Fahrradpedale MTB: Arten und Unterschiede

Die Wahl der richtigen Fahrradpedale ist für ein gutes und sicheres Fahrgefühl unverzichtbar. Gerade in Sachen Fahrradschuhen, -trikots oder dem Bike darf es gerne auch mal etwas teurer und extraordinärer werden. Doch die besten Schuhe, die schickste Ausrüstung und das teuerste Bike bringen Ihnen als Fahrradfahrer relativ wenig, wenn Sie dabei nicht auf das kleine Bauteil achten, welches die Muskelkraft überhaupt erst auf das Bike bringt: die Fahrradpedale.

Jeder halbwegs ambitionierte oder sogar (semi-)professionelle Biker weiß jedoch um die enorme Bedeutung der Fahrradpedale. So sind diese nicht nur für eine optimale Kraftübertragung vom Muskel auf das Bike mitverantwortlich, sondern auch für den allgemeinen Fahrkomfort auf Ihrem Bike sind sie von herausragender Wichtigkeit.

Wer jedoch auf der Suche nach dem richtigen Pedal ist, verliert angesichts der riesigen Anzahl an Angeboten im Internet oder im Geschäft schnell den Überblick - gerade als Laie. Aus diesem Grund haben wir von Profirad Ihnen mit unserem Fahrradpedale Test eine übersichtliche und informative Kaufberatung zur Seite gestellt. Von den verschiedenen Pedalarten über das verwendete Material bis hin zur richtigen Montage und Pflege der Fahrradpedale haben wir dabei alle wichtigen Themen behandelt.

Fahrradpedale stellen zunächst einmal die direkte Verbindung zwischen der Beinkraft des Fahrers und dem Fahrrad dar. Sie sind quasi das Bindeglied zwischen dem Mensch und der „Maschine“. Nur mit der Hilfe dieses kleinen Bauteiles können wir uns auf dem Bike überhaupt fortbewegen. Befestigt sind die Pedale dabei an den freien Enden der beiden Tretkurbeln des Fahrrads.

Treten Sie als Biker jetzt kräftig in die Eisen, wirkt die dabei ausgeübte Kraft als Antriebskraft, welche die rotierenden Tretkurbeln im Wechsel nach unten drückt. Wie unser Fahrradpedale Test zeigt, bestehen die Pedale meist aus Aluminium, Stahl, Kunststoff oder einer Mischung aus diesen Materialien. Welches der verschiedenen Pedale, welche wir Ihnen im nächsten Punkt noch vorstellen, das richtige für Sie ist, hängt von Ihrem Fahrstil ab.

Egal, welcher Typ Sie sind - bei Profirad finden Sie auf jeden Fall das richtige Fahrradpedal für Ihre Bedürfnisse. Doch welche Vorteile bietet es Ihnen eigentlich, die Pedale selbst auszuwählen und im besten Fall auch selber am Bike anzuschrauben?

Verschiedene Pedalarten

Wer an Fahrradpedale denkt, kommt im ersten Moment gedanklich wohl immer beim Klickpedal an. Gerade für ambitionierte Mountainbiker oder auch Rennfahrer sind diese Pedale wegen der guten Kraftübertragung nicht mehr wegzudenken. Doch auf dem Radmarkt gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Angeboten und Pedalarten, aus welchen Sie wählen können:

