Fahrradpedale Arten: Ein umfassender Leitfaden

Die Fahrradpedale am Bike sind neben Sattel und Lenker die einzigen Kontaktpunkte zwischen Fahrer und Fahrrad. Die Pedale wandeln die Tretkraft des Radfahrers in Vortrieb um, und treiben so das Fahrrad an. Damit sind die Pedale essenziell wichtig für jedes Fahrrad und sollten - je nach Fahrradtyp sowie Einsatzgebiet - bestimmte Voraussetzungen in puncto Sicherheit, Grip und Handling erfüllen. Die Pedale an Ihrem Fahrrad können Sie ganz leicht selbst wechseln.

Für Ihr Fahrrad erhalten Sie im Handel viele verschiedene Fahrradpedale. Pedal ist nicht gleich Pedal. Im Handel erhalten Sie fünf verschiedene Arten an Fahrradpedalen. Mittels der Pedale überträgst du Kraft auf den Antrieb. Diese Funktion haben alle Fahrradpedale gemeinsam. Durch diese Vielfalt ist die Chance groß, dass du ein für dich und deine Ansprüche passendes Fahrradpedal findest.

Gibtst du den Begriff „Fahrradpedale" in die Google-Bildersuche ein, erscheint ein riesiges Sammelsurium unterschiedlicher Modelle. Zugegeben, diese Masse unterschiedlicher Möglichkeiten, kann einen ganz schön erschlagen. Durch diese Vielfalt ist die Chance groß, dass du ein für dich und deine Ansprüche passendes Fahrradpedal findest.

Verschiedene Arten von Fahrradpedalen

Die Bike-Pedale unterscheiden sich aber nicht nur in Form, Farbe, Material und Größe, sondern auch in ihrer Grundart, also der Bauweise. Im Handel erhalten Sie fünf verschiedene Arten an Fahrradpedalen.

Blockpedale (Standardpedale)

Diese Fahrradpedalgattung ist der Klassiker. Blockpedale sind Pedale mit flacher, lediglich leicht strukturierter Oberfläche , um selbige rutschfester zu machen. Die Blockpedale wird auch Touringpedale genannt. Sie sehen optisch aus wie ein Block, daher auch der Name. Sie haben keine Wölbung und besitzen an den Auflageflächen für die Schuhe rutschfeste Gummieinlagen. Blockpedale finden sich an Cityrädern oder Trekkingbikes. Eine rutschfeste Gummioberfläche ist wichtig für einen sicheren Halt.

Bärentatzen

Als Bärentatze wird beim Bike die Art der Pedale bezeichnet. Diese sind etwas größer als normale Pedalen und meist aus Metall. Der Name deutet es schon an. Die Bärentatzen-Pedale sehen ähnlich aus wie die Pranke eines Bären. Das recht breite Pedal besteht aus einem Metallkäfig mit Spitzen, Wölbungen oder Zacken nach oben und unten auf den Auflageflächen. Diese Variante hat eine große Aufstandsfläche, die den Fuß sicher aufliegen lassen und den Druck auf die Fußsohle flächig verteilen soll. Oft haben sie auf der Aufstandsfläche zudem kleine Metallpins oder eingearbeitete Zacken, die den Grip verbessern sollen. Gefahr, sich an den Zacken/Pins zu verletzen, z. B. Eine große Trittfläche sowie auswechselbare Metallpins mit Gewinde, machen das Plattform-Pedal ideal fürs Mountainbike.

Bärentatzen mit Metallpins

Für extremen Untergrund und steile Abfahrten mit Downhill-Bikes eignen sich die Bärentatzen-Pedale mit Metallpins.

Klickpedale (für MTB und Rennrad)

Für MTBs und Rennräder geeignet, besitzen die Klickpedale eine Vorrichtung, in die man spezielle Fahrradschuhe "einklicken" kann. Hier sind Schuh und Pedal fest miteinander verbunden. Dafür brauchst du spezielle Radschuhe, an deren Sohle du kleine Platten, die sogenannten Cleats, schraubst. Diese rasten in die Aufnahme im Pedal ein. Bei den meisten Modellen lässt sich die Verbindung durch einen Außendreh der Ferse wieder lösen.

