Fahrrad Regenbekleidung Damen Test: Welches Modell hält Sie trocken?

Unaufhaltsam kommt sie näher: die nasskalte Jahreszeit! Doch dagegen haben wir was - Regenjacken. Grund genug für uns, die Kleiderkammer der Redakteure zu öffnen und die besten Empfehlungen der BikeX-, MOUNTAINBIKE- und RoadBIKE-Redaktion hier gesammelt vorzustellen.

Wichtig hierbei: Dieser Regenjacken-Test versteht sich als Best-of aus unserem Redakteurs-Alltag; wir haben sie teils Monate (oder wenn angegeben sogar länger) viele Meter mit ihnen gemacht, meist sind sie zigfach durch die Waschtrommel rotiert. Die einzelnen Modelle sind ausdrücklich nicht untereinander vergleichbar. Die Empfehlungen geben die einzelnen genannten Redakteure nach bestem Wissen und Gewissen ab.

Auswahl der richtigen Fahrrad Regenjacke

Wenn es darum geht, die richtige und vor allem passende Fahrrad Regenjacke zu bekommen, hat man oftmals die Qual der Wahl. Auch wenn Mode bekanntlich Geschmackssache ist, kommt es bei der Auswahl der richtigen Fahrradjacke nicht nur auf die Optik an. Die Funktion steht dabei im Fokus. Im Fahrrad Regenjacken Test bzw. Regenjacken Test gehen wir daher auf die Verarbeitung und die Anforderungen für ein trockenes Ankommen ein.

Wer sich eine Fahrrad Regenjacke zulegen möchte, der sollte sich grundlegend entscheiden ob er eine gefütterte Jacke möchte oder eine Fahrradjacke die „nur“ trocken hält, jedoch keine oder nur kaum eine wärme haltende Funktion mit sich bringt. Bei der gefütterten Variante wird neben der Schutzfunktion gegen Regen auch der Wärmeerhalt gewährleistet. Bei einer dünnen Überzieh-Jacke sieht dies anders aus. Diese besteht meist aus nur sehr dünnem Material und ist dafür gedacht, dass man unter ihr noch eine normale, richtige Jacke trägt. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass man die Jacke wirklich nur auf Bedarf anziehen muss und sie sonst einfach in der Tasche mit sich führt. Sie ist platzsparend und sehr leicht. Eine solche dünne Fahrradjacke kann z.B. auch in einer Satteltasche ihren Platz finden.

Besondere Merkmale von Fahrrad Regenjacken

Es gibt durchaus Regenjacken für Damen, Regenjacken für Herren und Regenjacken für Kinder die sich unterscheiden. Eine gute Fahrrad Regenjacke ist Atmungsaktiv und lässt von der Außenseite kein Wasser durch. Von innen kann jedoch die Luftfeuchtigkeit, die beim Schwitzen entsteht, abgeführt und nach außen getragen werden. Durch diese Atmungsaktivität der Materialien wird der Schweiß optimal abgeleitet. Der Vorteil dabei, keine Nasse Kleidung durch nicht abdampfenden Körperschweiß.

Damit diese Funktion gewährleistet wird, werden zu einem besondere Materialien eingesetzt, zusätzlich wird oft mit Belüftungsschlitzen gearbeitet. Je mehr Verbindungsstellen eine Jacke hat, umso mehr Schwachstellen gibt es und bietet Möglichkeiten, das Regenwasser eintreten kann. Bei der Wahl der Fahrrad Regenjacke sollte darauf geachtet werden, dass das Material der Jacke bereits wasserundurchlässig ist. Ähnlich wie bei wasserdichten Fahrradtaschen werden die Verbindungen hier nicht genäht sondern verschweißt oder geklebt. Das Regenwasser kann so nicht durch die Verbindungen gelangen. Gleichzeitig kann auch der Wind nicht direkt durch Nähte durchdringen.

Stoffjacken haben dabei oftmals das Problem, dass der Stoff nie zu 100% Wasserdicht ist. Hier heißt es in der Beschreibung dann „Wasserabweisend“. Die Poren der Jacke (des Materials) sind so fein, dass der Regentropfen an sich nicht eindringen kann. Parallel dazu wird oft mit einer Beschichtung gearbeitet, die das Wasser wie beim Lotus-Effekt abperlen lässt.

Reisverschluss und Taschenverschlüsse sollten mit einer Lippe überdeckt sein. Erst bei übermäßigem Regenfall oder bei stärkerer Berührung der Jacke kann das Wasser in den Stoff einziehen. Wie hoch dieser Wasserdruck z.B. sein darf, wird in mm Wassersäule angegeben. Je höher der Wert ist, umso mehr Wasser kann die Fahrradjacke / Regenjacke ab, bevor das Wasser eindringen kann. Ab einem Wert von 1300 mm Wassersäule spricht man von Wasserdicht, Die Eidgenössische Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz geht jedoch davon aus, dass erst ab einem Wert von 4000 mm Wassersäule sicher gehen kann, dass der Stoff allen Anforderungen gerecht wird.