  • Blockpedal: Das Blockpedal ist das "Standardpedal", was derzeit auf den meisten Bikes verbaut wird. Vor allem bei Citybikes oder Trekkingrädern, welche sich vor allem für das Freizeitradeln eignen, kommen sie zum Einsatz. Der Pedalkörper besteht aus Aluminium oder Stahlblech und zwei profilierten Gummiblöcken.
  • Plattform-Pedal: Plattform-Pedale werden auch gerne als Flat-Pedale bezeichnet. Sie haben eine ähnliche Bauweise wie Blockpedale, sind allerdings auch für Mountainbikes und BMX-Bikes geeignet.
  • Krallenpedal: Krallenpedale sind den Plattformen-Pedalen nicht unähnlich, gerade vom Aufbau her. Namensgebend sind die auffälligen Krallen, welche für einen besonders guten Grip sorgen. Sie werden auch ganz gerne "Bärentatzen" genannt und vor allem bei BMX-Bikes verwendet. Sie geben extrem viel Halt und entlasten zudem auch das Fußgelenk.
  • Hakenpedal: Sportlich ambitionierten Fahrern reichen Krallen- oder Blockpedale allerdings meist nicht aus, da die Kraftübertragung suboptimal ist. Deswegen werden vor allem im Rennrad-, aber auch im MTB-Bereich Hakenpedale verbaut. Hier wird der Schuh durch an der vorderen Pedalhälfte angebrachte Riemen zusätzlich fixiert.
  • Klickpedal: Klickpedale gehen noch eine Stufe weiter und schaffen eine fixe Verbindung zwischen Fuß (Schuh) und Pedal. Sie brauchen hier also Fahrradschuhe mit einer speziellen Sohle, auf welcher sich eine Kunststoff- oder Metallplatte befindet. Sobald Sie den Schuh auf das Klickpedal aufsetzen, rastet sie mit einem Klickgeräusch ein - daher auch der Name. Um die Verbindung wieder zu lösen, müssen Sie den Fuß leicht drehen, was ein wenig Übung erfordert.
  • Magnetpedal: Das Prinzip der Magnetpedale ist noch relativ neu und wurde erst im Jahr 2004 zum Patent angemeldet. Dabei sind in den Pedalen starke Magnete eingebaut, während unter die Schuhe Stahlplatten geschraubt werden. So erlaubt dieses Pedal eine frei wählbare Fußstellung, die Sie jederzeit während der Fahrt verändern können. Das hilft vielen Fahrern mit Gelenkproblemen, gerade im Bereich des Knies. Das Lösen erfolgt mit Hilfe eines kräftigen Rucks oder durch ein Kippen der Füße.

Weitere wichtige Parameter vor dem Kauf

Jetzt wissen Sie bereits, welche Pedaltypen es gibt und für welche Art von Fahrer mit welchem Fahrstil diese sich besonders eignen. Doch natürlich gibt es noch viele weitere Parameter, die Sie vor dem Kauf des Pedals beachten sollten. Wie bereits in unserer tabellarischen Übersicht teilweise erwähnt, bestehen die meisten Fahrradpedale aus Aluminium, Kunststoffen oder Stahl. In den allermeisten Fällen kommt allerdings nicht nur ein Material zum Einsatz, sondern eine Mischung aus zweien oder sogar allen dreien. Hinsichtlich der Vor- und Nachteile muss man die Bauart der jeweiligen Pedale beachten. Je nachdem sind Aluminium und Stahl als dominierende Materialien besser geeignet. Daher sind die meisten Pedale auch schwarz oder silbern.

Wenn von Fahrradpedalen die Rede ist, hört man ganz häufig den Begriff „Grip“. Doch was ist damit eigentlich genau gemeint? Grip bezeichnet grundsätzlich die Trittfläche und deren Rutschfestigkeit. Es wird Wert darauf gelegt, dass der Biker auch bei Regen mit seinen Sneakern nicht einfach von der Trittfläche rutscht. Stattdessen sollten Fahrradpedale hier ausreichend Halt bieten. Gerade bei Blockpedalen ist hier Hartgummi als Material verantwortlich, bei den Krallenpedalen sind es etwa die namensgebenden Krallen.

Wichtig zu wissen ist, dass die Hersteller das Gewicht von Fahrradpedalen immer im Paar angeben. So funktioniert es auch in unserem Fahrradpedale Test. In den meisten Fällen liegt das Gewicht zwischen 300 und 500 Gramm. Je nachdem, ob Sie mit einem Mountainbike, Rennrad oder Citybike die Straßen Ihrer Stadt unsicher machen, spielt das Gewicht eine unterschiedlich große Rolle. Grundsätzlich ist ein geringeres Gewicht aber von Vorteil, da der Antritt leichter funktioniert und Sie schneller von der Stelle kommen. Gerade, wenn Sie mit einem Citybike mit Kinderanhänger fahren, sollten Sie bei den Radbauteilen auf niedriges Gewicht achten.

Laut Straßenverkehrszulassungsordnung (abgekürzt StVZO) müssen einige Ausrüstungsteile an jedem Fahrrad angebracht sein, welches auf deutschen Straßen unterwegs ist. Hierzu gehören neben vielen weiteren Dingen auch zwei fest angebrachte und rutschfeste Pedale, die sowohl vorne als auch hinten mit zwei gelben Rückstrahlern ausgestattet sind. Wie unser Fahrradpedale Vergleich zeigt, sind leider nicht alle Fahrradpedale im Test direkt mit solchen Reflektoren ausgerüstet.

Pflege und Wartung

Falls Sie sich nach allen Tipps und Hinweisen für den Kauf eines Pedals entschieden haben, gilt es zu verhindern, dass Sie nach einem Jahr gleich wieder auf der Suche sind, weil das Teil bereits verschlissen ist. Hinweis: Auch eine gute Pflege und regelmäßige Reinigung der Fahrradpedale ist wichtig.