Unter dem Schuh befindet sich eine spezielle Pedalplatte (Cleat genannt) die in die Klickpedale eingerastet wird. Dafür muss der Fahrer seinen Fuß mit dem Schuh nur mit etwas Druck auf das Pedal aufsetzen und beide Komponenten verbinden sich. Dreht der Fahrer den Fuß ein wenig zur Seite, löst sich die Verbindung zwischen Schuh und Pedal in Bruchteilen von Sekunden.

Sportliche Fahrten in schwerem Gelände brauchen eine zuverlässige Verbindung zwischen Schuh und Pedal. Pedalplatten (Cleats) am Fahrradschuh, gehen mit dem Pedal eine feste Verbindung ein. Sie rasten ein und der Schuhe ist fixiert. Dadurch wird der Tritt effizient genutzt. Man spricht auch vom runden Tritt. Durch seitliches nach Außendrehen des Fußes, löst sich die Verbindung wieder. Man findet diese Pedale häufig am Rennrad.

Durch die "Klickverbindung" kann der Fahrer nicht mehr vom Pedal abrutschen, es ermöglicht außerdem den sogenannten "runden Tritt." Dieses bedeutet, während der eine Fuß das Pedal nach unten tritt, zieht der andere Fuß bzw. der Schuh das Pedal durch die Klickverbindung nach oben. So ist ein effektiveres und gleichmäßiges Treten möglich.

Kombi-Pedale (Kombination aus Klickpedal & Bärentatze)

Bei den Kombipedalen handelt es sich um ein Pedal, welches auf der einen Seite eine Bärentatze- und auf der anderen ein Klickpedal aufweist. Hier werden zwei Welten vereint. Wenn du dein Bike ohne spezielle Fahrradschuhe fahren möchtest, ist das Kombi-Pedal das richtige für dich. Das Pedal ist eine Mischung aus Plattform- und Klick-Pedal. So können Fahrer ganz nach Belieben und je nach Einsatzzweck das Pedal drehen und entsprechend das Klicksystem nutzen oder relativ rutschfest und sicher auf der "Bärentatzen-Seite" treten.

Faltpedale

Faltpedale können eingeklappt werden um z. B.

Welche Pedalart für welchen Fahrradtyp?

Je nachdem, wo du unterwegs sein möchtest, ist es empfehlenswert auf die passenden Pedale zurückzugreifen. Welche Sorte du benötigst, hängt auch von deinem Fahrradtyp ab.

Klickpedalen für das Rennrad sind eine spezielle Art von Klickpedalen, die speziell für den Einsatz auf Rennrädern entwickelt wurden. Diese Pedalen sind sehr leicht und aerodynamisch und bieten eine breitere Plattform, auf der der Fahrer seine Kraft auf die Pedalen übertragen kann. Rennradpedalen sind in der Regel mit einer harten, steifen Sohle am Fahrradschuh kompatibel und bieten so eine noch effizientere Kraftübertragung.

Flatpedalen werden häufig von Mountainbikern und BMX-Fahrern genutzt. Diese Pedalen bieten eine flache, breite Plattform, auf der der Fahrer seine Füße platzieren kann. Flatpedalen bieten eine größere Kontaktfläche und eine höhere Stabilität als andere Varianten. Sie erlauben es dem Fahrer, seine Füße schnell zu positionieren und sind auch bei Tricks und Sprüngen sehr hilfreich.

Kombipedalen, auch bekannt als Plattform-Klickpedalen, bieten das Beste aus beiden Welten. Sie haben auf der einen Seite eine flache Plattform und auf der anderen Seite eine Klickverbindung für Fahrradschuhe. Eine Kombipedale bietet die Flexibilität, zwischen einem flachen Pedal und einem Klickpedal zu wählen, je nachdem, welches Fahrverhalten gerade benötigt wird.

Klickpedale: Die verschiedenen Fahrrad-Klicksysteme

Klickpedale, oder auch Systempedale, sorgen dank der Cleat-Verbindung zwischen Pedal und Fahrradschuh für eine optimale Kraftübertragung und effizientes Pedalieren. Das Ergebnis ist maximale Performance und eine ergonomische Haltung. So ermöglichen Klickpedale neben einem runden Tritt auch eine gesunde Stellung des Fußes. Aus diesen Gründen sind Klicksysteme besonders im sportlichen MTB- und Rennradbereich beliebt, aber auch immer mehr Pendler und Trekkingfahrer schätzen den einfachen Mechanismus.