Wer sich eine Regenjacke als Überziehjacke kaufen möchte, der sollte diese in einer Nummer größer wählen. Zieht man z.B. im Winter noch eine Winterjacke an, nimmt diese recht viel Platz ein. Die Fahrrad Regenjacke muss hier noch drüber passen. Verschweißte Nähte sind hier an der Tagesordnung. Beide Varianten der Fahrrad Regenjacke sollten eine Kapuze haben und an den Bündchen einen festen Verschluss, sodass Regenwasser nicht über die Hände in den Jackenärmel laufen kann. Auch ist es sinnvoll die Kapuze in der Größe einstellen zu können.

Wenn es regnet ist es meist etwas dunkler draußen, nicht weil es abends ist, sondern vielmehr weil die Wolken den Himmel ergrauen lassen. Wasser steht auf den Straßen, die Sicht für Autofahrer und Radfahrer wird schlechter und ist eingeschränkt. Wer sich jetzt optisch mit einer auffälligen Fahrradjacke abhebt, der wird besser gesehen.

Testberichte einzelner Modelle

Medvind Allweather Fahrradjacke Herren

BikeX-Chefredakteur Björn Gerteis fährt derzeit im Alltag die Regenjacke von Medvind. "Schon beim ersten Anprobieren fiel mir der alltagstaugliche Schnitt auf: Sie sitzt angenehm locker, ohne dabei unförmig zu wirken. Das Material fühlt sich hochwertig an, dank überklebter Nähte bin ich auch bei heftigen Regenschauern bislang trocken geblieben.".

Besonders gut gefiel ihm die Kombination aus Schutz und Tragekomfort. Die Handgelenkgamaschen und das winddichte Material halten kalte Luft wirksam draußen, die Kapuze passt zudem problemlos über den Helm. Gleichzeitig sorgt das Belüftungssystem dafür, dass er nicht völlig durchgeschwitzt ankommt. Insgesamt ist die Jacke laut Björn erstaunlich atmungsaktiv - selbst bei längeren Ausfahrten.

Auch im Hinblick auf Sicherheit ist die Medvind eine gute Wahl. Die Reflektoren sind gut sichtbar, was im Straßenverkehr ein gutes Gefühl gibt. Die Bewegungsfreiheit ist dank des komfortablen Schnitts und des zusätzlichen Reißverschlusses unten uneingeschränkt. Die Taschen für Handy, Schlüsselbund und Co. sind standesgemäß abgedichtet und hielten im Alltag zuverlässig trocken.

Die Medvind ist mit gemessenen 790 Gramm für eine City-Regenjacke durchaus leicht. Dafür fühlt sie sich robust an und ist auch bei niedrigeren Temperaturen um null Grad tragbar - dann natürlich mit einer zusätzlichen Schicht.

Insgesamt bin ich begeistert. Die Bike-Jacke von Medvind ist eine gute Wahl für Radfahrer, die eine funktionelle und trotzdem stilvolle Jacke suchen. - Björn Gerteis, BikeX-Chefredakteur

Endura MT 500 Damen

Eine Jacke, die einen buchstäblich nie im Regen stehen lässt, ist Das Damen-Regenjacken-Modell der Endura MT500. Mit ihrer robusten Membran hält sie Redakteurin Katharina Binzenhöfer zuverlässig trocken, selbst wenn es in Strömen regnet. Die Jacke ist wasserdicht bis 20.000 mm - und trotzdem atmungsaktiv genug, um bei schweißtreibenden Anstiegen nicht im eigenen Saft zu schmoren. Und wenn es doch mal zu heiß wird, lässt sich die Jacke durch die Lüftungsschlitze (auch Pit-Zips genannt) unter den Armen mit einem Zwei-Wege-Reißverschluss öffnen.

In der Ärmeltasche findet der Liftpass Platz, die beiden Seitentaschen bieten ausreichend Platz für Snacks. Handy und Schlüssel können in der Innentasche wasserdicht verstaut werden. Alle Reißverschlüsse dieser Jacke sind übrigens sauber versiegelt.

Die MT500 hat eine tolle Passform und ist angenehm tailliert. Die Silikonprints auf den Schultern sorgen dafür, dass der Rucksack auch bei den wildesten Abfahrten nicht verrutscht. Die Lycra-Bündchen schmiegen sich sanft um die Handgelenke, die Ärmel sind so lang geschnitten, dass auch bei gestreckter Haltung auf dem Bike kein Regen in die Ärmel tropft.

Man kann die große Kapuze optimal über den Helm ziehen und hat noch genügend Bewegungsfreiheit. Will man die Jacke aber im Alltag tragen, kann einem die übergroße Kapuze zu viel des Guten sein, sie rutscht gerne und schnell vom Kopf.

Allerdings muss man sagen, dass es deutlich leichtere Jacken gibt, die dann auch ein kleineres Packmaß haben. Das ist nicht die Stärke der Endura MT500. In den Augen von Redakteurin Katharina gehört sie eher in die Kategorie Jacken, die man anzieht, wenn es draußen bereits in Strömen regnet, man aber trotzdem die Trails unsicher machen will.

