Die Welt entdecken - und zwar auf zwei Rädern. Für Kinder beginnt dieses Abenteuer mit dem ersten eigenen Fahrrad. Plötzlich sind die Touren mit Mama und Papa nicht mehr auf den Spielplatz oder ein paar Straßen begrenzt. Mit dem Rad verändert sich etwas: Kinder fühlen sich größer, mutiger, unabhängiger.
Bevor es losgeht, braucht es allerdings das richtige Bike. Und das will gut gewählt sein. Denn Sicherheit, Handling und Verarbeitung spielen eine große Rolle - vor allem, wenn die kleinen Abenteurer nicht nur langsam durch die Gegend rollen, sondern richtig Gas geben wollen. Rahmen, Bremsen, Tretlager, Reifen: Alles muss sitzen.
Die meisten Kinder lernen im Alter von drei bis vier Jahren Fahrradfahren, es gibt aber auch Frühstarter, die schon mit zweieinhalb aufs Fahrrad drängen. Die richtige Fahrradgröße hängt, natürlich, vor allem von der Körpergröße ab. Für Kinder unter drei Jahren oder einer Körpergröße von unter 100 Zentimetern kommen in der Regel Fahrräder mit 12-Zoll- oder 14-Zoll-Reifen infrage.
Es ergibt allerdings wenig Sinn, in solche Kinderfahrräder viel Geld zu investieren. Denn erstens ist es meist unklar, ob der Nachwuchs in diesem Alter wirklich schon nachhaltiges Interesse am Fahrradfahren haben wird. 12-Zoll- und 14-Zoll-Fahrräder sind daher eher als Spielzeug für die ersten Fahrversuche interessant - es sei denn, ihr Kind ist eher klein. Für die meisten Kinder sollte das erste »richtige« Fahrrad aber ein 16-Zoll-Fahrrad sein.
Denn das können Kinder mindestens zwei, vielleicht sogar drei Jahre lang in etwa bis zur Einschulung nutzen. Radfahren lernen beginnt lange vor der Anschaffung ersten Kinderfahrrads. Mamas und Papas sollten ihre Kinder möglichst frühzeitig an Mobilität gewöhnen. Laufräder oder Kinderroller sind ideal für einen guten Start. Sind die Kleinen erst richtig fit auf dem Laufrad, ist der Sprung aufs Kinderfahrrad meist schnell geschafft.
Viele Kids schaffen es bereits nach wenigen Tagen, selbstständig auf dem Fahrrad zu fahren. Auf Stützräder kann und sollte man da getrost verzichten. Denn Stützräder verhindern eher, das Gleichgewicht zu halten und sorgen vielmehr für eine trügerische Sicherheit. So empfiehlt auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC: Lieber etwas länger mit den ersten Fahrversuchen auf einem Zweirad warten.
Denn eine der größten Herausforderungen beim Fahrradfahren ist für Kinder das Erlernen des Gleichgewichtshaltens. Außerdem sollte der Nachwuchs an einem geeigneten Ort mit ausreichend Sicherheit üben - natürlich unter Aufsicht der Eltern, die ihren Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen sollten, vor allem als Motivator. Schließlich wissen die meisten Erwachsenen ja selbst, wie es ist, zum ersten Mal auf so einem Fahrrad zu sitzen und zu strampeln. Am besten auf einem Platz, einer Straße oder einem Weg ohne Verkehr.
Bei alldem ist eines essenziell: Lassen Sie Ihrem Kind die nötige Zeit. Wenn Sie merken, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn noch nicht so ganz bei der Sache sind, sich immer wieder von der kleinsten Kleinigkeit ablenken lässt und vielleicht noch viel mehr Spaß mit ihrem Laufrad oder Roller haben, dann haben Sie Geduld und stellen Sie das Fahrrad noch einmal in die Garage oder den Keller.
Außerdem heißt Radfahren auch im wahrsten Sinne des Worte und in jeder Hinsicht: loslassen! Denn wenn der oder die Kleine mit seinen drei oder vier Jahren plötzlich allein auf dem Rad sitzt, wird es so sicher wie das Amen in der Kirche auch mal den einen oder anderen Sturz geben. Aber keine Angst! Laufen Sie in der Lernphase nicht ständig neben Ihrem Kind her, um ihm bei einem möglichen Sturz abzufangen.