Es gibt eine Vielzahl von Fahrrad-Klicksystemen auf dem Markt. Diese unterscheiden sich in ihrer Bauweise, ihrer Funktion und ihrer Kompatibilität mit unterschiedlichen Fahrradschuhen. Die größten Hersteller von Pedalsystemen sind die Marken Shimano, Look, Time und Speedplay. Jeder Hersteller verfolgt jedoch eine andere Philosophie in Bezug auf den Verbindungsmechanismus und Handhabung, weshalb die Systeme nicht miteinander kombiniert werden können.

Welches Klicksystem am besten zu dir und deinem Fahrrad passt, hängt vom Biketyp, deinem Fahrstil sowie dem bevorzugten Terrain ab. Es empfiehlt sich daher verschiedene Klickpedale auszuprobieren, um die geeigneten zu finden.

Was sind eigentlich Cleats?

Cleats sind spezielle Schuhplatten, die mit zwei bis drei Schrauben an der Unterseite von Fahrradschuhen befestigt werden und eine Verbindung zwischen dem Schuh und dem Klickpedal herstellen. In der Regel bestehen Fahrrad-Cleats aus Metall oder Kunststoff und sind in Form und Größe auf das jeweilige Pedalsystem abgestimmt.

Je nach System gibt es die Platten mit verschiedenfarbigen Aufsätzen, an der sich die seitliche Bewegungsfreiheit (Float), also der Rotationswinkel des Cleat im Pedal vor dem Ausklicken, erkennen lässt. Mit Hilfe der Cleats-Pedalplatten wird ebenfalls der Winkel von Fuß und Bein zum Pedal bestimmt. Diese sollte so eingestellt sein, dass du beim Pedalieren keine Schmerzen hast und die Kraft optimal übertragen wird.

Rennrad Klickpedale: Die Systeme für hohe Geschwindigkeiten

Klicksysteme sind für viele Rennradfahrer ein unverzichtbares Zubehör, da sie eine hocheffiziente Kraftübertragung ermöglichen und somit für eine optimale Leistung und Geschwindigkeit auf dem Rad sorgen. Da Rennradfahrer bei allen Komponenten an Gewicht sparen möchten, sind Klickpedale fürs Rennrad besonders leicht designt. Im Verhältnis zur Pedalgröße ist die Auflagefläche der Rennrad-Klickpedale häufig relativ groß, damit die Kraft effizienter übertragen werden kann.

Die Rennrad-Pedalsysteme der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich hauptsächlich in Gewicht, Handhabung, Haltbarkeit, Bewegungsfreiheit (Float), Material und Preis. Günstige Modelle gibt es bereits ab 30 Euro. Diese Pedale bestehen aus Aluminium, verfügen über eine einfache Stahlachse mit Kugellager und schlagen mit einem Gewicht von etwa 330 Gramm pro Paar zu Buche. Auf der anderen Seite der Skala sind die High End Pedale aus Carbon mit Titanachse und Keramiklager, die lediglich 140 Gramm als Paar auf die Waage bringen. Solche Pedale kosten dann aber auch schon mal gerne 300 Euro oder mehr.

SHIMANO SPD-SL Klickpedal-System

Shimano versteht es, seine Kunden mit einer breiten Produktpalette über alle Qualitätsstufen zu bedienen - so auch bei den Pedalen. In Anlehnung an die bekannten Komponentengruppen gibt es die SPD-SL Pedale in den Qualitätsstufen der Gruppe 105, Tiagra, Ultegra und Dura Ace, sowie günstigere “gruppenlose” SPD-SL Pedale. Optisch unterscheiden sich die Shimano SPD-SL Pedale kaum, die Unterschiede liegen vielmehr in den verwendeten Materialien und im Gewicht. Während das Einstiegsmodell mit 320 Gramm für knapp 40 Euro (UVP) zu haben ist, kostet die Dura Ace-Variante um die 300 Euro (UVP).

Die Auslösewinkel liegen zwischen 32 und 35 Grad, wobei du bei allen Pedalen die Auslösehärte über eine kleine Einstellschraube leicht verstellen kannst. Für die Bewegungsfreiheit im Pedal (Float) bietet Shimano drei verschiedene Cleats an, die sich farblich voneinander unterscheiden.