Gore ENDURE GORE-TEX LE1 Jacke Damen

Ob auf dem Trail oder mit dem Rad zur Arbeit - diese Gore Endure Regenjacke für Damen ist ein echtes Allroundtalent. Dank der bewährten Gore-Tex-Membran bleibt alles unter der Jacke garantiert trocken, auch wenn der Regen mal wieder aus dem Nichts kommt. Sie war im Alltagstest stets zuverlässig, winddicht und atmungsaktiv. Mit nur 245 Gramm fällt sie zudem kaum ins Gewicht und lässt sich zusammengefaltet in einer der Fronttaschen verstauen, dass sie sogar in die hintere Trikottasche oder den Tourenrucksack passt.

Die Jacke hält trocken, aber um warm zu bleiben, empfiehlt Redakteurin Katharina Binzenhöfer an kühleren Tagen eine zusätzliche Schicht darunter. Die Jacke fällt übrigens größengerecht aus.

Insgesamt ist Endure-Jacke von Gore schlicht gehalten und hat nur zwei seitliche Eingrifftaschen, in denen das Handy zuverlässig trocken bleibt. Der Saum ist durch einen Kordelzug in den Taschen verstellbar. Die Kapuze passt über einen MTB-Helm. Dank verlängerten Rückteil bekommt der Rücken auch bei voller Fahrt keinen kalten Luftzug ab.

Die Reflektoren hinten und seitlich am fetten Schriftzug am Arm sorgen dafür, dass man auch bei schlechtem Wetter im Verkehr besser gesehen wird.

POC W's Motion Rain Jacket

Typisch POC ist auch das Design der Damen-Regenjacke "Motion Rain" sehr schlicht, aber dennoch chic. Sie macht sowohl in der Stadt als auch auf dem Trail eine gute Figur. Dank ihrer robusten Drei-Lagen-Konstruktion hält sie auch bei starkem Regen trocken und angenehm warm. Sie ist eher talliert geschnitten, aber ein Pullover passt noch darunter.

Besonders praktisch: Die Kapuze passt bequem über einen Helm, ohne zu verrutschen. Auch schön: die elastischen Bündchen an den Ärmeln und am Saum. Sie halten Wind und Regen ab und sorgen für einen bequemen Sitz. Zwar hat die Regenjacke keine Reißverschlüsse unter den Armen, aber die Belüftungszonen machen auch einen guten Job.

Für den Einsatz im Straßenverkehr befinden sich hinten im unteren Rückenbereich zwei kleine reflektierende Details. Diese könnten etwas größer sein, um bei schlechten Lichtverhältnissen noch besser gesehen zu werden. Die Reißverschlusstaschen sind durch eine Stoffüberlappung geschützt. Die Brusttasche bietet Platz für Handy oder Schlüssel. Auch diese Jacke ist kein Leichtgewicht, aber das Packmaß ist besser als bei der eher voluminösen Endura-Jacke.

Weitere getestete Modelle im Überblick

Im Folgenden werden weitere Regenjacken für Damen kurz vorgestellt:

  • Y Lightline Air 3L Shell Jacket Men von Bergans: Leichte, sehr atmungsaktive Multifunktionsregenjacke mit mehrfach einstellbarer Kapuze.
  • Fahrrad-Regenjacke von Canyon: Regenjacke mit Softshell-Haptik, hoher Tragekomfort und dehnbarer Kapuze.
  • Triban Regenjacke Fahrrad Gravel von Decathlon: Outdoor-Hightech für Pendler und Bikepacker zu einem interessanten Preis.
  • Hummvee WP Hooded Jacket von Endura: Urbane Komfortregenjacke mit mehreren Taschen, Kapuze und Netzinnenfutter.
  • SavePlus-Regenjacke von Gonso: Sehr leichte, dünne und klein komprimierbare Regenjacke.
  • Endure Jacket von Gore Wear: Klassisch schlichte Radregenjacke mit geringem Gewicht und kleinem Packmaß.
  • WPM Pocket Hooded Bike Jacket von Löffler: Spitzenmodell für Stadt- und Tourenradler - relativ leicht, sehr atmungsaktiv und weich.
  • Yaras Rain Jacket von Vaude: Besonders leicht und klein verpackbar, aber eher schweißtreibend.

Checkliste für den Kauf von Fahrrad-Regenjacken

Beim Kauf einer Fahrrad-Regenjacke sollten folgende Merkmale beachtet werden:

  • Wasserdichte: Mindestens 1.300 mm Wassersäule, besser 5.000 mm oder mehr.
  • Atmungsaktivität: Wichtig, damit Schweiß nach außen transportiert wird.
  • Passform: Nicht zu eng, nicht zu locker, genügend Bewegungsfreiheit.
  • Gewicht und Packmaß: Auf längeren Touren sind leichte und klein verstaubare Jacken von Vorteil.
  • Zusätze: Taschen, Kapuze (ideal mit Helmanpassung), Reflektoren.

Eine gute Fahrrad Regenjacke ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung für jeden Radfahrer, der sich von Wind und Wetter nicht abschrecken lassen möchte. Die Wahl des richtigen Modells hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem geplanten Einsatzbereich ab.

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