Kleinere Stürze gehören dazu und sind schnell wieder vergessen. Laut ADFC ist die Fallhöhe und Geschwindigkeit beim Erlernen des Radfahrens niedrig und damit das Verletzungsrisiko vergleichsweise gering. Das Kind muss das Fallen nämlich genauso lernen wie das Radfahren selbst. Zumal die Kinder so mehr auf sich und ihre Fähigkeiten konzentriert sind, sich dadurch aufmerksamer verhalten und recht schnell merken, dass ein Sturz meist gar nicht so schlimm und schmerzhaft ist.
Die Zeiten von klotzigen, schweren und sperrigen Stahlkonstruktionen gehören auch bei Kinderfahrrädern immer mehr der Vergangenheit an. Bikes, auf denen die Kinder bereits ins Schwitzen geraten, bevor sie überhaupt eine Kurbelumdrehung hingelegt haben, findet man glücklicherweise immer seltener. Moderne Kinderfahrräder haben oft eine schwungvolle und sportliche Rahmengeometrie und werden aus hochwertigem Aluminium hergestellt. Sie verfügen bestenfalls vorn wie hinten über V-Bremsen, und durch den freien Rücktritt lassen sie sich sportlicher und leichter fahren.
Zur Grundausstattung sollten eine Klingel und ein Ständer gehören. Schutzbleche sind für diese Räder dagegen nicht so wichtig, wie man meinen könnte. Auch auf eine Fahrradbeleuchtung kann man bei Erstlings-Fahrrädern meist verzichten, denn mit Kindern in diesem Altern wird man in der Regel nicht bei Dunkelheit im Straßenverkehr unterwegs sein. Reflektoren tun es dann auch. Und was nicht dran ist, kann auch nicht kaputtgehen.
Puky Laufräder und Fahrräder im Vergleich
Wer Kinder hat, weiß, dass sowohl Puky als auch Woom starke Marken in der Kinderfahrrad-Welt sind. Die Kinderräder glänzen bekanntermaßen mit hervorragender Verarbeitung und Ausstattung. Beide Kinderrad-Marken bieten ein großes Sortiment an Kinderfahrrädern und Laufrädern an und haben ihre Produkte genaustens an die Bedürfnisse der Kleinsten abgestimmt.
Doch wo liegen die Stärken und Schwächen der beiden Top-Marken Puky und Woom in Sachen Kinderfahrrad und Laufräder für Kinder?Wo liegen die genauen Unterschiede? Wir wollen hier im Detail die bekanntesten und beliebtesten Modelle der beiden Herstellermarken miteinander vergleichen.
1. Woom 1 Laufrad
Wenn wir uns das Laufrad von Woom näher ansehen, dann ist es definitiv die teurere Variante eines Laufrades mit circa 200 Euro. Es ist laut Hersteller für Kinder ab einer Körpergröße von 82 cm optimal und mit einem Gewicht von nur unter 3 kg kaum zu toppen. Der Rahmen ist aus Alu und unterstreicht noch einmal das Leichtgewicht des Produktes.
Leider hat es kein Trittbrett, das den Kleinen das Fahren besonders dadurch erleichtern würde, indem währenddessen die Füße darauf abgestellt werden und somit das Gleichgewicht besser ausbalanciert werden kann. Allerdings kann man es jederzeit im Zubehörshop gegen einen Aufpreis erwerben, als sogenanntes Surfboardtrittbrett. Der Hersteller hat einen Lenkeinschlagsbegrenzer inklusive, was Kinder vor einer häufigen Verletzungsgefahr schützen soll und nochmals die Tauglichkeit für die Kleinsten bestätigt.
