnete eingebaut, während unter die Schuhe Stahlplatten geschraubt werden. So erlaubt dieses Pedal eine frei wählbare Fußstellung, die Sie jederzeit während der Fahrt verändern können.

Die Wahl des richtigen Pedals

Die Wahl des richtigen Pedals hängt stark vom Einsatzbereich und den persönlichen Vorlieben ab. Hier einige Empfehlungen:

  • Für gelegentliche Fahrten in der Stadt oder auf Straßentouren: Plattformpedale sind eine gute Wahl, da sie einfach in der Anwendung und mit allen Schuhtypen kompatibel sind.
  • Für intensivere Sportaktivitäten wie Mountainbiken oder Rennradfahren: Klickpedale sind empfehlenswert, da diese eine effizientere Kraftübertragung ermöglichen.
  • Für Fahrer, die Flexibilität suchen: Klickpedale mit Doppelfunktion (Plattform auf der einen, Klickfunktion auf der anderen Seite) bieten eine gute Alternative.

Klickpedale im Detail

Um Klickpedale nutzen zu können, benötigen Sie kompatible Fahrradschuhe und Schuhplatten, sogenannte Cleats. Die Fahrradschuhe müssen über Bohrungen in der Sohle verfügen, an denen die Schuhplatten dauerhaft befestigt werden. Dabei unterscheidet man zwei verschiedene Montagesysteme:

  • Fahrradschuhe mit drei im Dreieck angeordneten Bohrungen: Eignen sich für Schuhplatten und Pedale mit Drei-Loch-Standard, d.h. Rennrad-Pedalsysteme
  • Fahrradschuhe mit zwei parallel angeordneten Bohrungen: Eignen sich für Schuhplatten und Pedale mit Zwei-Loch-Standard, d.h. MTB-Klicksysteme.

Die Schuhplatten sind das Verbindungsstück zwischen Pedal und Schuh und werden im Pedal eingeklickt. Durch Drehen der Ferse nach außen wird die Verbindung gelöst. Die Härte, mit der sich die Pedale lösen, kann in der Regel am Pedal eingestellt werden.

Kombipedale

Kombipedale bieten auf der einen Seite ein Klicksystem und auf der anderen Seite ein Plattformpedal. Dies ermöglicht es, je nach Bedarf und Situation entweder mit speziellen Fahrradschuhen oder mit normalen Schuhen zu fahren. Kombipedale sind ideal für alle, die einmal in die Welt der Klickpedale eintauchen möchten oder die Flexibilität schätzen, das Fahrrad auch mit Straßenschuhen nutzen zu können.

Duopedale gibt es nur mit Zwei-Loch-Standard, d.h. Deine Fahrradschuhe benötigen zwei parallel angeordnete Bohrungen in der Sohle. In diesen wird die Schuhplatte fest montiert. Die Schuhplatte kannst du individuell so an der Sohle befestigen, dass deine Füße die für dich optimale Position auf dem Pedal einnehmen.

Materialien und Eigenschaften

Wie unser Fahrradpedale Test zeigt, bestehen die Pedale meist aus Aluminium, Stahl, Kunststoff oder einer Mischung aus diesen Materialien. Hinsichtlich der Vor- und Nachteile muss man die Bauart der jeweiligen Pedale beachten. Je nachdem sind Aluminium und Stahl als dominierende Materialien besser geeignet.

Grip bezeichnet grundsätzlich die Trittfläche und deren Rutschfestigkeit. Es wird Wert darauf gelegt, dass der Biker auch bei Regen mit seinen Sneakern nicht einfach von der Trittfläche rutscht. Stattdessen sollten Fahrradpedale hier ausreichend Halt bieten. Gerade bei Blockpedalen ist hier Hartgummi als Material verantwortlich, bei den Krallenpedalen sind es etwa die namensgebenden Krallen.

In den meisten Fällen liegt das Gewicht zwischen 300 und 500 Gramm. Grundsätzlich ist ein geringeres Gewicht aber von Vorteil, da der Antritt leichter funktioniert und Sie schneller von der Stelle kommen.

Laut Straßenverkehrszulassungsordnung (abgekürzt StVZO) müssen einige Ausrüstungsteile an jedem Fahrrad angebracht sein, welches auf deutschen Straßen unterwegs ist. Hierzu gehören neben vielen weiteren Dingen auch zwei fest angebrachte und rutschfeste Pedale, die sowohl vorne als auch hinten mit zwei gelben Rückstrahlern ausgestattet sind.

Pflege und Wartung

Um ein Fahrradpedal zu montieren, benötigen Sie zunächst einmal das richtige Werkzeug. Das schließt neben einem Inbusschlüssel (8er oder 10er) oder einem Maulschlüssel (15er) auch Montagefett mit ein. Die richtige Schraubrichtung ist zum Vorderreifen hin. Montieren Sie also das rechte Pedal, müssen Sie IM Uhrzeigersinn schrauben. Schrauben Sie das Pedal vorsichtig (!) mit der Hand ein. Im letzten Schritt ziehen Sie mit dem Maulschlüssel am Kurbelarm an.

Das verräterischste Zeichen dafür, dass Sie Ihr Pedal mal wieder warten müssen, ist ein nerviges und hohes Quietschen. Schrauben Sie bei der Wartung alle Teile auseinander und überprüfen Sie sie auf Mängel. Fetten Sie zudem alle Teile mit Montagefett ein. Hinsichtlich der richtigen Reinigung reicht es zumeist, den gröbsten Schmutz mit Wasser und einem Lappen zu entfernen.

Testberichte und Empfehlungen

Hier eine Zusammenfassung einiger Testberichte und Empfehlungen zu verschiedenen Pedaltypen:

Pedal Beschreibung Vorteile Nachteile
Contec Spurt Leichtes Pedal mit Alu- und Stahlpins Geringes Gewicht Schmale Trittfläche, eingeschränkter Komfort
Ergotec EP 2 XL-Pedal mit Gripmaterial Sehr bequem, große Trittfläche Einfache Lagerung
Look Trail Grip Robustes Pedal mit austauschbaren Gummi-Oberflächen Gute Lagerung, austauschbare Teile Hohes Gewicht
Moto Urban Reflex Reduziertes Design mit Reflektor-Klebstreifen Komfortable Trittfläche Primitive Lagerung
Procraft Safety Grip Pro Preiswertes Pedal mit Griptape Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, guter Grip -
Shimano Deore XT (PD-T8000) Kombipedal für Trekking und Touren Langlebige Lager, austauschbare Teile Für Citybikes weniger praktisch

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