  • Rote Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 0 Grad
  • Blaue Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 2 Grad
  • Gelbe Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 6 Grad

Für die meisten Rennradfahrer sind die gelben Cleats die beste Wahl, weil sie durch ihren hohen Bewegungsfreiraum das Knie beim Pedalieren schonen.

Klicksysteme von Look

Look Road Pedale erfreuen sich sowohl bei Freizeitsportler als auch im Profibereich sehr großer Beliebtheit. Der französische Hersteller gilt als Erfinder des heutigen Klickpedals und weiß, was sich Rennradfahrer von einem Pedal wünschen: geringes Gewicht, einfache Handhabung und eine ansprechende Optik. Das sind die Merkmale, die Look in allen Produkten gekonnt umsetzt und daher bis heute einen Großteil des Marktes bedient.

Die Einsteiger- und Mittelklasse Modelle Kéo Classic, Kéo Sprint und Kéo 2 Max sind mit ihrer einstellbaren Spiralfeder technisch einfacher aufgebaut als die Top-Modelle der Kéo Blade Reihe, bei denen ein Carbon-Federblatt die Bindung herstellt. An den Blade-Modellen finden sich zudem Carbon-Körper und Titanachsen für geringes Gewicht bei zuverlässiger Funktion. So kommt das Top-Modell Kéo Blade Carbon TI für 250 Euro lediglich auf 248 Gramm inklusive der Cleats, während das günstige Look Pedalsystem Kéo Classic 348 Gramm auf die Waage bringt - dafür aber auch nur 35 Euro kostet.

Für die Bewegungsfreiheit im Pedal bietet Look drei verschiedene Cleats an.

  • Schwarze Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 0 Grad
  • Graue Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 4,5 Grad
  • Rote Cleats mit einer Bewegungsfreiheit von 9 Grad

Der größte Teil der Rennradfahrer wählt die grauen Cleats mit +/- 4,5 Grad Float, weil sie den besten Kompromiss zwischen Bewegungsfreiraum und Kontaktgefühl zum Rad bieten. Die Auslösehärte kann bei den Blade-Modellen durch Austausch des Carbon-Blattes (im Lieferumfang enthalten) entweder auf 12 Nm oder auf 16 Nm eingestellt werden. Bei den Modellen Kéo Sprint, Kéo Classic und Kéo Max kannst du die Auslösehärte über eine kleine Einstellschraube ähnlich wie bei Shimano verstellen.

Pedalsysteme von Time

Die Pedale von Time unterscheiden sich optisch deutlich von den Shimano und Look Modellen. Der ungewohnte Look hat aber auch seine Vorteile. So sind die Ausführungen von Time mit die leichtesten Klickpedale, die es derzeit auf dem Markt gibt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sämtliche Time Pedale nach dem gleichen Prinzip funktionieren: Sie kommen ohne die übliche Spiralfeder aus und stellen die Bindung lediglich mit einer Blattfeder her.

Time unterscheidet die Pedale der Xpresso Baureihe nach aufsteigenden Nummern. So bildet der beliebte Klassiker Xpresso 2 den Einstieg in die Pedal-Welt von Time und überzeugt mit schlanken 230 Gramm bei einem Preis von 50 Euro. Das Top-Modell Xpresso 15 dagegen wiegt federleichte 142 Gramm pro Paar, kostet allerdings auch über 400 Euro. Wie in dieser Preisklasse üblich, besteht die Achse des Spitzenpedals aus Titan, der Pedalkörper aus Carbon und das Lager aus Keramik.

Eine weitere Besonderheit der Time Road Pedale ist das patentierte I-Clic-System. Dieses ermöglicht ein noch leichteres Einrasten, da das System zwischen Aus- und erneutem Einklicken leicht geöffnet bleibt. Darüber hinaus verfügen alle Time Pedale über den gleichen Float, der mit 10 Grad sehr großzügig bemessen ist und somit auch Fahrern mit Kniebeschwerden entgegenkommt.

Fahrrad-Klicksysteme von Speedplay

Speedplay Pedale fallen sofort durch ihr reduziertes und auffälliges “Lollipop”-Design auf. Außer der Drehachse besitzen sie keinerlei Mechanik und ihr Klickmechanismus sitzt im Cleat. Auch Bindung und Auslösewinkel werden über die Cleats hergestellt, die wiederum über vier statt der üblichen drei Schrauben mit dem Radschuh verbunden werden. Wichtig: Da nur wenige Klickschuhe diese Anzahl an Schauben aufnehmen können, ist eine Adapterplatte notwendig, die zwischen Schuh und Cleat verschraubt wird.