Um ein Fahrradpedal zu montieren, benötigen Sie zunächst einmal das richtige Werkzeug. Das schließt neben einem Inbusschlüssel (8er oder 10er) oder einem Maulschlüssel (15er) auch Montagefett mit ein. Die richtige Schraubrichtung ist zum Vorderreifen hin. Montieren Sie also das rechte Pedal, müssen Sie IM Uhrzeigersinn schrauben. Schrauben Sie das Pedal vorsichtig (!) mit der Hand ein. Im letzten Schritt ziehen Sie mit dem Maulschlüssel am Kurbelarm an. Viel mehr brauchen Sie nicht, um ein Pedal richtig zu montieren.

Das verräterischste Zeichen dafür, dass Sie Ihr Pedal mal wieder warten müssen, ist ein nerviges und hohes Quietschen. Schrauben Sie bei der Wartung alle Teile auseinander und überprüfen Sie sie auf Mängel. Fetten Sie zudem alle Teile mit Montagefett ein. Hinsichtlich der richtigen Reinigung reicht es zumeist, den gröbsten Schmutz mit Wasser und einem Lappen zu entfernen.

Klickpedale im Detail

Klickpedale geben dem Fahrer eine feste Verbindung zum Bike und sind somit die erste Wahl der meisten Rennfahrer über alle Disziplinen - von Tour de France bis Downhill World Cup - hinweg. Man muss aber kein Racer sein, um die Vorteile von Klicks zu schätzen. Da man mechanisch mit dem Bike verbunden ist, kann man nicht auf dem Pedal verrutschen und steht immer an der perfekten und vor allem gleichen Stelle. Egal, ob man von einem Steinfeld durchgeschüttelt wird oder in einem flachen Trail-Segment einen knackigen Sprint hinlegen will.

An der Unterseite des Schuhs wird eine Metallplatte, die Cleat genannt wird, befestigt. Diese ist speziell geformt und wird in einen gefederten Mechanismus auf dem Pedal eingeklickt. Um den Schuh wieder vom Pedal zu lösen, muss er zur Seite herausgedreht werden. Hier gibt es verschiedene Systeme, aber das wohl am weitesten verbreitete System ist das SPD (Shimano Pedalling Dynamics). Auch andere Hersteller verbauen es an ihren Pedalen, viele haben jedoch auch ihre eigenen Mechanismen entwickelt.

Das Klick-Gefühl unterscheidet sich dabei maßgeblich. Denn je nachdem, wie die beiden Bügel des Klick-Mechanismus geformt sind, ist das Feeling im Pedal anders. Außerdem kann man bei vielen Pedalen das Klick-Feeling noch feintunen. Dafür gibt es meist zwei Möglichkeiten: Die Einstellung der Federspannung, die bestimmt, wie viel Kraft benötigt wird, um in das Pedal einzusteigen, sowie die Form der Cleats. Durch letztere können Float und Auslösewinkel geändert werden.

Float beschreibt die Bewegungsfreiheit, die man im eingeklickten Zustand hat, während der Auslösewinkel angibt, wie weit man seinen Fuß drehen muss, um aus dem Klick-Mechanismus herauszukommen.

Auslösehärte und Ausstiegswinkel

  • Auslösehärte: Gibt an, wie leicht du deinen Fuß vom Pedal nehmen kannst, welchen Kraftaufwand du benötigst, um aus dem Klicksystem auszuklicken. Bei vielen Modellen lässt diese sich individuell mit wenigen Handgriffen einstellen.
  • Ausstiegswinkel: Wie weit du deinen Fuß drehen muss, um aus dem Pedal zu kommen.
  • Kontaktfläche: Gibt an, wie viel Standfläche du auf dem Pedal hast, um deinen Fuß abzustellen.

SPD-Pedale

SPD-Pedale sind anfängerfreundlich und komfortabel. Bei SPD-SL-Pedalen handelt es sich um ein speziell für Rennräder konzipiertes System mit mehr Standfläche. Cleats bestehen meist aus Kunststoff, haben drei Gewinde und sind weit verbreitet. Die Auslösehärte ist zwar geringer als bei SPD-Pedalen, lässt sich aber einstellen.

ATAC-Pedale

ATAC-Pedale sind durch ihre ausgehöhlte, verchromte Stahlachse robust und sehr leicht.

Flat-Pedale im Detail

Flat-Pedale werden auch oft Plattformpedale genannt, da sie eine große Standplattform bieten, auf den man den Fuß einfach draufstellen kann. Dadurch kann man den Fuß leicht vom Pedal nehmen und diese Art von Pedalen wird hauptsächlich von MTB-Puristen und Luftakrobaten gefahren. Oder allen, die denken, dass sie mit nur einem Fuß auf dem Pedal Inside-Line-Drifts wie Sam Hill können.