Die Aufmachung und Verarbeitung sind deutlich aufwendiger als bei anderen Herstellern, da es sich bei den verbauten Teilen auch um echte Fahrradteile handelt, nur eben kleiner. Das Woom 1 besitzt griffige Luftreifen für extra schnelles Rollen, Alufelgen und einen schmalen Sitz mit griffigem Sitzmaterial. Was den Sattel von Woom auszeichnet, ist, dass er sehr gut verstellbar ist und sich somit jederzeit an die sich ändernden Proportionen des Kindes anpassen lässt.
2. Puky LRM Laufrad
Bei Puky ist das Puky LRM der Klassiker schlechthin und mit seinem tiefen Einstieg besonders für kleine Anfänger geeignet. Mit 80 Euro ist es auch um einiges billiger als das Woom. Laut Puky ist es ab einer Körpergröße von 85 cm optimal zu nutzen und wiegt 3,5 Kilogramm, die es seinem Stahlrahmen zu verdanken hat. Das LRM besitzt keine Bremse.
Hier gehen die Meinungen weit auseinander, da viele sagen, dass Kinder unter 3 Jahren noch nicht die Koordinationsfähigkeit besitzen, um eine Bremsfunktion optimal steuern zu können. Andere meinen wiederum, dass genau diese Funktion von Anfang an mit dabei sein sollte, da sie ab sofort ein essentieller Begleiter sein wird und schon die Geschicklichkeit der Kleinen trainieren kann.
Du willst trotzdem eine Bremse? Mittlerweile gibt es eine Bremse für das Puky LR M, das du nachrüsten kannst. Was leider einen Nachteil mit sich bringt, ist der Aspekt, dass Puky meistens nur eigene Teile verbaut und somit den Austausch beziehungsweise die Nachrüstung erschwert. Der Lenker vom LRM neigt aber eher zum Überlenken, da Puky wie viele andere Hersteller auch auf einen Lenkeinschlagsbegrenzer verzichtet.
3. Woom 3 Kinderfahrrad
Unter den Kinderfahrrädern ist das Woom3 sehr bekannt. Es ist ab circa 300 Euro zu erwerben und genauso außergewöhnlich leicht wie bereits der Laufrad-Vorreiter Woom 1. Außerdem ist es nachweislich perfekt auf die Proportionen der Kinder abgestimmt.
Die Bremshebel der vorhandenen Felgenbremse sind farblich hervorgehoben, um ein Verwechseln während des Fahrens und somit einen eventuellen Sturz auszuschließen. Darüber hinaus ist der Wiederverkaufswert relativ hoch, bedingt durch die qualitative Ausführung. Es hat keinen Fahrradständer.
4. Puky Youke Kinderfahrrad
Das Puky Youke ist das beliebteste und gleichzeitig kleinste Modell von Puky in Sachen Kinderfahrrad, das für eine Körpergröße von 96 cm bestimmt ist. Es hat einen Alu-Rahmen und mit einem Gewicht von 7,2 kg ist es deutlich schwerer als die Leichtgewichte von Woom, was es kleinen Kindern anfangs oft nicht einfach macht, das Radfahren zu lernen.
Grundsätzlich sitzen hier die Pedale etwas höher, was den Anfängern etwas erschwert, die Balance zu halten. Puky bleibt sich relativ oft wie auch hier bei dem Youke Modell der Rücktrittbremse treu. Zudem verfügt es auch über eine V-Brake Felgenbremse. Das ist ein ordentlicher Pluspunkt, denn anders wäre die Bremskraft sonst viel geringer und schwerer dosierbar.
Zu guter Letzt ist zu erwähnen, dass auch hier der praktische Fahrradgepäckträger, der Seitenständer und die Reflektoren inklusive sind.
5. Tipps für den Kauf und die Nutzung von Kinderfahrrädern
- Um die korrekte Fahrradgröße zu finden, sollten Eltern die niedrigste Sattelhöhe einstellen.
- Das Gewicht spielt eine große Rolle.
- Gute Sichtbarkeit mit Beleuchtung inklusive Standlicht und Reflektoren.
- Helm nicht vergessen.
- Diebstahlsicheres Schloss: Was bringt ein tolles Fahrrad, wenn es gestohlen wird.
- Zwei Handbremsen lassen sich intuitiver bedienen als eine Rücktrittsbremse.