Mit einem Einstiegspreis von 120 Euro liegen die Speedplay Zero CrMo schon auf einem recht hohen Niveau, sind dafür mit 220 Gramm aber im Vergleich zu den Einsteigermodellen der anderen Hersteller relativ leicht. Das 130 Gramm leichte Topmodell Zero Titanium Nanogramm kostet hingegen über 500 Euro. Alle Speedplay Pedale verfügen über den gleichen Float, der mit 15 Grad äußerst großzügig bemessen ist und sich daher für Fahrer mit Knieproblemen bestens eignet. Die Besonderheit: Dadurch, dass der Klickmechanismus bei Speedplay Klicksystemen im Cleat integriert ist, kann der Fahrer auf beiden Seiten des Pedals einklicken. Zudem lässt sich die Bewegungsfreiheit optimal an die eigenen Vorlieben anpassen.

MTB-Klicksysteme: Pedale fürs Fahren im Gelände

Da beim Mountainbiken der Untergrund meist holprig und anspruchsvoll ist, empfiehlt sich bei diesem Einsatzzweck eine Klickpedale mit größerer Standfläche. Die MTB-Modelle, speziell fürs Gelände sind meistens aus Metall und bieten so auch bei hoher Belastung starken Halt, selbst bei Sprüngen und wechselndem Terrain. Besonders beliebt sind hierbei Klicksysteme, bei denen die Cleats komplett in der Sohle des Schuhs eingebettet sind und somit nicht beim Laufen stören. Des Weiteren setzen Mountainbiker auf Klicksysteme wie die Eggbeater von Crankbrothers. Diese Pedale zeichnen sich dadurch aus, dass Dreck und Schmutz dank der geringen Oberfläche kaum haften bleiben. Zudem kann sich der Fahrer an allen vier Seiten ganz einfach einklicken - ein echter Vorteil beim Fahren im Gelände.

Auch bei Mountainbike-Klicksystemen kann die seitliche Bewegungsfreiheit, der sogenannte Floatwinkel, individuell eingestellt werden. Im MTB- und Trail-Bereich wird in der Regel eine höhere Beweglichkeit des Fußes benötigt, weshalb der Floatwinkel weiter eingestellt wird. Ein spitzer Winkel bietet jedoch vor allem am Anfang ein größeres Sicherheitsgefühl. Wenn die Trails später anspruchsvoller werden, ist wiederum ein weiter Winkel von Vorteil, da du so aktiv und unterstützend mit den Füßen lenken kannst.

Shimano SPD Klickpedale

Der Off-Road-Bereich zeichnet sich durch anspruchsvolles Gelände aus, bei dem der Fahrer nicht nur über Stock und Stein fährt, sondern zwischendurch auch einige Passagen laufen muss. Deshalb entwickelte Shimano mit den SPD-Pedalen ein Klicksystem speziell fürs Mountainbiken. Hierfür versenkten sie die Cleats des SPD-Klicksystems in der Sohle, sodass das Material geschont wird und der Träger besser mit den Rennradschuhen laufen kann. Für eine noch längere Haltbarkeit verwendet Shimano bei seinem MTB-Klicksystem Pedalplatten aus widerstandsfähigem Metall, die schmutz- und abriebresistent sind.

Ein weiterer Unterschied zu der Shimano SPD-SL Variante ist, dass die Cleats beim SPD-System mit nur zwei Schrauben befestigt werden und daher eine kleinere Kontaktfläche haben. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass beim Mountainbiken die Kraftübertragung nicht so wichtig ist wie beim Rennradfahren. Dennoch ist die Klick-Verbindung zum Beispiel bei Berganstiegen eine wichtige Unterstützung für den MTB-Fahrer, um die eigene Performance zu steigern.

Shimano bietet beim MTB SPD-Klicksystem verschiedene Pedalplatten an, darunter Single-Release und Multi-Release. Die Single-Release Cleats ermöglichen einen einfachen Ausstieg, indem du die Ferse seitlich wegdrehst, um die Bindung zu lösen. Bei einer Multi-Release-Schuhplatte drehst du die Ferse nach außen oder kippst sie und drückst sie nach unten. Die Auslösehärte lässt sich an allen Shimano SPD-Pedalen mittels einer Schraube härter oder weicher einstellen.