Wegen ihrer Einfachheit raten wir auch Einsteigern immer dazu, mit Flats zu starten. Für maximalen Halt haben alle Pedale im Test eine große Standfläche, die mindestens 100 x 100 mm misst. Je nach Hersteller variieren Größe und Form der Plattform natürlich stark. Darauf sind kleine Schrauben - die Pins - angebracht, die sich in die Schuhsohle bohren und somit für noch mehr Grip auf dem Pedal sorgen. Hier gilt allerdings nicht „viel hilft viel“, denn bei den Pins kommt es auch auf Größe, Anordnung und Höhe an.

Die Pins können zudem von oben mit einer Madenschraube oder von unten durch das Pedal durchgeschraubt werden. Die von unten verschraubten Pins haben den großen Vorteil, dass man sie viel leichter wechseln kann, wenn sie bei einem Aufsetzer beschädigt werden.

Die Composite-Pedale bestehen aus einem speziellen Kunststoff und sind durchweg günstiger. Ein Nachteil, den sie allerdings haben, ist, dass sie eine durchgängige Achse benötigen, da der weniger stabile Kunststoff sonst die Last nicht tragen kann. Dadurch ist die Standfläche dieser Pedale in der Mitte immer etwas erhöht, was eine konvexe Standfläche schafft. Aus diesem Grund sitzt der Fuß in der Mitte stärker auf als an der vorderen und hinteren Kante und man hat einen etwas undefinierten Stand.

Da Alu ein stabileres Material ist, haben die Hersteller mehr Freiheit beim Design der Pedale und sie können dünner und mit kürzeren Achsen entwickelt werden. Das wiederum erlaubt eine konkave Standfläche, die einen besseren Halt und einen definierteren Stand bietet.

Einfluss der Standbreite

Die Standbreite auf den Pedalen wird vorgegeben durch die Länge der Achse. Ein Wert, der in diesem Zusammenhang oft angegeben wird, ist der Q-Faktor. Dieser bezeichnet den Abstand von der Kurbelaußenseite zur Pedalmitte. Da die Kurbelbreite bei den allermeisten Mountainbikes die gleiche ist, gibt der Q-Faktor an, wie breit der Stand auf dem Bike ist. Wie breit man steht ist dabei von Körpergröße, Hüftbreite, persönlichen Vorlieben und natürlich dem Einsatzzweck abhängig.

Auf Cross-Country- oder Marathon-Bikes ist der Stand meist schmaler, da man dadurch eine bessere Tritteffizienz hat. Bei Trail-, Enduro- oder Downhill-Bikes steht man hingegen meist breiter, da das ein kontrollierteres Fahrgefühl in der Abfahrt gibt. Egal, ob Klicks oder Flats: Die Standbreite hat immer einen Einfluss auf das Fahrgefühl.

Flats bieten mehr Freiheit in der Platzierung des Fußes, deshalb wird hier meist kein Q-Faktor angegeben. Dennoch gibt es spürbare Unterschiede zwischen den Pedalen. Bei Klicks wird der Q-Faktor angegeben, da man ihn bis zur Mitte des Klick-Mechanismus einfach messen kann.

Materialien

Lange waren die Körper hochwertiger Pedale fast ausschließlich aus Aluminium. Mittlerweile gibt es aber sehr gute Pedale mit Kunststoffkörper - sie sind oft günstiger und nochmals leichter als ihre Aluminium-Pendants. Bei einem harten Felskontakt kann solch ein Kunststoff-Körper zwar leichter brechen als einer aus Alu, allerdings schreitet die Entwicklung auch dort voran - so verstärken einige Hersteller ihre Kunststoff-Pedalkörper mit Carbon- oder Glasfasern und erhöhen damit die Resistenz gegen äußerliche Attacken.

Die beste Haltbarkeit hat aber immer noch der Aluminiumkörper. Und was sagt die Style-Polizei? Manche Hersteller bieten ihre Aluminiumpedale in schicken Eloxalfarben an. Neben Alu und Kunststoff gibt es noch einige wenige Magnesium-Pedale. Sie sind nochmals leichter, allerdings auch wiederum etwas anfälliger beim Felskontakt.

Grundsätzlich können wir festhalten, dass ein Kunststoff-Pedal im dezenteren Einsatz (Cross Country, Touren, Alltag) dem Aluminiumpedal gleichwertig ist, da man dort weniger durch wilde Steinpassagen pflügt.