- Bevor die gebrauchte Kinderräder benutzt werden, empfiehlt es sich, wegen einer möglichen Rissbildung die einzelnen Bauteile zu prüfen.
- Im Übrigen: Weniger ist mehr. Kinder sind im Gegensatz zu uns Erwachsenen noch sehr minimalistisch veranlagt und kommen am Besten mit den Sachen zurecht, die sie im Alltag auch wirklich praktisch nutzen können.
Übrigens: Wusstest du, dass Kinder nur bis zu ihrem 10. Lebensjahr den Gehweg mit dem Fahrrad benutzen dürfen? Bis dahin genießen sie den Nestschutz, aber dann solltest du als Elternteil dein Kind dazu anleiten, die Straße zu benutzen, um sich mit den Straßenverkehrsregeln vertraut zu machen und um dann alleine schon wegen dem schnelleren Fahrverhalten und der Fahrradgröße Unfälle auf dem Fußgängerweg zu verhindern.
Wir konnten dich insgesamt von Puky als starken Kinderfahrrad-Marke überzeugen? Doch lieber etwas Anderes? Ein 12 Zoll-Fahrrad von Puky gilt als beliebtes Einstiegsmodell. Wir finden aber auch die Bikes von S’COOL wie z.B. das XXlite alloy oder das niXe 1-Gang sehr gut.
Unsere 3 Favoriten für 12 Zoll Kinderfahrräder
Coolmobility S'COOL XXlite alloy 12 1-S
Ein 12 Zoll-Fahrrad mit gewichtsoptimiertem X-Typ-Rahmen aus Aluminium, womit das Bike 7,6 kg wiegt. Das Bike passt für Kinder ab ca. 98 Zentimeter Körpergröße, also durchschnittlich ab etwa 2,5 bis 3 Jahre. Positiv ist der gekapselte Kettenkasten, der zwar unserer Einschätzung nach ein wenig „billig“ wirkt, aber seine Funktion erfüllt: Vor Verletzungen und Verschmutzung schützen.
- Gute 12 Zoll-Kinderfahrrad für Jungs und Mädchen ab ca. 2,5 Jahren.
- Bei einem Gewicht von 7,6 kg ist das Bike sehr robust.
- Aus diesem Grund und aufgrund der Rahmengeometrie unserer Ansicht nach gut zum Radfahren Lernen geeignet.
Puky Youke 12
Dieses Kinderfahrrad vom deutschen Marktführer Puky eignet sich für Kinder ab etwa 3 Jahren mit einer Schrittlänge von 42-51 cm und einer Körpergröße von 95-120 cm, sodass es bis etwa 5 Jahre passt. Mit einem Gewicht von 7,2 kg hat es in Relation zum alten „Steel“-Modell deutlich abgespeckt. Laut bisherigen Erfahrungen gut geeignet für junge Fahranfänger.
- Dieses 12-Zoll-Fahrrad zählt aufgrund seiner guten Rahmengeometrie mit tiefem Einstieg seit Jahren zu den beliebtesten Modellen, Fahrradfahren zu lernen.
- Durch das mittlerweile geringere Gewicht finden wir es ideal für Kinder ab 3 Jahren.
Bikestar 12er Modern
Dieses Fahrrad Kinder ab etwa 3 Jahren bzw. einer Körpergröße von 93 cm geeignet. Dank verstellbarem Sattel und Lenker wächst es mit den Kleinen mit und unterstützt dabei stets eine ergonomische Haltung. Das Fahrrad ist stabil gebaut, bietet zum Anhalten eine Kombination aus Rücktritt- und Handbremse und besteht aus zertifiziert schadstofffreien Materialien. Mit einem Gewicht von rund 8 kg liegt es im mittleren Bereich.
- Ein rundum solides erstes Fahrrad mit hoher Alltagstauglichkeit.
- Wir können es durchaus für aktive Kinder empfehlen, die früh Radfahren lernen wollen.
- Das höhere Gewicht ist für die Eltern nicht ideal beim Tragen, beim Fahren jedoch unproblematisch.