Ob für Cross-Country, Downhill, MBX oder Trekking - die SPD-Reihe von Shimano ist so vielfältig wie keine andere. Während sich die Pedale für Cross-Country durch ein kompaktes Körperdesign und damit durch ein geringes Gesamtgewicht von knapp 310 Gramm kennzeichnen, sind die Enduro- und Trail-Modelle mit einer breiteren Plattform versehen, die für mehr Stabilität sorgt. Diese Klicksysteme sind aber auch bis zu 200 Gramm schwerer. Je nach Modell liegen die Preise für das SPD-Klicksystem zwischen 50 und 200 Euro.

Crankbrothers Klickpedal-System

Die MTB-Klickpedale von Crankbrothers zeichnen sich durch ihr minimalistisches Design aus. So hast du bei den Eggbeater-Pedalen die Möglichkeit, von vier Seiten einzusteigen - ein Vorteil, der sich besonders im abwechslungsreichen Cross-Country und Gravel-Bereich zeigt. Die Crankbrothers Pedale sind besonders schmutzresistent, da sich Schlamm und Staub im kompakten Pedal nur schwer verfangen. Zudem bestehen die Eggbeater aus hochwertigem Edelstahl und punktet daher neben Langlebigkeit auch mit einem geringen Gesamtgewicht.

Neben den Eggbeater setzen viele Mountainbiker auch auf die Candy-Pedale von Crankbrothers. Diese bieten mehr Oberfläche als die Eggbeater und eignen sich daher für Rides, bei denen du mehr Support brauchst. Das Besondere: Du kannst Float und Auslösewinkel bei diesem Klicksystem stark individualisieren und somit genau die Einstellung finden, die für dich am besten passt. Insbesondere Downhill- und Enduro-Fahrer schätzen diese Eigenschaft sehr. Auch die für Crankbrothers charakteristisch weichen Übergänge beim Ein- und Ausklicken findest du bei den Candy wie auch bei den Eggbeater-Pedalen.

Die Crankbrothers Pedale variieren sowohl im Gewicht als auch im Preis stark - je nachdem, aus welchem Material sie bestehen. So gibt es die Einsteigermodelle aus Kunststoff bereits ab knapp 50 Euro. Willst du jedoch echte Premium MTB-Wettkampfpedale aus Titan, musst du knapp 450 Euro investieren. Diese Klickpedale bestechen jedoch nicht nur durch ihren aufregenden Look, sondern punkten auch mit einem integrierten Traction Pad System und Double Seal System Doppeldichtung.

Time ATAC MTB-Klicksystem

Auch Time hat mit dem ATAC-Klicksystem Pedale im Sortiment, die speziell für die Anforderungen beim Mountainbiken zugeschnitten sind. Dabei handelt es sich um ein einfaches und konsistentes System, bei dem Zweiloch-Pedalplatten aus Messing in Metallbügel eingeklickt werden. Das Besondere: Durch die Bewegung des Fußes baut sich Spannung zwischen den Bügeln auf, bevor du mit deinem Schuh ausklickst. Du musst also keine Auslösehärte einstellen - nicht umsonst bedeutet ATAC Auto Tension Adjustment Concept.

Dabei überzeugt das Time MTB-System mit einem offenen Design, das sich bei jedem Tritt automatisch von Schmutz reinigt und so für eine zuverlässige Performance sorgt. Zudem kannst du den Auslösewinkel der ATAC-Cleats zwischen 13 und 17 Grad variieren - je nachdem, ob du das rechte mit dem linken tauscht. Im Gegensatz zu anderen Systemen kannst du bei der Montage die Time Cleats nicht seitlich am Schuh verschieben. Stattdessen bieten sie dir einen gewissen Spielraum, sodass sich dein Schuh ...

Tabelle: Übersicht der Fahrradpedal-Arten

Pedalart Eigenschaften Fahrradtyp
Blockpedale Flache Oberfläche, rutschfeste Gummieinlagen Cityräder, Trekkingbikes
Bärentatzen Metallkäfig mit Spitzen/Zacken Mountainbikes
Klickpedale Vorrichtung zum Einklicken von Fahrradschuhen MTB, Rennrad
Kombi-Pedale Kombination aus Bärentatze und Klickpedal Flexibel einsetzbar
Faltpedale Einklappbar Falträder

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