Die Pedalachse ist in der Regel aus Stahl gefertigt. Bei hochpreisigen Pedalen finden sich auch öfter Titan-Achsen, die bei gleicher Stabilität spürbar leichter sind.

Die erste Wahl für maximalen Grip

Die meisten MTB-Pedale setzen auf sogenannte Pins, also kleine, in den Pedalkörper eingeschraubte Metallstifte, die sich mit dem Profil "verzahnen" und in die weiche Sohle moderner MTB-Schuhe eingraben. Wie gut das funktioniert, hängt von der Anzahl, Platzierung und Beschaffenheit der Pins ab.

Lange, scharfkantige Pins erzeugen mehr Grip als kürzere, verschleißen die Schuhsohle aber auch schneller. Auch dünnere Pins bohren sich besser in die Sohle, bei Felskontakt verbiegen sie allerdings leichter. Sind Pins nach einem heftigen Aufsetzer verbogen, kommt der Aspekt der Austauschbarkeit ins Spiel. Ob sie von oben oder unten verschraubt sind, entscheidet dann darüber, wie einfach Du sie ersetzen kannst.

Bei einigen Pedalen, beispielsweise von Chromag, kannst Du die Länge der Pins durch Unterlegscheiben variieren.

Neben der Beschaffenheit ist die Anzahl und Platzierung der Pins entscheidend. Mehr ist nicht automatisch besser. Im Gegensatz zu Klickpedalen ist ein Vorteil von Flat Pedals, dass Du auch mal die Position Deines Fußes ändern kannst. Das ist nicht zuletzt eine Frage der persönlichen Vorliebe und hier lohnt sich wie bei allen Fragen der Ergonomie etwas Experimentierfreude. Die Pins drücken sich in die Sohle Deiner Schuhe und geben Dir so optimalen Halt auf dem Pedal.

Lagerung

Damit das Pedal leichtgängig um die Achse rotieren kann, benötigt es eine Lagerung. In der Regel kommen gedichtete Kugellager (auch Industrielager genannt) in Kombination mit Gleitlagern zum Einsatz. Gleitlager haben den Vorteil, dass sie leicht sind und besonders wenig Platz benötigen. Das Pedal kann damit flacher gebaut werden. Kugellager hingegen sind langlebiger.

Die Haltbarkeit hängt jedoch in beiden Fällen auch davon ab, wie gut die Lagerstellen gedichtet sind und wie Du das Pedal behandelst. Du solltest die Lager nicht unbedingt mit dem Hochdruckreiniger konfrontieren.

Wenn Du nach einem neuen Pedal Ausschau hältst, kannst Du die Ersatzteilversorgung dafür gleich mit als Kaufkriterium bedenken. Ist die Lagerung oder beispielsweise die Achse wegen Verschleiß defekt, kannst Du diese Teile bei hochwertigen Pedalen meist kostengünstig tauschen.

Montage

Bei der Montage an der Kurbel solltest Du beachten, welches Werkzeug benötigt wird. Es gibt Pedale, die sowohl mit Innensechskant als auch mit dem klassischen 15-Millimeter-Maulschlüssel zu montieren sind, aber auch Modelle, die nur eine Montageoption zulassen.

Achte beim Anschrauben darauf, dass Du das richtige Pedal an der richtigen Kurbelseite hast. Das rechte Pedal (und die rechte Kurbel) hat ein Rechtsgewinde, links ist es jeweils ein Linksgewinde. Nimm für das Pedalgewinde etwas Montagepaste, um Korrosion zu vermeiden. Beachte die empfohlenen Drehmomente und nutze am besten die Unterlegscheiben, die mit vielen Pedalen oder Kurbeln mitgeliefert werden oder einzeln erhältlich sind. Sie gleichen Unebenheiten in der Passform aus und helfen, das Pedal optimal an der Kurbel abzustützen.

Tipp: Findest Du vom Hersteller keine Drehmomentangabe, kannst Du mit ca. 30Nm arbeiten. Wichtig dabei ist, das Pedal nach der ersten oder zweiten Tour nocheinmal nachzuziehen, da sich die Schraubverbindung etwas "setzt" und dadurch an Drehmoment verliert.

Sicherheit im Straßenverkehr

Damit Du im Straßenverkehr von Autofahrern und anderen Radfahrern besser gesehen wirst, sieht die StVZO vor, dass Du Reflektoren an den Pedalen hast. Bei Deinem Stadtrad oder Commuter solltest Du darauf unbedingt achten. Die meisten Pedale für den urbanen Einsatz kommen passend vorbereitet.

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