Weitere gute 12 Zoll Kinderfahrräder (ab ca. 3 Jahren)
Vor allem das Gewicht ist bei Kinderfahrrädern ein wichtiger Faktor. Früher haben Kinderfahrräder um die 12 Kilo gewogen, gerade bei den Kindern zählt aber jedes Kilo, weil sie ja selbst nicht so schwer sind. Wichtig: Verzichte auf jeden Fall auf Stützräder! Am besten lernen die Kinder das Radfahren, wenn sie davor ein Laufrad hatten.
Puky ZL 12-1 Alu
Dieses Bike ist ein Bestseller von Puky, das mit 7,2 kg Gesamtgewicht mit den besten Modellen mithalten kann. Die Rahmengeometrie ist, wie von Puky gewohnt, sehr gut auf Kinder abgestimmt. Dazu inkludiert der deutsche Hersteller bereits das wichtigste Zubehör. Der geschlossene Kettenkasten schützt vor Verletzungen und Verschmutzungen, was uns in diesem Alter aus Erfahrung recht wichtig erscheint. Ideal für Kinder mit einer Körpergröße zwischen 96 und 121 cm bzw. Schritthöhe 41 bis 50 cm.
Trotz des vergleichsweise geringen Gewichts ein sehr solides Bike von Puky, mit dem die kleinsten Kinder Radfahren lernen können. Angesichts des Angebots unserer Meinung nach ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Coolmobility S'COOL XXlite alloy 12 1-S
Dieses Kinderfahrrad verfügt über einen robusten Alurahmen und eine 1-Gang-Hinterradnabe. Stützräder sind ebenfalls enthalten und können bei Bedarf montiert werden, auch wenn viele Experten davon abraten. Geeignet ist das Fahrrad für Kinder ab einer Körpergröße von etwa 99 cm, also ab ca. 3 Jahren. Der geschlossene Kettenkasten erfüllt seinen Zweck, wirkt auf uns jedoch nicht besonders hochwertig. Das Gewicht des Fahrrads wird vom Hersteller mit 7,4 kg angegeben.
Dieses robuste 12-Zoll-Kinderfahrrad mit tiefem Einstieg ist ideal für Anfänger ab etwa 3 Jahren. Es bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wir empfehlen jedoch, die Stützräder nicht zu montieren, da sie nach unserer Meinung keinen Vorteil beim Erlernen des Radfahrens bieten.
Prometheus Verve Max
Das Verve Max sorgt mit seinem robusten Stahlrahmen und dem geschlossenen Kettenkasten und Sicherheitsreflektoren für eine sichere Fahrt für die kleinen Fahrrad-Anfänger. Es verfügt über Vorder- und Hinterrad-Felgenbremsen. Das kindgerechte Design mit leuchtenden Farben macht das Fahrrad gut sichtbar und für Kinder besonders ansprechend. Stützräder sind zwar inkludiert, wir raten allerdings von einer Montage ab.
Dieses 12-Zoll-Bike ist ein Kinderfahrrad der „alten Schule“. Bunt, viele Extras und massiv. Wem das gefällt, der bekommt dafür ein solide verarbeitetes Bike. Das hohe Gewicht macht das Handling für kleine Kinder jedoch schwer.
Worauf muss man bei einem 12-Zoll-Kinderfahrrad achten
12 Zoll Kinderfahrräder sind die kleinsten verfügbaren Fahrräder, die Kinder beim Radfahrenlernen verwenden. Diese Größe passt für Kinder ab etwa 3 Jahren, ab diesem Alter sind die Kleinen motorisch in der Lage, Radfahren zu lernen. Allerdings können in diesem Alter Verkehrssituationen noch nicht richtig eingeschätzt werden, deshalb ist Übung abseits des Straßenverkehrs angesagt.
Das Hauptaugenmerk beim Kauf liegt aus diesem Grund noch nicht auf einer verkehrstauglichen Ausstattung. Wichtig ist vielmehr, dass dein Kind ein sicheres Fahrgefühl bekommt. Das gelingt kaum mit einem zu schweren Kinderfahrrad, mit dem Jungs und Mädchen nur mühsam vorankommen. Im Gegensatz dazu werden hochwertige Modelle in Leichtbauweise hergestellt und sind ergonomisch so konzipiert, dass eine aufrechte Sitzposition ermöglicht wird.
Checkliste
- Größe: Ein 12 Zoll-Fahrrad ist für Kinder mit einer Schrittlänge von ca. 40 cm bzw. einer Körpergröße ab 95 cm geeignet. Das entspricht Kinder im Alter von etwa 3-4 Jahren. Wichtig: Bei Kindern ist die Reifengröße wichtiger, die hier in Zoll angegeben wird. Die Rahmengröße spielt eine untergeordnete Rolle. Vor dem Kauf bitte auch die exakten Herstellerangaben zu Alter/Körpergröße beachten.
- Rahmen: Ein tiefer Rahmen erleichtert das Auf- und Absteigen enorm. Besonders für kleine Kinder ist das ein wesentliches Kriterium, wenn es darum geht, ein sicheres Fahrgefühl zu erlangen.
- Gewicht: Ein geringes Gewicht ist bei Kinderfahrrädern besonders wichtig - nur so gelingt es rasch, die Balance zu halten und Spaß am Fahrrad-fahren zu bekommen. Ein 12 Zoll-Rad sollte nicht viel mehr als etwa 1/3 des Körpergewichts wiegen. Umgemünzt auf das durchschnittliche Gewicht von Kindern in diesem Alter sollte ein Kinderfahrrad dieser Größe im Optimalfall nicht mehr als 7-8 kg wiegen - je leichter, desto besser.
- Höheneinstellung: Der Sattel und auch der Lenker eines Kinderfahrrads sollte genügend Spielraum für die Höheneinstellung lassen - nur so kann das Fahrrad mit dem Kind ergonomisch „mitwachsen“. Eine aufrechte Sitzposition für mehr Übersicht und Sicherheitsgefühl erreicht man, indem der Lenker höher als der Sattel eingestellt wird. Wichtig: Bei Anfängern die Sattelhöhe so einstellen, dass beide Fußballen den Boden erreichen.
- Gangschaltung: Ein 12-Zoll-Fahrrad bzw. Kinder in diesem Alter brauchen definitiv noch keine Gangschaltung - sie lenkt zu sehr vom Radfahren selbst ab. Das bestätigt auch Fahrradexperte Rainer Grünbaum von TÜV Rheinland LGA: „Mehrere Gänge lohnen sich in der Regel erst ab einer Radgröße von 18 Zoll. Aber auch dann genügt eine 3- oder 5-Gang-Schaltung. Denn: Je mehr Gänge, desto komplizierter wird die Bedienung für das Kind„[1].
- Bremsen: Handbremsen sollen für Kinderhände gut erreichbar sein, viele Eltern schwören zum Einstieg auch auf eine Rücktrittbremse - die unserer Meinung nach aber nicht notwendig ist.
- Ausrüstung für den Straßenverkehr: Kinder bis 8 Jahre dürfen in Deutschland nur auf dem Gehweg in Begleitung eines Erwachsenen unterwegs sein. Ausnahme: Es ist kein Bürgersteig vorhanden, dann darf auch die Straße befahren werden. Pflichtausstattung lt. Gesetz: Zwei Bremsen, eine laute Klingel und die richtige Beleuchtung (vorne und hinten). Außerdem Reflektoren: vorne weiß, hinten rot, insgesamt vier gelbe Speichenreflektoren, je zwei gelbe an den Pedalen.
Häufige Fragen
Worauf muss man bei Kinderfahrrädern mit 12 Zoll Reifengröße achten?
- passende Größe: ein 12 Zoll-Fahrrad ist für Kinder mit einer Körpergröße ab ca. 95 cm geeignet.
- ein tiefer Rahmen, damit Kinder schnell und komfortabel auf- und absteigen können.
- höhenverstellbarer Sattel und Lenker, damit eine aufrechte Sitzposition erreicht werden kann
- geringes Gewicht des Fahrrades - etwa 1/3 des Körpergewichtes, also durchschnittlich 7-8 kg Gewicht des Fahrrades
Welche Qualitätsunterschiede gibt es bei 12 Zoll Kinderfahrrädern?
Hochwertige 14 Zoll-Kinderfahrräder wiegen zwischen 5-6 kg, während besonders günstige Modelle häufig mehr als das doppelte wiegen. Auch die Rahmengeometrie ist bei minderwertigen Modellen oftmals nicht ideal und lässt keine aufrechte Sitzhaltung zu bzw. können Sattel und Lenker nicht in der Höhe eingestellt werden. Auch bei der allgemeinen Verarbeitung bzw. den verwendeten Komponenten kann man deutliche Qualitätsunterschiede zwischen minder- und hochwertigen Kinderfahrrädern erkennen.
Welche Marken und Hersteller von 12 Zoll-Fahrrädern sind empfehlenswert?
Diese Hersteller haben sich bewährt und bieten empfehlenswerte Kinderfahrräder in 12 Zoll an:
- Puky (deutscher Markführer)
- Cube
- Coolmobility bzw. S´COOL (ähnliches Design wie woom)
- Bikestar (Preis-Leistungs-Tipp)
Ab welchem Alter und welcher Größe passt ein 12 Zoll Fahrrad?
Ein 12 Zoll Kinderfahrrad ist für Kinder ab einem Alter von ca. 3 Jahren bzw. einer Körpergröße von 95 cm geeignet.
Sind Stützräder für 12 Zoll-Fahrräder empfehlenswert?
Nein, Stützräder sind nicht empfehlenswert: Sie unterstützen den Gleichgewichtssinn nicht und tragen nicht dazu bei, dass ein Kind besser oder rascher Radfahren lernt. Fahrradexperte von velomotion im Dad’s Life Podcast: „Gebt euren Kindern auf keinen Fall Stützräder! Am besten lernen die Kinder das Radfahren, wenn sie davor ein Laufrad hatten."
Ist ein Kinderfahrrad mit oder ohne Rücktrittbremse besser?
Viele Eltern und auch Experten meinen, dass das Bremsen mit Rücktrittbremse kleinen Kindern leichter fällt. Es gibt aber auch Expertenmeinungen die darauf verweisen, dass die Rücktrittbremse kaum Bremswirkung besitzt, weil sie die Hinterreifen einfach blockiert. Ein eindeutige Empfehlung kann hier nicht ausgesprochen werden - wir würden aber eine Rücktrittbremse nur bei kleinen Kindern zum Einstieg (12 / 14 Zoll Räder) verwenden. Ältere Kinder kommen erfahrungsgemäß mit einer klassischen Felgenbremse gut zurecht.
Welche Alternativen gibt es zu 12 Zoll-Kinderfahrrädern?
Für Kinder ab etwa 3 Jahre ist ein Laufrad die perfekte Alternative zum 12 Zoll-Fahrrad, um den Gleichgewichtssinn zu trainieren. Viele Experten empfehlen zu Beginn ein Laufrad, da der spätere Umstieg auf ein Fahrrad damit sehr einfach gelingt.
Einfluss des Gewichts auf das Fahrverhalten
Bei den Fahrversuchen stellte sich heraus, dass die Kinder umso besser mit dem Fahrrad zurechtkamen, je leichter die Fahrräder waren. Der ADAC empfiehlt Eltern deshalb, dass die Kinder vor dem Kauf auf jeden Fall im Fachgeschäft probesitzen und das Fahrrad ausprobieren. Nach dem Kauf sollten Sattelhöhe, Lenkerposition und die Erreichbarkeit der Bremshebel vom Fachmann auf die Größe des Kindes eingestellt werden.
Die ersten Fahrversuche
Die ersten Übungsfahrten mit Kindern führt man bestenfalls auf einem abgesperrten Gelände durch. Fahrradfahren erlernen benötigt auch Geduld der Eltern. Am besten funktioniert das ohne Stützräder.
Fahrradfahren bedeutet auch, den ein oder anderen Sturz mit einzukalkulieren.
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